Carl-Schaefer-Schule feierte am vergangenen Freitag ihr 60-jähriges Jubiläum

Ludwigsburg.| Mit einem Festakt begingen etwa 100 Schüler, Lehrer und Gäste aus Politik und Handwerk dieses Ereignis und zeigten, was die Schule heute alles zu bieten hat. „Wer denkt unsere Schule geht jetzt mit 60 in den Ruhestand, den muss ich enttäuschen“, scherzte Schulleiterin Andrea Theile-Stadelmann. In ihrer Rede beschriebeibe sie kurz die Geschichte der Schule. Am 14.11.1958 wurde die Carl-Schaefer-Schule in ihrem aktuellen Schulgebäude festlich eingeweiht – die Geschichte der Bildungsstätte reicht aber zurück bis ins Jahr 1825. Sie verwies auch auf die Wichtigkeit Bedeutung von Investitionen im Bildungsbereich und hob dabei die besondere Bedeutung des beruflichen Schulwesens für die Integration von Migranten und Flüchtlingen hervor. „Wir stellen uns optimistisch den wachsenden Herausforderungen“, meinte sie auch mit dem Blick auf Digitalisierung und Goablisierung.

Auch der Landrat Dr. Rainer Haas zeigte sich in seinem Grußwort sehr erfreut über die Arbeit der Schule. „Die Carl-Schaefer-Schule  wirkt über die Pflicht hinaus.“ Er sprach auch über das europoäische Engagement der Schule und ihre zwei laufenden Schüleraustauschprogramme mit Frankreich und Ungarn.

Flott ging es zu beim nächsten Programmpunkt: Hier interviewten Simi Kaur und Deniz Demirbas als Vertreter der SMV ehemalige Schüler und Schulleiter zu ihren Erlebnissen in ihrer Schulzeit. Dabei erzählten der ehemalige Schulleiter Theophil Weber (88 Jahre), der Handwerksmeister Manfred Decker, sowie die Studienräte Richard Stier und Frank Singer allerlei Anekdoten aus dem Schulleben früherer Jahre, beispielsweise von treffsicher geworfenen, nassen Schwämmen, die im Gesicht schlafender Schüler landeten.

Hoch hinaus ging es dann mit dem ehemaligen Astronauten Ernst Messerschmid, der in seinem sehr kurzweiligen Vortrag die Bedeutung der Raumfahrt erklärte, aber auch von seinem eigenen Raumflug berichtete. Die Raumfahrt sei eine hochinnovative Nische, meinte der früherer Raumfahrer und verwies auf die besondere Bedeutung des Ländles.  „40% der deutscstchen Beschäftigten in der Raumfahrt kommen aus Baden-Württemberg.“ Er erläuterte dann die Bedeutung von Experimenten in der Schwerelosigkeit für uns hier auf der Erde, beispielsweise auch im Bereich der Medizin.

Vor allem die ganz persönlichen Erfahrungsberichte trafen auf sichtliches Interesse der Zuhörer.

Die Frage, warum wir Menschen überhaupt das All erforschen, beantwortete Messerschmid mit demm Satz: „Neben Forschung geht es auch darum, Horizonte zu erweitern.“ Hier konnte man wieder den Bogen zur beruflichen Bildung schlagen. Schüler stellten anschließend die Lernfabrik Green Energy 4.0 vor, in welcher die neuesten Innovationen im Bereich der umweltfreundlichen Energie- und Heizungstechnik erarbeitet werden.vor.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch die ‚Campusband‘, die mit ihrem Big-Band-Jazz der Aula ordentlich einheizte. Dass in der Carl-Schaefer-Schule auch die Kreativität nicht zu kurz kommt, zeigte die Theatergruppe „Carpe Noctem“ unter der Leitung von Barbara Söcknick. Kurzweilige Improvisation-Theater-Sessions kommentierten humorvoll das Schulleben.

Mit Sekt und einem Imbiss wurde anschließend noch ein wenig gefeiert: Hier konnten sich Schüler, Lehrer und Ehemalige noch einmal ausführlich austauschen.

Nach diesem sehr gelungenen Festakt ist der Schule weitere 60 Jahre an intensiver Bildungs- und Innovationsarbeit zu wünschen.