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Fluglärmkommission Stuttgart stimmt neuer Abflugvariante zu

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Ostfildern.| Die Fluglärmkommission Stuttgart hat in ihrer Sitzung am Montag, 4. Juli, einer neuen Abflugvariante in Richtung Süden mit knapper Mehrheit bei Gegenstimmen und Enthaltungen zugestimmt. Vom Flughafen Stuttgart aus können Flugzeuge demnach in einem engeren Kurvenradius und mit einem steileren Abflugwinkel starten. Die Deutsche Flugsicherung wird den Genehmigungsprozess für die neue Abflugvariante nun vorantreiben. Die nötige Zustimmung des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung und letztlich des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr vorausgesetzt, kann die neue Route im ersten Quartal des kommenden Jahres geflogen werden.

Christof Bolay, Oberbürgermeister von Ostfildern und Vorsitzender der Fluglärmkommission, fasst die Sitzung in Leinfelden-Echterdingen zusammen: „Die Deutsche Flugsicherung hat die Ergebnisse der Simulationsflüge ausgewertet. Dabei ist sie zu dem Ergebnis gekommen, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden und die neue Route mit hoher Präzision geflogen werden kann.

Der positive Beschluss der Fluglärmkommission umfasst auch eine Empfehlung, dass pro Stunde höchstens zwei Flugzeuge auf der neuen Route starten. Zudem wurde ein Probebetrieb von einem Jahr vereinbart, der von einer kontinuierlichen Lärmmessung begleitet wird. Eine kleine Arbeitsgruppe soll dafür ein Konzept erarbeiten, wie und wann die Messungen stattfinden. Darüber hinaus werden die Fluggesellschaften ihre Kerosineinsparungen dokumentieren.“

Fluglärmkommissionen haben die Aufgabe, die Flughafengenehmigungsbehörde sowie die Flugsicherung bei Maßnahmen zum Schutz gegen Fluglärm zu beraten. Sie sind etwa bei der Festlegung von Flugrouten und Flugverfahren in der Umgebung des Flughafens zu beteiligen. Der Fluglärmkommission für den Flughafen Stuttgart gehören 17 Mitglieder an. Dies sind die Städte Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, Esslingen, Ostfildern und Stuttgart, die Gemeinden Denkendorf, Steinenbronn, Neuhausen, Schönaich, Deizisau und Altbach sowie die Bundesvereinigung gegen Fluglärm, die Flughafen Stuttgart GmbH, die Luftfahrtunternehmen, die Industrie- und Handelskammer der Region Stuttgart, die US-Streitkräfte in Baden-Württemberg und das Ministerium für Verkehr in seiner Eigenschaft als oberste Landesbehörde für den verkehrsbezogenen Immissionsschutz. Die Genehmigungsbehörde, die Flugsicherungsorganisation und der Lärmschutzbeauftragte für den Flughafen nehmen regelmäßig an den Sitzungen teil, die in der Regel zweimal im Jahr stattfinden.


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