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StartRegionKreis BöblingenErgebnisse der repräsentativen Bürgerumfrage im Kreis

Ergebnisse der repräsentativen Bürgerumfrage im Kreis

RegionKreis BöblingenErgebnisse der repräsentativen Bürgerumfrage im Kreis
  • Drängendstes Thema ist bezahlbarer Wohnraum
  • Management der Corona-Krise im Landkreis findet Zustimmung

Kreis Böblingen: Wie nimmt die Bevölkerung den Landkreis Böblingen wahr? Wie informieren sich die Bürgerinnen und Bürger über Kommunalpolitik? Was ist ihre Haltung zu besonderen Herausforderungen? Eine repräsentative Umfrage aus dem Herbst 2022 hat diese Fragen genauer beleuchtet. Nun wurden die Ergebnisse den Mitgliedern des Kreistags vorgestellt. Die Ergebnisse der Umfrage dienen der Verwaltungsspitze und der Kreispolitik bei ihren Entscheidungen als Erkenntnisquelle.

So beleuchtet die Umfrage die Einstellung der Bevölkerung zu den wichtigsten Themen im Landkreis (Verkehr, Gesundheit, Abfallwirtschaft), gibt Aufschluss über die Wahrnehmung des Landkreises (Verbundenheit mit Gemeinde, Stadt und Kreis, Interesse für Politik und Zufriedenheit mit dem Landratsamt) und die Nutzung von Medien.

Die Umfrage wurde zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut INSA-Consulere aus Erfurt durchgeführt, das etwa für die BILD Zeitung die „Sonntagsfrage“ durchführt. Um möglichst hohe Repräsentativität zu erzielen, wurden 4.000 volljährige Personen mit Hauptwohnsitz im Landkreis Böblingen angeschrieben. Die Adressen waren gleichmäßig auf die 26 Kommunen verteilt entsprechend deren Einwohneranteils an der Gesamtbevölkerung. Die Auswahl der Befragten erfolgte dabei immer streng nach dem Zufallsprinzip, da nur so repräsentative Ergebnisse erzielt werden können. Rund 800 Personen hatten den Fragebogen ausgefüllt und zurückgesendet.

Bei der Frage zur persönlichen Verbundenheit mit dem Landkreis Böblingen sagen 47 Prozent, dass sie sich mit dem Kreis verbunden oder stark verbunden fühlen – 2016 betrug der Wert 55 Prozent. Zu erwarten war, dass dies bei der Verbundenheit mit der eigenen Stadt/Gemeinde mit 66 Prozent (2016: 79 Prozent) deutlich höher ausfällt.

Das Ergebnis zur Frage, dass die Menschen mit der Arbeit des Landratsamtes zufrieden oder sehr zufrieden sind, ist ggü. 2016 von 61 auf 54 Prozent gesunken. Die Verwaltung hat den Anspruch, ihre Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden transparent, verbindlich und zuverlässig zu erbringen. Aus Sicht der Verwaltung hatten die multiplen Krisen seit Pandemie-Beginn jedoch auch allgemein zu einer gewissen Unzufriedenheit in der Gesellschaft mit staatlichen Leistungen geführt, die auch in anderen Umfragen zum Ausdruck kommen. Hinzu kommt ein eingeschränkter Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern während der Pandemie. Mit ein Grund für die sinkende Zufriedenheit dürften auch gesetzgeberische Aufgaben an die Landkreise sein, die nicht immer die Umsetzung bei begrenzten Ressourcen bedenkt. Für die Verwaltung ist es dennoch Ansporn ihre Leistungen weiterhin zu verbessern.

Dass demgegenüber die Arbeit des Landratsamtes während der Corona-Krise gut war, zeigt das Ergebnis zur Frage danach, wie man das Management der Pandemie beurteilt. Dabei sagen 68 Prozent, dass der Landkreis sie sehr oder eher gut bewältigt hat. Einen großen Rückhalt hat das Ziel des Landkreises, bis 2040 klimaneutral zu werden. 78% stimmen diesem Ziel zu, was deutlich zeigt, dass der eingeschlagene Weg zum Klimaschutz und klimaneutralen Landkreis der richtige ist.

Die größte Herausforderung im Landkreis ist nach Meinung der Befragten die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum (55%) – bei der letzten Umfrage war dies hingegen das Verkehrsproblem, welches diesmal als zweitwichtigstes Thema genannt wurde bei nahezu selber Gewichtung (47 ggü. 48 %). Es folgt die Verbesserung der medizinischen Versorgung (38 %) und die Bewältigung des Klimawandels (33 %). Eine bessere Integration von Migranten sehen zwölf Prozent als größte Aufgabe. Die Krankenhäuser werden mit fünf Prozent erst nach dem Thema Müll und Wohnungsmarkt genannt.

Bei der Mediennutzung geben 52 % der Befragten an eine Tageszeitung zu lesen, was ein stabiler Wert zur früheren Umfrage ist. Auch soziale Medien werden von mehr als der Hälfte genutzt, was eine moderate Steigerung ggü. 2016 bedeutet. Die Präsenz des Landkreises Böblingen auf den beiden reichweitenstärksten Kanälen Facebook und Instagram hat bereits heute im Vergleich zu allen baden-württembergischen Landkreisen einen deutlichen Vorsprung bei der Anzahl der „Fans/Follower“. Auch mit der Beteiligungsplattform, die seit 2019 im Einsatz ist, besteht die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger sich aktiv an kommunalen Themen zu beteiligen.

Insgesamt bestätigen die Ergebnisse die Arbeit des Landkreises in vielen Punkten und helfen in speziellen Themenfeldern besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen. Beim Thema Verbundenheit zeigt sich ein leichter Rückgang sowohl mit dem Landkreis wie auch mit den Städten und Gemeinden. Das Aktivitäten und Veranstaltungen rund um das 50. Kreisjubiläum in 2023 sind desto wichtiger, um die Bedeutung und die Aufgaben des Landkreises der Bevölkerung bewusst zu machen.


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