Volksbank Ludwigsburg dank Filialen auf Erfolgskurs

452
Bild: Der Vorstandsvorsitzende Karlheinz Unger | Foto: Volksbank Ludwigsburg

Unverändert wachsende Mitgliederzahlen, ein dickes Eigenkapitalpolster und zufriedene Kunden durch eine überaus erfolgreiche Filial- und Marktpolitik: Mit diesem Geschäftsmodell war die Volksbank Ludwigsburg 2017 auf bestem Kurs und blickt auch weiter optimistisch in die Zukunft.

„Mit soliden wirtschaftlichen Ergebnissen und der gelungenen Neuausrichtung der Filialen hat die Volksbank Ludwigsburg 2017 einmal mehr gezeigt, dass sie nicht nur sicher, stabil und zuverlässig, sondern auch anhaltend erfolgreich ist“, konnte Vorstandsvorsitzender Karlheinz Unger mit Blick auf das abgelaufene Jahr verkünden.

Mitgliederausrichtung bringt den Erfolg
„Unser Geschäftsmodell der genossenschaftlichen Bindung von Kunden und Bank funktioniert blendend. Trotz politisch motivierter Niedrigzinsen und Regulierungswut oder der fortschreitenden Digitalisierung“, so Unger, „sind wir hier in Ludwigsburg weiterhin auf bestem Kurs und packen die Herausforderungen im Interesse unserer Mitglieder und Kunden beherzt an.“

Die Satzung formuliere glasklar den Auftrag dieser Genossenschaftsbank, der nach §2 Absatz 1 für jedermann einsehbar ausschließlich die ‚wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder‘ nennt. „Mit einer engen Ausrichtung an unserem Unternehmenszweck und einem hierzu klaren Kurs aus Stabilität, Kontinuität und Verlässlichkeit haben wir viel Zuspruch von Mitgliedern, Kunden und Noch-nicht-Kunden“, freute sich der Vorstandsvorsitzende.

 Wachstum bei Kundeneinlagen und Krediten
Und die Kunden nutzten die Beratungsangebote der Volksbank: Das Kreditgeschäft lag Ende 2017 mit 1,12 Milliarden Euro rund 4,5 Prozent oder 50 Millionen Euro über dem Vorjahr, das insgesamt betreute Kundenkreditvolumen stieg damit auf 1,33 Milliarden Euro. Deutliche Impulse kamen hier weiterhin aus dem privaten Wohnbaugeschäft.

„Eine ähnlich positive Entwicklung sehen wir bei den Kundeneinlagen“, fasste Unger zusammen. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr um gleichfalls deutliche 5,5 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro.

Rekordwert beim Provisionsgeschäft
In Zeiten der Niedrigzinspolitik, die gleichermaßen das Anlage- und das Kreditgeschäft unwirtschaftlicher machen, werden zinsunabhängige Geschäfte für die Stabilität der Banken immer wichtiger. Vor diesem Hintergrund sei es sehr erfreulich, dass sich auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen der genossenschaftlichen Finanzgruppe von easyCredit über die R+V-Versicherung bis hin zur Bausparkasse Schwäbisch-Hall sehr erfreulich entwickelt habe. Der Provisionsüberschuss aus diesen Geschäften betrug im zurückliegenden Jahr 18 Millionen Euro – durch ein Plus von 5,5 Prozent das beste Provisionsergebnis in der Ludwigsburger Bankgeschichte überhaupt.

„Dies zeigt auch, dass wir heute immer mehr Geschäfte machen, deren umgesetzte Volumina nicht bilanziell sichtbar sind. Damit rückt ein Zahlenwert in den Fokus, wenn es darum geht, eine Bank korrekt zu bewerten: das Geschäftsvolumen“, erläuterte Unger. Dieses stieg für die Volksbank Ludwigsburg 2017 um bemerkenswerte 8 Prozent auf jetzt 2,3 Milliarden Euro, die Bilanzsumme als Teil dessen lag zum Jahreswechsel 2017/18 mit 1,97 Milliarden Euro um 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Eigenkapital ist Zeichen der Stabilität
Mit 13,7 Prozent betrug die Kernkapitalquote der Volksbank Ludwigsburg zum 31. Dezember 2017 weit mehr als das Doppelte der gesetzlichen Forderung von 6 Prozent für das Jahr 2017. Gleiches gilt für die Gesamtkapitalquote, die mit 18,7 Prozent ebenfalls weit über dem Doppelten der gesetzlichen Forderung von 8 Prozent für 2017 lag.

Insgesamt summierten sich die Eigenmittel der Volksbank Ludwigsburg im Jahr 2017 auf 182 Millionen Euro – ein eindrucksvoller Nachweis für die Stabilität der Bank im abgelaufenen Jahr und ihren Handlungsspielraum in Zeiten geldpolitischer Minuszinsen. Daraus ergibt sich auch für 2018 selbst bei steigenden Kennziffern und nach Abzug der gesetzlichen Forderungen aus ‚Basel III‘ und ‚SREP‘ ein weiterhin beruhigender Sicherheitspuffer. Zusammen mit weiteren Finanzreserven stünden der Bank auch für 2018 über 100 Millionen Euro freie Eigenmittel zur Verfügung, um ihre Zukunft und damit das Wohl ihrer Mitglieder zu gestalten.

Eine klare Absage erteilte Unger hierbei auch jeder Abkehr vom strikten Stabilitätskurs der Volksbank Ludwigsburg: „Wir können und werden auch in Zukunft auf kurzfristige Renditeerhöhungen auf Kosten einer langfristigen Sicherheit verzichten.“

 Neues Filialkonzept ist Erfolgsstory
„Immer mehr Bankkunden nutzen digitale banking-Möglichkeiten.“ Diese Erkenntnis sei im Ansatz richtig, ist für Unger aber nur eine Facette des Kundenbildes.

„Wir stellen im Dialog mit unseren Kunden fest, dass eine Dreiviertel-Mehrheit keine Filialschließungen möchte und verfolgen daher eine behutsame Strategie der Weiterentwicklung, die sich am überwältigenden Kundenwunsch orientiert und investieren damit zugleich in eine nachhaltig erfolgreiche Marktpräsenz“, so Unger weiter.

Bestätigt wird diese Herangehensweise auch durch aktuelle wissenschaftliche Markterhebungen. Hiernach nimmt vor allem die Zahl der hybriden Kunden zu, also der Kunden, die sowohl online als auch im persönlichen Gespräch ihre Bankgeschäfte erledigen wollen. Die Zahl dieser Kunden wächst laut zeb.research bis 2020 von vormals 50% auf bald 60%. Dazu gesellen sich noch 25% der Kunden, die auch 2020 ausschließlich eine persönliche Beratung wünschen, erläuterte Unger. Zugleich zeigten Studien Unger zufolge, dass auch junge Menschen das persönliche Beratungsangebot schätzen und nutzen.

All dies bestätige eindrucksvoll die 2017 eingeschlagene Filialstrategie der Volksbank Ludwigsburg, die den Erhalt von personenbedientem Service an allen Standorten in den Fokus stellt.

Neue Beratungskonzepte
Heute unterhält die Volksbank Ludwigsburg bezogen auf ihre bilanzielle Größe das mit Abstand dichteste Filialnetz im Landkreis mit 17 personenbesetzen Filialen pro Milliarde Bilanzsumme. „In Zeiten, in denen der Verkauf von Finanzprodukten aufgrund zahlloser Regulierungen immer komplexer werden, in denen die europäische Zinspolitik dem deutschen Sparer Vermögen und Altersvorsorge nimmt, sehen wir es als unsere Pflicht, ganz nah am Kunden zu sein und ihm in der persönlichen Beratung vertrauensvoll zur Seite zu stehen. Das kann Digitalisierung nicht alles leisten“, so Unger.

Soviel Kundenorientierung honorieren die Bürger, daher habe die Bank alleine im vergangenen Jahr 3.578 neue Kunden in ihren Filialen begrüßen dürfen – für Unger ein deutliches Zeichen gegenseitigen Vertrauens, wie es vor allem im persönlichen Kontakt zwischen Berater und Kunden entstehen kann.

Alle Filialen sind heute mit schneller Internetanbindung zur Videoberatung ausgestattet. Dadurch sind etwa Experten für Baufinanzierung oder Wertpapieranlagen im Beratungsgespräch vor Ort zuschaltbar. Bei mittelgroßen Filialen wurde das SB-Angebot ausgebaut, damit dort beispielsweise auch Einzahlungen am Automaten möglich sind. Das parallel ausgebaute Angebot an Telefon- und Online-Service erfährt ebenfalls eine steigende Nachfrage und ergänzt heute das Dienstleistungsangebot der Volksbank Ludwigsburg über alle Kanäle hinweg.

Rasante Mitgliederentwicklung
Seit 2007 ist die Zahl der neu gewonnenen Mitglieder ohne Fusion auf mehr als 40.000 angestiegen. „Mitglieder sind die einzige Existenzberechtigung einer Genossenschaftsbank“, wird Unger nicht müde zu betonen. „Wir sind unglaublich stolz, dass uns so viele Menschen vertrauen und Teil unserer bereits mehr als 170 Jahre erfolgreichen Gemeinschaft von Bürgern für Bürger werden wollen. Immerhin sei die heutige Volksbank Ludwigsburg mit dem Gründungsjahr 1847 ihrer Vorgängerin Localbank nicht nur das erste bürgerliche Kreditinstitut im Landkreis sondern auch bundesweit eine der ältesten Banken, die aus der genossenschaftlichen Idee heraus geboren wurden.

Die damit verbundene tiefe, regionale Verwurzelung ist es, die uns als Bank eine große Stabilität und ein solides Fundament verleiht. Und für unsere Kunden bedeutet sie Verlässlichkeit und Kontinuität. Die Menschen hier vertrauen uns als Partner. Und gerade in den Städten und Gemeinden, wo wir heute die einzige Bank mit Filialen vor Ort sind, gewinnen wir viele neue Mitglieder dazu.“

Seit elf Jahren 100 neue Mitglieder pro Woche
Der überdurchschnittliche Mitgliederzustrom hält bei der Volksbank Ludwigsburg nun schon viele Jahre unverändert stark an. Die beeindruckende Rechnung: Seit dem Jahr 2007 sind an jedem Werktag unserer starken Gemeinschaft im Schnitt 20 neue Mitglieder beigetreten. Im abgelaufenen Jahr 2017 betrug das Mitgliederwachstum der Volksbank Ludwigsburg in Höhe von 4 Prozent sogar das Sechsfache des Landesschnitts aller Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg.

Darauf sind wir wirklich stolz“, freute sich Unger. So hat die Volksbank Ludwigsburg heute bezogen auf die Bilanzsumme weit überdurchschnittlich viele Mitglieder. 1996 begrüßte die Volksbank in Ludwigsburg das 40.000. Mitglied. 2008 wurde erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von 50.000 Mitgliedern übersprungen. Nur drei Jahre später, 2011, waren es bereits 60.000 Menschen, die aktiv am Geschäftsleben ihrer Bank teilhaben wollten. 2015 folgte der letzte große Sprung auf 70.000 Mitglieder.

„Zum Jahreswechsel 2017/18 waren wir mit einer Zahl von 79.961 die drittmitgliederstärkste Volks-und Raiffeisenbank hierzulande. Bezogen auf die Bilanzsumme ist dies sogar höchste Mitgliederanzahl aller Volks- und Raiffeisenbanken in ganz Baden-Württemberg. Natürlich blicken wir deshalb optimistisch in die Zukunft – schon heute sind 84 Prozent unserer Kunden zugleich auch Mitglied dieser Bank“, so Unger: „100.000 Mitglieder sind doch eine schöne, runde Zahl.“

80.000. Mitglied begrüßt
Lisa Tometschek aus Rielingshausen ist das 80.000. Mitglied der Volksbank Ludwigsburg. Im Januar 2018 begrüßte der Vorstandsvorsitzende Karlheinz Unger das 19-jährige Jubiläumsmitglied persönlich in der Filiale in Rielingshausen. „Die Volksbank Ludwigsburg ist meine Hausbank, ich hatte bislang das Konto1-2-3 für junge Leute, da war es für mich selbstverständlich, Mitglied zu werden“, berichtete die 19-jährige, die derzeit ihre Ausbildung zur Erzieherin absolviert. „Ich wohne in Rielingshausen, und gehe gerne auch mal zu Fuß zu meiner Bank. Da weiß ich es zu schätzen, dass es eine Filiale vor Ort gibt.“ Zudem schätzt sie die vielen Vorteile als Mitglied.

Entspannter Blick auf 2018
„Nach einem überaus erfolgreichen Jahr 2017 haben wir uns auch für 2018 viel vorgenommen“, schilderte Unger. Die räumliche Situation in einigen Filialen soll noch verbessert werden. „Mit der Neugestaltung von Vertrieb und Service vor Ort, haben sich auch die Anforderungsprofile an die Immobilien verändert. Zudem haben wir auch noch zahlreiche Standorte, an denen vormals eigenständige Banken großen Flächenbedarf für ihre internen Abteilungen hatten“, verweist Unger auf die Vorgeschichte vieler Standorte. Schließlich seien ja bislang 25 früher eigenständige Banken bereits in der Volksbank Ludwigsburg aufgegangen.

Am Standort Hemmingen wurde daher der Neubau der Filiale angestoßen, bereits 2017 waren durch die repräsentative Neubau-Filiale in Pattonville die alten, engen Räumlichkeiten in der Kornwestheimer Rechbergstraße abgelöst worden. Für andere Standorte wird auch die Entwicklung von Wohnraum aus nicht mehr benötigten Filialflächen geprüft. „Aber auch die Herausforderungen der Digitalisierung werden uns 2018 weiter beschäftigen“, so Unger weiter und natürlich solle die erfolgreiche Marktbearbeitung fortgeführt werden.

Fusionen weiterhin kein Thema
„Wir haben gezeigt, dass unser Haus eigenständig erfolgreich am Markt unterwegs ist – weil wir uns am Mitglied orientieren, eine ausreichende Größe und ein solides Eigenkapitalpolster sowie tolle Menschen an Bord haben“, fasste Unger zusammen. „Wie von mir schon 2013 prognostiziert, sehen wir heute vier übrig gebliebene Genossenschaftsbanken, die noch im Landkreis ihren Sitz haben. Und wie schon damals, begrüße ich auch heute alles, was zur langfristigen Stabilisierung der genossenschaftlichen Idee beiträgt“, so Unger.

Fusionen wären aus seiner Sicht nur dann sinnvoll und zielführend, wenn sie mit einem Partner stattfänden, der eine vergleichbare Strategie, Risikopolitik und Mitglieder-orientierung vorweisen könne. Aktuell bevorzuge die Volksbank Ludwigsburg Kooperationen mit ebenfalls leistungsfähigen Banken im Großraum Stuttgart, um Einzelthemen voranzutreiben. „Hier und heute setzen wir auf weitere 170 erfolgreiche Jahre einer Ludwigsburger Bank von Bürgern für Bürgern.“