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StartWirtschaftErfreulicher Anstieg der Kundeneinlagen

Erfreulicher Anstieg der Kundeneinlagen

WirtschaftErfreulicher Anstieg der Kundeneinlagen

Erstmals über 9 Milliarden Euro bei Kundeneinlagen

  • Das im Landkreis marktführende Finanzinstitut stellt vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 vor
  • Kreditvolumen und Kundeneinlagen wachsen
  • Mit Verlauf und Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist die Kreissparkasse „zufrieden“
  • Wirtschaftlicher Erfolg ist Basis für umfangreiches gemeinnütziges Engagement

Erfreulich für den Gesamtvorstand, der gemeinsam die ersten noch vorläufigen Zahlen zum Jahresanfang präsentierte, ist die Gesamtschau des Geschäftsjahres 2023 bei der Kreissparkasse: „In Summe überwiegt das Positive deutlich und hat uns ermöglicht, weiter auf dem Erfolgsweg geblieben zu sein. Basis unseres Erfolgs ist das Vertrauen der Kunden, das sich in vielen positiven Zahlen ausdrückt“, sagte Schulte auch im Namen seiner beiden Vorstandskollegen Thomas Raab und Thomas Geiger. 

Zeichen des Vertrauens: Anstieg der Kundeneinlagen, Zunahme bei Privatgirokonten

Ein wichtiger Indikator für Kundenvertrauen ist die Gesamtzahl der Privatgirokonten. „Die kennt seit Jahren nur eine Richtung: nach oben“, hob Schulte hervor. Hatte diese Zahl Ende 2022 noch bei rund 241.870 gelegen, so wuchs sie bis Ende des Vorjahres auf eine Summe von rund 246.130 an und übertraf den Vorjahreswert um knapp 4.300.

„Die Leistungsfähigkeit, die unsere Kundinnen und Kunden von uns erwarten, konnten wir vielfach unter Beweis stellen“, sagte Schulte. Das macht sich auch bei den Einlagen unserer Kunden bemerkbar. So hat im zurückliegenden Geschäftsjahr das Gesamtvolumen der Kundeneinlagen um rund 169 Millionen zugenommen. Ende 2023 betrug das Gesamtvolumen der Kundeneinlagen erstmals 9,00 Milliarden Euro und lag damit 1,9 Prozent über dem Vorjahreswert (8,83 Milliarden Euro). 

In 2023 sind aber nicht nur die Kundeneinlagen deutlich gestiegen: „Auch beim Kreditvolumen verzeichneten wir einen Zuwachs“, sagte Schulte. Ende des Jahres 2023 betrug das Kreditvolumen rund 7,40 Milliarden Euro und lag damit um 138 Millionen Euro oder 1,9 Prozent über dem Wert des Geschäftsjahres 2022 (7,26 Milliarden Euro).

„Ein weiteres besonderes Highlight im Jahr 2023 war der Absatz von LBS-Bausparverträgen, hier konnten wir zum 7. Mal in Folge ‚Jahressieger‘ werden, dies bedeutet, dass keine andere Sparkasse im Geschäftsgebiet (Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland Pfalz) der LBS Süd im vergangenen Jahr mehr Bausparverträge verkaufen konnte“, sagte Schulte. „Das haben wir gemeinsam mit unserem LBS-Außendienst erreichen können.“ Im gesamten Jahr 2023 habe die Kreissparkasse 2.095 provisionsrelevante LBS-Bausparverträge mit einem Bausparvolumen von über 233 Mio. Euro verkauft, so Schulte. Und im Gesamtgeschäft habe man mit einem Volumen von rund 265 Millionen Euro ebenfalls den Platz 1 bei der LBS Süd belegt.

Kennzahlen belegen Stärke und Wachstum

„Die Bilanzsumme der Kreissparkasse Ludwigsburg betrug Ende 2023 insgesamt 12,21 Milliarden Euro“, sagte Schulte, „und hat damit den Vorjahreswert von 12,09 Milliarden Euro um 126 Millionen Euro übertroffen. Dieser Anstieg entspricht einer Zunahme von 1,0 Prozent.

„Unsere Kennzahlen belegen Stärke und Wachstum“, fasste Schulte die Gesamtentwicklung zusammen und sagte weiter: „Dies ist ein Trend, der seit vielen Jahren besteht und die hervorragende Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestätigt.“

Jahresergebnis bleibt auf hohem Niveau

Beim Blick auf das Jahresergebnis zeigt sich nach den Worten von Schulte „ein wirklich erfreuliches Bild, denn es bleibt auf hohem Niveau“, sagte Schulte. 2021 hatte dessen Volumen 17,99 Millionen Euro betragen. Ende des Jahres 2022 betrug sein Gesamtwert 18,0 Millionen Euro. „Dieses Volumen konnten wir auch im Geschäftsjahr 2023 erzielen und freuen uns über diesen Erfolg“, sagte Schulte.

Geschäftsfeld „Vermögensverwaltung Wertpapiere“

„Die Bilanz des Aktien-Börsenjahres 2023 fällt positiv aus“, so Schulte. Anleger sahen sich, so Schulte, „zwar mit Aktien erheblichen Schwankungen konfrontiert, doch zeigt der deutsche Leitindex DAX seit Jahresbeginn 2023 in Summe mit über 20 Prozent einen markanten Zuwachs“. Die Auswirkungen des veränderten Zinsumfeldes könne man, so Schulte, auf eine einfache Formel bringen: „Der Zins ist zurück, der Rentenmarkt ist wieder interessant geworden.“

Bei der Kreissparkasse verlief das Wertpapiergeschäft „in Summe sehr zufriedenstellend“, so Schulte. Betrug das Volumen der WP-Käufe im Geschäftsjahr 2022 rund 652 Millionen Euro und das der Verkäufe 391 Millionen Euro, so liegt der WP-Kauf-Gesamtwert mit 699 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert. Die Summe der WP-Verkäufe war mit 330 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

Zunahme verzeichnete das Volumen in der Vermögensverwaltung: das stieg von rund 431 Millionen Euro (in 2022) auf rund 460 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr 2023. „Insgesamt hat uns auch das Geschäftsfeld ‚Vermögensverwaltung – Wertpapiere‘ große Freude gemacht, so Schulte.

„Gemeinnütziges Engagement hilft Hunderten von Projekten und stärkt die Lebensqualität im Landkreis“

„Gerade in bewegten Zeiten, in denen so vieles auf dem Prüfstand steht, sind die Menschen im Landkreis froh, wenn ihnen gute Dinge erhalten bleiben, die auf das Konto ihrer Lebensqualität einzahlen“, sagte Schulte. Der Vorstandsvorsitzende des marktführenden Finanzdienstleisters im Kreis verwies in diesem Zusammenhang auf „das sehr umfangreiche gemeinnützige Engagement der Kreissparkasse und ihrer fünf Stiftungen“. Und das auf ganz unterschiedlichen Gebieten wie etwa Bildung, Kunst und Kultur oder Naturschutz. Allein mit der Unterstützung des Breiten- und Spitzensports leiste die Kreissparkasse in der Nach-Pandemie-Ära nach den Worten von Schulte „auch einen wichtigen Beitrag dazu, dass vor allem junge Menschen das in der Corona-Zeit teilweise verloren gegangene Terrain zurückerobern konnten.“

Es waren, nach den Worten von Schulte, „in Summe wieder Hunderte von Projekten, die wir mit Spenden- oder Sponsoringmaßnahmen unterstützt haben.“ Im Jahr 2022 hat die Gesamtzahl geförderter Projekte 546 betragen; bis zum Ende des Jahres 2023 waren es mit 595 Fällen nochmals deutlich mehr.

Insgesamt betrug im Jahr 2023 das Fördervolumen aus Spenden- und Sponsoringmaßnahmen 3,9 Millionen Euro (hierbei sind die getätigten Zustiftungen in Höhe von zwei Millionen Euro eingerechnet) und lag damit auf der gleichen Höhe wie im Jahr 2022.

„Die Stiftungen stehen auf einem soliden Fundament“, so Schulte. Derzeit beträgt das gesamte Stiftungskapital 39 Millionen Euro. Geplant ist in naher Zukunft eine weitere Aufstockung um zwei Millionen auf dann 41 Millionen. „Auf uns können sich die Menschen im Landkreis verlassen, auch in Zukunft“, so Schulte.

Ausblick

Ihre Krisenfestigkeit sowie ihre Fähigkeit, trotz immer komplexer werdenden Herausforderungen über Jahre hinweg erfolgreich agieren zu können, zeichne, so Schulte, die Kreissparkasse aus. „Diese Resilienz werden wir weiter stärken“, so der Vorstandsvorsitzende.

Auf diese Stärke könne der marktführende Finanzdienstleister im Landkreis und seine Kunden bauen. Schulte sagte abschließend: „Seit über 170 Jahren beweisen wir, wie wertvoll Bankgeschäfte von Menschen für Menschen vor Ort sind, da sind wir Überzeugungstäter.“

„Mitarbeiter ebnen der Zukunft den Weg“

Für Thomas Geiger war das Jahr 2023 „deshalb ein ganz besonderes, weil der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Ludwigsburg mich mit Wirkung ab dem 01. Juli als Nachfolger von Dieter Wizemann in den Vorstand gewählt hat.“ Es gab also, so Geiger, bedeutende personelle Weichenstellungen. Die wiederum seien Ausdruck davon, dass es fortlaufend Veränderungen im Team der Kreissparkasse gibt. „Kontinuität des Wandels sozusagen“, betonte Geiger.

Die Kreissparkasse schaffe es dabei sehr erfolgreich, die beiden Komponenten „Kontinuität“ und „Wandel“ personell so auszubalancieren, dass „ständig ein Team auf der Strecke ist, das in der Lage ist, die ehrgeizigen Ziele des marktführenden Finanzdienstleisters Runde für Runde, das heißt konkret Geschäftsjahr für Geschäftsjahr, zu erreichen.“

Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres betrug die Gesamtzahl der Kreissparkassen-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter 1.397, und damit 33 mehr als zum Ende des Jahres 2022 (da waren es 1.364 gewesen).

„Junge Menschen auszubilden, ist Verpflichtung und Vorsorge gleichermaßen“, so Geiger. Die Kreissparkasse gehöre ohnedies zu den größten Ausbildungsbetrieben im Landkreis. „Ende 2023 waren insgesamt 129 bei der Kreissparkasse in Ausbildung und damit 18 mehr als im Vorjahr“, sagte Geiger. Mit einer Ausbildungsquote von über 11 Prozent (Vorjahr rund 9,6 Prozent) liege die Kreissparkasse „über dem Branchendurchschnitt“, so Geiger.

Nach der Ausbildung aber höre die Notwendigkeit des Lebenslangen Lernens nicht auf, wolle man als Finanzdienstleister an der Spitze bleiben, so Geiger. Insgesamt haben die Beschäftigten der Kreissparkasse im Jahr 2023 an rund 3.650 Weiterbildungstagen ihr Wissen erweitert (im Vorjahr waren es noch rund 3.360 gewesen). Im Durchschnitt waren es 3,1 Gesamttage pro Mitarbeiter (Vorjahreswert: 2,9).

„All diese Zahlen bringen zum Ausdruck, dass es die Mitarbeiter sind, die der Zukunft den Weg ebnen“, so Geiger.

Digitale Dynamik bleibt hoch

Beim Blick auf die Frage, wie sich die digitale Dynamik beim Banking weiterentwickeln wird, sieht Geiger „eine klare Richtung: stetige Zunahme.“ Dieser Prognose lasse sich aus verschiedenen Faktoren ableiten, so Geiger.

Zentraler Faktor: das Verhalten der Kunden. „Kunden informieren sich heutzutage über verschiedene Kanäle und wollen die überwiegende Mehrheit ihrer Bankgeschäfte online erledigen“, so Geiger. Hinzu komme, dass digitales Banking ein deutliches Plus an Einfachheit, Flexibilität und Schnelligkeit bietet. Usability spiele dabei eine wichtige Rolle für die Kunden. Das Multi-Kanal-Angebot das Kreissparkassen-Kunden zur Verfügung steht, biete eben, so Geiger eine Vielfalt an Optionen und bedeute kein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-als-auch.

Die digitalen Kennzahlen des marktführenden Finanzinstituts sprechen eine deutliche Sprache, so Geiger. So ist die Gesamtzahl der Logins von rund 52,5 Millionen im Jahr 2021 auf rund 57 Millionen im darauffolgenden Jahr 2022 gestiegen. 2023 brachte eine erneute, deutliche Steigerung auf insgesamt rund 60,5 Millionen Logins im Gesamtjahr. „In drei Jahren also ein Plus von mehr als 15 Prozent“, so Geiger.

Rasanter Anstieg auch bei der Zahl der Online-Banking-Teilnehmer: das waren im Jahr 2021 noch rund 155.600. Ein Jahr später (2022) waren es schon rund 167.400. Das Jahr 2023 ließ die Zahl der Online-Banking-Teilnehmer nochmal stark ansteigen: auf insgesamt rund 178.000. „Diese Zunahme binnen drei Jahren entspricht einem Anstieg von 14,4 Prozent“, so Geiger. Allein von 2022 auf 2023 stieg die Gesamtzahl um fast 10.500 Teilnehmer.

Ebenso ist die Zahl der online-genutzten Privatgirokonten gestiegen. Sie lag im Jahr 2021 bei rund 157.600. Ein Jahr später war sie auf rund 169.700 angewachsen. Zum Ende des zurückliegenden Geschäftsjahres 2023 lag sie bei rund 181.000. Dazu Geiger: „In drei Jahren also ein Anstieg um rund 23.400, was einem Plus von nahezu 15 Prozent entspricht.“

Die Kreissparkasse arbeite stetig weiter an der Ausweitung digitaler Beratung und Services. „Dahin geht die Reise, das ist das, was unsere Kunden von uns erwarten“, so Geiger. Um das zu veranschaulichen, ging Geiger kurz auf den „Ausbau der Funktionalitäten unserer Sparkassen-Card“ ein und verwies in diesem Zusammenhang auf „die neu möglichen Zahlungen im Internet und mehr Zahlungen im Ausland.“

Ausweitung der Social-Media-Aktivitäten

„Wachsende digitale Möglichkeiten schaffen neue Optionen für zielgruppenpräzise Kommunikation“, sagte Geiger. Als Beispiel nannte er die Einführung der „KSKLB_Youngsters“, einem im vergangenen Oktober neu gestarteten Instagram-Account, der das Ziele verfolgt, gerade „bei jungen Zielgruppen die Sichtbarkeit zu erhöhen“.  Ein weiteres Beispiel für die von der Kreissparkasse im Jahr 2023 initiierte Social-Media-Offensive ist ein ganzes Maßnahmenbündel (Schulungen, Posts) zu LinkedIn, das darauf abzielt, „Corporate Influencer“ mehr Möglichkeiten zu schaffen.

Wichtig für Geiger ist der Umstand, dass die Kreissparkasse auf ihren Social-Media-Kanälen seit dem vergangenen Jahr ihre Posts mit Rücksicht auf Menschen mit Behinderung barrierefrei durchführt.

Ein weiteres Instrument, das die Kreissparkasse verstärkt zur Kommunikation einsetzt, ist ihre Podcast-Reihe, die unter der Themenflagge „Bankgeheimnis“ segelt – die dritte Staffel ist bereits in Produktion. „Die Themenbandbreite ist enorm“, so Geiger, „sie zeigt sich darin, wer alles zu Wort kommt: Das reicht vom Anlageexperten über den Kulturschaffenden bis hin zum politischen Mandatsträger“.

„Die Ausweitung unserer Social-Media-Aktivitäten bringt uns Fortschritte, die sich mit Zahlen veranschaulichen lassen“, so Geiger, „so sind unsere Follower-Zahlen bei facebook, Instagram und LinkedIn zum Teil sehr deutlich gestiegen. Bei LinkedIn etwa ist diese von 1.240 auf (im Jahr 2022) auf rund 2.250 im vergangenen Jahr gestiegen. Das gleiche positive Gesamtbild stellen wir bei den Reichweiten der Beiträge fest: alle haben zugelegt, teilweise drastisch. Waren es etwa bei Instagram im Jahr 2022 noch rund 124.000 Personen, die über den Kanal erreicht wurden, so lag diese Zahl Ende 2023 bei rund 442.000. Bei LinkedIn waren es in 2022 noch knapp 1.900 und ein Jahr später 303.000.“ Die Zahlen belegen, so Geiger, den Erfolg der vor Jahresfrist angekündigten Social-Media-Offensive.

Kein anderes Filialnetz so dicht / Investitionen in Gebäude und weitere Bereiche

„Kein anderer Finanzdienstleister in Landkreis bietet seinen Kunden ein so dichtes Filialnetz wie die Kreissparkasse“, betonte Geiger. Insgesamt umfasste zum Jahresende 2023 das Filialnetz 92 Geschäftsstellen, 50 personen-besetzte und 42 SB-Filialen. Den Kunden stehen kreisweit insgesamt 103 Geldautomaten und 67 Kontoserviceterminals zur Verfügung. „Das ist in Summe ein technischer Ausstattungsgrad, den in diesem Umfang kein anderer Wettbewerber vorzuweisen hat“, sagte Geiger.

Für den Gebäudebestand einschließlich der Filialen sowie für die Bereiche „Einrichtung, Banktechnik und EDV“ wendet die Kreissparkasse Jahr für Jahr große Summen auf. Im Jahr 2022 etwa betrug das Gesamtvolumen rund 26,1 Millionen Euro. Die entsprechende Summe im zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 lag mit 23,6 Millionen darunter. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2024 fallen diese Investitionen mit einem Gesamtvolumen von fast 50 Millionen Euro nochmal deutlich höher aus. Grund hierfür: die Arbeiten im Bereich Innenausbau des Schiller-Areals, „das ja“ nach den Worten von Geiger, „in wenigen Monaten eröffnet werden wird“.

Nachhaltigkeit – Umweltkennzahlen

„Der Gedanke an ‚Nachhaltigkeit‘ gehört gewissermaßen zur Gründungsidee der mehr als 170 Jahre alten Kreissparkasse“, begann Geiger seine Ausführungen zu diesem Themenkomplex und machte deutlich, dass „nachhaltiges Denken und Handeln auf sehr vielen verschiedenen Ebenen umgesetzt werde.“ Beispielsweise bei Neubauten.

Neue Bauten der Gegenwart etwa, natürlich auch das Schiller-Areal, folgen den Prinzipien und Vorgaben nachhaltigen Bauens und sind vom ersten Gedanken an in Gebäudezyklen gedacht, um den aktuellen ökonomischen und ökologischen Aspekten gerecht zu werden.

„Mit dem Schiller-Areal wird“, nach den Worten von Geiger, „so nicht nur architektonisch die Attraktivität der Ludwigsburger Schillerstraße erheblich gesteigert.“ Es entstehen „moderne, ansprechende Verkaufsflächen sowie vielfältige Einkaufsmöglichkeiten“. Weitere Pluspunkte des Projekts: Neuer Wohnraum (elf Einheiten mit zusammen rund 1.000 Quadratmetern) sowie Büroeinheiten und Arztpraxen (rund 5.100 Quadratmeter) „an einem hoch attraktiven Standort“. Eine öffentliche Tiefgarage mit drei Geschossen und nahezu 150 Stellplätzen komplettiert das nachhaltige Projekt.

„Die Kreissparkasse setzt darüber hinaus eine Fülle von Nachhaltigkeits-Zielen erfolgreich um“, so Geiger und verweist auf einige Umweltkennzahlen.

„Das Vorhaben, Strom aus eigenen Photovoltaik-Anlagen zu gewinnen, gelingt uns gut“, so Geiger. Im Jahr 2021 konnten 198.500 Kilowatt-Stunden (kWh) aus PV-Anlagen generiert werden. Ein Jahr später (2022) stieg die produzierte Menge auf 252.650 kWh und im Jahr 2023 waren es sogar 288.850 kWh.

„Ähnlich positiv gestaltet sich die Gewinnung von Energie aus unseren Geothermieanlagen“, sagte Geiger. 2021 konnten auf diesem Wege rund 121.360 kWh gewonnen werden. Im Jahr darauf, also 2022, betrug die Gesamtzahl rund 139.900 kWh. Das Jahr 2023 brachte hier mit rund 135.200 kWh einen leichten Rückgang, „doch wird an diesen Zahlen deutlich, welche Möglichkeiten sich einem nachhaltig denkenden Akteur bieten.

Das beschränke sich nicht nur auf die Gewinnung von Energie, sondern auch auf den Bereich Ressourcenschonung, so Geiger. Ein anschauliches Beispiel sei der Papierverbrauch eines Unternehmens. Bei der Kreissparkasse Ludwigsburg sinke dieser seit Jahren kontinuierlich, so Geiger. „2021 wurden 61 Tonnen Papier verbraucht, 2022 waren es 54 Tonnen und im zurückliegenden Jahr 2023 sank die Zahl erneut auf insgesamt 51 Tonnen“, führte Geiger aus.

„Wir sind als Finanzierungspartner des Mittelstands erste Wahl“

Bevor Vorstandsmitglied Thomas Raab auf die „gerade in schwierigen Zeiten enorm wichtige Partnerschaft zwischen den heimischen Firmen im Landkreis und der Kreissparkasse Ludwigsburg“ einging, äußerte er sich zur allgemeinen Lage der Wirtschaft.

Herausfordernd sei die Lage aktuell aus ganz unterschiedlichen Gründen, so Raab. Die Kriege in der Ukraine und in Israel belasteten nicht nur die internationalen Beziehungen schwer, so Raab. „Die geopolitischen Krisen belasten zudem die Wirtschaft“, sagte Raab. Noch immer drücken Rohstoff- und Energiekosten auf die Stimmung und stellen viele deutsche Unternehmen vor große Probleme. Hinzu kommen die seit Jahren bestehenden Lieferkettenprobleme und die in verschiedenen Branchen anhaltende Konjunkturflaute. „Nach jüngsten Meldungen droht die Zahl der Insolvenzen zu steigen“, so Raab.

Gefordert sei hier auch und vor allem die Politik, so Raab, „und das sowohl auf europäischer, auf bundesdeutscher sowie auf Landesebene.“ Raab weiter: „Gerade kleineren wie mittleren Unternehmen, die ja das Rückgrat insbesondere der baden-württembergischen Wirtschaft bilden, sollte die Politik beim längst begonnenen Transformationsprozess Freiraum und Entlastung geben“, so Raab. Das sei deshalb wichtig, weil die heimische Wirtschaft die ökologische und die digitale Transformation nicht nur prinzipiell unterstütze, sondern befördere. Der Mittelstand brauche dabei, so Raab, „flexible Ausgestaltung statt umfangreicher Regeln, die Wirtschaft fühlt sich ausgebremst statt unterstützt“.

Raab weiter: „Der Mittelstand ist im Transformationsprozess zu nachhaltigen und digitalen Geschäftsmodellen auf solide Kreditfinanzierung angewiesen.“ Die Unternehmen brauchen Finanzierungspartner, die zum einen die Zeichen der Zeit verstehen und zum anderen für Stabilität und Stärke stehen, „so wie es die Kreissparkasse Ludwigsburg im Landkreis verkörpert“, sagte Raab und ergänzte: „Wir sind als Finanzierungspartner des Mittelstands erste Wahl!“

„Starker und verlässlicher Partner“

Die Gesamtzahl der Unternehmen im Landkreis beträgt nach den jüngsten Angaben der IHK  rund 20.950. Bei der Kreissparkasse Ludwigsburg wurden Ende 2023 rund 12.600 Businesskonten geführt – so viel wie bei keinem anderen Finanzdienstleister im Kreis. Gegenüber dem Vorjahr 2022 ist diese Zahl um knapp 300 gestiegen.

Der Blick auf die Marktanteile zeigt, dass die Kreissparlasse mit 41 Prozent deutlich vor dem Wettbewerb liegt. „Seit dem Jahr 2010 verzeichnen wir bei den Marktanteilen ein Plus von sieben Prozent“, so Raab. „Unsere hohe Bedeutung für den Mittelstand lässt sich am Kreditvolumen ablesen. Die Kredite für den Mittelstand betrugen 2022 rund 3,4 Milliarden Euro und im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 rund 3,6 Milliarden Euro.“

Mit dem im Februar 2023 vertrieblich gestarteten „Online-Banking-Business“ im Firmenkundenportal habe, so Raab, die Kreissparkasse eine Plattform geschaffen, die das ganze Finanzmanagement für die Unternehmen an einem Ort konzentriert.“ Nutzer können die Plattform an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr nutzen. Permanent werde am Ausbau von weiteren Online-Anwendungen gearbeitet. „Jüngste Beispiele für Verbesserungen im Laufe des Jahres 2023 sind im Bereich „Kontoführung & Zahlungsverkehr“ die neue Anwendung „ZV-Limitanpassung“ oder im Bereich „Servicefunktionen und Produkte“ die neu hinzugekommenen Anwendungen „Business-Card“, „Avalabruf“, „Digitale Bescheinigungen“ und „S-Gewerbekredit“. „Mit unserem Firmenkundenportal bieten wir unseren Kunden digitalen Service auf Spitzenniveau“, betonte Raab.

„Deutschlands Nummer eins: ‚S-International Baden-Württemberg Nord‘ erweitert Partnerkreis“

Im Jahr 2016 haben die beiden Nachbar-Kreissparkassen Heilbronn und Ludwigsburg mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens „S-International Baden-Württemberg Nord GmbH & Co. KG (SIBWN)“ nach den Worten von Raab „damit begonnen eine echte Erfolgsgeschichte zu schreiben.“ In nur acht Jahren ist „auf dem Boden dieses Erfolgs ein Gigant für das Auslandsgeschäft erwachsen“, so Raab, der seit Mitte 2021 den Vorsitz der Gesellschafterversammlung der SIBWN innehat.

In den Jahren nach 2016 haben sich sukzessive weitere Sparkassen der SIBWN angeschlossen. Bis Ende 2023 ist so ein Gemeinschaftsunternehmen mit 16 Partnern entstanden, das mittlerweile als „das größte Experten-Netzwerk seiner Art in ganz Deutschland gilt“. Doch damit nicht genug: der Wachstumskurs geht weiter: „Mit Jahresbeginn 2024 kommen nochmal fünf neue Partner hinzu“, so Raab und listet diese auf: „Sparkasse Ahrweiler, Sparkasse Mayen, Sparkasse Rhein-Hunsrück, Sparkasse Ravensburg und die Sparkasse Vorderpfalz.“ Damit sind es insgesamt 21 Gesellschaftersparkassen; davon 14 sind in Baden-Württemberg ansässig und sieben in Rheinland-Pfalz.

Rechnet man die Bilanzsummen aller 21 Partner-Sparkassen zusammen, ergibt das ein Volumen von „knapp 130 Milliarden Euro“, so Raab. Das fast 130-köpfige Team der SIBWN kümmert sich an drei Abwicklungs- und 21 Vertriebsstandorten um die Anliegen der Kunden. Wobei nach den Worten von Raab, „uns natürlich kleine Firmen ebenso willkommen sind wie große“.

Die Angebotspalette der SIBWN umfasst ein breites Dienstleistungsspektrum und reicht vom Auslands-Zahlungsverkehr über das dokumentäre Auslandsgeschäft bis hin zu Trade- und Export-Finance. Professionelles Risikomanagement von Zinsen, Währungen und Rohstoffen runden das Angebot ab.

„Das Geschäftsjahr 2023 lässt sich am besten mit einigen Kennzahlen veranschaulichen“, so Raab. So wurden im vergangenen Geschäftsjahr im Auslandszahlungsverkehr (AZV) insgesamt rund 283.000 Transaktionen mit einem Volumen von knapp 8,8 Milliarden Euro abgewickelt. Im Jahr davor waren es noch 252.000 AZV-Transaktionen gewesen mit einem Volumen in Höhe von rund 8,5 Milliarden Euro. Deutlich fiel auch der Anstieg im Bereich „Dokumentäres Auslandsgeschäft und Garantien“ aus: Im Jahr 2022 hatte die SIBWN noch ein Volumen von rund 381 Millionen Euro umgesetzt. Dieser Wert stieg im Geschäftsjahr 2023 auf rund 436 Millionen Euro – und damit um fast 14 Prozent. Im Bereich des Zins-Währungs-Managements (ZWRM) hat die SIBWN mit einer Gesamtsumme von rund 3,6 Milliarden Euro erneut ein hohes Volumen abgesichert und das Rekord-Vorjahresniveau erreicht (Wert in 2022: rund 3,6 Milliarden Euro).

Insgesamt wurde die im Jahr 2022 beginnende Erholung des Außenhandels in der Nach-Corona-Ära im Jahr 2023 wieder eingebremst. „Des Weiteren war im Jahr 2023 zu beobachten, dass sich insbesondere Importe rückläufig entwickelt haben und Lager abgebaut wurden“, so Raab. „Das Wachstum der SIBWN ist hingegen dem Gewinn von Marktanteilen und dem Beitritt neuer Gesellschafter zu verdanken, so dass wir auch für 2024 eine weiterhin positive Entwicklung erwarten.“


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