Doppelhaushalt: Finanzierung der Filmakademie Ludwigsburg

Stuttgart/Ludwigsburg.| „Ich bin sehr erleichtert, dass es gelungen ist, einen Teil der zusätzlich im Doppelhaushalt des Landes zur Verfügung stehenden Mittel zur Stärkung der Filmakademie und des Filmstandortes zu verwenden“, erklärte der Ludwigsburger Landtagsabgeordnete Jürgen Walter (Grüne).

Die Ludwigsburger Filmakademie kann in Zukunft mit erhöhten finanziellen Zuschüssen des Landes rechnen. Darauf hat sich am Freitagabend die Haushaltskommission der grün-schwarzen Koalition geeinigt. Konkret wird der Zuschuss an die Filmakademie um 2,38 Mio (2020) und 2,6 Mio (2021) strukturell erhöht. Das Geld soll insbesondere in die Bereiche Animation und Internationalisierung fließen. Außerdem gibt es einen einmaligen Investitionskostenzuschuss für bauliche Sanierung und Modernisierung über 620.000 Euro (2020) und 600.000 Euro (2021). Die Bereiche Animation und VFX (Filmakademie/MFG) erhalten jeweils nochmal je 3 Mio. Euro einmalig über den Doppelhaushalt.

„Dass wir in Ludwigsburg eine der weltweit erfolgreichsten Ausbildungsstätten im Bereich Film und Animation haben, ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Walter. Vielmehr gelte es, die Filmakademie auch zukünftig so auszustatten, dass sie sich technisch und inhaltlich ständig weiterentwickeln könne. Nur so könne die internationale Strahlkraft der Hochschule dauerhaft erhalten bleiben. Deshalb sei es von besonderer Bedeutung, eine langfristige Finanzierung dieses Leuchtturmprojekts zu sichern. „Mit den jetzt beschlossenen zusätzlichen Mitteln stärken wir aber nicht nur die Filmakademie. Mit einer besseren Ausstattung der Medien- und Filmgesellschaft schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass junge kreative Menschen hier in der Region eine berufliche Zukunft finden“, so der Ludwigsburger Abgeordnete.

Tatsächlich arbeiten über 80 Prozent der Akademie-Alumni in der Film- und Medienbranche. Um die Qualität der Ausbildung zu sichern, hat die Hochschule 2018 das Strategiepapier „Filmakademie 2030“ ausgearbeitet. Dort stellt sie dar, wie sie für die Wettbewerbsfähigkeit der Exzellenzausbildungsstätte sorgen will. Der Fokus liegt dabei auf der Lehre, die auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben soll, sowie am konsequenten internationalen Ausbau der Filmakademie und des Animationsinstituts.