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EM-Vorbereitung in Frankfurt am Main gestartet Die Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes ist in Frankfurt am Main in die Vorbereitung auf die EHF EURO 2020 gestartet. Insgesamt 18 Spielerinnen nominierte Bundestrainer Henk Groener für die finale Maßnahme vor der Europameisterschaft.

„Die Spielerinnen haben, aufgrund verschiedener Corona-Einschränkungen, in den vergangenen Wochen unterschiedliche Trainings- und Spielbelastungen gehabt“, sagt Bundestrainer Groener. „Daher haben wir uns im Trainerteam dazu entschlossen, mit einem größeren Aufgebot in die Vorbereitung auf die EHF EURO zu gehen.“

Die EHF EURO 2020 der Frauen soll vom 3. bis zum 20. Dezember nur in Dänemark ausgetragen werden. Das gaben die Europäische Handball Föderation (EHF) sowie der dänische Handballverband nach weiteren Gesprächen in einer weiteren, gemeinsamen Absichtserklärung am Sonntagmittag bekannt. Es fehle allerdings weiter eine Zusage der dänischen Regierung, das Turnier auszutragen, wie beide Parteien mitteilten. Als einziger dänischer Spielort ist bisher Herning gesetzt. Norwegen, ursprünglich als zweiter Gastgeber der Europameisterschaft vorgesehen, zog die Ausrichtung des Turniers vor einer Woche zurück.

Ursprünglich war im Rahmen der Vorbereitung eine Reise ins norwegische Bergen geplant, wo Kapitänin Kim Naidzinavicius und Co. vom 26. bis zum 29. November an der mit Gastgeber Norwegen, Frankreich und Dänemark hochkarätig besetzten Golden League teilnehmen sollten. Aufgrund der Absage der EM in Norwegen wird auch dieses Turnier nicht ausgetragen.

Der Vorbereitungsplan der Frauen-Nationalmannschaft wird mit Blick auf die neuen Entwicklungen stetig angepasst. „In diesen herausfordernden Zeiten ist ein Höchstmaß an Flexibilität von allen Parteien gefordert. Das umfasst die Arbeit der EHF und des dänischen Handballverbandes wie auch unsere Arbeit als teilnehmender Verband”, sagt Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes. „Daher arbeiten wir mit Hochdruck daran, unter Berücksichtigung aller möglichen Vorkehrungen und aktuellen Entwicklungen, den Rahmen für die finale Vorbereitungsphase zu stellen.”

Ihren EM-Auftakt soll die DHB-Auswahl am Donnerstag, 3. Dezember, gegen Rumänien bestreiten. Am Vorabend des ersten Spiels muss das Trainerteam dann den Kader auf 16 Spielerinnen reduzieren. Im Laufe der Vorrunde sind bis zu zwei Wechsel aus dem Anfang November benannten, erweiterten 30er Aufgebot möglich.

Nach dem Spiel gegen Rumänien folgen weitere Vorrundenspiele gegen Norwegen (5. Dezember) und Polen (7. Dezember). Die besten drei Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde. Mögliche Hauptrundengegner der deutschen Nationalmannschaft sind Weltmeister Niederlande, Serbien, Kroatien und Ungarn.

Das Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:  

Tor: Dinah Eckerle (Metz Handball/FRA), Ann-Cathrin Giegerich (Debreceni VSC/HUN), Isabell Roch (Borussia Dortmund)

Feld: Amelie Berger (SG BBM Bietigheim), Marlene Zapf (TuS Metzingen), Ina Großmann (Thüringer HC), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Julia Behnke (Ferencvaros Budapest/HUN), Luisa Schulze (SG BBM Bietigheim), Julia Maidhof (SG BBM Bietigheim), Maren Weigel (TuS Metzingen), Emily Bölk (Ferencvaros Budapest/HUN), Alina Grijseels (Borussia Dortmund), Shenia Minevskaja (SCM Ramnicu Valcea/ROU), Kim Naidzinavicius (SG BBM Bietigheim), Xenia Smits (SG BBM Bietigheim), Mia Zschocke (Bayer 04 Leverkusen), Jennifer Rode (Borussia Dortmund)