Wasserbezugskosten und Verbraucherpreise berücksichtigt

Stuttgart.| Der Trinkwasserpreis in Stuttgart steigt zum Jahreswechsel um drei Prozent. In den neuen Preisen schlagen vor allem die gestiegenen Bezugskosten zu Buche, zu denen das Stuttgarter Trinkwasser bei den beiden großen Zweckverbänden Bodensee- und Landeswasserversorgung eingekauft wird. Sie stiegen um rund vier Prozent (Bodenseewasserversorgung) bzw. um rund 6,9 Prozent (Landeswasserversorgung).

Konkret kostet der Kubikmeter Wasser (also 1.000 Liter) ab dem 1. Januar 2020 2,82 Euro brutto und damit knapp 8 Cent mehr als bisher; der Bereitstellungspreis steigt entsprechend. Für einen typischen Haushalt mit rund 150 Kubikmetern Wasserverbrauch im Jahr bedeutet dies unter dem Strich eine Mehrbelastung von rund 1 Euro im Monat.

Die Stadt Stuttgart wurde im Vorfeld über die Preisanpassung informiert.

In Stuttgart werden pro Jahr rund 38 Milliarden Liter Wasser verbraucht. Mangels eigener Trinkwasservorkommen stammt das Wasser von zwei Zweckverbänden; je etwa zur Hälfte von der Bodenseewasserversorgung und der Landeswasserversorgung. Statistisch gesehen verbrauchen die Einwohner der Landeshauptstadt pro Kopf und Tag rund 137 Liter Wasser. Hinzu kommt der Verbrauch von Industrie und Infrastruktur.