• Großeinsatz der Polizei betrifft auch das Landratsamt Böblingen
  • Landrat Roland Bernhard nimmt Stellung: „Lückenlose Aufarbeitung ist wichtig!“

Kreis Böblingen.| Eine koordinierte Aktion der Polizei gegen eine Autoschieberbande am Mittwoch, 24.06.2020, hat sich auch in das Landratsamt Böblingen erstreckt. Eine Mitarbeiterin der Zulassungsstelle wurde am Morgen unter dringendem Tatverdacht verhaftet.

Landrat Roland Bernhard äußert sich betroffen zu dem Vorfall. „Ich bin persönlich sehr bestürzt darüber, was hier offenbar über einen längeren Zeitraum im Verborgenen passiert ist“, so Bernhard. „Für uns alle, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie Bürgerinnen und Bürger, ist nun eine lückenlose Aufarbeitung wichtig, damit das Vertrauen in die Behörde nicht erschüttert wird.“

Die Landkreisverwaltung hat sich selbst ein Handlungskonzept gegen Korruption gegeben. Zuletzt wurde zum 1. Januar dieses Jahres der Stuttgarter Rechtsanwalt Dr. Jochen Bernhard zum Vertrauensanwalt zur Korruptionsverhütung und -bekämpfung bestellt. „Mit den Eigenbetrieben und Beteiligungsgesellschaften und mit verschiedenen Zweckverbänden haben wir viele Arbeitsbereiche, in denen Mitarbeiter starken Einflüssen von außen ausgesetzt sind und in den Verdacht der Korruption geraten könnten“, erklärt der Landrat. Man sei immer bestrebt, jeglichem Korruptionsverdacht konsequent vorzubeugen und etwaige Verdachtsmomente so rasch wie möglich aufzuklären. „Der aktuelle Vorfall zeigt, wie wichtig diese Arbeit ist“, so Bernhard. „Trotz allem können wir uns nie ganz in Sicherheit wiegen.“

Man habe im aktuellen Fall, so der Chef der rd. 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassenden Landkreisbehörde weiter, mit der Polizei eng kooperiert und die Ermittlungsarbeiten tatkräftig unterstützt.