Bietigheimer Wasserballer starten mit Auswärtsniederlage

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Bild: Torhüter Dennis Wildner musste am Sonntagnachmittag oft hinter sich greifen | Foto: SVB
Titelaspirant und Vorjahresdritter SV Würzburg deklassiert den SVB

Bietigheim-Bissingen.| Mit einem denkbar schwierigen Auftaktgegner hatten es die Wasserballer des SV Bietigheim am Sonntagmittag in der 2. Wasserballliga Süd zu tun. Der bislang ungeschlagene SV Würzburg zeigte dem Gast dabei bereits früh seine Grenzen auf und ließ die Schwaben über die gesamte Spielzeit hinweg nicht ins Spiel finden. Am Ende siegte der Favorit deutlich mit 20:4 (4:0/7:2/3:0/6:2).

Während die Bietigheimer in der neuen Saison erstmals ins Wasser stiegen, war die Begegnung für den Gastgeber bereits die sechste Partie und das fünfte Heimspiel. Alle bisherigen Spiele hatte der ehemalige Erstligist deutlich gewonnen, keiner der bisherigen Konkurrenten hatte dem SV Würzburg wirklich Paroli bieten können. Die konsequent agierenden Unterfranken spielten bissig und konzentriert auf und setzten dem Underdog von Spielbeginn an vor allem mit ihrem Konterspiel zu. Besonders der Neuzugang des SV Würzburg, Centerspieler Julian Fleck, forderte die Abwehr der Schwaben ein ums andere Mal. Schon früh zeigte sich, dass die Heimmannschaft bereits besser eingespielt war, das bietigheimer Spiel wirkte im Angriff hingegen fahrig und häufig ideenlos, das Team von Coach Markus Köhler tat sich mit der Defensive der Würzburger sichtlich schwer.

Der aktuelle Tabellenerste ließ in der Verteidigung nahezu nichts zu, der SVB hingegen fand zunächst kaum Mittel den Gastgeber in seinem Angriff zu stoppen, sodass dieser bereits zum Ende des zweiten Spielabschnittes vorentscheidend mit 11:2 führte. Auch im folgenden Spielverlauf vermochten es die Gäste nicht den Vorjahresdritten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, auch weil SVB-Center Julius Ulfers wenige Sekunden vor der Halbzeitpause des Wassers verwiesen wurde, was es für Köhlers Mannen nicht einfacher machte. Alles in allem hatte man dem Gegner aus Würzburg am heutigen Tag und in dieser Saisonphase schlichtweg nichts entgegenzusetzen.

„Das war für das erste Spiel natürlich eine sehr undankbare Aufgabe.“ resümiert Köhler, der weiß, dass Spiele kommen, die für den SVB wichtiger sind. „Würzburg war heute in allen Belangen besser, weshalb die Niederlage an sich völlig in Ordnung geht, trotzdem müssen wir in Zukunft auch gegen die Topteams schauen, dass wir knapper spielen und nicht so unter die Räder kommen wie heute. Das haben wir letzte Saison meist ganz gut hinbekommen.“, erklärte der Trainer der Bietigheimer. In der vergangenen Saison hatte man gegen Würzburg zwei weniger hohe Niederlagen einstecken müssen, dort unterlag man mit 6:13, vor heimischem Publikum verlor man 6:11.

Drei Spiele bestreitet der SVB im Jahr 2018 noch. Am kommenden Samstag gastiert man in Fulda, am Sonntag den 16. Dezember muss der SVB in Pforzheim ran, bevor man im letzten Spiel des Jahres auswärts im Lokalderby dann auf den Aufsteiger, die zweite Mannschaft des SV Ludwigsburg, trifft (Dienstag, 18. Dezember). Fulda steht aktuell auf Tabellenrang 11, die Wasserfreunde sind nach sechs Spielen noch sieglos. Pforzheim rangiert im Mittelfeld auf Platz sechs, die Goldstädter haben von ihren bisherigen sieben Spielen vier verloren, zwei gewonnen und eines unentschieden gespielt. Der SVL II ist momentan Tabellensiebter, von den vier bisherigen Begegnungen konnte Ludwigsburg zwei für sich entscheiden. Somit darf man sich aus bietigheimer Sicht in den kommenden Spielen bessere Chancen ausrechnen. Dann kann Köhler vielleicht auch auf die am vergangenen Sonntag verhinderten Akteure Petrit Salihu, Henrik Röckle und Sasha Graf bauen, Sebastian Rasch hingegen wird aufgrund der Nachwirkungen seiner Knie-OP im August diesen Monat nicht mehr ins Wasser steigen können. Mit ihm ist frühestens im neuen Jahr zu rechnen.

Für den SVB spielten: Wildner; O. Färber; Stöckermann; Nekola (1); Bölke; Menking; P. Färber (1); Schaub; Csanyi; Schwuchow; Haueisen; Gansel; Ulfers (2)