Stuttgart erhält Ehrenfahne des Europarates

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Stuttgart.| Stuttgart engagiert sich für Europa: Das würdigt der Europarat jetzt mit der Ehrenfahne. Damit zeichnet der Rat die Landeshauptstadt für ihre besonderen Verdienste um die Verbreitung des europäischen Gedankens und den besonderen Einsatz zur Stärkung eines vereinten Europas aus. Die Ehrung durch den Europarat hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn am 9. Mai bekannt gegeben.

Kuhn sagte: „Die Städte brauchen Europa, daher macht sich Stuttgart stark für Europa. Ein breites Netz an Engagierten, die Stadtverwaltung, zahlreiche Vereine und Initiativen tragen den Gedanken von Europa und von freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Städten. Zusammen setzen wir uns für Völkerverständigung und ein solidarisches Miteinander ein.“

Im Mittelpunkt der Bewerbung standen die vielfältigen und öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten rund um das Städtepartnerschaftsjahr 2018 sowie der partnerstädtische Aktionstag am 30. Juni 2018. Informationen zum Jubiläumsjahr sind zu finden unter: www.stuttgart.de/staedtepartnerschaftsjahr2018

Die Überreichung der Ehrenfahne findet voraussichtlich am 29. August im Stuttgarter Rathaus anlässlich des 30-jährigen Jubiläums mit der tschechischen Partnerstadt Brno/Brünn statt. Die Partnerschaft mit Brünn ist mit Straßburg eine der beiden lebendigsten der zehn Städtepartnerschaften und zeichnet sich besonders durch zahlreichen und intensiven Austausch zwischen Schulen sowie in den Bereichen Jugend, Kultur, Sport, Städtebau, Verkehrsplanung und gemeinsame europäische Geschichte aus. Einen Überblick zu Themen der Partnerschaft und Veranstaltungen gibt eine Jubiläumsbroschüre. Sie ist online abrufbar unter: www.stuttgart.de/30-jahre-stuttgart-bruenn

Europapreis
Der Europapreis wurde 1955 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg ins Leben gerufen. Er zeichnet Städte und Gemeinden aus, die sich um die Förderung der europäischen Idee besonders verdient gemacht haben. Die Landeshauptstadt, vertreten durch die Abteilung Außenbeziehungen, begann sich im letzten Jahr für diese Auszeichnung zu bewerben und erhielt 2018 die erste Stufe des Europapreises, das Europadiplom.


Die Qual der Wahl einer perfekten Hochzeitslocation

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Geschäftliche Information

Heiraten liegt bei vielen jungen Paaren wieder absolut im Trend, wobei es bei der Gestaltung der Hochzeitsfeier ruhig modern und extravagant zugehen darf. Vor allem auf der Suche nach dem persönlichen Glück und der einhergehenden Freude einer gelungenen Hochzeit gehen junge Verliebte eigene Wege und möchten doch den traditionellen Charakter einer Hochzeitsfeier mit zeitgemäßen Impulsen verbinden. Hierfür bieten sich deutschlandweit zahlreiche Orte an, die einen außergewöhnlichen Rahmen zum Heiraten bieten und genügend Freiraum für eigene Ideen bei der Auswahl  der passenden Hochzeitslocation lassen.

Was eine aufregende Hochzeitslocation auszeichnet
Fast Paare stellen sich bei der Hochzeitsplanung zwei grundlegende Fragen: In welchem Umfeld möchten sich beide das Ja-Wort geben? Und: Welche besonderen Programmpunkte und Ideen lassen sich am jeweiligen Ort umsetzen? In Eigenregie oder mit einem Weddingplaner finden Paare schnell geeignete Locations, die auf beide Fragen die richtige Antwort geben und zudem günstig für Freunde, Verwandte und das Paar selbst gelegen sind. Wenn es um eine historische oder klassische Hochzeitslocation in NRW oder anderen ländlichen Regionen geht, bieten Schlössern und Burgen das passende Ambiente. Vom westfälischen Wasserschloss Raesfeld, über die Drachenburg am Rhein bis zum Schloss Lüntenbeck im Bergischen gibt es in jeder Region des Bundeslandes attraktive Anlaufpunkte, die speziell für Hochzeiten als würdevoller Rahmen angemietet werden können.

Musik, Tanz, Catering und weitere Extras lassen sich häufig lokal zusätzlich buchen. Die Anbieter einzigartiger Hochzeitserlebnisse verfügen über ein großes Netzwerk an Partnern und Dienstleistern, so dass die Umsetzung der Trauung und der anschließenden Hochzeitsfeier nach eigenen Vorstellungen gelingt.

Das eigene Gespür für Romantik einfließen lassen
Was als romantischer Ort für eine Hochzeitsfeier empfunden wird, hängt stets von den persönlichen Vorlieben des Paares ab. Fahrten auf einem Hochzeitsschiff oder eine Motorradhochzeit mit allen Zweiradfreunden sind nur zwei Spielarten, die eine besondere Planung der Feierlichkeiten voraussetzen. Hierbei ist nicht ausgeschlossen, Schiff, Kutsche oder andere prachtvolle Fahrzeuge zu nutzen, um mit ihnen ein Schloss oder eine exklusive und einzigartige Hochzeitslocation anzusteuern.

Vom Heiraten in der stillgelegten Zeche des Ruhrgebiets bis zum Anmieten bekannter Event-Locations für viele Hundert Gäste sind den Vorstellungen von Paaren fast keine Grenzen gesetzt. Wenn solche extravaganten Wünsche bei der Hochzeitsplanung angedacht sind, ist lediglich eine rechtzeitige Planung und Anmietung wichtig – häufig viele Monate im Voraus.

Romantikhotels sind gerade für die Flitterwochen ideal
Bei einem eher klassischen Verständnis von Romantik und dem Feiern einer Hochzeit darf es übrigens auch ein festliches Hotel sein. Die Suche nach einem angemessenen Hotel in NRW und der dazu passenden Hochzeitslocation fällt durch die vielen ländlichen Regionen mit naturnahem Charme nicht schwer. Zwischen Seen und Wiesen bieten ländliche Hotels eine Location mit besonderem Zauber, um sich unter freiem Himmel das Ja-Wort zu geben. Gerne stellen solche Romantikhotels ihre schönste Suite für die Hochzeitsnacht zur Verfügung und laden ein, direkt in die Flitterwochen überzugehen. Diese kann dabei vom Sport übers Naturerlebnis bis zu Städtetrips viele Facetten für die Frischvermählten aufweisen.


Sportlich Stuttgart entdecken

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In der Zeit der modernen Technologien erreichen die Menschen alles mit einem Klick. Wenn man Lust auf ein tolles Spiel hat, kann man sich es einfacher wie nie zuvor ein Live Streaming anschauen. Das Nutzen solchen Medien präsentiert unsere Zukunft. Doch wenn Sie damit nicht einverstanden sind, und  lieber ein hautnahes Erlebnis voller Energie haben wollen, stehen Ihnen in diesem Text eine Liste der tollen Plätze zur Verfügung, die Sie in Stuttgart unbedingt besuchen sollen. Aber hier geht es nicht um die typischen Sehenswürdgikeiten wie das Mercedes-Benz Museum oder den weitbekannten Fernsehturm. Dieses Mal wird der Platz nur für richtige Sportfans und Sportler erobert!

Mercedes-Benz Arena
Das Gottlieb Daimler Stadion blieb vielen in Erinnerung als einer der wichtigsten Orten für den deutschen Fußball. Obwohl man sich von zu Hause die besten Spiele im Online Streaming anschauen kann, werden noch immer tausende von Zuschauern in die Fanmeile störmen und dort Spaß mit Bier und Fußball haben.

Die Geschichte der Arena war turbulent: von dem legendären Boxkampf vor 50 tausend Zuschauern 1939, über das umbenannten Century Stadion Baseball nach dem Zweiten Weltkrieg, bis zum ersten Nachkriegsspiel zwischen Deutschland und der Schweiz 1950 vor 100 tausend Menschen.

Das im Jahr 1912 fertiggestellte Stadion im Neckarpark lockt nicht nur die Fans des VfB Stuttgart an, sondern auch die jenigen, die die deutsche Nationalmanschaft verfolgen. Unter anderem wurden am selben Ort mehrere Endspiele des Europapokals, Europameisterschaften, wie auch Weltmeisterschaften gespielt. Künftig sind auch in Champions League und Europa League alkoholische Getränke erlaubt. Für die Stadien in Deutschland gilt das seit Jahren. Also die Bierliebhaber können in der Arena jede Menge Spaß haben!

Die spannende Geschichte dieses Stadions spricht genug von seiner Bedeutung: es ist eins der vier deutschen Stadien, wo die Wettberwerbe in Leichtathletik organisiert werden. Die Besucher der Weltmeisterschaften wurden anlässlich der Leichtathletik-WM mit dem Preis von UNESCO ausgezeichnet: „für das große Zuschauerinteresse, die Fachkundigkeit und Begeisterung des Publikums“. Wegen dieser Wettberwerbe wurde das Stadion mehrmals umgewandelt und seine Kapazität geändert.

Die leidenschaftlichen Musikfans konnten hier unter anderem die Konzerte von den Rolling Stones, Pink Floyd, Herbert Grönemeyer und Helene Fischer hören. Haben Sie die Weltmeisterschaften  in Stuttgart in Jahren 1976 und 2006 verpasst, bald gibt es bald eine neue perfekte Möglichkeit dafür. Wenn Sie einen Besuch in Stuttgart vorhaben, dann sollten sie Ihre Tickets für das Jahr 2024 buchen, denn dieses Stadion stellt einen von zehn Austragungsorten der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr vor. Im Stadion werden täglich auch Touren angeboten, wobei Sie alles Wissenswerte rund um die Arena erfahren und die Atmosphäre ohne Publikum genießen können.

Stadion auf der Waldau
Die Stuttgarter sind genauso stolz auf Ihr zweites Stadion GAZI-Stadion und verbringen da viel Zeit. Die Spielstätte des Stuttgarter Kickers befindet sich in der Nähe von dem berühmten Fernsehturm, direkt unter dem Turm, besser gesagt. Kein anderer deutscher Fußballverein trägt seine Heimspiele seit 1905 am selben Ort aus. Die Haupttribüne wurde neu gebaut und um circa 1.000 Sitzplätze erhöht. Die Fans von American-Football-Teams, aber auch Regionalligisten VfB Stuttgart II sollen sich gleich auf den Weg zu diesem Stadion machen. Die „Blauen“ verteidigen zurzeit ihre Tabellenführung. Im GAZI- Stadion wurden mehrmals auch die Endspiele der Nationalwettbewerben vom American Fußball organisiert.

Falls Sie trozt allem kein Bock auf Fußball haben, werden hier noch einige sehenswerten Sportplätze erwähnt oder wie Sie in Stuttgart aktiv Sport genießen können.

TVC Ballpark am Schnarrenberg
Vorsicht: nur für die wahren Baseballfans geeignet. Seit der Saison 2004 ist dieser Park die offizielle Heimstätte der Stuttgart Reds. Nebem der deutschen Liga kann man sich ebenfalls die Spiele der Europameisterschaft ansehen. Zusätzlich wurde das Stadion neulich zum Baseballplatz grundsaniert und erweitert.

Sport im Park
Die Landeshauptstadt Stuttgart bietet ein unverbindliches und kostenfreies Sportangebot unter dem Motto „Sport im Park“. Von Mai bis September können alle auf den prächtigen Grünflächen im Stadtgebiet Stuttgart Sommer energisch erleben. Die Vorteile dieses Programms: hier sind Sie immer wilkommen, unabhängig von Ihrem Alter zu verschiedenen Tageszeiten und zu zahlreichen Sportarten, egal ob Sie ganz sportlich oder untrainiert sind.

Ab dem Mai können die Besucher auf dem Schloßplatz in der Innenstadt Angebote wie Capoeira, Crosstraining, Pilates, Zumba oder Fitness ausprobieren. Bei dem Kanufahrten auf dem Neckar ist die einzige Voraussetzung die Schwimmfähigkeit.

Sportlich genießen heißt sowohl ein tolles Team anfeuern, als auch beweglich in Stuttgart bleiben!


Vier Preise bei den Trickstar Professional Awards vergeben

  • Trickstar Business Award: “CoboStories” von Copenhagen Bombay / Special Mention: “Smosh Mosh“ von Kinky Udders
  • Germany’s Next Animation Talent: „July auf dem Zauberberg“ von Elisabeth Jakobi
  • Deutscher Animationsdrehbuchpreis: „Aisha’s Light“ von Xavier Romero und Llorenç Español
  • Arab Animation Forum Pitching Award: „Traitors of the Eyes“ von Abdelrahman Dnewar und Saad Dnewar

    Stuttgart.| Am vierten Tag des Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart wurden im Rahmen der Animation Production Days in der gemeinsamen Trickstar Professional Awards-Preisverleihung vier Auszeichnungen vergeben: Der Trickstar Business Award für innovative und wegweisende Geschäftsfmodelle, Germany’s Next Animation Talent für innovative Projekte mit Serienpotential, der Deutsche Animationsdrehbuchpreis für das beste Drehbuch für einen Animationskinofilm und den Arab Animation Forum Pitching Award für Animations-Kurzfilmprojekte junger Regisseure und Künstler aus dem Arabischen Raum.

    Die Preisverleihung fand in der L-Bank Rotunde in Stuttgart statt und wurde von Anja Lange moderiert. Die Schauspielerin Nellie Thalbach las außerdem Auszüge aus dem Gewinner-Drehbuch.

    Trickstar Business Award
    Der mit 7.500 € dotierte Preis, gestiftet vom Verband Region Stuttgart, wurde zum dritten Mal vergeben und geht an „CoboStories“ der dänischen Produktionsfirma Copenhagen Bombay. Lehrer und Pädagogen sollen mithilfe der App Stop Motion-Filme und digitale Bücher mit Kindern und Schülern produzieren können. Die Jury überzeugte nicht nur das Businessmodell, sondern auch die Idee hinter dem Produkt, die es wert sei zu fördern. Die Jury setzte sich zusammen aus Jens Gutfleisch (Managing Director, Film Commission Region Stuttart), Marc König (Head of Business Development, bwcon Research gGmbH), Dieter Krauß (FMF), Solveig Langeland (Managing Director, Sola Media), Dittmar Lumpp (former Managing Director FMF) und Gabriele M. Walther (Founder, CEO, Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH). Eine Special Mention erhielt außerdem „Smosh Mosh“ von Kinky Udders.

    Germany’s Next Animation Talent
    Zum zweiten Mal wurde der Preis für innovative Projekte mit Serienpotential vergeben – gestiftet und in Kooperation mit Studio 100 | m4e. Gewonnen hat “July auf dem Zauberberg“ von Elisabeth Jakobi: Die zehnjährige Juli zieht widerwillig mit ihrer Mutter Theresa zu ihrem neuen Stiefvater Matheo in die Provinz. Neben der Großfamilie erwarten sie dort auch allerhand Tiere und Objekte, die ihr Eigenleben entfalten. „Julie auf dem Zauberberg“ stecke nicht nur voller witziger Details und interessanter Bildfindungen, sondern ziehe uns in den Bann, weil die Serie zugleich realitästnah und realitätsfern sei, so die Jury, die sich aus Robert Gehring (Head of Unit Film Funding MFG Baden-Württemberg), Petra Keil (Director TV Channels & Program Management, Studio 100|m4e), Peter Kleinschmidt (Senior Vice PResident Group Marketing, Brand Management & Business Development, Studio 100@m4e), Kerstin Viehbach (Head of Editorial Department Fiction, Super RTL) und Prof. Ulrich Wegenast (Managing Director FMF) zusammensetzte. Der Sieger erhält neben 5.000 Euro Preisgeld die Möglichkeit zu einer sechsmonatigen Zusammenarbeit mit Studio 100 | m4e zur Weiterentwicklung des Stoffes. Bei Realisierung des Projekts erhält der Preisträger weitere 25.000 Euro Lizenzgebühr.

    Deutscher Animationsdrehbuchpreis
    Den Preis für das beste, noch unverfilmte Drehbuch für einen Animationsfilm – dotiert mit 2.500 €, gestiftet vom Animation Media Cluster Region Stuttgart – geht an Xavier Romero und Llorenç Español für „Aisha’s Light“. Die Coming-of Age Story von Aisha spielt im Spanien des 11. Jahrhunderts. Aisha ist eine begnadete Feuerwerk-Künstlerin, und genauso sei auch die Jury vom „Feuerwerk“ der beiden Autoren begeistert gewesen. Ein Auszug aus dem Gewinnerdrehbuch wurde von Nellie Thalbach vorgelesen. Nominiert waren außerdem „Elli – Ungeheuer Geheim“ von Jesper Møller und „Granny Samura, Der Affenkönig und ich“ von John Chambers. Die Jury bestand aus Oliver Huzly (Producer, Screenplay Writer), Tania Pinto de Cunha (Vice President and Director of Internaional Sales and Acquisitions, Pink Parrot Media), Ron Segal (Writer and Director of Animation Films), Holger Weiss (CEO, Head of Animation, M.A.R.K.13) und Silke Wilfinger (Managing Director, Silkwayfilms).

    Arab Animation Forum Pitching Award
    Der Gewinner des Arab Animation Forum Pitching Awards ist das Projekt „Traitors of the Eyes“ von Abdelrahman Dnewar und Saad Dnewar. Das Arab Animation Forum führt junge Regisseure und Künstler aus dem Bereich Animationsfilm mit aufstrebenden Produzenten zusammen, um gemeinsame Animations-Kurzfilmprojekte zu fördern und zu unterstützen. Dieses Jahr wurden zehn Animationskünstler aus Ägypten, Libanon, Jordanien, Saudi-Arabien und dem Sudan mit ihren Projekten ausgewählt und nach Stuttgart eingeladen. Das Gewinnerprojekt wird auftomatisch für den Filmpreis der Robert Bosch Stiftung für internationale Zusammenarbeit nominiert, der mit 60.000 Euro dotiert ist. Darüber hinaus ist die Nominierung mit einem eigens auf die Teilnehmenden zugeschnittenen Trainingsprogramm verbunden. Die Jury bestand aus Marie-Claude Beauchamp (Producer/Executive Producer, Montreal), Marta Pajek (Independent Animation Artist, Kielce) und Chris Shepherd (Filmemacher, Großbritannien).


EnBW weiht neues Heizkraftwerk in Stuttgart-Gaisburg ein

„Klares Bekenntnis zu einer immer klimafreundlicheren Energieerzeugung“

Erfolgreicher „Fuel switch“: EnBW weiht neues Heizkraftwerk in Stuttgart-Gaisburg ein – Investition in langfristig sichere Fernwärmeversorgung

Stuttgart.| Gut ein Jahr ist es her, dass in Gaisburg der letzte mit Steinkohle beladene Zug entladen wurde – schon damals eine Zäsur in der fast 70-jährigen Geschichte des Kraftwerksstandorts an Neckar und B10. Am Freitagnachmittag war es nun soweit: EnBW-Technikvorstand Dr. Hans-Josef Zimmer, Staatssekretär Dr. Andre Baumann und Stuttgarts Baubürgermeister Peter Pätzold nahmen das neue, gasbefeuerte Heizkraftwerk symbolisch in Betrieb.

Mit dem Neubau hat die EnBW nicht nur langfristig in die moderne Fernwärmeversorgung für Stuttgart und das Neckartal investiert. Durch die Umstellung von Kohle auf Gas wurde zugleich ein erheblicher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz in der Landeshauptstadt realisiert. So verringern sich der Ausstoß von Kohlendioxid um ca. 60.000 Tonnen pro Jahr; Feinstaub, Schwermetalle und Schwefeldioxid entfallen fast komplett. Zudem arbeiten die Anlagen hocheffizient: Der Nutzungsgrad der eingesetzten Energie beträgt bis zu 90 Prozent.

„Der Umstieg von Kohle auf Gas folgt dem klaren Bekenntnis der EnBW zu einer immer klimafreundlicheren Energieerzeugung und ist Teil unserer strategischen Ausrichtung. Das ist Klimaschutz zum Anfassen“, erklärte EnBW-Technikvorstand Hans-Josef Zimmer. „Das Projekt steht aber auch für eine flexible und sichere Stromversorgung in Zeiten, in denen die erneuerbaren Energiequellen Wind und Sonne nicht zur Verfügung stehen.“ Mit Blick auf mögliche „Fuel-switch“-Projekte an anderen EnBW-Standorten forderte Zimmer von der Politik verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen und ein Bekenntnis zum dringend notwendigen Ausbau der Gasinfrastruktur in Baden-Württemberg.

Gas sei als Brückentechnologie bis zum vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien in der Tat unverzichtbar, bestätigte Umweltstaatssekretär Andre Baumann. „Ohne Gas wird der Kohleausstieg nicht so zügig gelingen, wie es der Klimawandel erfordert. Moderne Gaskraftwerke gewährleisten auch künftig die zuverlässige Stromversorgung und sie sind ein wichtiger Schritt zu einer CO2-ärmeren Energieversorgung. Wenn – wie hier in Stuttgart – noch Kraft-Wärme-Kopplung dazu kommt, haben wir ein gutes Beispiel, wie Klimaschutz und Energieeffizienz funktionieren können.“

„Das modernisierte Gaisburger Heizkraftwerk fügt sich perfekt in die Umstellung der Stuttgarter Energieversorgung ein“, betonte Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt: „Dank des Wechsels von Kohle auf Gas und dank des Einsatzes neuer Technologien produziert das Werk Wärme umweltfreundlich und ohne Feinstaub auszustoßen. Es ist zudem wesentlich leistungskräftiger. Die EnBW leistet damit einen wichtigen Beitrag, dass Stuttgart seine Klimaschutzziele erreicht.“

Nach der offiziellen Einweihung nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, das neue Heizkraftwerk direkt in Augenschein zu nehmen.

Der Neubau im Überblick
Herzstück des Neubaus ist ein Gas-Heizwerk mit einer Wärmeleistung von 175 Megawatt. Im Gesamtsystem der Standorte Altbach, Münster, Marienstraße und Gaisburg ist auch die neue Anlage wieder für Spitzenzeiten und als Reserve eingeplant. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fernwärmeversorgung für Stuttgart und das Neckartal. Eine neuartige Ergänzung des Fernwärmesystems bildet der 39 Meter hohe Wärmespeicher. Darin können wie in einer Thermoskanne bis zu 300 Megawattstunden Wärmeenergie flexibel zwischengelagert und wieder abgegeben werden. Rechnerisch kann man Stuttgart allein mit diesem Puffer bis zu 15 Stunden lang mit Fernwärme versorgen. Dritter Baustein ist eine Anlage zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung, KWK). Sie verfügt über eine Leistung von insgesamt 30 Megawatt Wärme und 30 Megawatt Strom. Die drei Gasmotoren ergänzen das neue Heizwerk bei der Fernwärme-Produktion und speisen zugleich Strom in das Netz ein. Das Gesamtkonzept bietet beste Voraussetzungen, um künftig auch erneuerbare Energien – zum Beispiel „grünes“ Gas, Solarthermie oder Abwärme – in das System zu integrieren und eine Verknüpfung von Nah- und Fernwärme herzustellen. Die Investitionssumme betrug rund 75 Millionen Euro.


Statistisches Amt stellt neuen Wohnungsmarktbericht für 2019 vor

Stuttgart.| Das Statistische Amt stellt den neuen Bericht „Wohnungsmarkt Stuttgart 2019“ vor. Demnach wollen immer mehr Menschen in Stuttgart wohnen, und dies wird auf absehbare Zeit auch so bleiben. Der Boom am Stuttgarter Wohnungsmarkt hält bereits seit 2010 an. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Einwohnerzahl um über 53.000 Personen erhöht. Das Statistische Amt der Landeshauptstadt rechnet damit, dass Stuttgart bis 2030 um weitere 38.000 Einwohner wachsen könnte. Wegen der hohen Nachfrage nach Wohnungen und den Flächenengpässen für den Wohnungsbau bleibt das Wohnungsangebot knapp. Obwohl in den Jahren 2015 bis 2017 mit jeweils rund 2.100 neu gebauten Wohnungen ein hohes Niveau erreicht wurde, reicht die Bautätigkeit nicht aus, um die Nachfrage nach neuen Wohnungen in Stuttgart zu decken.

Das Einwohnerwachstum stellt die Stadt vor große politische Herausforderungen im Bereich Wohnen. Wegen des Nachfrageüberschusses sind Wohnungen in Stuttgart knapp und teuer, und für Wohnungssuchende ist es schwierig, erschwinglichen Wohnraum im Stadtgebiet zu finden. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten, die Förderung von Wohnungsbau, die Entwicklung von neuen Quartieren durch Umwandlung von Konversionsflächen und die Nachverdichtung zählen daher zu den wichtigsten stadtpolitischen Aufgaben und haben entsprechende Priorität. Dies betonten Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, und Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, am Freitag, 3. Mai, bei der Vorstellung des neuen Wohnungsmarktberichts in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Wohnen des Stuttgarter Gemeinderats. Der Wohnungsmarktbericht wurde vom Statistischen Amt in Zusammenarbeit mit der Abteilung Wohnen des Amtes für Stadtplanung und Wohnen erstellt.

Nachfrageüberhang sorgt für weiter kräftig steigende Miet- und Kaufpreise
Die Miet- und Kaufpreise für Wohnimmobilien in Stuttgart ziehen weiter an. Wegen des anhaltend hohen Zuzugs und knappen Angebots am Wohnungsmarkt sind viele Wohnungssuchende in Stuttgart bereit, sehr hohe Mieten zu zahlen. Auch sind Wohnungen zur Selbstnutzung und als Kapitalanlage aufgrund fehlender Anlagealternativen und der günstigen Finanzierungsbedingungen weiter sehr gefragt.

Das Mietpreisniveau des aktuellen Mietspiegels ist zwischen 2016 und 2018 um 7,2 Prozent auf 9,60 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Die durchschnittliche Angebotsmiete der am Markt angebotenen Wohnungen kletterte im ersten Halbjahr 2018 auf 14,15 Euro je Quadratmeter. Bei Erstvermietungen im Neubau wurden durchschnittlich 17 Euro je Quadratmeter aufgerufen, bei Wiedervermietungen im Schnitt 13,90 Euro pro Quadratmeter.

Die Haus- und Wohnungspreise in Stuttgart kennzeichnet ebenfalls seit Jahren ein kräftiges Preiswachstum. Die Kaufpreise für gebrauchte Eigentumswohnungen stiegen 2018 durchschnittlich um rund 7 Prozent, Neubaueigentumswohnungen verteuerten sich um rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für neue Eigentumswohnungen wurden im Mittel rund 6.340 Euro je Quadratmeter Wohnfläche und für gebrauchte Wohnungen 3.660 Euro je Quadratmeter bezahlt.

„Diese Entwicklungen erschweren es insbesondere Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen, erschwinglichen Wohnraum im Stadtgebiet zu finden“, erläutert Thomas Schwarz, Leiter des Statistischen Amts der Landeshauptstadt. „Zudem sind viele Stuttgarter Mieter von hohen Wohnkostenbelastungen betroffen: Rund 43 Prozent der Mieterhaushalte in Stuttgart gaben 2018 mehr als das gemeinhin als angemessen angesehene Maß von 30 Prozent des Nettoeinkommens für Ihre Miete aus.“

Steigende Nachfrage nach Sozialwohnungen
Einkommensschwache Haushalte in Stuttgart sind oft auf geförderte Wohnungen und die Hilfe der Stadt angewiesen. Aber auch immer mehr Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen, insbesondere Familien mit Kindern, sind nicht in der Lage, sich ausreichend und angemessen mit Wohnraum am freien Wohnungsmarkt zu versorgen. Die Landeshauptstadt investiert daher vermehrt in den Bau von geförderten Mietwohnungen und fördert die Bildung von Wohneigentum, um junge Familien in der Stadt zu halten. Dennoch steht der anhaltend hohen Nachfrage im mittleren und unteren Preissegment ein rückläufiges Angebot preisgünstiger Wohnungen gegenüber, da Wohnungen aus der Mietpreis- und Belegungsbindung fallen.

Alexander Pazerat, Leiter der Abteilung Wohnen, sagt zum geförderten Wohnungsmarkt: „Die Zahl der geförderten Sozialmietwohnungen in Stuttgart ist in den letzten zehn Jahren um etwa 3.000 Einheiten zurückgegangen. Diesem Rückgang will die Stadt entgegentreten, sowohl durch den Bau von neuen Sozialmietwohnungen als auch durch die Vereinbarungen mit den Partnern des Bündnisses für Wohnen. Ende 2018 umfasste der Bestand an geförderten Wohnungen in Stuttgart 16.456 Wohnungen, darunter waren 14.380 Sozialmietwohnungen, 543 Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher und 1.533 geförderte Wohnungen im selbst genutzten Eigentum. Ende 2018 waren 4.688 Haushalte für eine Sozialmietwohnung in Stuttgart vorgemerkt. Die Zahl der Haushalte auf der Warteliste für eine Sozialmietwohnung hat sich in den vergangenen zwei Jahre um rund 720 Fälle erhöht.“

Wohnungsengpässe auch in weiten Teil der Region
Zwei gegenläufige Tendenzen zeigen sich auf dem regionalen Wohnungsmarkt: Auf der einen Seite steigt seit rund 15 Jahren der Wunsch nach zentralen und gut erschlossenen Wohnstandorten, auf der anderen Seite ist zu erkennen, dass Stuttgarter Einwohner infolge des hohen Miet- und Kaufpreisniveaus in der Kernstadt wieder vermehrt in die Region ausweichen. Vor allem junge Familien befriedigen ihre Wohnbedürfnisse zunehmend an Wohnstandorten im Stuttgarter Umland und nehmen für eine finanzierbare Wohnung auch Abstriche hinsichtlich der Lage in Kauf.

In der Folge hat sich das Wachstum zuletzt wieder stärker in das Umland verschoben, während der Einwohnerzuwachs in der Kernstadt nachgelassen hat. Die intraregionale Zuwanderung konzentriert sich zurzeit vor allem dort, wo die Infrastrukturen und die Anbindung nach Stuttgart gut ausgebaut sind: in den unmittelbaren Nachbargemeinden, den Mittelzentren und den verkehrstechnisch gut erschlossenen Gemeinden entlang der Schnellstraßen und S-Bahn-Trassen.

Die stadtregionale Einwohnerdynamik ist entsprechend auch nicht als neuerlicher Trend zu Ungunsten der Kernstadt zu interpretieren, sondern als Konsequenz des starken Wachstums der vergangenen Jahre, welches zunehmend weniger von der Kernstadt alleine bewältigt werden kann. Die erhöhte Nachfrage im polizentralen Umland führt dort ihrerseits zu Wohnungsknappheiten und Miet- und Immobilienpreissteigerungen.

Ausblick
Angesichts der derzeit hohen Anziehungskraft Stuttgarts als Wohn- und Arbeitsplatzort kann davon ausgegangen werden, dass die Landeshauptstadt im nächsten Jahrzehnt weiterwachsen und die Nachfrage nach Wohnungen kurz- bis mittelfristig auf einem hohen Niveau bleiben wird. Daher muss es weiterhin das Ziel sein, die fehlenden Bauflächen in Stuttgart in den nächsten Jahren durch verstärkte Anstrengungen in der Innenentwicklung und der Umwandlung von Konversionsflächen zu schaffen. Gleichzeitig ist der Markt durch verschiedene Ausgleichsmechanismen gekennzeichnet. So zeigen die Wanderungsdaten der vergangenen Jahre, dass Wohnungsengpässe innerhalb Stuttgarts zum Teil durch Abwanderungen in das Umland kompensiert werden können. Wegen der künftig weiter steigenden Einwohner- und Haushaltszahlen, der positiven Einkommenssituation und den weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen wird sich in den nächsten Jahren jedoch keine Entspannung auf dem Stuttgarter Wohnungsmarkt abzeichnen. Entsprechend ist auch von weiteren Preissteigerungen bei Miet- und Eigentumswohnungen auszugehen.

Das Themenheft Nr. 1/2019 ist beim Statistischen Amt zum Preis von 11 Euro erhältlich, Eberhardstraße 39, 70173 Stuttgart, Telefon 0711/216-98587, E-Mail [email protected] sowie als kostenfreier Download unter www.stuttgart.de/statistik-infosystem.


Vermieter muss bei Wasserschaden Tapete ersetzen

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Kommt es in einem Mietshaus zu einem Wasserschaden, werden immer wieder auch darunterliegende Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen. Häufig sind dann neue Tapeten notwendig. Die Mieter können sich dabei an ihre Vermieter halten, die auftretende Mängel beseitigen müssen. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe, weist auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main (10 U 8/18) hin.

Durch die unsachgemäße Reparatur eines Wasserhahns trat in einer vermieteten Wohnung Wasser aus und drang über Decken und Wände in die darunterliegende Wohnung. Dort wurde die Tapete erheblich beschädigt. Deren Mieter verklagte die Mieterin der oberen Wohnung, ihm die Kosten von rund 6.500 Euro für eine Neutapezierung zu ersetzen. Die Klage wurde abgewiesen.

Laut dem Urteil kann sich ein Mieter in einem solchen Fall nur an seinen Vermieter halten. Dieser muss auftretende Mängel in der Wohnung beseitigen, auch wenn dafür Dritte verantwortlich sind, bei denen sich der Vermieter schadlos halten kann. Mieter könnten nur dann einen Schaden selbst geltend machen, wenn der ihnen gehörende Hausrat beschädigt wird. Die beschädigte Tapete sei jedoch wesentlicher Bestandteil des Gebäudes und damit Teil des Gebäudeeigentums. Die Württembergische Versicherung rät daher Vermietern zum Abschluss einer Wohngebäudeversicherung, die Leitungswasserschäden einschließt.


Freie Wähler starten Online-Petition

Aktion richtet sich gegen gegen nicht korrekt aufgestellte Feinstaubmessanlagen

Kreis Esslingen.| Mit einer Online-Petition beim Deutschen Bundestag machen die Freien Wähler aus dem Landkreis Esslingen Front gegen die nach ihrer Meinung nicht korrekt aufgestellten Messanlagen beim Feinstaub.

Die seit 1. Januar bzw. 1. April 2019 verfügten Fahrverbote für Dieselautos bis Euro 4 bewegen nicht nur die Fahrzeugeigner in Stuttgart und im betroffenen Umland. Viele Menschen darüber hinaus erkennen eine unverständliche Ungleichbehandlung, wenn sie die Situation in anderen EU-Staaten beobachten. Obwohl in einer Reihe europäischer Großstädte deutlich schlechtere Luftverhältnisse als in Stuttgart herrschen, werden dort Fahrverbote entweder überhaupt nicht verhängt oder deutlich flexibler gehandhabt.

Wie kann das sein, obwohl die Grenzwerte in der ganzen EU gleich sind? „Das treibt uns schon eine Weile um“ sagt Bürgermeister Bernhard Richter, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Kreistag Esslingen.

Viele meinen, das liege an den Vorgaben der EU. Das scheint aber gar nicht so zu sein. Die EU-Vorgaben sind in die 39. Änderung der Bundesimmissionsschutzverordnung eingeflossen. Obwohl die EU ganz konkrete Vorgaben für das Aufstellen von Messstellen geregelt hat, hat dies der Bundestag bei der Umsetzung in nationales Recht „etwas locker“ formuliert. Dadurch gelten in Deutschland andere Regeln als in den übrigen Ländern. „Das ist ungerecht, führt faktisch zur Enteignung von Dieselbesitzern, gefährdet im großen Stil Arbeitsplätze und belastet durch den Ausweichverkehr die Städte und Gemeinden im Umland der Fahrverbotszonen“ kritisiert Richter mit Nachdruck. „Dagegen wollen wir uns wehren“, ergänzt er.

Als Beispiel nennt er die Messstelle am Neckartor in Stuttgart. Die Richtlinie 2008/50/EG der EU fordert, dass Messstellen nicht zu kleinräumig, mit ausreichendem Abstand zu Emissionsquellen messen, sodass sich Emissionen ausreichend mit der Umgebungsluft vermischen können. Dazu gehört, dass Messstellen repräsentativ für 100 Meter Straßenabschnitt sein müssen und dass im Umkreis von 270 Grad über mehrere Meter der Luftstrom um einen Messeinlass nicht durch Hindernisse (Gebäude, Bäume, usw.) beeinträchtigt werden darf. Die Freien Wähler haben erhebliche Zweifel, ob das eingehalten ist. Sie fordern daher, dass ein öffentlich vereidigter Sachverständiger bestätigen muss, dass die EU-Vorgaben auch tatsächlich umgesetzt sind. „Für alles Mögliche gibt es DIN-Normen und Zertifikate – bei Feinstaubmessstellen darf dies aber eine Behörde einfach festlegen“, bemängeln die Freien.

Die Petition ist bereits eingereicht und wird im Moment von der Verwaltung des Petitionsausschusses geprüft. Wenn sie online geht, müssen innerhalb von 4 Wochen 50.000 Unterzeichner zusammenkommen. Dann erzwingt dies eine öffentliche Diskussion im Petitionsausschuss.

Der Zeitpunkt ist vor der Europawahl bewusst gewählt. An den Infoständen zur Wahl soll kräftig diskutiert werden. Angesichts der hohen Zahl an Betroffenen nicht nur in der Region Stuttgart, sondern im gesamten Bundesgebiet, rechnen die Freien Wähler mit einer regen Beteiligung und großen Unterstützung für die eingereichte Petition.


Stufenfreie Wege durch den Bonatzbau während der gesamten Bauzeit

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  • Neuer Aufzug verbindet kleine Schalterhalle mit Arnulf-Klett-Platz
  • Arbeiten beginnen Anfang Mai
  • Weiterer Aufzug folgt 2020 in der großen Schalterhalle

Stuttgart.| In Vorbereitung für die Modernisierung des historischen Bonatzbaus beginnt die Deutsche Bahn am Montag, 6. Mai damit eine Wegeführung zu bauen, die auch für in der Mobilität eingeschränkte Reisende geeignet ist. Im Zuge dieser Arbeiten wird ein Aufzug eingebaut, der während der rund vierjährigen Bauzeit eine stufenfreie Verbindung zwischen Arnulf-Klett-Platz und kleiner Schalterhalle gewährleistet.

Während der Modernisierung des Bonatzbaus werden immer mindestens zwei Zugänge zum Querbahnsteig durch den Bonatzbau aufrechthalten. Bei der Planung des Bauablaufs wird dabei stets berücksichtigt, dass mindestens eine barrierefreie Wegeführung erhalten bleibt. Auch die barrierefreie Verbindung zwischen der S-Bahn und den Zügen des Fern- und Regionalverkehrs ist über die gesamte Bauzeit jederzeit sichergestellt.

Treppenbreite zur kleinen Schalterhalle während Arbeiten eingeschränkt
Für den Einbau des neuen Aufzugs ist es notwendig einen Teil der bestehenden Treppe zur kleinen Schalterhalle abzubrechen, um an dieser Stelle für den neuen Aufzug inklusive Tragwerk Platz zu schaffen.

Während der Bauzeit steht Reisenden und Besuchern des Bahnhofs etwa die Hälfte der gewohnten Treppenbreite zur Verfügung. Der neue Aufzug soll im Laufe des Jahres 2019 in Betrieb gehen um während der baubedingten Schließung des Nordausgangs eine stufenfreie Wegeführung bieten zu können.

Reisende können den Aufenthaltsbereich im Bonatzbau noch bis Ende dieses Jahres nutzen. Anfang 2020 beginnen die rund 4-jährigen Hauptbauarbeiten mit der bauphasenbedingten wechselnden Wegeführung.


Wiederbestellung der stellvertretenden Kreisbrandmeister

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Kreistag bestellt Thomas Frech und Rainer Just für weitere 5 Jahre in dieses Ehrenamt

Kreis Böblingen.| Thomas Frech, Stadtbrandmeister der Stadt Böblingen und Rainer Just, stellvertretender Amtsleiter des Bereichs Feuerwehr und Bevölkerungsschutz bei der Stadt Sindelfingen werden für die Zeit vom 1. Mai 2019 bis 30. April 2024 erneut zu stellvertretenden Kreisbrandmeistern bestellt. Thomas Frech übernimmt diese Aufgabe seit 20 Jahren, Rainer Just seit 5 Jahren. Beide „machen einen tollen Job“, wie Landrat Roland Bernhard vor dem Gremium des Kreistags betonte.

Der Landkreis hat die Aufsicht über das Feuerwehrwesen für die kreisangehörigen Gemeinden und für die Betriebe, Einrichtungen und Verwaltungen mit Werkfeuerwehr in den kreisangehörigen Gemeinden. Die Kreisbrandmeister sind dabei für die feuerwehrtechnischen Angelegenheiten zuständig. Nach dem Feuerwehrgesetz (FwG) Baden-Württemberg hat jeder Landkreis einen hauptamtlichen Kreisbrandmeister und einen oder mehrere Stellvertreter zu bestellen, die diese Position immer jeweils für die Dauer von fünf Jahren als Ehrenbeamte besetzen.

Die stellvertretenden Kreisbrandmeister sind gemeinsam mit dem Kreisbrandmeister in eine Rufbereitschaft eingebunden und stehen während dieser Zeiten sowie darüber hinaus den Feuerwehren des Kreises mit ihrem Wissen sowie ihren vielfältigen Erfahrungen zur Verfügung. Bei größeren Schadensereignissen, wie etwa dem Brandereignis auf dem Golfplatz in Holzgerlingen, werden sie von der integrierten Leitstelle automatisch hinzugerufen.