Bild: Mädchen-Doppelvierer mit Stf. WK II | Foto: FSG Marbach

von Martina Braden

Berlin.| Mit dem größten FSG-Ruderteam der vergangenen Jahre reiste die Delegation das Friedrich-Schiller-Gymnasiums zum Bundesfinale des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ nach Berlin an.

Die sonst so erfolgsverwöhnten Ruderer setzten diesmal auf den mittelfristigen Aufbau und schickten 17 Neulinge von 23 FSG-Ruderern in die unterschiedlichen Rennen, um vor allem Wettkampferfahrung zu sammeln.

Ein besonderes Highlight für alle Athleten: Die Hauptstadt feierte das 50-jährige Bestehen des Schulsportwettbewerbs mit einer großen Eröffnungsveranstaltung im Berliner Olympiastadion und vielen prominenten Gästen. „Das Einlaufen im Olympiastadion hat einem das Gefühl gegeben, dass man zu den Olympischen Spielen mit dazu gehört.“, beschreibt FSG-Schüler Philipp Papadimas das Gänsehaut-Erlebnis.

Der Schüler-Achter mit Steuermann, der im vergangenen Jahr eine sensationelle Bronzemedaille im starken Konkurrenzfeld gewinnen konnte, musste diesmal altersbedingt auf viele „Routiniers“ im Boot verzichten. Nach einem guten Start in den Wettbewerb des 1000-Meter-Rennens und Platz drei im Vorlauf konnte sich das Team im Hoffnungslauf (Rang 4) jedoch keinen Start im A-Finale sichern. Auch die klare Zielvorgabe von Ruderlehrer Holger Knauf, das B-Finale zu gewinnen, konnte nicht erreicht werden: Gleich mehrere technische Patzer einzelner Teammitglieder führten zu Rang drei und damit Platz neun im Gesamtklassement. „Leider nicht das Ergebnis, das wir nach dem harten Training erwartet haben“, fasst Niklas Burkert die Enttäuschung des Teams zusammen. Doch die Mannschaft um die Schlagleute Burkert und Moritz Tafelmaier kann optimistisch in die Zukunft schauen: Nur ein Achter-Mitglied muss altersbedingt ausscheiden. Beste Voraussetzungen für einen leistungsstarken FSG-Achter 2020.

Der Schülerinnen-Achter mit Steuerfrau, der in der FSG-Ruderhistorie nun schon zum dritten Mal im Rahmen des DRV Schülerinnen-Achter Cups an den Start ging, sicherte sich nach einem ordentlichen Vorlauf sogar einen Platz im A-Finale. Die auch hier recht junge Mannschaft steuerte am Ende Rang sechs in der Gesamtwertung an. „Es war eine megatolle Erfahrung und das große FSG-Ruderteam war absolut klasse!“, so Johanna Schmidt über die positive Stimmung im Achter der Schülerinnen.

Der Schülerinnen-Doppelvierer mit Steuerfrau in Wettkampf II bestand aus vier Athletinnen des Schülerinnen-Achters und traf in diesem Jahr bereits im Vorlauf sehr starke Konkurrenz. So mussten sich die FSG-Schülerinnen mit erfolgreichen National-Ruderinnen und Schülerinnen der Sportschulen und Sportgymnasien messen – und schlugen sich tapfer: Nach jeweils Platz 4 im Vor -und Hoffnungslauf blieb ein Startplatz im B-Finale. Hier sicherten sich die Marbacherinnen nach einem sehr guten Rennen Platz 2 hinter dem Boot aus Rheinland-Pfalz und damit Rang 8 in der Gesamtwertung. Ruderlehrerin Sylvia Tressel zeigte sich zufrieden mit ihrem Team.

In Wettkampf III ging seit langer Zeit erstmals wieder ein Marbacher Schüler-Doppelvierer mit Steuermann an den Start. Kein Teammitglied um MRV Ruderer Simon Gering konnte „Bundesfinal-Erfahrung“ mitbringen. Nach anfänglicher Aufregung über große Kulisse und enge Bojen-Ketten lieferten die Schüler einen richtig soliden Wettkampf ab: Nach Rang vier im Vor- sowie im Hoffnungslauf konnte zwar kein Finale erreicht werden, dennoch hatte Ruderlehrer Christian Calovini nur lobende Worte für sein Premieren-Team übrig, das hochmotiviert die Qualifikation für das Herbstfinale 2020 schaffen möchte.

Obwohl die Medaillen in diesem Jahr ausblieben: Die FSG-Ruderteams demonstrieren erneut die gelingende Kooperation und Vernetzung zwischen Schule und dem Marbacher Ruderverein unter der Leitung von Holger Knauf und Heike Breitenbücher. So entdecken nicht nur viele Schüler die Sportart Rudern für sich, das Erlebnis „Bundesfinale in Berlin“ führt oft auch zu neuen und sehr erfolgreichen Vereinsbeitritten des MRV.

Jungen-Doppelvierer mit Stm. WK III
Moritz Bitz, Malte Hollmann, Felix Hollmann, Simon Gering, Stm. Niklas Knauf

Mädchen-Doppelvierer mit Stf. WK II
Kim Löwer, Emily Teichmann, Amelie Groß, Amelie Bitz, Stf. Lea Basilowski

Schüler-Achter mit Stm. WK II
Hendrik Voigt, Philipp Papadimas, Kim Grausam, Hannes Träger, Janis Ettl, Nicolai Keefer, Niklas Burkert, Moritz Tafelmaier, Stm. Felix Haag

Schülerinnen-Achter m. Stf. WK II (im Wettbewerb „Schülerinnen-Achtercup“ des Deutschen Ruderverbandes)
Henny Sebastian, Johanna Schmidt, Lea Basilowski, Lina Henschel, Emily Teichmann, Kim Löwer, Amelie Bitz, Amelie Groß, Stf. Mira Gerbershagen