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Ostfildern.| Der Herzog-Philipp-Platz in der Parksiedlung soll aufgewertet werden. Eine Bürgerwerkstatt hat dazu Pläne entwickelt, die nun im Ausschuss für Technik und Umwelt vorgestellt wurden.

„Der Herzog-Philipp-Platz hat großes Potenzial als lebendige Quartiersmitte“, erklärte Reinhardt Kampmann, der Geschäftsführer der Sanierungs- und Entwicklungsgesellschaft Ostfildern (SEG), in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt (ATU). Kampmann stellte dabei den Stand der Planungen für die Neugestaltung und Aufwertung des städtebaulich sanierungsbedürftigen Platzes vor. „Aus allen bisherigen Veranstaltungen zur Parksiedlung nehmen wir mit, dass ein starker Wunsch besteht, die Aufenthaltsqualität auf dem Platz zu erhöhen“, sagte Kampmann.

Die Funktion des Herzog-Philipp-Platzes als Quartierszentrum hatte in den vergangenen Jahren stark gelitten. Städtebauliche Mängel, eine in die Jahre gekommene Randbebauung, Ladenschließungen und ein starkes Übergewicht des Verkehrs sorgten für mangelhafte Aufenthaltsqualität. In die Planungen zur Neugestaltung waren von Beginn an die Bürgerinnen und Bürger der Parksiedlung wie auch Vertreterinnen und Vertreter bürgerschaftlicher Interessengruppen einbezogen.

Mehr als 200 Menschen beteiligten sich an einer Sammlung von Vorschlägen, die bei einer von einem Planungsbüro moderierten Bürgerwerkstatt im vergangenen November schließlich zu konkreten Planungsvarianten zusammengefasst wurden. Dabei wurden auch die Aspekte sozialer Zusammenhalt, Aufenthaltsqualität und Begrünung sowie Mobilität zu Fuß, mit dem Rad und dem Auto diskutiert.

So entstanden drei Planungsvarianten, „und weil die Straßenfläche im Verhältnis zur Grünfläche viel Raum einnimmt, war es klar, dass eine Neugestaltung nur gelingt, wenn wir den Verkehr und die Parkplätze reduzieren“, sagte Kampmann. Die Diskussion der Planungsvarianten sei Dank der Aufnahme der verschiedenen funktionalen Aspekte des Platzes nicht von der Frage der öffentlichen Stellplätze überlagert worden. „Die Breite der Themen war eine große Bereicherung“, stellte Kampmann fest.

Die Planungsvariante mit dem wohl geringsten Eingriff sieht zwar eine Vergrößerung der Grünfläche vor, belässt aber die Parkplätze auf der Westseite. Auch die Funktion als Straße bliebe erhalten, allerdings nur noch als Einbahnstraße. Die Grünzone könnte über die Robert-Koch-Straße hinweg bis zum Vorplatz der Kirche vergrößert, durch Wege und einen Pavillon ergänzt werden.

Die Variante mit der deutlichsten Veränderung sieht einen komplett autofreien Herzog-Philipp-Platz vor. „Es könnten zwei große Grünflächen entstehen, die durch eine Funktionsfläche für die Anlieferung der Läden und den Wochenmarkt getrennt sind. Im westlichen Teil könnte statt der Parkplätze eine Promenade angelegt werden, die Grünflächen könnten topografisch gestaltet werden und damit für verschiedene Funktionen genutzt werden“, erläuterte Kampmann. Einen anderen Ansatz verfolgt eine Variante, die unter einem Teil des Platzes eine Tiefgarage vorsieht. Dies hätte allerdings zur Folge, dass Bäume gefällt werden müssten und eine Begrünung punktuell nur über Hochbeete möglich und im Sommer ein Aufheizen des Platzes zu erwarten wäre. „Städtebaulich und planerisch, und besonders unter dem Aspekt des Klimawandels, wäre es bei allen Varianten interessant, über das Thema Wasser nachzudenken“, sagte Kampmann.

Oberbürgermeister Christof Bolay erklärte, es werde nun nicht sofort die beste Lösung präsentiert. „Es wird vielmehr eine Entwicklung aus vielen interessanten Ideen und Elementen sein“, sagte er.

Laut Kampmann werden dafür in den kommenden Monaten Machbarkeitsstudien, Verkehrszählungen und Kostenschätzungen erstellt. „Ziel ist, Planungsvarianten zu entwickeln und im Herbst dann einen konkreten Planentwurf zu erstellen“, sagte er.


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