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Richtfest: Aus Jägerhofkaserne wird JägerhofQuartier

LokalesLudwigsburgRichtfest: Aus Jägerhofkaserne wird JägerhofQuartier

Ludwigsburg.| Die Wohnungsbau Ludwigsburg GmbH (WBL) feierte im JägerhofQuartier mit Stolz und Freude das Richtfest für weitere 85 Wohnungen – dringend benötigter Wohnraum im 2. Bauabschnitt. Ein weiterer Meilenstein, den die WBL gerne mit ihren Gästen teilt.

2019 wurden die Ankaufsverhandlungen mit der BiMA abgeschlossen. Ende 2022 und Mitte 2023 wurden die 76 Wohnungen in den 6 Punkthäusern im Innenhof bezogen und nun kommen weitere 85 Wohnungen hinzu.

„Unsere Verpflichtung zur ‘Daseinsvorsorge’ ist nicht nur ein Auftrag, sondern eine Verantwortung, die wir stolz tragen“. WBL-Chef Andreas Veit betont, dass dies eine zentrale Säule der Unternehmensidentität ist. Die WBL stand vor einer bedeutenden Herausforderung, das Quartier umzusetzen, nachdem die Bundesregierung im Januar 2022 die Bundesfördermittel mit sofortiger Wirkung gestoppt hat. „Trotz dieser Hürde haben wir uns entschlossen, weiterhin alles in unserer Macht Stehende zu tun, um das Projekt erfolgreich zu realisieren.”

Der plötzliche Förderstopp hat für das Bauvorhaben der WBL schwerwiegende Konsequenzen gehabt, wovon allein 1,28 Millionen Euro auf die gestiegenen Baukosten entfallen.

Veit berichtet, dass die Bundesregierung leider nicht für diesen Schaden verantwortlich gemacht werden kann.

Im Dezember 2019 hatten interessierte Bürger nochmals ein Blick in das Kasernengebäude werfen können und waren unter anderem von der Bunkerbesichtigung begeistert. „In diesem Rahmen wurde auch der Siegerentwurf des Architekturbüros Hähnig Gemmeke aus Tübingen der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Konzept sah vor, dass die historischen Mannschaftsgebäude aus den Jahren 1894 – 1903 erhalten bleiben und die momentan unter Putz versteckte Ziegelfassade möglichst weitgehend wieder sicht- und erlebbar wird – dies unter dem Motto einer innovativen Symbiose zwischen Historie und Moderne“, so Achim Eckstein, Leiter des Projektmanagements und Prokurist der WBL.

Das ausgewogene Wohnungsgemenge bietet Wohnraum für alle Generationen. Dabei achtet die WBL auch immer auf eine gute soziale Durchmischung. 50 Wohnungen stehen zum Verkauf. Die Wärmeversorgung des Quartiers erfolgt mittels Fernwärme aus dem Holzheizkraftwerk der Stadtwerke Ludwigburg-Kornwestheim GmbH. Alle Dächer werden mit Photovoltaikmodulen belegt um einen möglichst hohen Stromertrag aus regenerativen Quellen zu erzeugen. Für die Tiefgarage, die sowohl die Bewohner als auch die Gewerbemieter nutzen wird ein „smartes“ Parkierungskonzept entwickelt. Darüber hinaus erhält das Quartier mehrere Stellplätze für ein Carsharingkonzept welches auch den Anwohnern dienen soll.

Selbst die Platanen gehören zum Ludwigsburger Stadtbild. „Wir haben diese imposanten Gewächse mithilfe einer speziellen Großbaumverpflanzungsmaschine ausgraben lassen, zwischengelagert und mittlerweile wieder eingepflanzt“, erläutert Marc Pohlmann, Projektleiter der WBL. Zur Bewässerung der Grünanlagen hat die WBL außerdem drei Zisternen mit einem Gesamtvolumen von 9.600 Liter eingebaut.  Kurze Wege ins quirlige Zentrum der Barockstadt mit seinem vielfältigen Angebot punkten genauso wie der autofreie Innenhof mit grünen Oasen und hoher Aufenthaltsquali­tät.

Vor Ort waren auch Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht, die Bundestagsabgeordnete Dr. Sandra Detzer, die Landtagsabgeordnete Silke Gericke sowie der erste Landesbeamte des Landkreises Ludwigsburg Jürgen Vogt, verschiedene Vertreter der Stadt, das Architekturbüro Hähnig – Gemmeke Architekten BDA Partnerschaft mbB sowie die Fa. Implenia Hochbau GmbH und viele andere Gäste. Alle nutzten die Gelegenheit die Weiterentwicklung des Quartiers zu bestaunen.

Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht lobte das Engagement der Wohnungsbau Ludwigsburg GmbH „Wohnen in Ludwigsburg steht im Zeichen von Erschwinglichkeit und Nachhaltigkeit. Auch im neuen Quartier werden 70 Wohnungen – beeindruckende 43% des Projekts – nach dem Landeswohnraumförderungsgesetz gefördert. Die Verbindung von Neu- und Altbau machen das Aareal besonders attraktiv und spannend“.

„Die Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft sowie der Stadtplanung und der Baugenehmigungsbehörde war hervorragend. Unsere Mission, bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen, bleibt unsere oberste Priorität. Wir hoffen darauf, dass die Bundesregierung in Zukunft ausreichende Förderprogramme bereitstellen wird, um dieses Ziel zu unterstützen“, sagt Veit. „Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden der ausführenden Firmen für die tolle Arbeit bei Wind und Wetter sowie den Nachbarn und Anwohnern für die konstruktive Zusammenarbeit, die durch die Bauarbeiten viel Staub und Lärm erleiden mussten.“

Das JägerhofQuartier wird mit insgesamt 161 Wohnungen sowie einer Tiefgarage mit 213 Stellplätzen, Büroflächen und einer Kindertagesstätte zu einem lebendigen Viertel. 6 Punkthäuser mit insgesamt 76 Mietwohnungen wurden bereits Ende 2022 bzw. Juni 2023 an die Mieter übergeben. Die Fertigstellung des 2. Bauabschnitts ist für Ende 2024 vorgesehen.


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