Softball 1. Bundesliga

Große Enttäuschung bei den Damen des TV Cannstatt in der 1. Bundesliga. Aus Freising kehrte das Team mit zwei Niederlagen im Gepäck heim. Die erste Begegnung verlor man knapp und sehr unglücklich mit 7:6 Punkten. Bei der anschließenden zweiten Begegnung musste man sich dann klar mit 10:1 geschlagen geben.

Die Gesichter der Schwaben sprachen nach dem ersten Spiel Bände. Freising jubelte über den Sieg, und die Reds-Damen konnten es nicht fassen, dass sie dieses Spiel verlieren konnten. Zwar musste man im ersten Spielabschnitt (Inning) zwei Punkte (Runs) hinnehmen, doch von da an hatte man die Partie im Grunde fest im Griff. Drei eigene Runs im dritten Inning und zwei weitere Runs im vierten Inning bescherten den Reds eine komfortable 5:2 Führung. Doch dann kam das große Pech. Bei schon einem Aus schlug Freisings Nadja Honstetter den Ball hoch ins Outfield. Der starke Wind ließ Stuttgarts Nachwuchstalent Jennifer Weil schlecht aussehen. Statt sicher im Handschuh zu landen, nahm der Ball eine merkwürdige Flugbahn und fiel hinter der sich hechtenden Spielerin auf den Boden. Zwei Punkte, zum 5:4 Zwischenstand, kostete der starke Wind den Reds und damit die vermeintlich sichere Führung. Doch es kam noch schlimmer für die Cannstatter. Bei schon zwei Aus und einer Läuferin auf der 1. Base schlug diesmal Freisings Fiona Brosch den Ball sehr hoch ins Outfield. Diesmal trieb der Ball wieder zurück Richtung Infield, so dass der Ball erneut von Jennifer Weil, statt sicher im Handschuh nun vor ihr fangbereit auf den Boden aufschlug. Erneute zwei Punkte für Freising durch die wechselnde Windrichtung, was gleichzeitig auch den Führungswechsel im Spiel bedeutete. Die Grizzlies lagen nun vor der letzten Schlagchance der Reds mit 6:5 Runs vorne. Die Stuttgarterinnen konterten nochmals und schafften tatsächlich den Ausgleichsrun zum 6:6 über die Homeplatte zu bringen. Doch Freising machte im Nachschlag alles klar. Und dies natürlich wieder durch einen nichtgefangenen hohen Ball, dieses Mal im Infield, worauf sich Freising den einen nötigen Run zum Endstand von 7:6 erlaufen konnte. Großes Entsetzen bei den Spielerinnen der Stuttgart Reds und auch tiefe Enttäuschung. Dieses Spiel hätte man niemals verlieren dürfen, und man haderte mit dem starken Wind zur ungünstigen Zeit. Denn alle waren sich einig, ohne den immer wieder wechselnden Wind, hätte man das erste Spiel sicherlich für sich entscheiden können und müssen.

Anders verlief dann die zweite Partie. Nur die beiden ersten Spielabschnitte über waren die Reds den Freising Grizzlies ebenbürtig. Bis dahin konnte Stuttgarts Pitcherin Laura Meusel, in ihrem ersten Bundesligaspiel als Werferin, mit ihrer Defensive die Grizzlies kurz halten und eine 1:0 Führung behaupten. Doch dann drehte Freising auf und punktete nach Belieben. Der Stuttgarter Offensive gelang hingegen kaum etwas. Freising hatte in ihrer stark aufspielenden Defensive immer die passende Antwort parat und beendete die Partie dann auch noch mit einem Double Play.

Das Fazit der beiden Stuttgarter Trainer fiel dann auch bitter aus. Einmal hat man sich quasi selbst geschlagen, und beim zweiten Spiel war man klar unterlegen. Viel Arbeit für die Trainer, um das Team für die beiden kommenden Spiele am Sonntag, den 07. Mai daheim im DB-Ballpark ab 13:00 Uhr gegen Aufsteiger Regensburg, wieder in die Erfolgsspur zurück zu bringen. In der Tabelle steht man nun auf dem dritten Platz, allerdings nach Siegen gleich mit dem Vierten (Karlsruhe) und Fünften (Augsburg). Der dritte Platz ist wichtig, da sich nur die ersten drei Teams für die Playoffs zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren, welches das erklärte Ziel der Bundesligamannschaft in dieser Saison vom TV Cannstatt ist.