Bild: Sechs Nachwuchstalente wurden als Bundessieger ausgezeichnet: Yasmine Briefs, Vincent de Bakker, Jos Torge, Agnes Totschnig, Paul Cronin, Niklas Mück. (v.l.n.r.) | Bildquelle: BwInf
  • Niklas Mück ist Bundessieger beim 37. Bundeswettbewerb Informatik
  • Marbacher unter den letzten 30 von mehr als 1.600 Teilnehmer/-innen
  • Lob von hochkarätiger Jury – „Talente werden händeringend gesucht“

Marbach.| Niklas Mück, Abiturient des Jahrgangs 2019 am Friedrich-Schiller-Gymnasium ist einer der Sieger des 37. Bundeswettbewerbs Informatik (BwInf). Er bestritt erfolgreich die Endrunde des Schülerwettbewerbs, die vom 8. bis 11. Oktober in Walldorf stattfand. Ausrichter des Finales war SAP SE.

„Ich bin überglücklich, den Wettbewerb als Bundessieger abzuschließen“, erklärte der 18-jährige Niklas Mück. Der Marbacher erhält einen Geldpreis von 750€ und wird in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. „Das ist wirklich eine tolle Auszeichnung, die mir viele Chancen eröffnen wird“, freute sich Mück.

Der 37. BwInf
Der Bundeswettbewerb Informatik, an dem seit 1980 jährlich über 1.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, besteht aus drei Runden und erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr. Beim 37. BwInf waren 1.682 Teilnehmende dabei, so viele wie seit 1992 nicht. Der Mädchenanteil erreichte mit 15 % den höchsten Wert der BwInf-Geschichte.

In den ersten beiden Runden hatten die Teilnehmenden teils umfangreiche Programme entwickelt. Bereits eine Teilnahme an der ersten Runde eröffnete die Chance zur Teilnahme an den attraktiven Workshops, die von Hochschulen und namhaften Unternehmen angeboten wurden. Hier sammelten die Nachwuchstalente wertvolle Praxiserfahrung und knüpften Kontakte.

Das Finale
Die besten 30 Teilnehmenden der zweiten Runde wurden zum Finale nach Walldorf eingeladen. „An zwei Tagen des Finales musste Niklas Mück im Team anspruchsvolle Aufgaben bearbeiten und die Lösungen einer Jury aus hochkarätigen Experten präsentieren. In Einzelgesprächen wurden Wissen und insbesondere Problemlösungs-Kompetenz der Schülerinnen und Schüler geprüft. „Hier hat Niklas starke Leistungen gezeigt“, sagt StD Matthias Makowsky, sein Kurslehrer am Friedrich-Schiller-Gymnasium.

Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit zwei komplexen Informatik-Anforderungen. In den ersten beiden Runden des bundesweiten Informatikwettbewerbs hatten die Jugendlichen den VIP-Status in sozialen Netzwerken berechnet und einer Langschläferin geholfen den Schulbus zu erreichen. In der Endrunde führten sie Gespräche mit hochkarätigen Experten und bearbeiteten unter Zeitdruck zwei Informatik-Probleme im Team. Die erste Aufgabe beschäftigte sich mit einer Augmented-Reality-App zur optimalen Ausnutzung von Plätzchenteig, die zweite mit effizienten Algorithmen für sich dynamisch verändernde Beziehungsstrukturen – wie etwa die Follower-Beziehungen in sozialen Netzwerken.

„Wir freuen uns, dass sich mit Niklas ein Schüler unserer Schule in diesem anspruchsvollen Wettbewerb gegen die Besten der Besten durchsetzen konnte. Darauf kann er schon stolz sein“, schwärmt Herr Makowsky. Auch der Juryvorsitzende, Prof. Dr. Till Tantau von der Universität Lübeck, unterstreicht die Leistung der Finalisten: „Informatiktalente, wie wir sie in diesen Tagen erlebt haben, werden dringend gebraucht und haben hervorragende Karriereaussichten.“ Für Niklas Mück ist klar, dass es für ihn nach seinem Abi mit Bits und Bytes weitergeht. Er beginnt in der kommenden Woche an der Universität Saarbrücken sein Studium der Informatik mit dem Beifach Mathematik.

Am Friedrich-Schiller-Gymnasium neben regelmäßig Schülerinnen und Schüler an den Informatikwettbewerben teil. Durch das im vergangenen Schuljahr neu eingeführte Informatikprofil und die seit 2008 bestehende Möglichkeit neben dem Basisfach Informatik auch das Leistungsfach Informatik zu belegen, werden die Voraussetzungen geschaffen, erfolgreich an den Wettbewerben teilzunehmen, auch wenn noch ein erhebliches Maß an Eigenleistung erwartet wird.

Der Bundeswettbewerb Informatik ist der traditionsreichste unter den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) und richtet sich an Jugendliche bis 21 Jahre, die sich noch nicht in einem Studium bzw. einer Berufstätigkeit befinden. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Informatik zu wecken sowie Informatik-Talente zu entdecken und zu fördern. Mit dieser Zielsetzung richtet BWINF neben dem Bundeswettbewerb zwei weitere Schülerwettbewerbe aus: den Informatik-Biber und den Jugendwettbewerb Informatik (JwInf). BWINF ist darüber hinaus  für die Auswahl und Teilnahme des deutschen Teams bei der Internationalen Informatik-Olympiade (IOI) verantwortlich. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Träger sind die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI), der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und das Max-Planck-Institut für Informatik. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe sind von der  Kultusministerkonferenz empfohlene Schülerwettbewerbe und stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.