Foto: ORTEMA GmbH

Markgröningen.| Die Bauarbeiten für den Neubau der ambulanten Reha-Einrichtung laufen seit Anfang des Jahres.

Die Ortema GmbH wird durch den Neubau ihre Kapazitäten von bisher 30 auf 60 Reha-Patienten pro Tag ab Ende des Jahres verdoppeln.

Modulare Bauweise – effizient und schnell
Das zweigeschossige Gebäude mit ca. 1.500 m2 wird aus 26 Fertig-Modulen zusammengesetzt. In der Woche vom 20.-24. Mai werden diese in Markgröningen angeliefert. Dies geschieht mit hohem logistischem Aufwand. Die Schwertransporte werden etwa 450 Kilometer auf der Autobahn zurücklegen bevor sie die A8 an der Ausfahrt Ludwigsburg Süd verlassen. Auf dem Weg nach Markgröningen müssen Verkehrsschilder kurzzeitig demontiert werden. Grünanlagen und Kreisverkehre an engeren Kurven werden mit Stahlplatten überbrückt. Um den Verkehr nicht allzu sehr zu beeinträchtigen finden die insgesamt 26 Schwertransporte nur in den Nächten zwischen 22 Uhr am Abend und 6 Uhr am Morgen statt.

Der Kran, der die tonnenschweren Elemente exakt platziert, wurde am Montag aufgestellt. Von Dienstag bis Freitag werden täglich sechs bis sieben Module angeliefert und verbaut.

Der Bezug der neuen Räumlichkeiten ist auf November diesen Jahres geplant.

Ambulante Reha für viele Patienten sehr attraktiv
Das Angebot der ambulanten Rehabilitation wird seit Jahren sehr gut angenommen. Die ganztägige ambulante orthopädische Rehabilitation bietet den großen Vorteil, dass man während der Reha-Phase in seinem häuslichen Umfeld verbleiben kann. Für viele Patienten ist die Möglichkeit am Abend nach der Reha wieder zu Hause zu sein deutlich attraktiver als die stationäre Therapie.

Eine ambulante orthopädische Reha dient der Behandlung von komplexeren Problemen am Bewegungssystem. Dies umfasst beispielsweise chronische Schmerzen, Gelenkverschleiß, Instabilitäten, Fehlstellungen aber natürlich auch die bewährte Rehabilitation nach einer Operation.

Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Sven Schemel werden in einem multiprofessionellen Team – beteiligt sind Ärzte, Psychologen, Sozialpädagogen, Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten, Ernährungsberater und Pflegekräfte – alle Patienten mit einem ganzheitlichen Ansatz behandelt. Neben aktiven Therapieformen wie Physiotherapie und Trainingstherapie uns -seminaren zur Gesundheitsbildung, steht die Anleitung und Motivation des Patienten sowie die Mitbehandlung von evtl. psycho-sozialen Problemen im Vordergrund. Das große Ziel ist die Sicherung oder Wiederherstellung der Berufsfähigkeit bzw. die eigenständige Bewältigung des Alltags.

Momentan am Limit
„Im Bereich der ambulanten Reha haben wir das Kapazitätslimit erreicht,“ so Olaf Sporys, Geschäftsführer der Ortema GmbH. Aus diesem Grund kommt der Neubau zum richtigen Zeitpunkt. Neben den baulichen Voraussetzungen geht es nun auch darum weitere qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.

„Wir sind in den vergangenen Jahren personell stark gewachsen. Die Herausforderung qualifizierte Mitarbeiter zu finden wird immer größer. In den vergangenen Monaten konnten wir erfolgreich Mitarbeiter gewinnen und werden im Jahresverlauf auch noch Weitere einstellen. Unsere bisher schon attraktiven Arbeitsplätze werden durch die zusätzlichen Räumlichkeiten noch attraktiver,“ erläutert Rüdiger Loy, Geschäftsbereichsleiter Rehabilitation und Medical Fitness der Ortema.