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Der Einkauf auf einer betrügerischen oder gar gefälschten Website könnte dazu führen, dass Ihre persönlichen oder finanziellen Daten gestohlen werden oder Ihr Gerät im schlimmsten Fall mit einem Virus oder Malware infiziert wird. Zu wissen, wie man rote Flaggen erkennt, ist entscheidend, aber einfach, wenn man weiß, worauf man achten muss. Im Folgenden finden Sie Tipps, Tricks und Tools zur Überprüfung der Legitimität einer Website.

Achten Sie auf die Adressleiste
Das erste, wonach Sie auf einer Website suchen möchten, ist die https am Anfang der Adresse. Das S in https steht für SSL-Encryption (sichere) und zeigt an, dass die Website für die Übertragung von Daten eine Verschlüsselung verwendet, um sie vor Hackern zu schützen.

Wenn eine Website http (kein S) verwendet, garantiert das nicht, dass es sich bei einer Website um einen Betrug handelt, aber es ist etwas, worauf man achten sollte und heutzutage ein gewisses Qualitätsmerkmal. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie niemals persönliche Daten auf einer Website eingeben, die mit http beginnt.

Einige Internet-Browser, wie Google Chrome, helfen dabei, Sie vor ungesicherten Websites zu warnen. Wenn eine Website sicher ist, sehen Sie möglicherweise ein kleines Vorhängeschloss neben der Webadresse, oder die Adresse wird grün hervorgehoben. Möglicherweise fällt Ihnen auch der Domainname neben dem Vorhängeschloss vor der https auf. Das bedeutet, dass die Website eine der höchsten Verschlüsselungsstufen hat und man ihr vertrauen kann.

Überprüfen Sie den Domainnamen
Ein beliebter Trick von Betrügern ist es, Websites mit Adressen zu erstellen, die die Adressen großer Marken oder Unternehmen wie Ebay oder Amazon imitieren. Betrüger verlassen sich darauf, dass Sie die Adresse und den Domainnamen nur überfliegen. Daher lohnt es sich immer, die Adressleiste doppelt zu überprüfen, wenn Sie von einer anderen Seite auf eine Website weitergeleitet werden.

Das Domain-Alter prüfen
Betrüger wissen, dass während der Feiertage mehr Menschen online einkaufen als sonst, deshalb stellen sie zu diesen Zeiten sehr schnell realistisch aussehende Websites ins Netz. Wenn Sie das Alter der Domain überprüfen, können Sie sehen, wie lange die Website schon im Geschäft ist, was Ihnen ein besseres Gefühl für ihre Wahrhaftigkeit vermittelt. Für das ermitteln des Domain-Alters gibt es zahlreiche kostenlose Websites, die sich leicht über die Google-Suche finden lassen.

Achten Sie auf schlechte Grammatik und Rechtschreibung
Ein Übermaß an Rechtschreib-, Interpunktions-, Großschreib- und Grammatikfehlern könnte darauf hindeuten, dass eine Website schnell hochgezogen wurde. Unternehmen mit seriösen Websites haben sicherlich auch gelegentliche Tippfehler, bemühen sich aber dennoch, eine professionelle Website zu präsentieren. Wenn eine Website beispielsweise jedes zweite Wort groß schreibt oder viele seltsame Formulierungen und Interpunktionsfehler aufweist, sollten Sie genauer hinsehen.

Suchen Sie nach zuverlässigen Kontaktinformationen auf der Seite
Suchen Sie nach mehreren Möglichkeiten, das Unternehmen zu kontaktieren (Telefon, E-Mail, Live-Chat, physische Adresse) und probieren Sie sie aus. Geht nie jemand ans Telefon, erhalten Sie eine allgemeine aufgezeichnete Voicemail oder gibt es als einzige Kontaktmöglichkeit lediglich ein Online-E-Mail-Formular ist, gehen Sie mit Vorsicht vor.

Recherchiert man etwas genauer, findet man teilweise sogar sich ähnelnde Websites, die alle den gleichen Live-Chat benutzten, der generische Antworten generiert, anstatt Fragen tatsächlich zu beantworten. Das ist dann ein großer Hinweis darauf, dass keine der Seiten seriös ist. Dies ist jedoch mittlerweile nicht bei jeder Seite direkt ein Warnsignal, da es mittlerweile einfach einzubindende Chat-Bots gibt, die häufige Kundenfragen schneller beantworten können. In Kombination mit anderen roten Flaggen ist ein solcher automatischer Chat jedoch äußerst verdächtig.

Verwenden Sie nur sichere Zahlungsoptionen
Shopping-Websites oder Webdienstleister sollten Standard-Zahlungsoptionen wie Kreditkarten oder PayPal anbieten. Wenn eine Website verlangt, dass Sie eine Banküberweisung, Lastschriftmandat oder eine andere gar ungesicherte und nicht erstattungsfähige Zahlungsform verwenden, ist es empfehlenswert, sich fernzuhalten, auch wenn der Rest der Website vielleicht legitim aussieht.

Führen Sie einen Virenscan durch
Eine Überschwemmung mit Anzeigen oder Pop-ups kann darauf hinweisen, dass eine Website nicht sicher ist. Anzeigen selbst sind kein Hinweis auf ein Problem, aber wenn es mehr Anzeigen als Inhalt gibt oder wenn Sie sich durch mehrere Anzeigen klicken müssen, um auf die Website weitergeleitet zu werden, haben Sie Grund, misstrauisch zu sein. Es gibt Online viele kostenlose Ressourcen, mit denen Sie eine Schnellprüfung auf Viren, Phishing, Malware und bekannte Betrugsseiten durchführen können.

Recherchieren Sie, bevor Sie Ihr Geld in Shops, Online Casinos, etc. ausgeben
Eine schnelle Online-Suche nach Rezensionen einer Website wird Ihnen eine Menge sagen. Sie können den Ruf des Verkäufers beispielsweise auf Rezensionsseiten wie Betrugerfahrungen.com recherchieren. Dort gibt es allerlei Vergleiche und Testberichte der beliebtesten Online-Dienste, wie beispielsweise Casino-Websites, Online-Buchmacher, Broker, sowie Dating-Portale. Wenn es nirgendwo Kundenbewertungen gibt, ist das ein Grund zur Sorge. Wenn Sie eine große Anzahl negativer Bewertungen finden, ist das jedoch ein klares Signal, sich zurückzuziehen.

Lassen Sie sich nicht täuschen
Online-Shopping kann eine großartige und harmlose Erfahrung sein, solange Sie auf diese Kriterien achten und etwas Vorsicht und gesunden Menschenverstand walten lassen. Anstatt sich bedroht zu fühlen von all den Möglichkeiten, die betrügerische Websites Ihnen vorgaukeln könnten, sollten Sie erkennen, dass Sie, wenn Sie wissen, wonach Sie suchen müssen, die Kontrolle über Ihr Online-Erlebnis übernehmen können.