Neuer Notarztstandort Türlenstraße

Stuttgart.|  Seit Monatsbeginn ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in der Notfallrettung der Landeshauptstadt aktiv und betreibt in der Stuttgarter Türlenstraße ein Notarzteinsatzfahrzeug.  Gemeinsam mit den Stuttgarter Notärzten unterstützt ein sechsköpfiges ASB-Rettungsteam aus Notfallsanitätern und Rettungsassistenten künftig die Notfallrettung in der Landeshauptstadt.  Heute Nachmittag wurde der Standort offiziell eingeweiht.

Das neue Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) wird entsprechend der Vorgabe des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst an 365 Tagen von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit den Stuttgarter Notärzten betrieben, erweitert das neue NEF den Notarztdienst um einen auf insgesamt sechs Standorte in Stuttgart.  Weitere NEF in Stuttgart werden vom Deutschen Roten Kreuzes e.V. (DRK), der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) und der Berufsfeuerwehr (BF) betrieben.

Mit dem NEF verstärkt der ASB sein Engagement in der Notfallrettung in Stuttgart. Bislang war die Hilfsorganisation als Kooperationspartner der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) im Rettungsdienstbereich der Landeshauptstadt aktiv. Das NEF ergänzt jetzt zwei ASB-Krankentransportwagen, die den Rettungsdienstbereich der Landeshauptstadt von der Mauserstraße aus versorgen.

Im Notfall bringt das NEF den Notarzt zum Einsatzort. Es dient der präklinischen Versorgung von Notfallpatienten, die ärztlicher Hilfeleistung bedürfen. Das NEF ist zusammen mit dem Rettungswagen, der den Transport des Patienten übernimmt, Teil des sogenannten „Rendezvous-Systems“. Dieses bezeichnet die getrennte Anfahrt des Rettungswagens (RTW) und Notarzt zum Unglücksort. Da ein NEF in der Regel schneller und als ein RTW ist, kann der Notarzt die Primärversorgung der Patienten übernehmen. Braucht der Patient keine ärztliche Begleitung für den Weg zur Klinik, steht der Notarzt unmittelbar für weitere Einsätze zur Verfügung.

Hans-Ulrich Oppenländer, Vorsitzender der ASB Region Ludwigsburg, die den Betreib des NEF organisiert, dankte in seiner Ansprache den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ASB, die die schnelle Umsetzung nach dem Beschluss des Bereichsausschusses am 14. März 2018 möglich gemacht haben. „Ihrem großen Engagement ist es zu verdanken, dass wir heute diese Einweihung gemeinsam feiern können“, so Oppenländer.

„Wir freuen uns, dass wir künftig die Notfallrettung in Stuttgart unterstützen werden“, sagte ASB-Landesgeschäftsführer Lars-Ejnar Sterley bei der Einweihung des neuen Notarztstandorts.

Der ASB ist neben DRK, Johannitern und Maltesern Partner des Landes Baden-Württemberg in Notfallrettung und Krankentransport. Er betreibt derzeit in 22 Rettungsdienstbereichen 45 Rettungswachen in der Notfallrettung und im Krankentransport.  Im Jahr 2017 hat er 64.636 RTW Fahrten, 19.641 NEF-Fahrten und 92.985 KTW Fahrten durchgeführt. 850 hauptamtliche und 300 ehrenamtliche im Rettungsdienst beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen, die Notfallrettung für die Bevölkerung in Baden-Württemberg sicherzustellen. „Wir bilden derzeit 88 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter aus. Weitere 48 starten im Herbst ihre Ausbildung“, so Daniel Groß, stellvertretender Landesgeschäftsführer. „Damit wirken wir aktiv dem Fachkräftemangel im Rettungsdienst entgegen“.