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Es stinkt, die Luft ist schlecht und die Feinstaubbelastung hoch. Das gilt nicht nur für Stuttgart, sondern auch für viele andere Städte Deutschlands, die dem starken Verkehrsaufkommen nicht gewachsen sind. Die gesundheitlichen Belastungen und die Belastungen der Umwelt durch den stark zunehmenden Verkehr sind enorm. Besonders ärgerlich ist es, wenn man sich für ein Fahrzeug mit reduziertem Abgasausstoß entschieden hat, nun aber feststellen musste, dass dem nicht so ist. Viele Autofahrer fühlen sich verschaukelt. Doch das ist noch nicht alles. Neben der Tatsache, dass viele Fahrzeuge mit anderen Abgaswerten verkauft wurden, entsteht nun eine große Diskussion darüber, wer die Kosten für die Nachrüstung trägt. Scheinbar gibt es bereits finanzierbare Pläne, die der Öffentlichkeit jedoch lange Zeit nicht zugänglich gemacht wurden. Auch wir berichteten.

Was Betroffene tun können
Sind auch Sie vom Abgasskandal betroffen? Viele Fahrzeughalter haben bisher nicht geklagt. Das könnte sich jedoch bald ändern. Denn inzwischen haben viele Verbraucherschützer Musterklagen angekündigt. Stellvertretend für alle Betroffenen wollen sie vor Gericht ziehen – und das sind nicht wenige. Schließlich bewegen die Motorenmanipulationen die komplette Branche der Automobilindustrie. So sind sowohl Karosserien der edlen Klassen wie BMW und Mercedes betroffen als auch Kleinwagen von VW und Seat.

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Was lange währt, wird endlich gut?
Die Diskussionen um die Kostenübernahmen in Sachen Dieselskandal sind schier endlos. Alles fing damit an, dass VW im September 2015 in den USA fast 500.000 Fahrzeuge zurückrief. Bereits damals gab es erste Vorwürfe Abgaswerte mit Hilfe von Software manipuliert zu haben. Kurz darauf gab VW die Manipulation zu – und der Abgasskandal nahm seinen Lauf. Nach vielem Hin und Her ist noch immer nicht final geklärt, wer die Kosten der getäuschten Autofahrer trägt. Nachdem in den USA Entschädigungen in großem Stile an die Käufer manipulierter Fahrzeuge gezahlt wurde, gingen die Deutschen zunächst leer aus. Eine Erklärung gab es dafür nicht. Es bleibt nur zu hoffen, dass im Rahmen der Sammelklagen endlich auch deutsche Käufer von betroffenen Dieselfahrzeuge Kompensationen erhalten und dass auf lange Sicht die Luft in den Städten besser wird.