Neuer Höchststand bei Privatgirokonten

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Im Bild: Der Vorstand der Kreissparkasse Ludwigsburg (von links nach rechts): Dieter Wizemann, Dr. Heinz-Werner Schulte (Vorstandsvorsitzender) und Thomas Raab. | Foto: Opel
  • Kreissparkasse Ludwigsburg wächst weiter
  • Mit Ergebnissen 2017 zufrieden

Bei der Präsentation erster, vorläufiger Geschäftszahlen, die die Kreissparkasse Ludwigsburg traditionell zu Jahresbeginn vorstellt, zieht ihr Vorstandsvorsitzender Dr. Heinz-Werner Schulte ein positives Fazit des Geschäftsjahres 2017 und sagt: „Uns ist es gelungen, auf Wachstumskurs zu bleiben.“ Insgesamt dürfe „der Marktführer im Landkreis zufrieden“ sein, so Schulte / Bilanzsumme steigt erneut und liegt mit einem Volumen von 10,34 Milliarden Euro knapp zwei Prozent über dem Vorjahreswert / Rahmenbedingungen für Branche weiterhin schwierig / Neuer Höchststand bei Privatgirokonten / Gemeinnütziges Engagement des Marktführers weiterhin auf hohem Niveau: Kreissparkasse und ihre fünf Stiftungen helfen 2017 in 800 Fällen – kreisweit / Inklusive Zustiftungen beträgt gesamtes Fördervolumen aus Spenden und Sponsoring mehr als 3,6 Millionen Euro / Von der Hilfe profitieren Bürgerinnen und Bürger in allen 39 Kommunen im Kreis

Ludwigsburg.| Beim Rückblick auf das an Krisen und Problemen nicht arme Jahr 2017 könne man „eine sehr lange Liste an herausfordernden Schwierigkeiten aufzählen“, so Dr. Heinz-Werner Schulte. Dazu zählten etwa „der Protektionismus der USA, der Krisenherd in Nahost und die anhaltende Flutung der Märkte durch die Zentralbanken“. Hier handele es sich, so Schulte, um „tektonische Plattenverschiebungen im nationalen wie internationalen politischen und wirtschaftlichen Gefüge.“

Hinzu kamen, wie schon seit Jahren, die spezifischen Belastungen für die gesamte Finanzbranche. Insbesondere das anhaltend niedrige Zinsniveau wie auch „die immer enger werdenden bürokratischen Fesseln einer überbordenden Regulatorik“ würden enorme Kräfte binden. Und das in einer Branche, „die durch Digitalisierung enorme Wandlungen vollziehen muss“, so Schulte. Da sei „das eindeutige Zuviel an Regulatorik“ hinderlich. Man müsse leider zusehen, wie „große Energien in den schwarzen Löchern der Bürokratie verschwinden.“ Die Regelung ‚Markets in Financial Instruments Directive‘, kurz MiFID II, etwa sei in 2017 zum Synonym für Bürokratie-Fesseln geworden. Die „Niedrigzinsumfrage“ der Bundesbank habe ebenfalls Aufwand bedeutet. „Das ist“, so Schulte, „nicht nur unproduktiv, sondern mindert die Kraft, die man eigentlich an anderer Stelle braucht und verursacht zusätzliche Kosten.“ Gleichwohl sei es der mittlerweile 166 Jahre alten Kreissparkasse einmal mehr gelungen, „im Geschäftsjahr 2017 erfolgreich“ zu wirtschaften.

Kennzahlen belegen Erfolge – Bilanzsumme erneut mit Anstieg
Im Geschäftsjahr 2016 war es der Kreissparkasse Ludwigsburg erstmals in ihrer Geschichte gelungen, mit einem Gesamtvolumen von 10,15 Milliarden Euro Bilanzsumme die 10-Milliarden-Linie zu übertreffen. „Das Geschäftsjahr 2017 brachte einen erneuten Anstieg der Bilanzsumme“, so Schulte. Der Wert erreichte im zurückliegenden Geschäftsjahr ein Gesamtvolumen von rund 10,34 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um rund 190 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent.

Kreditvolumen und Kundeneinlagen stärker gestiegen als im Vorjahr
Der Blick auf das Kreditvolumen zeige, so Schulte, eine insgesamt „sehr starke Zunahme“. Betrug das Kreditvolumen im Geschäftsjahr 2016 noch 5,49 Milliarden Euro, so stieg dieser Wert im vergangenen Jahr um rund 320 Millionen Euro auf rund 5,81 Milliarden Euro. Was einer Zunahme von fast sechs Prozent entspricht.

Kredite an Unternehmen und Selbständige (ohne Bürgschaften) stiegen im Jahr 2017 um 213 Millionen Euro und erreichten im Geschäftsjahr 2017 ein Gesamtvolumen von 2,91 Milliarden Euro; was einer Zunahme von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert aus 2016 entspricht. Die Kredite an Privatpersonen konnten 2017 gegenüber 2016 um 5,1 Prozent oder 131 Millionen Euro auf insgesamt 2,72 Milliarden Euro zulegen (im Vorjahr hatte der Wert noch bei 2,58 Milliarden Euro gelegen). Dem Kreditvolumen sind zudem noch weitere, volumenmäßig kleinere Kundengruppen wie etwa die öffentlichen Haushalte hinzuzurechnen.

Ebenfalls „deutlich“ sei der Anstieg der Kundeneinlagen ausgefallen – dessen Gesamtvolumen stieg im Geschäftsjahr 2017 um rund 220 Millionen Euro auf einen Wert von rund 6,91 Milliarden Euro (Wert 2016: 6,69 Milliarden Euro); was einem Plus von mehr als drei Prozent entspricht.

Jahresergebnis mit „erfreulicher Entwicklung“
Blicke man beim Jahresergebnis auf die jüngere Vergangenheit zurück, so zeige sich, nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Dr. Heinz-Werner Schulte, eine „erfreuliche Entwicklung“. Im Geschäftsjahr 2015 war es der Kreissparkasse gelungen, ein Jahresergebnis von 17,72 Millionen Euro zu erwirtschaften. Ein Jahr später, 2016, gelang eine Steigerung auf insgesamt 17,79 Millionen Euro. Und 2017 habe es die Kreissparkasse geschafft, nochmals eine Zunahme zu erzielen und einen Gesamtwert von 17,90 Millionen Euro zu erreichen.

„Sicherheitsrücklage wächst seit Jahren markant an“
Der Mehrjahresblick bei der Sicherheitsrücklage, einer wesentlichen Komponente des Eigenkapitals, zeige, so Schulte, ebenfalls „eine gute Tendenz, denn die Sicherheitsrücklage wächst seit Jahren an.“ Deren Gesamtvolumen hatte im Jahr 2015 noch 543 Millionen Euro betragen. Im Geschäftsjahr 2016 war eine Zunahme um rund 18 Millionen Euro auf insgesamt 560 Millionen Euro zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2017 brachte einen weiteren Anstieg: um fast 18 Millionen Euro auf insgesamt 578 Millionen Euro konnte die Sicherheitsrücklage ausgebaut werden. Was einer Steigerung um mehr als drei Prozent binnen Jahresfrist entspricht.

Zinsspanne leicht rückläufig
„Ein in der Tendenz anderes Bild zeigt“, so Schulte, „die Entwicklung der Zinsspanne“. Im Jahr 2015 hatte dieser Wert noch bei 2,14 Prozent gelegen. Ein Jahr später, 2016, war die Zinsspanne auf 2,07 Prozent zurückgegangen. Leider habe auch das Geschäftsjahr 2017 einen Rückgang der Zinsspanne gebracht: der Wert betrug im vergangenen Jahr 1,99 Prozent. „In dieser Entwicklung sieht man den Fußabdruck der Niedrigzinsphase“, kommentiert Schulte.

Gute Zahlen bei Wertpapieren und in der Vermögensverwaltung
„Das Börsenjahr 2017 war zwar wechselhaft, gilt aber unterm Strich und im Durchschnitt als ein erfolgreiches“, resümiert Schulte. Zum neunten Mal in Folge seien an der Börse Rekorde zu verzeichnen gewesen. Der DAX etwa habe 2017 um 12,5 Prozent zugelegt. Positive Gründe hierfür gebe es einige. Das anhaltend niedrige Zinsniveau, die guten Exporterfolge deutscher Unternehmen, ein ausgesprochen guter Binnenkonsum und vor allem die lockere Geldpolitik der Notenbanken haben die Kurse getrieben, so Schulte. „Dieser Rückenwind gepaart mit guter Beratung hat auch viele unserer Kunden zu Aktienanlagen animiert“, so Schulte.

„Für unsere Experten im Bereich Wertpapiere hat sich die gute Beratungsarbeit auch im Jahr 2017 ausgezahlt“, blickt Schulte auf das vergangene Jahr im Geschäftsfeld Wertpapiere zurück. Die Kunden der Kreissparkasse haben 2017 Wertpapiere im Gesamtwert von rund 510 Millionen Euro gekauft – gegenüber dem Vorjahreswert von rund 459 Millionen Euro entspricht das einer Steigerung von mehr als elf Prozent. Im gleichen Zeitraum haben Kunden 1.200 neue Depots eröffnet.

Anlage-Schwerpunkte 2017 waren bei den Kunden etwa die Hausfonds der Kreissparkasse oder auch Dividendenfonds sowie dividendenstarke Aktien. Dazu zählten etwa die Fondsprodukte „Invest Evolution“, „Favorit Invest“ oder „Deka Dividendenstrategie“ .

Ein erfreuliches Bild zeigt auch der Blick auf den Bereich Vermögensverwaltung bei der Kreissparkasse. Die Gesamtzahl der betreuten Mandate stieg im Jahr 2017 um 54 auf insgesamt 464. Beim betreuten Volumen konnte eine Steigerung von fast 15 Prozent erzielt werden: lag das Gesamtvolumen im Jahr 2016 noch bei rund 296 Millionen Euro so konnte dieser Wert 2017 auf insgesamt rund 340 Millionen Euro gesteigert werden.

In der Nachfrage habe sich, so Schulte, einmal mehr ganz generell gezeigt, dass die Kunden steigenden Wert auf Produkte legen, die dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung tragen.

Zufrieden mit Verlauf des Versicherungsgeschäftes
Mit insgesamt 27 Experten zählt die Versicherungsagentur der Kreissparkasse zu den großen Anbietern im Landkreis. Dem Team ist es gelungen, im Bereich Vorsorge Lebensversicherungen den hohen Gesamtwert aus dem Jahr 2016 von knapp 109 Millionen Euro im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017 leicht zu steigern: auf mehr als 110 Millionen Euro.

Auch die Entwicklung im Bereich Neugeschäft mit Sachversicherungen hat, so Schulte, „eine erfreuliche Richtung eingeschlagen.“ War es 2016 gelungen, hier mit dem ‚Jahresnettobeitrag neu‘ knapp 844.000 Euro an Volumen zu erzielen, so gelang den Versicherungsexperten 2017 eine Steigerung um fast acht Prozent auf einen Gesamtwert von rund 911.000 Euro.

Rekordmarke beim Bausparen geknackt
„Erstmals hat eine Sparkasse in Baden-Württemberg beim Bausparen die 250-Millionen-Euro-Marke übertroffen“, sagte Schulte. Durch eine herausragende Teamleistung sei es „Ende 2017 gelungen, diese Marke zu knacken“. Möglich sei dies geworden, „weil die Kunden ihrer Kreissparkasse als Finanzpartner vertrauen und eine umfassende Beratung in Anspruch nehmen können.“

Neuer Höchststand bei Privatgirokonten – seit Jahren stetig nach oben
Die Gesamtzahl der Privatgirokonten – stets ein guter Indikator für das Vertrauen der Kunden in ihr Finanzinstitut und die Marktdurchdringung der Kreissparkasse – kennt beim Marktführer nach den Worten von Schulte „nur eine Richtung: stetig nach oben.“ Im Jahr 2015 lag die Gesamtzahl bei 217.000; ein Jahr später um 5.500 höher, nämlich bei 222.500. Ende des Jahres 2017 erreichte die Gesamtzahl mehr als 227.000 Privatgirokonten.

Vielfalt an Veranstaltungen – Highlight „musicOpen“
Dass die Kreissparkasse Ludwigsburg „nicht nur für vernünftige Ergebnisse, sondern auch für gute Lebensqualität“ steht, lässt sich, so Schulte, auch an der Tatsache ablesen, dass das größte Finanzinstitut im Landkreis Jahr für Jahr kreisweit zahlreiche Veranstaltungen durchführt oder unterstützt. Im Jahr 2017 waren es insgesamt 219 Veranstaltungen, von denen die Menschen profitieren konnten.

Dabei besteht die Palette aus einem Mix aus kleinen und großen Events. „Neben dem breiten Angebot haben unsere Kunden zudem den Vorteil“, so Schulte, „ganz konkrete Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können.“ Es sind Tausende Veranstaltungsbesucher, die davon profitieren. Zehntausende besuchen etwa Jahr für Jahr Ludwigsburg, um ein besonderes Highlight, die „musicOpen“, im Schlosshof miterleben zu können. Das war auch im Sommer 2017 so. Zu den sechs Konzerten waren insgesamt 38.000 Besucher gekommen.

Aber nicht nur im Veranstaltungsbereich zeige sich, so Schulte, dass die Kreissparkasse „viel Mehrwert“ biete. Die Möglichkeiten der „Vorteilswelt“ stünden ebenfalls dafür.

Die Säulen der Hilfe tragen – Gemeinnütziges Engagement hilft im ganzen Kreis
Es sind Hunderte von einzelnen Projekten auf ganz unterschiedlichen Fördergebieten, die vom gemeinnützigen Engagement der Kreissparkasse Ludwigsburg und ihrer fünf Stiftungen Jahr für Jahr profitieren, kreisweit, in allen 39 Kommunen.

„Im Jahr 2017 haben wir in insgesamt 800 Fällen geholfen“ so Schulte. Die beiden Zustiftungen in Höhe von jeweils einer Million Euro mitgerechnet, betrug die Gesamthöhe der Förderung aus Spenden und Sponsoring rund 3,64 Millionen Euro.

Mit den im vergangenen Jahr erfolgten Zustiftungen an die Kreissparkassen-Stiftungen „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“ sowie „Umwelt und Naturschutz“ erreichte das gesamte Stiftungskapital im Jahr 2017 eine Höhe von 27 Millionen Euro. Auch im laufenden Jahr 2018 ist eine weitere Aufstockung des Stiftungskapitals in Höhe von zwei Millionen Euro geplant.

Bestandteil des gemeinnützigen Engagements ist die seit 1970 laufende Unterstützung für das Schullandheim Strümpfelbrunn – die Gesamtsumme dieser Förderung beträgt inzwischen rund fünf Millionen Euro. Allein in 2017 wurden insgesamt rund 111.000 Euro für das Schullandheim Strümpfelbrunn aufgewendet. Damit wurden etwa bauliche Instandhaltungsmaßnahmen oder die Sanierung einer Sportanlage ermöglicht.

Ausblick auf 2018
„Konjunkturexperten und -kommentatoren hatten im Jahr 2017 erfreulicherweise gute Gründe, in Teilen fast euphorisch werden zu können“, blickt Schulte auf Entwicklung und Lage der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr zurück. Arbeitsmarktzahlen, Konjunkturindikatoren und Branchen-Indizes oder etwa Exportrekorde gäben auch mit Blick auf das neue Jahr 2018 berechtigten Anlass, „im Augenblick sehr positiv gestimmt“ sein zu können. Daran sei nichts Falsches.

Man dürfe nur darüber nicht den Blick auf die enormen Herausforderungen verlieren, mahnt Schulte, oder gar glauben, wirtschaftlicher Erfolg sei dauerhaft ohne verstärkte Anstrengungen zu erzielen. Das gelte für die gesamte Wirtschaft Deutschlands wie in besonderem Maße für die Finanzbranche. Denn gerade diese stehe vor „großen Umbrüchen“, so Schulte.

„Die Kreissparkasse Ludwigsburg aber hat das Potenzial und ein hoch motiviertes Team, um auch das Geschäftsjahr 2018 zusammen mit den Kunden zu einem erneut sehr erfolgreichen Jahr machen zu können“, blickt ihr Vorstandsvorsitzender zuversichtlich in die Zukunft.

Dieter Wizemann: „Digitalisierung gewinnt immer mehr an Dynamik“
Vorstandsmitglied Dieter Wizemann betonte, dass „Digitalisierung immer mehr an Dynamik gewinnt“. Kunden erwarteten heutzutage von ihrem Finanzdienstleister, „dass die Produkt-, Service- und Kommunikationspalette mit großer Selbstverständlichkeit um digitale Angebote auf allen Ebenen erweitert wird.“

Die Kreissparkasse Ludwigsburg sei längst Multi-Kanal-Bank und biete demzufolge, „ergän-zend zu allen klassischen Formen und Instrumenten der Information und der Beratung“, ein sehr breites digitales Angebot. „Um die Fokussierung auf die Chancen der Digitalisierung zu intensivieren haben wir für uns jüngst eine ‚Digitale Agenda‘ formuliert“, so Wizemann; diese werde helfen, weitere Potenziale strukturiert und damit schneller und noch effektiver nutzbar zu machen. Im Interesse der Kunden.

Fast alle Kunden nutzten mittlerweile PC, Laptop, Tablet oder Smartphone, um online ihre Bankgeschäfte zu erledigen. Nicht selten über Sparkassen-Apps, die zu den besten ihrer Art in Deutschland gehören. Dieser starke Trend spiegle sich, so Wizemann, auch in den Online-Kennzahlen der Kreissparkasse wider.

Zahlen belegen steigendes Interesse an Online-Banking
Beim Blick auf die Mehrjahresentwicklung zeigt sich deutlich, wie stark die Digitalisierung voranschreitet. So lag die Zahl der Online-Banking-Teilnehmer bei der Kreissparkasse Ludwigsburg im Jahr 2015 noch bei rund 105.000. Binnen Jahresfrist stieg diese bis Ende 2016 auf insgesamt rund 116.000. Und auch im Geschäftsjahr 2017 setzte sich der enorme Anstieg fort: 7.000 neue Online-Banking-Teilnehmer sind hinzugekommen und schrauben die Gesamtzahl auf insgesamt rund 123.000 – was allein im vergangenen Jahr einer Zunahme von fast sechs Prozent entspricht.

Dementsprechend nehme die Zahl der online geführten Girokonten – genutzt für private oder geschäftliche Zwecke – ebenfalls stark zu, so Wizemann. Im Jahr 2015 lag deren Gesamtzahl noch bei rund 118.000. Bis Ende 2016 war die Zahl auf rund 129.000 angewachsen. Das Geschäftsjahr 2017 schließlich brachte eine erneute Steigerung der Gesamtzahl um mehr als fünf Prozent auf insgesamt knapp 137.000. Die Quote der online geführten Girokonten habe damit im vergangenen Geschäftsjahr 57 Prozent erreicht.

Ähnlich rasant haben sich im gleichen Betrachtungszeitraum die Login-Zahlen entwickelt. Im Jahr 2015 lag deren Gesamthöhe noch bei rund 16 Millionen. Während des Jahres 2016 nahm dieser Wert um fast 2,5 Millionen auf insgesamt 18,5 Millionen Logins zu. Im Geschäftsjahr 2017 steigerte sich diese Zahl um weitere 5,3 Millionen Logins auf insgesamt rund 23,8 Millionen. „Um fast 30 Prozent also haben allein die Login-Zahlen binnen eines Jahres zugelegt“, unterstrich Wizemann. Das zeige eindrucksvoll, so Wizemann, dass sowohl die Anzahl der digitalen Nutzer als auch die Nutzungsintensität sich sehr dynamisch entwickle.

Diese Kunden wickeln ihre laufenden Bankgeschäfte weitgehend online ab. Fast jeder Kunde, der sein Konto online führt, nutze auch das elektronische Postfach und habe dadurch eine strukturierte und sichere Verwahrung aller Schriftstücke. „Auch für das sichere Internet-Bezahlverfahren ‚Paydirekt‘ sind zwischenzeitlich knapp 45.000 Online-Banking-Teilnehmer registriert“, betont Wizemann.

Volumen der Gelder auf Online-Konten steigt
„Ein weiterer ganz starker Indikator für die Intensivierung des digitalen Bankings ist das Gesamtvolumen der Gelder, die auf Online-Konten liegen“, so Wizemann. Im Jahr 2015 betrug die Gesamtsumme dieser Gelder noch rund 801 Millionen Euro. 2016 brachte eine vergleichsweise kleine Steigerung auf rund 803 Millionen Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017 hingegen stieg das Gesamtvolumen rasant an: auf insgesamt 850 Millionen Euro – das entspricht einer Steigerung von fast sechs Prozent.

„Wir bleiben mit unserem Filialnetz in der Fläche präsent“
Als Finanzinstitut könne man ganz generell, so Wizemann, langfristig nur dann erfolgreich bleiben, wenn man ein zentrales Ziel immer fest im Blick habe: den Kundennutzen. Den müsse man stiften, auf vielfältige Arten, täglich. „Erwartungen und Verhalten der Kunden ändern sich“, so Wizemann, „unser Auftrag als Finanzinstitut besteht darin, diese Veränderungen zu erkennen und individuell nach den einzelnen Kundenerwartungen zu gestalten.“

Die Stärke der Kreissparkasse Ludwigsburg sei, so Wizemann, die bedarfsgerechte und individuelle Verknüpfung von persönlichem Service und persönlicher Beratung mit dem digitalen Angebot. „Jeder Kunde findet in gut erreichbarer Entfernung eine Filiale, in der er sich persönlich und kompetent beraten lassen kann. Dieses Angebot gehört zum Markenkern der Sparkasse und rechtfertigt auch in Zukunft ein flächendeckendes Filialnetz“, erläutert Wizemann. In den Filialen biete die Kreissparkasse ihren Kunden von 08:00 bis 20:00 Uhr persönliche Beratung – oder sogar, falls der Kunde das wünsche, bei ihm zu Hause. „Es ist diese persönliche Nähe“, so Wizemann, „die uns von den meisten anderen Banken unterscheidet. Das wird auch so bleiben.“

„Diesen Unterschied lebt und gestaltet die Kreissparkasse kundenorientiert und innovativ“, so Wizemann. Das zeige allein der Blick auf die mittlerweile umfassenden Angebote im digitalen Bereich. Dabei ersetze Digital-Banking gerade nicht den persönlichen Austausch. Das Gegenteil sei der Fall. „Denn beide Welten ergänzen sich geradezu komplementär und fließen etwa in der Beratungspraxis ineinander über“, betont Wizemann.

Blicke man etwa auf das Kundenverhalten bezüglich der Besuche in Filialen, so zeige sich ein deutliches Bild. „Unsere Kunden besuchen im Durchschnitt einmal pro Jahr eine Filiale, gehen aber fast 200-mal via Smartphone online, um sich zu informieren oder gleich Bankgeschäfte zu erledigen“, sagt Wizemann. Die Kunden würden gewissermaßen „mit den Füßen beziehungsweise mit PC, Laptop, Tablet oder Smartphone abstimmen“, erläutert Wizemann.

Diesen Entwicklungen müsse die Kreissparkasse Rechnung tragen. Die Neuausrichtung des Filialnetzes tue dies. Ende 2017 betrug die Gesamtzahl der Filialen der Kreissparkasse Lud-wigsburg 102. Davon waren 72 personenbesetzt und 30 reine SB-Filialen. „Zwar hat es bezüglich der Gesamtzahl einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (109) gegeben, doch gilt für die Kreissparkasse unverändert: Wir bleiben mit unserem Filialnetz in der Fläche präsent“, betont Wizemann. Kein anderer Finanzdienstleister im Landkreis unterhalte ein so dichtes Filialnetz wie die Kreissparkasse beziehungsweise biete einen so hohen technischen Ausstattungsgrad an. Den Kunden stünden insgesamt 118 Geldautomaten und 79 Kontoserviceterminals zur Verfügung.

Den unverändert hohen Stellenwert, den das Filialnetz bei der Kreissparkasse habe, könne man, so Wizemann, auch an den Investitionen erkennen, die jährlich getätigt werden. Allein in den drei Jahren von 2015 bis einschließlich 2017 habe die Kreissparkasse knapp 36,5 Millionen Euro in ihr Filialnetz investiert. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017 betrug die gesamte Investitionssumme für den Neu- oder Umbau von Geschäftsstellen nahezu 10,5 Millionen Euro. Für das kommende Jahr 2018 sind knapp 18 Millionen Euro an Investitionen geplant.

„Mitarbeiter sind die zentrale, tragende Säule der Kreissparkasse“
„Kundenzufriedenheit, erreicht durch Kompetenz in Service und Beratung sowie einem sehr hohen Qualitätsbewusstsein, muss täglich neu und täglich hart von den Mitarbeitern erarbei-tet werden. Sie sind die zentrale tragende Säule der Kreissparkasse“, unterstreicht Wizemann. Zum Ende des Jahres 2017 waren insgesamt 1.532 Mitarbeiter bei der Kreissparkasse Ludwigsburg beschäftigt, darunter 92 Auszubildende. Die Ausbildungsquote betrug Ende 2017 rund sechs Prozent. Mit Blick auf den im Herbst beginnenden neuen Zyklus plane man eine Erhöhung der Ausbildungszahlen – bis zu 45 jungen Menschen sollen dann ihren Ausbildungsweg bei der Kreissparkasse beginnen können.

Die Kreissparkasse Ludwigsburg zählt damit nicht nur unverändert zu den größten Ausbil-dungsbetrieben im Landkreis, sondern auch zu den größten Arbeitgebern.

„Dauerhafte Weiterbildung unerlässlich“
„Das Wissen von heute ist morgen schon veraltet“, betont Wizemann und führt weiter aus: „Deshalb ist dauerhafte Weiterbildung unerlässlich.“ Dafür wendet die Kreissparkasse erhebliche Mittel auf. Allein im Geschäftsjahr 2017 betrug das dafür aufgewendete Gesamtvolumen knapp 800.000 Euro. Die Mitarbeiter haben ihr Wissen an insgesamt rund 3.000 Weiterbildungstagen erweitert.

Thomas Raab: „S-International erweitert Partnerkreis und geht an die Spitze der Anbieter“
Anfang 2016 gründeten die Kreissparkasse Heilbronn und Ludwigsburg das Gemeinschaftsunternehmen S-International Baden-Württemberg Nord GmbH & Co. KG. Zwei Jahre später, Anfang 2018, erweitern sechs neue Partner die S-International, die dadurch, nach den Worten von Thomas Raab, Vorstandsmitglied bei der Kreissparkasse Ludwigsburg, „an die Spitze der Anbieter in unserer Region geht und die Leistungsfähigkeit im Auslandsgeschäft deutlich und nachhaltig ausbaut.“

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages und dem Starttermin am 1. Januar 2018 gehören der S-International – zusätzlich zu den beiden „Gründungs-Kreissparkassen“ Heil-bronn und Ludwigsburg – nun die Kreissparkasse Waiblingen sowie die Sparkassen Heidelberg, Rhein Neckar Nord, Schwäbisch Hall-Crailsheim, Neckartal-Odenwald und Hohenlohekreis an. Kunden der S-International finden an jedem der acht Standorte Berater vor Ort. Rechnet man die aktuellen Bilanzsummen aller acht Partner zusammen, kommt man auf ein Gesamt-Volumen von rund 45 Milliarden Euro.

Den zentralen Grund für die Erweiterung sieht Raab in der stetig wachsenden Bedeutung des internationalen Geschäfts – und der daraus resultierenden steigenden Nachfrage der Firmen in der Region nach Produkten und Dienstleistungen rund ums Auslandsgeschäft. Dabei seien, so Raab, „kleine Firmen genau so willkommen wie große“.

Zum umfassenden Portfolio zählten etwa die Hauptgeschäftsfelder Auslandszahlungsverkehr, das Dokumentengeschäft und die Finanzierung, um nur einige Beispiele zu nennen. Ende des Jahres 2017 betreuten die beiden Partnern Heilbronn und Stuttgart zusammen rund 2.000 Kunden und hatten im Auslandszahlungsverkehr ein Gesamtvolumen von rund einer Milliarde Euro umgesetzt (Ende 2016 hatte dieser Wert noch bei rund 996 Millionen Euro gelegen).

Auch im Bereich Dokumentengeschäft gelang es den beiden Partnern ihren Umsatz von rund 73 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016 um fast 44 Prozent auf insgesamt rund 105 Millionen zu steigern.

Sehr deutlich fiel zudem die Steigerung im Geschäftsfeld Finanzierung aus: dort erzielte das Gemeinschaftsunternehmen im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von rund 35 Millionen Euro und steigerte diesen 2017 um fast 30 Prozent auf ein Volumen von rund 45 Millionen Euro.

Blickt man auf das Bestandsvolumen an Derivaten, so haben die Auslandsexperten der S-International das Volumen von 617 Millionen Euro (in 2016) binnen Jahresfrist um fast 2,5 Prozent auf insgesamt 632 Millionen Euro erhöht.

„Macht man sich klar“, so Raab, „dass mit der Erweiterung um sechs neue Partner die Anzahl der Kunden um rund 3.200 anwächst, kann man sich die künftigen Umsatzvolumina und die erheblich vergrößerte Bedeutung des Auslandsgeschäfts vorstellen.“

Anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien
„Das Jahr 2017 war von anhaltend hoher Nachfrage nach Wohnimmobilien geprägt“, sagt Thomas Raab. Die Experten der Kreissparkasse gehen davon aus, dass sich die hohe Nachfrage auch im laufenden Jahr 2018 fortsetzen wird.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Im Kern sei es aber relativ einfach, so Raab. Der Landkreis Ludwigsburg sei sehr attraktiv, für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, erlebe Jahr für Jahr hohe Zuzugsraten und biete überdurchschnittlich hohe Einkommensmöglichkeiten. Hinzu komme generell ein für den Immobilienmarkt günstiges Zinsumfeld und die Tatsache, dass in manchen Kommunen Wohnraum knapp werde.

Das spiegle sich auch in der Zahl der von den Immobilien-Experten der Kreissparkasse Ludwigsburg in 2017 vermittelten Objekte wider. „Wir haben an jedem Tag einen Wohntraum erfüllt“, so Raab „und im Jahr 2017 insgesamt 329 Objekte vermittelt.“

„Mit fast 507 Millionen Euro haben wir in 2017 ein wesentlich höheres Volumen im Bereich Baufinanzierung / Neugeschäft erreicht als im Vorjahr“, sagte Raab. Pro Arbeitstag sei ein Volumen von rund 2 Millionen Euro ausgereicht worden. 2016 betrug das Gesamtvolumen noch rund 433 Millionen Euro. „Die Steigerung um rund 17 Prozent zeigt, dass das Interesse an Immobilien unverändert hoch ist“, so Raab.

Im professionellen Immobilien-Bereich sei „das Ergebnis, dass die Kreissparkasse erwirtschaftet hat, geradezu explodiert“, so Raab. Im Jahr 2017 erzielte die Kreissparkasse ein Volumen von rund 923.000 Euro. 2016 waren es noch rund 532.000 Euro gewesen – eine Steigerung von mehr als 73 Prozent. Hierfür verantwortlich sei, so Raab, das neue Geschäftsfeld „Großinvestoren“ gewesen. In diesem Bereich könne die Kreissparkasse ihren Kunden ausgesuchte Immobilienprojekte anbieten, auch an überregionalen Standorten.

Nach Einschätzung von Raab sind die Rahmenbedingungen günstig dafür, dass die gute Geschäftslage im Immobilienbereich auch in 2018 anhalten wird, „zumal die konjunkturellen und unternehmerischen Indikatoren ein weiteres Wachstumsjahr erwarten lassen.“ Die gut laufende Konjunktur kurbele die Kreditvergabe an Unternehmen geradezu an, weil die positive Auftragslage viele Unternehmen dazu animiere, kräftig zu investieren. Das zeige sich auch im Immobilienbereich.

Existenzgründungen schaffen deutliches Plus an Arbeitsplätzen
„Brummt die Wirtschaft, erlahmt die Bereitschaft zur Existenzgründung, lautet eine häufig zu lesende Kausalität“, sagt Raab. Die Bilanz unserer Experten für das Geschäftsjahr 2017 bestätigt diese Einschätzung nicht auf der ganzen Linie. Im Gegenteil. Zwar liege die Zahl der Anfragen bei der Kreissparkasse im Jahr 2017 mit insgesamt 101 deutlich unter dem Wert des Vorjahres (in 2016 waren es 138 gewesen). Und auch die Zahl der Neugründungen hat um 13 auf 22 im Jahr 2017 abgenommen. Doch konnte das Finanzierungsvolumen um fast sechs Prozent von rund 7,8 Millionen Euro (in 2016) auf rund 8,3 Millionen Euro im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017 gesteigert werden. Zudem gab es, so Raab, „bei der Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze ebenfalls eine markante Steigerung, und zwar von 166 auf 246.“ Was einmal mehr zeige, dass Existenzgründungen heute den Arbeitsplätzen von morgen den Weg ebnen.

S-Wagnis- und Beteiligungskapital GmbH
Die mit 24,5 Millionen Euro ausgestattete S-Wagnis- und Beteiligungskapital GmbH hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 gestaltet. Bei der Anzahl der Beteiligungen gab es einen kleinen Zuwachs von 29 auf insgesamt 30 zu verzeichnen. Deutlicher fiel die Steigerung beim Beteiligungsvolumen aus: das lag im Jahr 2016 noch bei rund 15,3 Millionen Euro und betrug Ende 2017 rund 16,5 Millionen Euro. „Dass die Erfolge trotz stetig zunehmender Wettbewerbsintensität zunimmt, spricht sehr für die Qualität der S-Wagnis“, so Raab.

Leasing übertrifft eigene Erwartungen, das Fördermittelgeschäft erzielt Rekord
Auch im Bereich Leasing ist es den Experten der Kreissparkasse gelungen, das Geschäftsjahr 2017 quer durch alle Leasingsparten erfolgreich zu gestalten und die selber gesteckten Ziele „deutlich zu übertreffen“. Bei der Stückzahl etwa gelang eine Steigerung um 61 auf insgesamt 355. In allen Leasingsparten, wie etwa Nutzfahrzeuge, Personenkraftwagen, Maschinen oder Immobilien, ist die Kreissparkasse nach den Worten von Raab „gut positioniert“.

Mit dem Gesamtvolumen von rund 120 Millionen Euro beim Fördermittel-Neugeschäft ist es der Kreissparkasse Ludwigsburg im Jahr 2017 gelungen, das Vorjahresvolumen in Höhe von rund 90 Millionen Euro „sehr deutlich zu übertreffen, ja, damit sogar einen neuen Rekord zu erzielen“, sagt Raab. Der Ausblick auf das Jahr 2018 fällt nach Einschätzung von Raab deshalb positiv aus, „weil die neue Digitalisierungs- und Innovationsförderung von Bund und Land attraktive Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen.“

Individualität ist die Richtschnur für Private Banking und Wealth Management
„Eine steigende Zahl vermögender Kunden sucht und schätzt nicht nur Diskretion und Kompetenz, gerade diese Kunden wollen vor allen Dingen völlig individuelle Antworten auf ihre Vermögensfragen, die sich häufig aus komplexen Zusammenhängen ergeben“, beschreibt Thomas Raab den generellen Hintergrund, vor dem die beiden Bereiche Private Banking und Wealth Management der Kreissparkasse Ludwigsburg arbeiten.

Auch in Zukunft bleibe dieser Markt, so Raab, „weiterhin attraktiv“. Das biete der Kreissparkasse enorme Chancen. Zumal „in einem Landkreis, in dem überproportional viele wohlhabende und vermögende Menschen leben“, sagt Raab. Der demografische Wandel würde, so Raab, sich zudem auswirken. Hier sei etwa an das Stichwort „Erbengeneration“ zu denken.

Für das Private Banking und das Wealth Management war das Jahr 2017 „ein wirklich gutes“, resümiert Raab. Das Kundengeschäftsvolumen beider Bereiche zusammengerechnet lag Ende 2017 bei rund 1,8 Milliarden Euro und damit um rund 200 Millionen Euro höher als noch in 2016.