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Staufermedaille für Harald Pflüger

LokalesWinnendenStaufermedaille für Harald Pflüger

Jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit durch das Land Baden-Württemberg ausgezeichnet

Winnenden.| „Die Feuerwehr ist mein Leben, ich war stets mit Leib und Seele Feuerwehrmann!“, erklärte Harald Pflüger schon 2018 bei seiner offiziellen Verabschiedung als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in den Ruhestand. Ebenso viel Einsatz zeigt er seit vielen Jahren auch für den Erhalt und die Vermittlung von Feuerwehrgeschichte, insbesondere im Feuerwehrmuseum Winnenden. Für seinen außergewöhnlichen Einsatz wurde ihm am 25. Juli im Sitzungssaal des Winnender Rathauses durch Staatssekretär Siegfried Lorek; MdL, die Staufermedaille in Silber überreicht, eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten, die für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung verliehen wird.

„Ehre, wem Ehre gebührt, so könnte man den heutigen Anlass umschreiben“, erklärte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth in seiner Begrüßung im Rathaus. An dem Empfang der Stadt Winnenden zu Ehren von Harald Pflüger nahmen neben Landrat Dr. Richard Sigel zahlreiche weitere Vertreter des Landkreises sowie des Feuerwehrmuseums Winnenden, des Winnender Gemeinderats und der Stadtverwaltung teil. Der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg war sogar durch Präsident Dr. Frank Knödler vertreten. „Sie haben sich seit Ihrem 16. Lebensjahr mit beeindruckendem Elan bei der Freiwilligen Feuerwehr eingebracht, haben ab 1988 als Kommandant die Verantwortung für das Feuerwehrwesen hier in Winnenden übernommen und sich von 2003 bis 2017 auch hauptberuflich dem Schutz der Winnender Bevölkerung verschrieben. Und seit Sie im Ruhestand sind, ruhen Sie ebenfalls nicht, sondern schaffen, schaffen, schaffen für ein ganz besonderes Kleinod, unser Feuerwehrmuseum Winnenden“, führte Oberbürgermeister Holzwarth aus. „Und so freut es mich ungemein, dass Ihr lebenslanges Arbeiten für das Wohl anderer und die Gemeinschaft vom Land Baden-Württemberg mit der Staufermedaille gewürdigt wird!“

Staatssekretär Siegfried Lorek übergibt Staufermedaille

Die Medaille bekam Harald Pflüger von dem aus Winnenden stammenden Staatssekretär und Landtagsabgeordneten Siegfried Lorek überreicht, der diese Aufgabe mit besonderer Freude übernahm, da er als aktiver Feuerwehrmann seit Jahren selbst ein Teil der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden ist: „Harald Pflüger ist ein echtes Urgestein der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden. Mit seinem langjährigen Einsatz im Dienst für seine Mitmenschen ist er nicht nur für junge Feuerwehrleute, sondern auch weit darüber hinaus ein echtes Vorbild. Das habe ich als selbst aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden ganz direkt erlebt. Die Auszeichnung mit der Staufermedaille des Landes hat sich Harald Pflüger redlich verdient.“

Lebenslanger Dienst für die Gemeinschaft

1968 war Harald Pflüger in die Freiwillige Feuerwehr Winnenden eingetreten. Damit nahm eine einzigartige Karriere, geprägt durch große Einsatzbereitschaft im Dienst für den Nächsten, ihren Lauf. Bis seine Zeit im aktiven Feuerwehrdienst 2018 mit der Vollendung seines 65. Lebensjahres endete, übte er seine Aufgabe stets mit gleichbleibend hohem persönlichen Einsatz aus und war nicht nur bei zahllosen Feuerwehreinsätzen in Winnenden und im gesamten Rems-Murr-Kreis helfend dabei, sondern in Ausnahmesituationen mit der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden auch bundesweit im Einsatz, wie beispielsweise 1992 bei der Bekämpfung eines gewaltigen Waldbrands, der die Stadt Weißwasser in Sachsen bedrohte, und 2002 beim großen Elbhochwasser. Auch hat er in der Funktion als stellvertretender Kreisbrandmeister zahlreiche besonders herausfordende Einsatzleitungen zu übernehmen, darunter auch 2013 ein Gebäudebrand in Backnang mit acht Toten.

Seit über 25 Jahren ist Harald Pflüger stark im Feuerwehrmuseum Winnenden engagiert, das sein Vater Helmut Pflüger ins Leben rief, und welches eine fast lückenlose Darstellung der Feuerwehrgeschichte im süddeutschen Raum beherbergt und bundesweit einen hervorragenden Ruf genießt. Harald Pflüger ist Gründungsmitglied des 1997 entstandenen Museumvereins und seit 2018 dessen 1. Vorsitzender. Mit großer Begeisterung und enormem zeitlichen Aufwand setzt er sich für das Feuerwehrmuseum Winnenden ein, egal ob bei Besucheranfragen, Führungen, Presseterminen und vielem mehr. Zusätzlich ist er seit über 10 Jahren Vorsitzender des Deutschen Feuerwehrverbands-AK Feuerwehrmuseen in Deutschland, Regionalgruppe Süd. Ebenso engagiert er sich im Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg und leitet dort das Fachgebiet „Brandschutzgeschichte“. In dieser Position ist er für zahlreiche Projekte federführend verantwortlich. Darunter die „Landesfeuerwehr-Oldtimertreffen“, die „Infotage zur Brandschutzgeschichte“, die „Nostalgie in Rot“, bei der eine Gruppe von Oldtimerfahrzeugen den Auftakt der „Landesfeuerwehrtage“ einläuten, und dem „Wettbewerb für Historische Handdruckspritzen“. Zudem war er von 2011 bis 2020 Mitglied des Landesfeuerwehrbeirats Baden-Württemberg. Ebenso war er in der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften in Baden-Württemberg aktiv. Auf Bundesebene ist er seit 2005 im Arbeitskreis „Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte“ des Deutschen Feuerwehrverbandes tätig.

Landrat würdigt Harald Pflügers Verdienste für den Rems-Murr-Kreis

Auch auf Kreisebene übernahm Harald Pflüger jahrzehntelang verschiedene ehrenamtliche Funktionen. Bereits seit 1992 war er Mitglied im Kreisfeuerwehrausschuss. 2003 wurde er gar zum stellvertretenden Kreisbrandmeister ernannt und erfüllt diese Aufgabe bis 2018 vorbildlich. Landrat Dr. Richard Sigel ließ es sich daher nicht nehmen, ebenfalls ein Grußwort bei dem Empfang zu sprechen.

„Sie haben diese Medailledurch Ihr langjähriges, vorbildliches Engagement in der Feuerwehr und für das Feuerwehrmuseum Winnenden absolut verdient. Und die Staufermedaille passt nicht nur hervorragend zu unserem Landkreis, sondern ganz besonders zu Ihrem Engagement in der Feuerwehr und für das Feuerwehrmuseum. Nicht nur ihr persönliches Erscheinungsbild erinnert an einen „Löwen“, sondern Sie haben auch sprichwörtlich immer wie ein Löwe für ihre Feuerwehr gekämpft. So habe ich Sie kennengelernt, als Sie zu Beginn meiner Amtszeit noch das Amts des Stellvertretenden Kreisbrandmeister innehatten. An die Würdigung Ihrer Verdienste für das Feuerwehrwesen soll Sie diese Medaille erinnern, deren Rückseite das Wappen der Staufer mit den drei Löwen ziert,“ so Landrat Dr. Richard Sigel.

Harald Pflüger nahm mit großer Freude die Staufermedaille für seine großen ehrenamtlichen Verdienste entgegen und dankte den vielen Helfern und allen Stellen, die ihn über die Jahre bei all seinen Aufgaben unterstützt haben. Auch seine Ehefrau Gaby Pflüger hat ihn in all den Jahren stets unterstützt und erhielt zum Abschluss als kleines Dankeschön von Oberbürgermeister Holzwarth einen Blumenstrauß überreicht.


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