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StartLokalesStuttgartMaßnahmen des Wildgänsemanagements in Stuttgart gestartet

Maßnahmen des Wildgänsemanagements in Stuttgart gestartet

LokalesStuttgartMaßnahmen des Wildgänsemanagements in Stuttgart gestartet

Stuttgart.| Stuttgart und das Land Baden-Württemberg haben ein gemeinsames Wildgänsemanagement gestartet. Die Nil- und Grauganspopulationen sollen auf städtischen Flächen gezielt gesteuert werden, um Nutzungskonflikte zu verringern, die Aufenthaltsqualität zu verbessern und heimische Wasservögel zu schützen.

Wildgänse sind im Stuttgarter Stadtgebiet seit mehreren Jahren zunehmend präsent. Vor allem Grau- und Nilgänse nutzen Grünanlagen, Sportflächen und Freibäder ganzjährig als Aufenthalts- und Brutorte. Das hat Folgen für Mensch und Natur: Wildgänse verschmutzen Wege, Liegeflächen und Sportanlagen und schränken deren Nutzung deutlich ein. In Stuttgart lassen sich große Schäden und Verunreinigungen besonders am Eckensee im Schlossgarten, am Max‐Eyth‐See und in den Stuttgarter Freibädern feststellen. In sensiblen Bereichen wie Spielplätzen oder Freibädern entstehen zusätzliche hygienische Probleme. Zudem kommt es während der Brutzeit vereinzelt zu aggressivem Verhalten. Auch Vegetation, Uferbereiche und heimische Wasservögel sind betroffen. Ziel des Managements ist es, die Präsenz der Wildgänse auf besonders betroffenen Flächen zu steuern, Nutzungskonflikte zu reduzieren und die heimische Fauna zu schützen. Gleichzeitig soll die Aufenthaltsqualität in Parks und Grünanlagen verbessert werden.

Mit dem Start der Maßnahmen setzt die Stadt Stuttgart das gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg entwickelte Wildgänsemanagement um. Anfang 2025 haben die Landeshauptstadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg das Projekt „Urbanes Wildgänsemanagement im Stadtgebiet Stuttgart“ initiiert und mit einem Monitoring auf ausgesuchten Flächen angefangen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll bestehende Mensch-Wildgans-Konflikte durch fachlich abgestimmte Maßnahmen wirksam reduzieren.

Maßnahmen zur Eindämmung der Wildganspopulationen

Die Stadt hat Anfang März dieses Jahres mit der schrittweisen Umsetzung auf besonders betroffenen Flächen begonnen. Dazu zählen die städtischen Freibäder, ausgewählte Sportanlagen, der Höhenpark Killesberg sowie weitere Grün- und Erholungsbereiche. Ein zentrales Element ist das Monitoring der Wildgänsebestände, welches in 2026 fortgesetzt wird. Art, Anzahl sowie zeitliche und räumliche Nutzungsmuster werden systematisch erfasst. Die Daten werden bei der unteren Jagdbehörde gebündelt und dienen als Grundlage für weitere Entscheidungen. Das Maßnahmenpaket umfasst präventive und regulierende Ansätze, darunter Fütterungsverbote, Anpassungen der Lebensraumgestaltung und Vergrämungsmaßnahmen. Jagdliche Maßnahmen kommen erst dann zum Einsatz, wenn weniger starke Maßnahmen nicht greifen. Auswahl und Umsetzung richten sich nach den örtlichen Gegebenheiten und dem jeweiligen Konfliktpotenzial.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper macht deutlich: „Inzwischen muss man geradezu von einer Nilgans-Invasion sprechen. Dies führt zu starken Verunreinigungen und zu großen Schäden. Deswegen müssen wir alles im Rahmen unserer Möglichkeiten unternehmen, um die Nilgans-Population zurückzudrängen. Wir verbessern damit nicht nur die Sauberkeit in unserer Stadt, sondern schützen auch unsere heimischen Wasservogelarten.“

Stadtjäger Christian Schwenk gibt einen Ausblick auf den Ablauf des Managements: „Ich setze seit Anfang März das systematische Monitoring der Wildgänse aus dem Jahr 2025 auf ausgesuchten Flächen fort. Die Gelegebehandlung und die Vergrämung der Tiere mit einer Drohne, abseits ihrer Brutplätze, sind die ersten Maßnahmen.“

Die Abstimmung zwischen Stadt, Land und weiteren beteiligten Stellen erfolgt im Rahmen des regelmäßig tagenden Runden Tisches Wildgänse. Dort werden Erfahrungen ausgetauscht, Maßnahmen koordiniert und deren Wirkung bewertet.


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