Vordere Reihe v.l.n.R.: Polizeidirektor Erwin Grosser, stv. Dienststellenleiter Frank Spitzmüller, Erster Landesbeamter Martin Wuttke, Landrat Roland Bernhard, Polizeipräsident Burkhard Metzger und Kriminaldirektor Mathias Bölle | Foto: PP Ludwigsburg

Böblingen.| Landrat Roland Bernhard und der Erste Landesbeamte Martin Wuttke haben am vergangenen Montag die Polizei in Böblingen besucht. Sie wurden von Polizeipräsident Burkhard Metzger und seinem Stellvertreter Frank Spitzmüller begrüßt. Der organisatorische Aufbau des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, die Aufgabenzuschnitte sowie die beeinflussenden Faktoren und aktuellen Entwicklungen der polizeilichen Arbeit waren in der Folge die Schwerpunkte einer Gesprächsrunde mit dem Führungskreis der Kriminalpolizeidirektion und Vertretern des Polizeireviers Böblingen.

Landrat Bernhard hob dabei die besondere Bedeutung präventiver Maßnahmen hervor und betonte das partnerschaftliche Zusammenwirken von Landratsamt und Polizei an vielen Schnittstellen. Von Kriminaldirektor Mathias Bölle, dem kommissarischen Leiter der Kriminalpolizeidirektion und Vertretern der nachgeordneten Kriminalinspektionen erhielten die interessierten Gäste einen detaillierten Einblick in deren Aufgabenspektrum und die mitunter sehr belastenden Ermittlungen, etwa im Bereich der Leichensachbearbeitung oder der Kinderpornografie.

Polizeidirektor Erwin Grosser stellte die hohe Einsatzbelastung und die strukturellen Problemstellungen dar, mit denen das Polizeirevier Böblingen zu kämpfen hat. Als Dienststelle im Ballungsraum ist Böblingen ein sogenanntes „Durchlaufrevier“, das Probleme hat, zuversetzte junge Kolleginnen und Kollegen langfristig zu halten. Ein Grund hierfür ist sicherlich die angespannte Wohnraumsituation und die damit verbundene Schwierigkeit, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Ein Thema, das bei den Gästen auf offene Ohren stieß: „Mir ist es sehr wichtig, dass der Polizeiberuf attraktiv ist und bleibt, damit wir auch weiterhin eine starke und kompetente Polizei am Standort Böblingen haben“, erklärte Landrat Bernhard. Nach der etwa einstündigen Aussprache und dem anschließenden Besuch bei der Kriminaltechnik stellten Einsatztrainer des Polizeipräsidiums die Schutzausstattung der Polizei und die Bewaffnung der Beamtinnen und Beamten vor.

Landrat Bernhard und Polizeipräsident Metzger bezeichneten den Informationsbesuch abschließend als weiteren Baustein einer intensiven Zusammenarbeit. Und die Fortsetzung folgt: Bereits für Mitte November ist eine gemeinsame Besprechung unter Einbeziehung der Fachbereiche des Landratsamtes vorgesehen.