Während es für die meisten selbstverständlich ist, den Kleidungsstil im Sommer an die höheren Temperaturen anzupassen, denken viele nicht an die Haut. Auch das größte Organ des Menschen hat im Sommer andere Bedürfnisse als im Winter, wenn kalte Temperaturen der Haut zusetzten. Viele bedenken nicht, dass die Haut im Winter ja durch die Kleidung gut vor äußeren Witterungseinflüssen geschützt ist. Nur das Gesicht muss meistens Wind, Kälte und eisigen Temperaturen trotzen. Nicht so im Sommer. Leicht bekleidet setzt man auch Beine, Arme und Dekolleté den Sonnenstrahlen aus. Somit ist klar, dass man im Sommer auch die Pflegeprodukte der Witterung anpassen sollte.

Hautpflege im Sommer
Das wichtigste Thema im Sommer ist laut Experten der Sonnenschutz – dazu kommen wir noch später. Doch auch bei der Tagespflege sollte man das Produkt während der warmen Jahreszeit an die wärmeren Temperaturen anpassen. Während es im Winter oft Sinn macht, Cremen mit hohem Fettanteil aufzutragen, reicht im Sommer eine leichte Pflege. Wind, Sonne und warme Temperaturen führen jedoch zu einem Flüssigkeitsverlust der Haut. Diesen gleicht man am besten mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen aus. Nach dem Aufenthalt am Meer oder im Chlorwasser des Pools ist ausreichende Reinigung wichtig. Erst danach sollte man hochwertige Pflegeprodukte auftragen. Da sich durch den Schweiß die Poren leicht verstopfen, ist ein Peeling einmal pro Woche ratsam. Es entfernt Hautschuppen und beugt Mitessern und Pickeln vor.

Sonnenschutz – den Hauttyp kennen
Eines der wichtigsten Produkte, was Kosmetik im Sommer betrifft, ist der Sonnenschutz. Wer sich in den Drogerien und Supermärkten umsieht, findet eine Fülle an Angebote vor. Welches Produkt das richtige ist, hängt vom individuellen Hauttyp ab. Seit 1975 gibt es dank des amerikanischen Dermatologen Thomas B. Fitzpatrick eine aussagekräftige Kategorisierung. Er hat nach umfangreichen Studien mit Probanden und im Labor folgende Hauttypen festgelegt:

  • Keltischer Typ: Geringe Eigenschutzzeit, kaum Bräunung, bekommt rasch einen Sonnenbrand
  • Nordischer Typ: bekommt ebenfalls häufig einen Sonnenbrand, bräunt relativ wenig
  • Mischtyp: wird braun, bekommt jedoch manchmal einen Sonnenbrand
  • Mediterraner Typ: Sonnenbrand selten, bräunt stark

Besonders unempfindlich gegen die Sonne sind der dunkelbraune und schwarze Typ. Je nach individuellem Typ kann die Eigenschutzzeit der Haut von wenigen Minuten bis hin zu einer Stunde bei besonders dunklen Typen betragen. Unter dem Begriff Eigenschutzzeit versteht man jene Zeitspanne, die man sich in der Sonne aufhalten kann ohne einen Sonnenbrand zu erleiden. Verlängert wird diese Zeit durch hochwertige Sonnenschutzpräparate.

Tipps rund um das Thema Sonnencreme
Die Zahl auf den Tuben und Tiegeln der Sonnencremehersteller gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit erhöht, wenn man das Produkt sachgemäß aufträgt. Hat man zum Beispiel eine Eigenschutzzeit von 20 Minuten und trägt Sonnencreme mit Faktor 10 auf, kann man sich 200 Minuten in der Sonne aufhalten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man ausreichend Creme aufträgt. Die meisten Menschen überziehen die Haut nämlich nur mit einem dünnen Film, der keinen ausreichenden Schutz garantiert. Experten empfehlen, mindestens die Menge in der Größe eines Golfballes auf den ganzen Körper zu verteilen. Doch Achtung: Erneutes Eincremen nach Ablauf der Schutzzeit verlängert diese nicht! Nach einem längeren Aufenthalt im Wasser sollte man sich immer noch einmal eincremen. Vor dem Sonnencremekauf lohnt sich ein Blick auf Konsumentenschutzportale. Das teuerste Produkt muss nicht unbedingt auch das Beste sein. Oft schneiden Sonnencremen von Diskontern und Eigenmarken überraschend gut ab.