• Konzernüberschuss im Halbjahr nach einem starken zweiten Quartal 2019 bei 175,8 Millionen Euro.
  • Höheres versicherungstechnisches Ergebnis und ein deutlich verbessertes Bewertungsergebnis als Treiber.
  • Erfreuliche Zuwächse im Neugeschäft.
  • Konzernüberschuss im Gesamtjahr weiterhin im oberen Bereich des Prognosekorridors erwartet.
  • Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker: „Der Wandel unserer Gruppe greift, aber das Zins- und Marktumfeld mahnt zur Vorsicht.“

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2019 verzeichnet, in dem die Ertragsentwicklung über den Erwartungen lag. Mit 175,8 Millionen Euro stieg der Konzernüberschuss um rund 50 Prozent an (Vorjahreswert 116,4 Millionen Euro). Darin verarbeitet sind weiterhin hohe Investitionen für die zahlreichen Wachstumsinitiativen des Vorsorge-Konzerns, insbesondere im Rahmen der digitalen Transformation der W&W-Gruppe. Treiber der Ergebnisentwicklung waren ein gestiegenes versicherungstechnisches Ergebnis, aber auch ein verbessertes IFRS-Bewertungsergebnis von Wertpapieren und Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag. Dieses lässt sich nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen. Auch auf Basis des Gewinnanstiegs im ersten Halbjahr 2019 werden die bisherigen Erwartungen für das Gesamtjahr 2019 bekräftigt. Das Neugeschäft entwickelte sich sowohl im Geschäftsfeld Wohnen als auch im Geschäftsfeld Versichern positiv.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG: „Wir haben im ersten Halbjahr 2019 den Schwung des vergangenen Jahres mitgenommen und nochmals verstärkt. Alle wesentlichen operativen Kennzahlen bei W&W zeigen nach oben. Unsere neuen digitalen Produkte und Lösungen stoßen auf wachsende Resonanz bei unseren Kunden. Der Umbau der W&W-Gruppe greift und die Resultate sind schon jetzt klar erkennbar. Auch bei der Digitalisierung kommen wir gut voran. Gleichzeitig tun wir gut daran, mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf vorsichtig und mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben. Die sich abschwächende Konjunktur in Deutschland und vor allem die andauernden Niedrigzinsen in der Eurozone bleiben Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben. Wir rechnen auch nicht mit Rückenwind aus den Märkten. Alle Erfolge, die wir erzielen, haben wir aufgrund eigener Anstrengung erarbeitet. Das wird so bleiben.“

Geschäftsfeld Wohnen
Das Baufinanzierungsgeschäft (inklusive Vermittlungen ins Fremdbuch) erreichte im Inland in den ersten sechs Monaten 2019 bei einem lebhaften Neugeschäft einen Zuwachs von 16,0 Prozent auf 3,07 Milliarden Euro (2018: 2,65 Milliarden Euro). Die Wüstenrot Bausparkasse, die klare Nummer zwei in Deutschland, konnte das Brutto-Neugeschäft mit einer Bausparsumme von 6,91 Milliarden Euro um 2,6 Prozent steigern nach 6,73 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das Netto-Neugeschäft blieb mit 5,24 Milliarden Euro praktisch konstant (Vorjahr: 5,25 Milliarden Euro).

Geschäftsfeld Versichern
In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 5,7 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro nach 1,19 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Alle Bereiche (Kfz, Firmenkunden und Privatkunden) trugen zu dem Wachstum bei. Die Schadenentwicklung war, insbesondere wegen deutlich geringerer Elementarschäden, sehr erfreulich. Die Combined Ratio (brutto), also die Aufwands-Ertrags-Relation, betrug 88,0 Prozent (Halbjahr 1/2018: 90,2 Prozent). In der Personenversicherung konnte die Württembergische die gebuchten Bruttobeiträge um 8,3 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro erhöhen nach 1,09 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten 2018.

Geschäftsfeld brandpool
Die digitalen Geschäftsmodelle der W&W-Gruppe, die im Geschäftsfeld brandpool gebündelt werden, bauten ihre Marktpräsenz im ersten Halbjahr weiter aus. So stieg die Kundenzahl bei der Online-Versicherungsmarke Adam Riese bis zum 30. Juni auf mehr als 60.000. Insgesamt erweitert die W&W brandpool zielgerichtet durch neue Beteiligungen ihr Ökosystem, das aus den Bereichen Finanzen, Wohnen, Gesundheit, Mobilität, Familie und Bildung besteht.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2019
Die positive Entwicklung in der ersten Jahreshälfte 2019 macht den Vorsorge-Konzern insgesamt sehr zuversichtlich, im Gesamtjahr 2019 einen Konzernüberschuss innerhalb des langfristigen Zielkorridors von 220 bis 250 Millionen Euro zu erreichen. Aus heutiger Sicht wird weiterhin ein Ergebnis im oberen Bereich dieser Spanne erwartet. Dabei sind die wachsenden gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Risiken sorgfältig zu beobachten. Die vielfältigen Initiativen zur digitalen Transformation der W&W-Gruppe werden konsequent fortgesetzt. Im Jahr 2018 betrug der Konzernüberschuss 215 Millionen Euro.