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Nichts zu holen beim Rekordmeister

SportNichts zu holen beim Rekordmeister

Das letzte Spiel des Jahres. In der Schwimmhalle Schöneberg war eigentlich von vorneherein klar: für die SVL-Wasserballer ist gegen den Rekordmeister Spandau 04 eher nichts zu holen. Ludwigsburg hat die Partie mit 22:8 verloren.

Das Positive nach dem Abpfiff des verlorenen Auswärtsspiels gegen den Rekordmeister Spandau 04 zuerst: Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt, „wir haben doppelt so viele Tore geschossen, wie im Hinspiel“, immerhin acht. Der Gegner Spandau 04 hat in der Schwimmhalle Schöneberg aber auch mehr Treffer erzielt als beim Spiel im Freibad Hoheneck Ende September, nämlich 22. Die Ludwigsburger Mannschaft habe „einen wacheren Eindruck gemacht“, sagt Dieter – dass der SVL die Spandauer nicht würde schlagen können, sei eigentlich klar gewesen. Das Team aus der Hauptstadt habe schlicht die individuell besseren Spieler. „Aber wir können trotzdem relativ zufrieden aus dem Spiel raus gegen“, so Dieters Einschätzung.

„Diese Spiel war nicht unser bestes“, sagt Antonios Giannatsis nach dem Abpfiff. Er sei aber ziemlich sicher: „Wir sind auf dem richtigen Weg, wachsen als Team weiter zusammen.“ Die Mannschaft spielt erst seit ein paar Monaten in dieser Formation. Mattia Ruggeri ist nicht zufrieden mit dem Ergebnis und erklärt: „Das war mit Sicherheit nicht unser bestes Spiel, wir haben nicht unser komplettes Potential abgerufen.“

Gut eine Stunde zuvor, Samstagnachmittag, 16 Uhr. Das erste Anschwimmen gewinnt Spandau. Angriff, Parade des SVL-Keepers Max Vernet Schweimer. Top Chance SVL, vergeben. Zweiter Angriff Spandau, gute Kombination, Treffer, 1:0. Und bald das 2:0. Ludwigsburg mit ein paar guten Möglichkeiten vor dem Spandauer Tor, aber weiter ohne Treffer. Auf der anderen Seite hingegen das nächste Tor – mit ein bisschen Glück für Spandau fällt das 3:0. Die letzte Minute des Viertel, schönes Spiel nach vorne, der Ex-Berliner Zoran Bozic macht den Anschlusstreffer für Ludwigsburg. 3:1. In der Schwimmhalle Schöneberg ein Tor erzielt, drei gefangen – das ist gegen den Rekordmeister vertretbar.

Das zweite Viertel. Wieder holt Spandau den Ball. Und sofort der nächste Treffer. 4:1. Zu einfach. Pech für den SVL, der Ball geht an die Latte. Im Gegenzug das 5:1. Und das 6:1. Zeitstrafe für Zoran, bereits die zweite, Unterzahl SVL. 7:1. Schöner SVL-Angriff, Treffer Mattia Ruggeri, 7:2. Unterzahl SVL, 8:2. Überzahl Ludwigsburg. Kein Treffer. 9:2. Unterzahl SVL, aber am Ball. Treffer! Zoran macht das 9:3. Der dritte Ausschluss für Zoran, das war’s für ihn in diesem Spiel. Treffer Spandau. 10:3. Der Halbzeitpfiff.

Ludwigsburg holt das dritte Anschwimmen, verliert den Ball aber schnell wieder. Nach knapp drei Minuten das 11:3. Und der Anschlusstreffer zum 11:4 durch Antonios Giannatsis. 12:4. 13:4. Foul Spandau, Strafwurf SVL. Gehalten. Und im Gegenzug das 14:4, wenig später das 15:4. Foul SVL, Strafwurf Spandau, der sitzt, 16:4.

Die letzten acht Minuten. Spandau holt den Ball. Kein Treffer. Dummer Ballverlust SVL. Beim nächsten Angriff geht der Ball über das Tor der Berliner. Spandau trifft weiter. 17:4. Überzahl SVL, genutzt: Joel Dolz Morillo macht das 17:5. Aber sofort im Anschluss das 18:5. Timotej Filo macht das 18:6 für Ludwigsburg. Foul SVL, Tobi Bauer muss raus, auch für ihn ist dieses Spiel beendet. Strafwurf und Tor Spandau. 19:6. Überzahl SVL, Auszeit. Schön kombiniert, Treffer Timotej. 19:7. Und Sergio Prieto Hernandez: der Ludwigsburger Spanier macht das 19:8. Dann der Treffer Nummer zwanzig für die Berliner. 20:8. Foul SVL, Strafwurf Spandau. Parade Max. Und nochmal: Foul SVL, Strafwurf. Spandau erzielt das 21:8. Die letzte Spielminute. Mit der Schlusssirene fällt das 22:8 für den Favoriten.

Wie geht’s nun weiter? Zunächst mal mit einer extrem langen Winterpause wegen der EM, die im Januar in Kroatien stattfindet. Die rund zwei Monate ohne Ligaspiel nutzen und Kraft schöpfen, sagt Dieter, das Team müsse sich „neu orientieren“. Der Trainer Raul de la Pena sagt, bis Mitte Dezember werde erstmal weiter trainiert wie bisher – dann erst beginne die Weihnachtspause. Im neuen Jahr gelte es, noch mehr Zeit zu investieren und das Überzahl-Unterzahl-Spiel zu trainieren. „Wir müssen als Mannschaft besser zusammenspielen.“ Antonios sagt: „Wir müssen in der Winterpause viel arbeiten – dann sehen wir bessere Ergebnisse.“ Sergio will, dass das Team „hart und viel trainiert – damit wir stärker zurückkommen“.

Das nächste Ligaspiel findet Mitte Februar statt: in Stuttgart gegen die top Mannschaft Waspo Hannover. Wieder eine richtig schwere Partie für den SV Ludwigsburg. Der Kapitän Nino Blazevic verspricht für Januar „a new mindset“ – eine andere Haltung. Bis dato hat Ludwigsburg erst vier Punkte eingefahren und steht auf Patz sechs in der Tabelle der A-Gruppe – der Verein hat größere Ziele.


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