Bild: 1. Spatenstich zum Breitbandausbau im Landkreis Esslingen in Bempflingen am 4. Juli 2019 | Foto: Zweckverband Breitbandversorgung
  • Maximales Tempo: 1 Gigabit/s
  • Trenching beschleunigt den Ausbau
  • Mehr als 63 km Glasfaserkabel werden verlegt

Bempflingen.| Die Entscheidung ist gefallen. Bempflingen sagt Ja zum Glasfaserausbau. Fast 500 Haushalte haben sich bislang für einen Glasfaser-Tarif entschieden. Die Telekom beginnt jetzt mit dem Bau des schnellen Netzes. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Damit hat der Kunde einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause. Er eignet sich auch für Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home.

Aktuell profitieren von diesem Ausbau 499 Haushalte. Sie haben bereits bei der Vorvermarktung einen Glasfaseranschluss beauftragt. Die Telekom wird in Bempflingen ca. 63 Kilometer Glasfaser verlegen, 14 neue Glasfasernetzverteiler (NVt) aufstellen und zunächst jene 499 neue Anschlüsse herstellen.

Für das Verlegen der Glasfaserkabel ist umfangreicher Tiefbau nötig. Auf 4,5 von insgesamt 13,5 Kilometern mit Tiefbau kann die Telekom allerdings das sogenannte Trenching einsetzen.

Beim Trenching müssen für die Verlegung der Glasfaser keine Gräben ausgebaggert werden. Stattdessen werden schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. Trenching ist etwa fünfmal schneller als das herkömmliche Tiefbau-Verfahren. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner, aufgrund von Baustellen, wird damit auf ein Minimum reduziert.

„Ich freue mich, dass die Arbeiten in Bempflingen nun starten“, sagt Bürgermeister Bernd Welser, „mit dem Ausbau machen wir in Sachen Bandbreite einen Quantensprung. Bempflingen steigt in die erste deutsche Gigabit-Liga auf.“

„Auch ich freue mich darüber, dass sich so viele Interessenten für einen Glasfaseranschluss registriert haben und wir ausbauen können. Dieser Spatenstich hier in Bempflingen ist gleichzeitig der Startschuss des Ausbaus im Landkreis Esslingen in der Region Stuttgart. Dies ist das größte Glasfaser-Projekt der Telekom in Deutschland.“ Sabine Wittlinger, Partner-Managerin Region Stuttgart der Telekom Deutschland, dankt allen Verantwortlichen in der Kommune, im Landkreis und der Region für deren Unterstützung. Die ersten Haushalte in Bempflingen werden ihren Glasfaseranschluss voraussichtlich Ende des Jahres nutzen können“, erklärt Wittlinger.

„Bempflingen macht den Anfang für den schnellen Glasfaserausbau im Landkreis Esslingen. Wir sind zuversichtlich, unsere ehrgeizigen Ziele, bis 2025 alle Gewerbegebiete und bis 2030 90 % der Haushalte an das schnelle Internet anzuschließen, erreichen zu können“, erklärt der Verbandsvorsitzende für den Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Esslingen, Landrat Heinz Eininger.

„Das Beispiel Bempflingen zeigt, dass von unserem Kooperationsprogramm nicht nur größere Städte profitieren, sondern auch der ländliche Raum, sofern bei den Bürgern eine ausreichende Nachfrage besteht“, betont Hans-Jürgen Bahde, Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH und Breitbandbeauftragter der Region Stuttgart.

Kooperation von Deutscher Telekom und der Gigabit Region Stuttgart
Der Ausbau in Bempflingen ist Ergebnis einer Kooperation der Gigabit Region Stuttgart GmbH mit der Deutschen Telekom. Im Fokus des Gigabitprojekts steht der partnerschaftliche Ausbau des ultraschnellen Glasfasernetzes. Bis 2025 sollen zudem 99 Prozent der Bevölkerung Mobilfunk (LTE) nutzen können. Außerdem ist geplant, ein leistungsstarkes 5G-Netz zügig aufzubauen. Der Vertrag ist in dieser Dimension deutschlandweit einmalig. Weitere Unternehmen sollen die nun entstehende digitale Infrastruktur zu fairen und marktüblichen Konditionen nutzen können. Zudem soll das Programm Investitionen weiterer Marktteilnehmer in Glasfaser stimulieren.

Das Ausbaugebiet umfasst derzeit 174 Kommunen in der Stadt Stuttgart sowie in den fünf benachbarten Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. In dem Ballungsraum leben rund 2,8 Millionen Menschen. Etwa 140.000 Unternehmen sind dort angesiedelt.