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StartSportSVL im Derby gegen den SSV Esslingen

SVL im Derby gegen den SSV Esslingen

SportSVL im Derby gegen den SSV Esslingen
Wasserball-Bundesliga im Inselbad

Für den SVL-Spieler Eric Fernandez Rivas ist das Spiel am Samstag gegen den SSV Esslingen „ein sehr sehr spezielles“. Der Spanier ist während der vergangen fünf Jahr für den SVL und den SSVE in der Bundesliga angetreten. Das Derby hat für alle SVL-Spieler eine besondere Bedeutung – auch für viele ehemalige Ludwigsburger Wasserballer.

Wenn alle Ludwigsburger Wasserballer ihr Potenzial abrufen, in der Defensive und im Angriff, „dann sollten wird das Spiel gegen Esslingen gewinnen“, sagt Eric Fernandez Rivas. Der 27-jährige Spanier hat vor zwei Ja hren für den Ligakonkurrenten gespielt. „Für uns“, sagt der SVL-Allrounder, „ist es sehr wichtig zu gewinnen und auf dem dritten Platz in der Liga zu landen“. Der SSV Esslingen sei allerdings eine „sehr gute Mannschaft“. Rivas sagt: „Wir sollen die Begegnung im Inselbad am Samstag gewinnen und beweisen, dass wir das beste Team in Baden-Württemberg sind.“

SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev macht – angesprochen auf das Match gegen Esslingen – nur wenige Worte: „Derbys muss man nicht gut spielen, man muss sie gewinnen.“ Das werde die Mannschaft tun. „Wir sind bereit.“

Die Derbys gegen Esslingen haben eine lange Geschichte. Die Spiele gegen den SVL waren oft eng und umkämpft. In den goldenen 1960er-Jahren des SV Ludwigsburg hätten die Esslinger aber kaum je eine Chance gehabt, sagt Roland „Lucky“ Glück, Jahrgang 1949. Lucky hat von 1964 bis 1979 für den SVL gespielt – außer 1970, damals hat er einen Jahresausflug zum SV Cannstatt gemacht.

Mit einem Augenzwinkern erzählt Roland Glück von den Derbys damals. „In der dominanten Zeit des SVL bis 1967 gab es im Raum Stuttgart eigentlich nur den SSVE, der den Wunsch und den Ehrgeiz hatte mal gegen den SVL zu gewinnen“ –  gelungen sei den Esslingern das „nie“.

Von 1970 an habe dann der SVL aber kaum mehr eine Chance gehabt gegen Esslingen, „Ergebnisse sind mir nicht mehr präsent, aber auf jeden Fall waren es mehr Niederlagen für den SVL als Siege.“ Ludwigsburg ist 1973 in die Zweite Liga abgestiegen. Später war lange der SV Cannstatt die Nummer eins im Wasserball im Südwesten. Wieder Pech für Esslingen. Aus deren Perspektive ist es ärgerlich, dass mit dem Abstieg des SVC der Wiederaufstieg des SVL begann.

Ludwigsburg wird von vielen Beobachtern als die Nummer drei oder vier in der Bundesliga gesehen, zusammen mit dem ASC Duisburg, deutlich hinter Spandau und Waspo Hannover – aber eben noch vor Esslingen. Der SSVE, sagt Glück, habe es „nie gepackt die Nummer eins zu werden“ – obgleich der Club eine ganz großartige Jugendarbeit mache.

Auch Dieter Gscheidle erinnert sich an „viele enge, heiß umkämpfte Spiele“ des SVL gegen den SSVE, er hat in den Zweitliga-Jahren der beiden Vereine für Ludwigsburg gespielt, in den 1990er- und 2000er-Jahre. Mit Blick auf die nun anstehende Begegnung am Samstag erklärt der Mann, der sich als SVL-Betreuer engagiert: Die Teams kennen die jeweiligen Stärken und Schwächen gut, „ich sehe aber ein leichtes Übergewicht bei uns“.

Lucky Glück wollte eigentlich alle noch lebenden SVL-Spieler der 1960er-Jahre zusammen trommeln und dann gemeinsam im Inselbad das Derby besuchen, auch, um womöglich ein paar der einstigen Gegner aus Esslingen zu treffen. Das Vorhaben hat er aber verschoben auf das Rückspiel, das – hoffentlich – bei besseren Corona-Zahlen im Frühjahr ausgetragen wird. Roland Glück will aber zum Spiel am Samstag kommen. Das bringt den SVL-Wasserballern eine extra Portion Glück.

Das Spiel am Samstag beginnt um 15.30 Uhr und wird wieder auf dem YouTube-Kanal des SVL live übertragen. Zuschauer im Inselbad sind zugelassen, es gibt die 2G-Plus-, also geimpft oder genesen und dazu aktuell getestet. Getestet werden kann in einem eigens organisierten Testbus auf dem Parkplatz des Inselbads.


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