21.8 C
Stuttgart
Montag, 17. Juni , 2024

Verkehrshinweise zum Spiel Deutschland – Ungarn am Mittwoch

Stuttgart.| Das Team der deutschen Nationalmannschaft steht...

Traumstart: 5:1 gegen Schottland im Eröffnungsspiel

Die deutsche Nationalmannschaft ist nach Maß ins...

Antonia Stautz wird Stuttgarterin!

Die deutsche Nationalspielerin wechselt vom Ligakonkurrenten SC...
StartSportSVL holt Platz fünf und die Euro-Qualifikation

SVL holt Platz fünf und die Euro-Qualifikation

SportSVL holt Platz fünf und die Euro-Qualifikation

Mit einer überzeugenden Leistung am Samstag im Leistungssportzentrum Hannover haben die SVL-Wasserballer die Saison beendet. Der Sieg (8:11) gegen die White Sharks bedeutet Platz fünf in der ersten Bundesliga. Ludwigsburg hat sich damit erneut für den Euro Cup qualifiziert.

Im alles entscheidenden Moment zeigen die Ludwigsburger Wasserballer Charakter. Sie gewinnen das wichtige Auswärtsspiel um Platz fünf in der ersten Bundesliga am Samstag in Hannover gegen die White Sharks – ein nie gefährdeter Sieg. „Europa, wir kommen“, sagt der SVL-Be treuer Dieter Gscheidle. Der SVL-Trainer Raul de la Pena sagt nach dem Spiel: „Sehr gut gekämpft und intelligent verteidigt.“ Er lobt speziell den Ludwigsburger Nationaltorwart Max Vernet Schweimer. Platz fünf sei das Ziel gewesen. Man muss wohl hinzufügen: das Minimalziel. Raul erinnert an einige nicht so gute Spiele zum Beginn der Saison. Zeitweise hatte es nicht so ausgesehen, dass sich der SVL erneut für den Euro Cup qualifizieren würde. Doch dieser Platz fünf reicht. Der Trainer sagt, sein Team habe „große Mentalität“ gezeigt.

Etwa eineinhalb Stunden vorher, Samstag, 15.15 Uhr. Der Anpfiff. Nur ein paar Sekunden nach dem Start ist der SVL gleich in Überzahl – und der Ludwigsburger Nationalspieler Zoran Bozic macht das 0:1. Die Männer aus Schwaben starten in diese Partie gegen die White Sharks viel besser als in das Heimspiel in Ludwigsburg vor einer Woche. In dieser Partie gegen die Sharks hatte der SVL ganz schnell mit drei Toren zurück gelegen und schließlich knapp gewonnen. Das Auswärtsspiel im Leistungssportzentrum Hannover läuft viel besser. Nach gut drei Minuten macht der Kapitän das 0:2. Nino Blazevic hatte angekündigt, dass sein Team mit diesem Spiel unbedingt den Sack zumachen wolle – sprich kein Interesse habe an einem dritten, entscheidenden Spiel am Sonntag.

Bald wieder Überzahl SVL – und das 0:3, geschossen vom Nationalspieler Tobias Bauer. Und das 0:4, erneut der Kapitän. Was für ein Start! Ludwigsburg führt mit vier Tore! In der letzten Minute des ersten Viertel fällt er dann doch, der erste Treffer für die Gastgeber. 1:4. Und nur ein paar Sekunden später auch noch das 2:4.

Das zweite Viertel beginnt – und das nächste Tor der Gäste fällt: Sergio Prieto Hernandez macht das 2:5. Unterzahl SVL und Treffer White Sharks. 3:5. Und der nächste Treffer der Gastgeber. 4:5. Überzahl Ludwigsburg und Zoran erzielt das 4:6. Aber Hannover bleibt dran, verkürzt auf 5:6. Überzahl SVL, Auszeit SVL. Tore fallen vor dem Halbzeitpfiff keine mehr. Dieter Gscheidle sagt: „Enge Kiste, wie erwartet.“

Die zweite Hälfte beginnt wie das vorige Viertel: mit einem SVL-Tor. Mattia Ruggeri erzielt das 5:7. Doppelte Überzahl Ludwigsburg. Das nutzt Zoran eiskalt, 5:8. Überzahl SVL und Timotej Filo macht das 5:9. Ein top Viertel – ohne ein Gegentor.

Die letzten acht Minuten, der SVL liegt vier Tore vorne. „Das muss reichen“, sagt Dieter Gscheidle. Aber abwarten. Andrei Covaci macht das 5:10. Dann Foul SVL, Strafwurf und Treffer Sharks. 6:10. Wieder Überzahl SVL, doch nicht Ludwigsburg macht den nächsten Treffer, sondern Hannover. 7:10. Wird diese Partie nochmal spannend? Nein. Längere Zeit fallen keine Tore. Eine Minute vor dem Abpfiff: Überzahl SVL und Ludwigsburg ist weiter drei Treffern vorne. Den Sharks gelingt zwar noch das 8:10. Den Schlusspunkt indes setzt der SVL-Kapitän, Nino Blazevic macht das 8:11. Sein aller letztes Tor für den SVL. Nach dem Abpfiff sagt der Kapitän: „Gewonnen, das hat Spaß gemacht.“ Diese Auswärtspartie sei sein letztes Spiel für Ludwigsburg gewesen. Nino Blazevic wechselt in die erste ungarische Liga. „Das Kapitel Ludwigsburg ist abgeschlossen“ – nach vier Jahren.  Dass sein Team nach dem schlechte n Saisonstart noch Platz fünf erreicht habe, sei enorm wichtig. Ludwigsburg sei für ihn „mehr Familie als Mannschaft“ gewesen.

Sergio sagt: „Wir haben das Spiel die ganze Zeit über kontrolliert. Wir sind zufrieden.“ Jetzt sei es an der Zeit, sich auszuruhen und auf die nächste Saison vorzubereiten. „Die Wahrheit“, erklärt er indes auch noch, sei: „Wir haben in dieser Saison unser Hauptziel nicht erreicht, nämlich Platz drei oder vier“.

Max sagt, das Team habe „von Anfang an mit sehr viel Energie gespielt, das war der Schlüssel zum Sieg. Sehr stark in der Verteidigung und effektiv im Angriff.“ Im zweiten Viertel habe das Team zwar einige Fehler gemacht, im dritten Viertel dann aber das Spiel entschieden und im vierten Viertel den Sack endgültig zu gemacht. „Ein positiver Abschluss für diese etwas verrückte Saison.“ Dieter Gscheidle spricht von einem „versöhnlicher Abschluss dank sehr starker Leistungen unseres Kapitäns Nino Blazevic und unseres Nationalspielers Zoran Bozic.“

Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel bezeichnet den Saisonabschluss mit Platz fünf als am Ende „angemessen“, eine bessere Platzierung sei in der Hauptrunde leider verspielt worden. In den Playoffs habe er eine klar positive Tendenz ausmachen können, das letzte Spiel in Hannover zeige: „Diese Mannschaft hat Potenzial, darauf lässt sich aufbauen.“ Die neuerliche Qualifikation für den Euro Cup bezeichnet Matthias Nagel als „überragend“ – der SVL ist das fünfbeste Team in ganz Deutschland! Nach Höhen und Tiefen in der Saison 2023/24 sein Resümee: „Wir haben den Umbau der Mannschaft gut bewerkstelligt – mit neuem Trainer, vielen neuen Spieler und einem sehr jungen Team.“ Nun stünden zwei ruhigere Monate an, die Vorbereitung auf die kommende Saison indes läuft bereits. Der Euro Cup soll übrigens Ende September beginnen, die Bundesliga voraussichtlich schon et was früher. Der Vizepräsident dankt der Mannschaft, dem Trainerteam und allen Helfern – und sagt, er sei positiv gestimmt: „Wir werden uns weiter verbessern.“


Weitere Artikel

Beliebte Artikel