Foto: © Asian Le Mans Series

Der DKR Engineering Duqueine M30-D08-Nissan von Jean Glorieux und Laurents Hörr konnte mit Führungsrunden und schnellen Zeiten glänzen, Unfälle und technische Defekte verhindern jedoch bessere Ergebnisse

Die 2021er Ausgabe der Asian Le Mans Series fand während der Pandemie unter besonderen Vorzeichen statt. Die Serie über vier Veranstaltungen fand dieses Jahr innerhalb von 10 Tagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Dabei standen je zwei vierstündige Rennen in Dubai und Abu Dhabi für das Team um Laurents Hörr und DKR Engineering auf dem Programm. „Die Asian Le Mans Series und der ACO haben sich viel Mühe gegeben um hier für alle Teilnehmer ein sicheres Umfeld zu gestalten“, so Hörr. Das besondere hier: Man kann sich mit dem Sieg der Serie für einen Startplatz bei den 24h von Le Mans qualifizieren.

Bereits in Dubai startete das Team aus Luxemburg mit gemischten Gefühlen. Nach guten Positionen in den Trainings und im Qualifying wurde Jean Glorieux kurz nach dem Start des ersten Rennens in einen Unfall verwickelt. Trotz langer Reparatur musste man das Auto aufgrund der Beschädigungen für das erste Rennen dennoch abstellen.

Bereits einen Tag später konnte man besser in das zweite vierstündige Rennen starten. Lange übernahm man die Führung, musste diese jedoch im späteren Verlauf abgeben. Gegen Ende sah alles nach einem sicheren zweiten Platz in der LMP3 Klasse aus, bevor Glorieux von nicht konkurrierenden GT-Fahrzeugen von der Strecke gedrängt wurde und so zwei Positionen verlor. „Wir waren mit der Pace sehr zufrieden, natürlich ist es schade, dass wir so kurz vor Schluss das Podium verloren haben“, resümiert Hörr das Dubai Wochenende.

Deutlich optimistischer ging man nun ins nächste Rennwochenende, nur wenige Kilometer weiter in Abu Dhabi am Yas Marina Circuit.

Im Qualifying konnte Laurents Hörr die Stärken des Duqueine LMP3 optimal ausspielen und stellte den Boliden auf die Pole Position. Leider wurde die Rundenzeit gestrichen aufgrund von sog. „Tracklimits“, ein viel diskutiertes Problem, welches im Verlauf der Rennen die meisten Teams betraf. Das zweite Qualifying konnte man aufgrund eines technischen Defekts gar nicht aufnehmen.

Nach starken ersten Runden von Glorieux löste ein Fehler im Steuergerät einen Zündungsaussetzer aus, dieser blockierte die Servolenkung und Glorieux kollidierte mit der Bande. Der Schaden kostete am Ende des Rennens viel Fahrzeugperformance und so konnte Hörr keine Positionen mehr gut machen. Im Rennen 3 landete DKR daher nur auf Platz 5.

Nach einer langen Reparaturnacht griff das Team um Laurents Hörr im letzten der vier Rennen nochmal motiviert an. Glorieux zeigte eine beherzte Aufholjagd und übernahm trotz des letzten Startplatzes bereits nach einer Stunde die Führung. In der Rennmitte übergab der Belgier dann direkt nach einer Drivethrough-Strafe für die Verletzung der „Tracklimits“ auf Platz zwei an Hörr.

Diese aussichtsreiche Position war bald passé: Der Stuttgarter musste direkt nach dem Beginn seines Stints zwei weitere Durchfahrtsstrafen antreten. Mittlerweile hatte das Team dadurch fast 2 Minuten verloren, doch Hörr kämpfte weiter. Mehrere schnellste Runden kürzten den Rückstand auf das Paket um Platz drei, doch die starke Leistung des Deutschen blieb mit Platz 5 leider unbelohnt.

„Das ganze Team hat hier wirklich alles gegeben, aber es war einfach der Wurm drin. Es hat nicht sein sollen. Wir hatten eine tolle Performance, das haben wir der gemeinsamen Entwicklungsarbeit mit Duqueine zu verdanken. Ich schaue jetzt positiv in die Saison der European Le Mans Series, wir haben gezeigt, dass wir den Speed haben um zu gewinnen!“, so Hörr am Samstagabend, kurz vor seiner Rückreise.

Das nächste Rennen für Laurents Hörr findet am 20. März in den USA statt, wo er an den 12h von Sebring im Rahmen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship teilnimmt.