Ludwigsburger Rumpfteam weiter auf Talfahrt

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07 unterliegt beim TSV Crailsheim 1:2

Auch an diesem Wochenende musste das Trainerteam Antonino Carneiro und Roman Kasiar wieder mit einem Rumpfaufgebot auskommen. Das Aufgebot für das Spiel beim Spitzenteam in Crailsheim bestand zu einem Drittel aus Spielern der U23, ein echter Stürmer fand sich gar nicht in der Startelf der Schwarz-Gelben. Aufgrund dieser Tatsachen waren die Crailsheimer natürlich haushoher Favorit.

Direkt nach dem Anpfiff schien sich dies direkt zu bestätigen – schlampiger Rückpass auf Keeper Maximilian Hübsch, dieser wird direkt bedrängt und verliert den Ball an einen Crailsheimer, diese spielen noch locker zweimal quer und Daniele Hüttl schiebt mühelos ein zum 1:0 nach 52 gespielten Sekunden. Doch das Fuchshofteam spielte heute mutig nach vorne, in der 3. Minute ein guter Pass von Melik Ersin, doch Juan Jimenez Santacruz bringt den Ball vor dem Tor nicht unter Kontrolle und in der 5. Minute schießt Rui Taigo knapp am Tor vorbei.

Crailsheim präsentiert sich erstaunlich passiv, erst in der 22. Minute wieder ein Torschuss, erneut durch Hüttl, aber knapp vorbei. In der 25. Minute schläft die 07-Defensive jedoch erneut, langer Einwurf der Gastgeber, dieser wird verlängert und am langen Pfosten schaffen es drei Schwarz – Gelbe nicht, Kapitän Hannes Wolf am Kopfball zu hindern – 2:0. Für die Hohenloher wie ein Lottogewinn. Nach vorne kaum etwas getan und dennoch klar in Führung. 07 spielt weiter tapfer nach vorne, vor allem Rui Taigo ist von seinem Gegenspieler Rudolph Krebs kaum zu stellen. Nach Flanke von Taigo scheitert Freddy Scheuber erstmals, er schießt am langen Eck vorbei. Übers Tor geht ein Kopfball von Georgius Doufas nach einer Ecke in der 34. Minute. In der 37. Minute ist es dann soweit, nach einer Notbremse gegen Taigo muss der überforderte Craislheimer Krebs mit Rot vom Platz, den Freistoß aus 17 Metern verwandelt Kapitän Asilhan Yildiz, leicht abgefälscht, ins lange Eck zum 2:1 Anschlusstreffer in der 39. Minute. Nun spielte nur noch 07 – ein Schuss von Yildiz geht in der 43. Minute knapp vorbei. So ging es mit einer schmeichelhaften Führung für die Gastgeber in die Pause.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild – 07 im Vorwärtsgang, gleich in der 48. Minute die Riesenchance für Scheuber, dieser taucht frei vor TSV – Keeper Thomas Weiss auf, dieser kann jedoch per Fußabwehr klären, Taigo bringt den Ball erneut in die Mitte – diesmal schießt Scheuber am kurzen Eck vorbei. Die große Chance zum Ausgleich war dahin. Die Gastgeber taten nun nach vorne gar nichts mehr, standen aber immerhin sicher hinten drin und klare Torchancen gab es kaum noch. Erst in der 71. Minute wieder, als Taigo mal wieder durch ist, er schießt jedoch fast von der Grundlinie noch aufs Tor und trifft nur den Außenpfosten, ein Rückpass wäre hier erfolgversprechender gewesen. Mit zunehmender Spielzeit lassen bei 07 nun die Kräfte nach und die Gastgeber kommen zu dem einen oder anderen Konter. Als bei 07 in der 87. Minute der eingewechselte U23 – Spieler Aykut Sahbaz nach einer Grätsche von hinten ebenfalls mit Rot vom Feld musste war das Spiel gelaufen. Der Crailsheimer Tamas Herbaly hätte in der 89. Minute das Spiel entscheiden können, schoss aber nach einem Konter übers Tor. So blieb es bis zum Schlusspfiff des guten Schiedsrichters Mai Knaak beim glücklichen 2:1 Sieg für die Gastgeber.

Obwohl man auch das sechste Spiel hintereinander nicht gewinnen konnte gibt die Leistung im Siebenbürg Stadion Anlass zur Hoffnung. Äußerst glücklich gewannen die Gastgeber, das räumten auch die meisten fairerweise ein. Beide Tore waren Geschenke der Ludwigsburger Abwehr die niemals passieren dürfen. Nach vorne spielte man aber diesmal mutig, konnte aus fast 60 Minuten Überzahl aber leider nicht mehr als ein Tor machen.

Immerhin spielte man diesmal zahlreiche Chancen heraus – allein mit der Verwertung haperte es. Crailsheims Keeper Weiss ebenfalls mit einem starken Spiel, pflückte jede hohe Flanke herunter und verhinderte den Ausgleich durch Scheuber. So musste man ohne Punkte die Heimreise antreten, die Leistung des „letzten Aufgebots“ war aber bis auf die Aussetzer bei den Gegentoren durchaus gut. Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf einem Heimsieg am nächsten Wochenende gegen den TSV Schwaikheim.