Wasserball DSV-Final-Four-Tunier

Es wäre mehr drinnen gewesen. Die SVL-Wasserballer verlieren das kleine Finale bei DSV-Pokal-Turnier gegen Duisburg am Sonntag ein bisschen unglücklich. 9:12 hieß es nach dem vierten Viertel. Das Team geht aber gut vorbereitet in die neuen Bundesliga-Saison, die in drei Wochen beginnt.

Klar, die Enttäuschung ist groß nach dem Abpfiff des Spiels um Platz drei. Die SVL-Wasserballer beenden die DSV-Pokalrunde auf Platz vier. Von Beginn an liegt das Team zurück, bleibt aber immer dran am ASC Duisburg. Nach dem ersten Viertel steht es 0:2. Das zweite Viertel beginnt gut für Ludwigsburg, A leksa Manic erzielt den Anschlusstreffer. Dann erzielt Timo van der Bosch den Ausgleich zum 2:2. Ein Spiel auf Augenhöhe. Später indes zieht Duisburg weg. 2:3 und 2:4. Domagoj Mijatovic erzielt mit einem Fünf-Meter das 3:4. Zur Halbzeit steht es aber 3:6. Duisburg ist also recht weit weg. Zu weit?

Zu Beginn des dritten Viertels schießt van der Bosch das 4:6. Der Zuschauer daheim am online-Livestream bleibt allerdings leicht verwirrt zurück. Im Live-Ticker des DSV steht es bald 5:6, Mateja Bosic erzielt den Treffer. Bei der Video-Übertragung, die der Ausrichter des Turniers, Spandau 04, organisiert hat, indes ist nach wie vor 3:6 zu lesen. Besser also, wenn sich der Zuschauer auf den DSV-Ticker verlässt, der nun weitere Tore für Duisburg vermeldet.

Bald steht es 5:8. Nino Blazevic und Mateja Bosic bringen den SVL nochmal ran an Duisburg. Doch nach dem dritten Viertel steht es 7:10. Im letzten Viertel erzielt Marko Martinic das 8:10, Timo van der Bosch schießt das 9:10. Hoffnung keimt auf, doch dann erzielt Duisburg das 9:11 und auch noch das 9:12. Ludwigsburg hat sich gut verkauft, aber nicht gut genug.

Dieter Gscheidle, SVL-Vertreter vor Ort, spricht von einem „nicht so schönen Sonntag“ und sagt: „Es wäre mehr drinnen gewesen.“ Der SVL habe ein bisschen Pech im Abschluss gehabt, und einen Bonus hatte man bei einem Ausschlussverhältnis von 8:16 gegen sich wohl auch nicht. Gscheidle sieht Ludwigsburg auf Augenhöhe mit Duisburg. „Ein positiver Ausblick: wir werden denen einen harten Fight liefern in der Bundesliga.“ Ziel sei Platz drei oder vier.

Der Mannschaftskapitän Ivan Pisk sagt, der ASC Duisburg habe gewonnen, weil dieses Team „seine Qualität und die Stärke besser präsentiert“ habe. „Wir werden das Spiel analysieren – und gute Sachen verbessern, schlechte korrigieren.“ Er setze auf eine Revanche in der Bundesliga.

SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch sagt, „wir haben ok bis gut gespielt“, die Partie gegen Duisburg sei für ihn das beste SVL-Spiel in der noch jungen Saison gewesen. Die Mannschaft habe gezeigt, dass sie mit dem nach Spandau und Waspo Hannover stärksten Team in Deutschland mithalten könne. „Wir können stolz sein, wenn man bedenkt wo wir her kommen.“ Ludwigsburg spielt erst sei kurzem in der ProA-Bundesliga, Duisburg schon viel länger. Nun stünden drei Wochen Training an, um gut vorbereitet in der Liga zu starten.

Der SVL sei im Turnier gezwungen gewesen, Prioritäten zu setzen, so der Trainer Janusz Gogola. „Das erste Spiel gegen Spandau war mit minimalem Kraftaufwand, vor allem bei den Leistungsträgern geplant.“ Es sollten unter Wettkampfbedingungen wichtige Spielzüge und taktische Maßnahmen für das Spiel um Platz drei getestet werden. Dies habe sich im Matchergebnis widergespiegelt.

Gegen den ASCD sei die Mannschaft sehr gut ins Spiel gekommen. „Was fehlte, war die Konzentration und etwas Glück beim Abschluss.“ Nach Ausschluss eines Feldspielers und des Torwarts „stand unser Block hochmotiviert und effizient da und verteidigte erfolgreich die aussichtslose Situation. Für mich war dies ein Beispiel für den kämpferischen Einsatz im ganzen Spiel.“

Es glänzten vor allem unermüdlich Timo van der Bosch (drei Tore) und der junge Mateja Bosic, der mit schnellem Konterspiel und einem schönen Distanzschuss zwei Tore erzielte. „Ohne Frage eine Bereicherung für das Team.“ Die Abwehrarbeit habe meist sehr gut funktioniert – bis zum dritten persönlichen Foul von Aleksa Manic. „Danach mussten wir leider etwas mit Kristijan Lipar improvisieren, der auch bereits mit zwei persönlichen Fouls spielte. Bis zweieinhalb Minuten vor Schluss hielten wir das Spiel offen und verkürzten auf ein Tor. Danach gab es jedoch die dritte Rausstellung von Kristijan Lipar und anschließend in Folge ein Tor.“

Beide Mannschafts-Auszeiten am Spielende hätten leider nicht zum Torerfolg geführt. „Im Ganzen ein starker Auftritt unseres Teams, welches sein Potenzial zeigen konnte. Die verbesserungsbedürftigen Bereiche konnte man sehen und bis zum Start der Bundesliga kann man noch notwendige Korrekturen durchführen.“ Allein die Teilnahme am Turnier der besten vier Mannschaften Deutschlands müsse man an sich schon als großen Erfolg ansehen.

Für den SVL spielten gegen den ASCD: Josip Katusa, Mikael Metodiev, Timo van der Bosch (3 Tore), Tobias Bauer, Marko Martinic (1), Aleksa Manic (1), Domagoj Mijatovic (1), Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mateja Bosic (2), Nino Blazevic (1), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk