Das Bebauungsplanverfahren Parksiedlung Nord-Ost wird neu aufgerollt. Nun kommt ein anderer Entwurf aus dem städtebaulichen Wettbewerb zum Zug.

Ostfildern.| Der Gemeinderat hat in der vergangenen Sitzung mehrheitlich den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Parksiedlung Nord-Ost II gefasst. Damit wird das Bebauungsplanverfahren für das Entwicklungsgebiet in der Parksiedlung neu aufgerollt. „Wir müssen das Thema der Stellplätze beim neu hinzugekommenen gastronomischen Teil in dem Gebiet lösen“, begründete die Bürgermeisterin Monika Bader den neuerlichen Aufstellungsbeschluss. Der Stadtplaner Karl-Josef Jansen erläuterte die neuen Planungen mit einem anderen Entwurf aus dem städtebaulichen Wettbewerb. Die Bebauung entlang der Danziger Straße „lässt insgesamt mehr Raum für die Gestaltung“, sagte Jansen, auch sonst weisen die fünf viergeschossigen Gebäude im Staffelbau einige Vorteile auf.

„Die Zahl der Wohneinheiten erhöht sich bei dieser Planung leicht von 117 auf 124, die verbleibende Grünfläche verdreifacht sich aber nahezu“, erläuterte Jansen. Die Anzahl der Stellplätze vor Garagen bleibt gleich wie bei den bisherigen Planungen bei 65. Öffentliche Parkplätze gibt es künftig etwa 59 in der Danziger Straße, bisher konnte mit 32 in der Danziger Straße und etwa 23 in der Stichstraße gerechnet werden. Für die Gastronomie können mit dem neuen Entwurf 28 statt bisher keine Stellplätze verwirklicht werden. In einer Tiefgarage werden insgesamt etwa 147 Stellplätze geschaffen, 60 davon als öffentliche Stellplätze.

Bei dem neuen Entwurf wird der Verkehrsknoten Danziger und Breslauer Straße nach Verkehrsaufkommen und Lärm betrachtet. „Der Knoten verkraftet die Verkehrsentwicklung gut“, sagte Jansen. Und mit dem neuen Planentwurf rücke die Bebauung weiter von der Breslauer Straße ab, so dass „eine Lärmschutzwand in der massiven Form wie bisher nicht mehr notwendig sein wird“, sagte der Stadtplaner. Ein passiver Lärmschutz werde an den Gebäuden mit der energetischen Dämmung erzeugt. Einziger Konfliktpunkt sei der Eingang zur Shisha-Bar, dort würden Grenzwerte überschritten. „Bei einer baulichen Veränderung an dem Gebäude muss der Eingang zur Breslauer Straße hin verlegt werden.“