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Neuer Veranstaltungsrekord beim 24-Stunden-Schwimmen

LokalesFreibergNeuer Veranstaltungsrekord beim 24-Stunden-Schwimmen

Die 338 Teilnehmerinnen und Teilnehmer legen insgesamt 2.301 Kilometer zurück

Freiberg a. N.| Insgesamt 338 Schwimmbegeisterte – so viele wie zuletzt vor neun Jahren – durfte der Schwimmverein SGV Freiberg (SV Freiberg) am vergangenen Wochenende, 23. und 24. September 2023, zur 17. Auflage seines beliebten Freiberger 24-Stunden-Schwimmens in Stadtbad und Stadthalle begrüßen.

 „Wir freuen uns riesig, dass sich so viele von euch zum ersten oder wiederholten Male auf den Weg zu uns nach Freiberg gemacht haben“, so Stefan Dahl, 1. Vorsitzender des SV Freiberg, zum Start des 24-stündigen Schwimm-Events am Samstag um 13 Uhr. „Ich war jetzt schon einige Male bei der Eröffnung dabei, aber ich kann mich nicht erinnern, das Stadtbad gleich zu Beginn schon einmal so voll gesehen zu haben“, fügt Bürgermeister Dirk Schaible, Schirmherr des 24-Stunden-Schwimmens hinzu. „Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieses Wochenende viel Spaß in unserem schönen ‚Bädle‘“. Beide bedankten sich herzlich beim Organisationsteam, allen Helferinnen und Helfern sowie Sponsoren und Partnern. Sie tragen Jahr für Jahr dazu bei, dass dieses besondere Breitensport-Event in Freiberg bezahlbar bleibe und selbst unter schwierigen Bedingungen wie zuletzt Corona oder die Energiekrise angeboten werden könne. Gemeinsam mit Schwimmmeister Attila Hercsuth sprangen das Stadt- und das Vereinsoberhaupt als Erste ins Becken, um die ersten 50 Meter der Veranstaltung zu ziehen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 4 und 80 Jahren legten insgesamt 2.301,250 Kilometer – umgerechnet 92.050 Bahnen im Stadtbad – zurück: ein neuer Veranstaltungsrekord. „Das sind gut 1.000 Kilometer mehr als im Vorjahr und sogar 400 Kilometer mehr als im Rekordjahr 2019“, erklärt Stefan Dahl am Ende des Schwimm-Events erschöpft und zufrieden. „Wir sind dankbar und stolz darüber, dass wir 2023 endlich wieder an unseren Veranstaltungserfolg von vor der Pandemie anknüpfen konnten.“

Auch die Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fiel fast durchweg positiv aus. Die Gäste kamen hauptsächlich aus dem Großraum Stuttgart und Heilbronn. Einige waren auch aus Hessen und Bayern angereist. Die durchschnittliche Leistung pro Schwimmer lag bei gut 6,8 Kilometer und damit nur knapp hinter dem Rekord aus dem Vorjahr (2022) mit 7 Kilometern, jedoch bei einer deutlich geringeren Teilnehmerzahl (183) und entsprechend weniger Betrieb im Wasser.

Zwischen 22 und 6 Uhr, wo das Stadtbad ausnahmsweise einmal die ganze Nacht hindurch hell erstrahlte, wurden 455 Kilometer zurückgelegt. Auch das ist ein neuer Rekord. Ähnlich viel schwammen die Nachteulen zuletzt beim 24-Stunden-Schwimmen vor 10 Jahren.

Ausstellung und Spiel zum Thema Klima-Gerechtigkeit und Nachhaltige Ernährung im Rahmen der „Fairen Woche“

Der Ablauf der Veranstaltung lief gewohnt reibungslos. Wer einmal eine Startkarte erworben hatte, konnte im Stadtbad 24 Stunden lang schwimmen, wann, so oft und so viel man mochte. Pausen waren jederzeit möglich und boten sich an, um sich in der benachbarten Stadthalle mit Maultaschen, Saitenwürstchen, belegten Brötchen oder Kuchen zu stärken und auszuruhen. Als Partnerverein der Stadt Freiberg bei der 2018 gestarteten Kampagne „Fairtrade Town“ bestand die Verpflegung zum Großteil aus fair gehandelten und regionalen Produkten, die mit einem entsprechenden Fairtrade-Siegel ausgezeichnet sind. Da das 24-Stunden-Schwimmen terminlich in die „Faire Woche“ fiel, die das Motto „Fair … und kein Grad mehr!“ trug, konnten die Gäste in der Stadthalle eine Ausstellung zum Thema Klima-Gerechtigkeit besuchen und beim Spiel „Regio-Fair gewinnt … immer!“ ihr Wissen  rund um das Thema „Nachhaltige und regionale Ernährung“ unter Beweis stellen.

In der Stadthalle stand den motivierten Schwimmerinnen und Schwimmern oder Gästen mit besonders weiter Anreise zudem ein großer Ruheraum zur Verfügung. Einige von ihnen nutzten die Nacht jedoch hauptsächlich dazu, um zwischen 22 und 6 Uhr an der Wertung um den Nachtpokal anzutreten und pro geschwommenen Kilometer in der Nacht eine Gutscheinmarke für das reichhaltige Frühstücksbuffet zu sammeln, das der Verein am Sonntagmorgen zwischen 8 und 11 Uhr auftischte.

Urkunden, Medaillen und Pokale in 14 Einzel- und fünf Gruppenwertungen

Alle Teilnehmenden erhielten eine Urkunde über ihre geschwommene Gesamtstrecke. Ab 500 Metern gab es zudem Medaillen in Gold, Silber und Bronze. Für besondere Leistungen verlieh der SV Freiberg bei der abschließenden Siegerehrung in der Stadthalle Pokale und Sachpreise in 14 Einzel- und fünf Gruppenwertungen.

Die längste Einzelstrecke unter den Frauen und die längste Einzelstrecke der gesamten Veranstaltung 2023 legte zum wiederholten Male Cora Heidenreich zurück. Die 19-jährige brachte es in den 24 Stunden auf stolze 54.400 Meter. Unter den Männern machte Florian Müller (Jg. 1974) mit exakt 50.000 Meter das Rennen. In diesem Jahr war die jüngste Teilnehmerin des 24-Stunden-Schwimmens Elisa Blessing (Jg. 2019). Die 4-Jährige schwamm 500 Meter. Als jüngster Teilnehmer legte Gianni Friedrich (Jg. 2018) ebenfalls 500 Meter zurück. Kirsten Dziatzko (Jg. 1957) war mit ihren 65 Jahren die älteste Teilnehmerin und absolvierte 2.300 Meter im Wasser. Günter Nunn sicherte sich mit seinen 80 Jahren und einer Strecke von 2.200 Metern den Pokal als ältester Teilnehmer. Die Pokale in den acht Altersklassen gingen an AK1: Hendrik Wörz (Jg. 2016; 6,5 km), AK2: Amy Blessing (Jg. 2012; 22,1 km), AK3: Michael Kirsch (Jg. 2008; 36,85 km), AK4: Lukas Haiber (Jg. 2001; 36 km), AK5: Michael Schmidmeister (Jg. 1983; 17 km), AK6: Christine Aschauer (Jg. 1973; 40 km), AK7: Matthias Mayer (Jg. 1968; 45 km) und AK8: Thomas Feifel (Jg. 1959; 23,5 km).

Unter 15 Familien sicherten sich die Heidenreichs zum sechsten Mal in Folge den Familienpokal. Die vier Familienmitglieder aus Königsbach-Stein im Enzkreis kamen zusammen auf 89,85 Kilometer. Die Mannschaftswertung gewannen die sieben Mitglieder des Teams Warmduscher Bayern. Sie schwammen insgesamt 198 Kilometer, dicht gefolgt vom Team Warmduscher Baden-Württemberg, das mit ebenfalls sieben Mitgliedern nur 700 Metern weniger schwamm. Dafür konnten die baden-württemberger Warmduscher mit insgesamt 66.850 Metern das Rennen um den Nachtpokal für sich entscheiden.

Die Klasse 4b der Neckarschule in Remseck-Aldingen gewann mit ihren 6 teilnehmenden Grundschülerinnen und Schülern und einer Gesamtstrecke von 47,8 Kilometern einen Pokal und zusätzlich 50 Euro für die Klassenklasse. Der Klassencup für die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 und weitere 50 Euro für die Klassenkasse gingen an die Klasse 5c des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Marbach. Die sechs Schülerinnen und Schüler brachten es zusammen auf 69 Kilometer.

Alle Helferinnen und Helfer konnten eine Schätzung abgeben, wie viele Bahnen 2023 insgesamt geschwommenen werden. Matthias Klee tippte auf 96.250 Bahnen und lag damit nur 4.200 Bahnen über dem tatsächlichen Ergebnis. Auch er erhielt dafür einen Sachpreis.

Der SV Freiberg bedankt sich bei seinen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, der Stadt Freiberg sowie den Sponsoren und Partnern des 17. Freiberger 24-Stunden-Schwimmens: Neben dem Bahnsponsor Mesto, der für jede geschwommene Bahn 1 Cent und somit 920,50 Euro spendete, sind dies BayWa AG, Bistro Papillon, Blüte und mehr, Eiscafé Venezia, Elektro Hesser, Gärtnerei Dötterer, Gebrüder Lomprich (Geloshop), Jump-Inn, Kemmler Electronic, La Plaza, Lissi´s Lädle, Musikfachgeschäft Pro Music, Optik Flegl, WHG Immobilien, Rauschmaier Ingenieure, Rendle Elektrotechnik, Rich & Royal, Schweitzer Chemie, VR-Bank Ludwigsburg und Württembergische Versicherungsbüro Woditsch & Trentowski.

Alle Ergebnisse sind im Internet unter http://sv-freiberg.de/ergebnisse-17-24h-schwimmen/ verfügbar.


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