Der SGV Freiberg Fußball holt William Rodrigues in seinen Kader

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Freiberg a. N.| Der 26-jährige, 1,81 große Brasilianer wechselte zur Saison 2017/18 vom brasilianischen Clube Atlético Metropolitano, zum SC Austria Lustenau und spielte in zwei Spielzeiten 43 Mal für den Zweitligisten Österreichs. 2019/20 wechselte er zum Ligakonkurrenten SV Lafnitz, wo er in der „Corona“-Saison zu zwölf Einsätzen für die Steirer kam. Seit dem 01.07.20 war Rodrigues ohne Vertrag und so konnte SGV-Sportdirektor Dr. Christian Werner den Brasilianer, mit dem er bei Lustenau bereits ein Jahr zusammenarbeitete, für den Freiberger Oberligisten gewinnen.

„Er wird etwas Zeit benötigen, bis er körperlich auf Topniveau ist, dann wird er aber eine große Verstärkung für unser Team werden. „Willy“ kann sowohl im defensiven Mittelfeld, als auch als Innenverteidiger eingesetzt werden“, so Werner.

William Rodrigues: „Ich freue mich Teil des Teams zu sein und möchte die Mannschaft bestmöglich unterstützen. Ich habe jetzt schon einen sehr guten Eindruck vom Verein und freue mich auf die kommende Zeit“.


Schlachthof Gärtringen: Landratsamt untersagt vorübergehend Schlachtungen

Kreis Böblingen.| Das Landratsamt hat dem Betreiber des Schlachthofes Gärtringen den weiteren Schlachtbetrieb vorübergehend untersagt. Die Verfügung werde erst wieder aufgehoben, wenn der Betreiber ein schlüssiges Gesamtkonzept vorlegt in dem klar dargelegt ist, wie künftig tierschutzgerechtes Agieren sichergestellt wird, z.B. durch bauliche Maßnahmen, personelle Aufstockungen und Qualifizierungen.

Das Landratsamt hatte seit Bekanntwerden der Vorwürfe durch verdoppelten Personaleinsatz die lückenlose Überwachung einer tierschutzgerechten Schlachtung sichergestellt. Die Einhaltung tierschutzrechtlicher Bestimmungen ist allerdings zuvorderst Aufgabe des Schlachthofbetreibers. Da dieser entsprechend verfügte Maßnahmen bisher nur unzureichend umgesetzt hat, ist es geboten, den weiteren Schlachtbetrieb vorläufig zu untersagen.

Landrat Roland Bernhard: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht einfach gemacht, sie bietet aber die Chance für einen Neustart. Wir wissen um die wichtige Bedeutung des Schlachthofes für die Landwirte und Metzger in der Region und wir sind gerne bereit, einen Neubeginn konstruktiv zu unterstützen. Aber zum Wohl der Tiere müssen wir nun so handeln. Wir hoffen auf konzeptionelle Vorschläge des Betreibers, um ein regionales Angebot für Landwirtschaft und Metzgereien im Kreis Böblingen zu halten. Die tierschutzrechtlichen Anforderungen müssen dabei erfüllt sein.“


Schlachthof Gärtringen: Landratsamt soll Video-Rohmaterial am Montag erhalten

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Kreis Böblingen.| Das Landratsamt Böblingen hat die SOKO Tierschutz gebeten, das Rohmaterial der Videoaufnahmen aus dem Schlachthof Gärtringen zu übergeben. Für eine schnelle Abwicklung wurde ein Kurierdienst angeboten. Der Verein meldet zurück, dass eine Übergabe nicht vor Montag stattfinden kann. Angesichts dessen, dass es sich um umfangreiches Datenmaterial handelt, wird die Auswertung Zeit in Anspruch nehmen.

Derzeit überwacht das Landratsamt den Betrieb im Schlachthof mit verdoppeltem Personal, sodass eine durchgängige Kontrolle am Zutrieb und der Betäubungsstation gewährleistet ist. Weiterhin werde die vorübergehende Stilllegung des Betriebs geprüft.


Steuern sparen bei der energetischen Sanierung

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Die Bundesregierung hat 2020 neue steuerliche Förderungen für die energetische Sanierung eingeführt. Immobilienbesitzer können im Rahmen des „Klimapakets“ Aufwendungen für energetische Sanierungen von selbstgenutztem Wohneigentum in beträchtlicher Höhe steuerlich geltend machen – sofern dem Finanzamt eine Bescheinigung vom ausführenden Fachbetrieb zur Durchführung der Maßnahmen vorgelegt wird. Darauf weist die Wüstenrot Bausparkasse AG hin.

Energetische Sanierungen am selbstgenutzten Wohneigentum können – sofern dieses älter als zehn Jahre ist – die Steuerlast eines Immobilienbesitzers um maximal 40.000 Euro senken. Voraussetzung dafür sind eigene Investitionen von bis zu 200.000 Euro – und eine Bescheinigung über die Durchführung der baulichen Maßnahmen durch den ausführenden Fachbetrieb. Dies geschieht auf einem behördlich vorgegebenen Musterformular – gegebenenfalls auch elektronisch. Ohne die Bescheinigung, die dem Finanzamt im Rahmen der Steuererklärung vorgelegt wird, gibt es keine Steuerermäßigung.

Einen Steuervorteil können Wohneigentümer übrigens auch dann erhalten, wenn sie die Immobilie, die energetisch saniert wird, nur in Teilen selbst bewohnen – etwa bei einem Mehrfamilienhaus. Die Steuerermäßigung fällt dann anteilig aus.

Auch im Rahmen einer Wohnungseigentums-gemeinschaft (WEG) können Immobilienbesitzer von Steuererleichterungen profitieren. Bauliche Maßnahmen zur energetischen Sanierung kann hier der WEG-Verwalter für alle beteiligten Wohnungseigentümer zentral beauftragen – nicht jeder Besitzer muss also gesondert tätig werden. Die ihnen zustehende Steuerförderung aus den Maßnahmen der WEG zur energetischen Sanierung können die einzelnen Wohnungseigentümer dann entsprechend ihrem Miteigentumsanteil prozentual steuerlich geltend machen. Dafür kann der Verwalter den Eigentümern Abschriften der Bescheinigungen zur Verfügung stellen und darauf deren Eigentumsanteil vermerken.

Wer die selbstgenutzte Eigentumswohnung allein saniert, profitiert auch allein. Aufwendungen zur energetischen Sanierung, die innerhalb einer WEG klar einer bestimmten Wohnung zugeordnet werden können, kommen steuerlich auch nur dem Eigentümer dieser Wohnung zugute. Dessen Steuerlast verringert sich entsprechend.


Stuttgart Reds auf Augenhöhe mit dem deutschen Meister

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Zum amtierenden deutschen Meister nach Heidenheim führte der Doppelspieltag der Baseball Bundesliga die Stuttgarter Baseballer. In zwei knappen Partien schlugen sich die Reds sehr gut, standen aber am Ende des verregneten Spieltages mit leeren Händen da. Beide Partien gingen knapp verloren, Spiel 1 endete 4:2, in Spiel 2 entschied erst ein Walkoff Home Run zum 6:3 im letzten Spielabschnitt die Partie zugunsten des Gegners. Die TVC Baseballer finden sich nun auf einem geteilten dritten Platz der Liga mit Mainz und München wieder.

Gegen das Ausnahmeteam aus Heidenheim kamen die Roten im schwäbischen Derby gut ins Spiel. Wiliam Germaine konnte einen defensiven Fehler des Heimteams zur 1:0 Führung für die Reds nutzen. Die offensive Rallye hätte durchaus noch weiter gehen können, Jonas van Bergen und Dustin Ward lauerten bei einem Aus auf den Bases. Doch ein Double Play erstickte die Hoffnungen auf weitere Punkte im Keim.

Was sich in der Reds Defensive im ersten Innings schon abzeichnete, rächte sich in der Folge. Walks durch unpräzise Würfe von Reds Pitcher Marcel Giraud führten zu Walks, und wo im ersten Spielabschnitt die Defense noch Punkte verhindern konnten schlug Heidenheim im zweiten Inning zu und verbuchten drei Punkte für sich zum 3:1 Zwischenstand. Ein Single Home Run auf jeder Seite, für die Reds erneut durch William Germaine, erhöhten das Ergebnis am Ende auf 2:4 aus Sicht der Reds. Sechs Hits für die Reds gegenüber sieben auf Heidenheimer Seite zeigen wie ausgeglichen das Spiel war, im entscheidenden Moment verwertete Heidenheim die sich bietenden Chancen einfach konsequenter.

Auch in Spiel zwei legten die Baseballer aus der Landeshauptstadt vor. Auf ein Single von Danilo Weber überquerte Xavi Gonzelez die Homeplate zum 1:0. Dustin Ward blieb sich als Starting Pitcher treu. Zum dritten Mal in Folge gab er beim ersten Schlagmann einen Home Run ab. Nach zwei Walks und einem Single ging Heidenheim mit 2:1 in Führung.

Im dritten Inning drehten die Reds das Spiel zu ihren Gunsten. Nach einem Walk von Xavi Gonzalez war erneut auf William Germaine verlass. 2 Punkte durch seinen Home Run brachten die 3:2 Führung für die Gäste. Im fünften Inning ließ Reds Pitcher Ward, der sich heftig gegen die Heidenheimer Offensiv-Übermacht stemmte, einige Base Runner zu. Einer schaffte es über die Homeplate zum Ausgleich, 3:3.

Das Unentschieden hielten die Reds bis kurz vor Spielende. Offensiv konnten die Roten nicht mehr nachlegen, bei bereits zwei Aus gelang Heidenheim ein weiterer Home Run zum 3:6 Endstand aus Stuttgarter Sicht.

Trotz der Niederlagen können Coach Curtis di Salle und Manager André Fink ein positives Resümee ziehen. Auch wenn gegen die beiden dominierenden Teams der Liga, Regensburg und Heidenheim, dieses Jahr kein Sieg drin war, zeigte das jüngste Team der Liga sein Potential bei vielen Gelegenheiten.

Am kommenden Freitag, 4. September spielen die Reds ihr nächstes und in der verkürzten Saison bereits vorletztes Heimspiel gegen die Ulm Falcons, die ohne Punkte aktuell am Tabellenende stehen. Das Flutlichtspiel im TVC Ballpark auf dem Schnarrenberg startet um 19 Uhr.


Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Esslingen steigt wieder an

Kreis Esslingen.| Seit Anfang März haben sich nachweislich 2.210 Menschen im Landkreis Esslingen mit dem Corona-Virus infiziert. 139 Menschen sind an oder mit dem Virus verstorben. Nachdem die erste Welle Ende Mai abebbte, steigt die Zahl der Infektionen seit Mitte August wieder an. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 15,9.

„Wir müssen uns jetzt alle sehr vernünftig verhalten, damit wir nicht eine weitere Welle auslösen“, sagte Landrat Heinz Eininger bei einem Pressegespräch am Freitag, 28. August im Esslinger Landratsamt. „Dabei kommt es auf jeden Einzelnen an! Es gelten weiterhin Abstandsregeln, Hygieneregeln und das Tragen von Alltagsmasken.“

Den größten Anteil der positiv getesteten Personen im Landkreis macht derzeit die Gruppe der Reiserückkehrer mit 65 Prozent aus. Die meisten davon sind in der Altersgruppe von 21 bis 30 Jahren (38 Prozent). Die Länder, aus denen die Reisenden kommen, liegen überwiegend auf dem Balkan wie Kroatien, Bosnien, Serbien. Weit dahinter reihen sich getestete Reiserückkehrer aus Frankreich und Spanien ein. Auch die Zahl der Corona-Infizierten ist bei den Rückkehrern aus diesen Ländern deutlich geringer.

Im Corona-Abstrichzentrum in Nürtingen sind in den vergangenen Tagen täglich zwischen 200 und 300 Personen durchschnittlich getestet worden. In Spitzenzeiten kamen mehr als 400 Menschen pro Tag zum Abstrich, auch nachdem die Welle im Frühjahr abgeebbt war. „Bei einer weiteren Infektionswelle können wir am CAZ relativ kurzfristig Potenzial für bis zu 800 Tests pro Tag schaffen“, sagte der Gesundheitsdezernent Christian Baron. Inzwischen stehe auch fest, dass das Abstrichzentrum auf dem Festplatz in Oberensingen zunächst bis Anfang nächsten Jahres betrieben werden könne.

In den medius KLINIKEN sind momentan fünf an Covid-19 erkrankte Patienten in stationärer Behandlung. Am Standort in Kirchheim ist ein Patient auf der Isolierstation, in Nürtingen werden drei Patienten stationär behandelt, einer auf der Isolationsstation und zwei auf der Intensivstation. Einer der Intensivpatienten muss beatmet werden. In Ruit wird ein Patient auf der Intensivstation behandelt. Die kreiseigenen Kliniken sind für eine weitere Infektionswelle gut vorbereitet. 30 Prozent der Beatmungskapazitäten werden nach wie vor für Corona-Patienten vorgehalten, inzwischen wurde auch ein guter Bestand an Schutzausrüstung auf Vorrat angelegt.

Beim Gesundheitsamt arbeiten zusätzlich zwei Ärztinnen und drei so genannte RKI-Scouts sowie eine Gesundheitswissenschaftlerin im Covid-Team am Infektionsschutz. Zudem wurde beim Gesundheitsamt eine neue Software installiert, mit der die Daten direkt übermittelt werden können. Für die Bewältigung der Aussteigekarten durch das für den Flughafen Stuttgart zuständige Gesundheitsamt des Landkreises Esslingen hat das Sozialministerium ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr gestellt. Seit Mitte August arbeiten 14 Soldaten die Aussteigekarten ab.

„Wir haben die Zeit nach der Infektionswelle genutzt und sind gut aufgestellt, um einen weiteren Anstieg von Infektionen gut bewältigen zu können“, sagte der Landrat.

Auch die kreiseigenen Schulen sind für den Schulstart nach den Sommerferien gut gerüstet: Es gibt detaillierte Hygienepläne und über das „Sofortausstattungsprogramm“ kann bedürftigen Schülern ein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt werden. Die Kreisverwaltung hat dafür sehr frühzeitig 1.300 I-Pads sowie weiteres Zubehör bestellt. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Hardware schon kurz nach Schuljahresbeginn ausgeben können. Bei der Digitalisierung an unseren Schulen sind wir ganz vorne mit dabei“, sagte Eininger.


Diesel-Verkehrsverbot: Verstöße werden ab Oktober sanktioniert

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Beschilderung der kleinen Umweltzone planmäßig umgesetzt

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart sowie die umliegenden Landkreise haben das Diesel- Verkehrsverbot in der kleinen Umweltzone Ende August vollständig umgesetzt: Mittlerweile stehen alle Schilder. Laut der aktuellen 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans gilt das Verkehrsverbot – vorbehaltlich weiterer gerichtlicher Entscheidungen – seit dem 1. Juli 2020 für Dieselfahrzeuge der Euronorm 5/V und schlechter. Die davon betroffene Zone erstreckt sich über den Stuttgarter Talkessel sowie die Stadtbezirke Bad Cannstatt, Feuerbach und Zuffenhausen – die sogenannte kleine Umweltzone. Verstöße gegen das neue Diesel-Verkehrsverbot werden ab Oktober 2020 geahndet. Das Bußgeld beträgt nach dem derzeit gültigen Bußgeldkatalog 80 Euro zuzüglich Gebühren und Auslagen.

Das Diesel‐Verkehrsverbot für Euro-5/V‐Fahrzeuge gilt zusätzlich zum seit Januar 2019 bestehenden stadtweiten Diesel‐Verkehrsverbot für Fahrzeuge der Euronorm 4/IV und schlechter. Es wurde vom Land Baden‐Württemberg angeordnet und ist eine Maßnahme der 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans. Die kleine Umweltzone schließt die bislang bestehenden Einzelstreckenverkehrsverbote für Euro-5- Dieselfahrzeuge ein. Die Schilder des streckenbezogenen Verkehrsverbots wurden – unter Vorbehalt weiterer Gerichtsentscheidungen – verdeckt.

Die Ausnahmekonzeption zum Diesel‐Verkehrsverbot für Euro-5/V‐Fahrzeuge ist im Bundesimmissionsschutzgesetz und in der 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans geregelt. So ist der geschäftsmäßige Lieferverkehr generell vom Verbot ausgenommen. Weitere allgemeine Ausnahmen gibt es unter anderem für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst sowie Menschen mit Behinderung und in medizinischen Notsituationen. Vom Verkehrsverbot dauerhaft ausgenommen sind zudem Fahrzeuge mit einer Hardwarenachrüstung. Temporär bis zum 30. Juni 2022 sind Fahrzeuge mit einem Softwareupdate zur Emissionsminderung von Stickstoffoxid ausgenommen, wenn dieses vom Kraftfahrt‐Bundesamt anerkannt wurde.

In berechtigten Fällen können Ausnahmegenehmigungen beantragt werden
Neben den allgemeinen Ausnahmen sieht die Ausnahmekonzeption auch Spezialfälle vor, für die eine Einzelausnahmegenehmigung beantragt werden kann. Die Beantragung der Ausnahmegenehmigung ist über ein Online‐Tool möglich: Unter https://service.stuttgart.de/lhs-services/ag-diesel-verkehrsverbot/ können Antragsteller ihre Daten und erforderlichen Dokumente hochladen. Darüber hinaus können Anträge auch persönlich vor Ort bei den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ausnahmegenehmigungsteams vom Amt für öffentliche Ordnung in der Jägerstraße 14, 70174 Stuttgart, gestellt werden. Wegen der aktuellen Corona‐ Pandemie ist eine persönliche Vorsprache derzeit nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich. Telefonisch ist das Team unter 0711/216−32120 zu erreichen. Fragen zur Antragstellung werden schriftlich auf dem Postweg oder per E‐ Mail an [email protected] entgegengenommen. Zudem informiert das Service‐Center der Stadt Stuttgart von montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr, unter der zentralen Rufnummer 0711/216−0 (nicht für Terminanfragen).

Die Mitarbeiter des Ausnahmegenehmigungsteams werden die Anträge zu den Ausnahmegenehmigungen so schnell wie möglich bearbeiten. Wie lange die Bearbeitung dauert, hängt vom Einzelfall, aber auch von der Anzahl der eingegangenen Anträge ab.

Ausnahmegenehmigungen sind ein Jahr lang gültig. Die Antragsteller erhalten sie nur in begründeten Fällen. Alleine der Tatbestand, in Stuttgart zu arbeiten, reicht für eine Ausnahmegenehmigung nicht aus. Welche Bedingungen erfüllt sein müssen und welche Unterlagen für einen Ausnahmeantrag erforderlich sind, ist auf www.stuttgart.de/ausnahmegenehmigung‐verkehrsverbot erläutert.

Anwohner haben keine Übergangsfrist
Zu beachten ist, dass es für Anwohner keine Übergangsfrist gibt. Der Gemeinderat hatte in seiner Stellungnahme der Stadt zur 5. Fortschreibung des Luftreinhalteplans angeregt, für Stuttgarter, die in der kleinen Umweltzone leben, eine Übergangsfrist von zwei Jahren einzuräumen. Das Land hat die Anregung aber nicht übernommen.

Antworten zu den häufigsten Fragestellungen bezüglich der Ausnahmeregelungen sowie wichtige Informationen stellt die Landeshauptstadt Stuttgart auf ihrer Internetseite unter dem Link www.stuttgart.de/diesel‐verkehrsverbot bereit. Der Fragen‐und‐Antworten‐Katalog wird fortlaufend aktualisiert und erweitert.


Laurents Hörr sichert trotz Blindflug Vorsprung in der Meisterschaft

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Team DKR Engineering trotzt widrigen Wetterbedingungen

Am vergangenen Samstag landete Hörr und sein Luxemburger Team mit ihrem Prototyp- Boliden der Kategorie LMP3 im französischen Le Castellet erneut auf Top-Positionen.

Erneut startete der Stuttgarter Hörr im Le Mans Cup und in der European Le Mans Series (ELMS), dieses Mal mit einem engen Zeitplan und beiden Rennen an einem Tag – inklusive spektakulärem Nachtrennen.

Mit Platz drei im Qualifying konnte der Teamkollege von Hörr im Le Mans Cup, der belgische Bronzefahrer Jean Glorieux eine gute Ausgangslage schaffen, und diese zu Beginn des Rennens auch behaupten. Bereits nach 20 Minuten begann es jedoch zu regnen, sodass auf Regenreifen gewechselt werden musste. Eine Fehlfunktion des Scheibenwischers machte es Glorieux im strömenden Regen nicht einfacher, er drehte sich zweimal und übergab in der Rennmitte auf Platz sieben an Hörr.

Der junge Stuttgarter ließ sich vom Scheibenwischer ohne Funktion nicht aufhalten und machte bei teilweise nicht vorhandener Sicht sogar noch Positionen gut – um am Ende einen vierten Platz einzufahren. Die Meisterschaftsgegner ließ das Team hinter sich und behält damit die Führung in der Meisterschaft.

Wenige Stunden später startete Hörrs Teamkollege, Bronzepilot Wolfgang Triller, ebenfalls im Regen, ins vierstündige Rennen der European Le Mans Series. Auf Platz vier übergab er nach zwei starken Stunden an François Kirmann. Der Franzose wurde während seines Stints leider in eine Kollision verwickelt um dann auf Platz 8 an den Schlussfahrer Laurents Hörr zu übergeben.

Der 22-Jährige drehte richtig auf und konnte auf der dunklen, halbnassen Piste die schnellsten Runden fahren, um noch zwei Positionen gut zu machen. Am Ende erreichte das Team in der ELMS Platz sechs.

„Wir konnten endlich wieder konkurrenzfähige Rundenzeiten fahren, das war ein guter Schritt nach vorne. Jetzt müssen wir intensiv daran arbeiten, dass keine Fehler mehr passieren, dann sind wir auch in der ELMS ganz vorne mit dabei“, resümiert Hörr.

Das nächste Rennen ist am 17.- 18. September (Le Mans Cup) im französischen Le Mans. Dieses Rennen findet unmittelbar im Vorprogramm der legendären 24h von Le Mans statt.


DFB-Frauen in Wiesbaden gegen England

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Die Frauen-Nationalmannschaft bestreitet ihr zweites Heim-Länderspiel nach dem Re-Start am Dienstag, 27. Oktober (ab 16:00 Uhr/live in der ARD) in der Brita-Arena in Wiesbaden. Das beschloss das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes im schriftlichen Umlaufverfahren. Gegner des Teams von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wird die Frauen-Nationalmannschaft Englands sein. In der hessischen Landeshauptstadt kommt es damit zum Rückspiel einer besonderen Partie. Ende vergangenen Jahres hatte die Frauen-Nationalmannschaft im Wembley-Stadion mit 2:1 gegen England gewonnen.

Martina Voss-Tecklenburg sagt: “Wir freuen uns auf das Spiel gegen einen starken Gegner, der uns fordern und die Möglichkeit geben wird, uns als Mannschaft auf einem Top-Niveau weiterzuentwickeln. Schon das Hinspiel in Wembley hat gezeigt, wie sehr unser junges Team von diesen Herausforderungen profitiert. Unsere Spielerinnen benötigen diese Erfahrungen, um individuell zu wachsen, genauso gilt das für uns als Mannschaft. Ich wünsche mir, dass unser Team die gleiche Leidenschaft und Spielfreude zeigt wie im Hinspiel, die Spielerinnen sollen mutig und selbstbewusst auftreten.”

Auf den Standort Wiesbaden fiel die Wahl unter anderem, weil das Stadion optimale Bedingungen zur Umsetzung des Hygienekonzeptes bietet, das Grundlage für die Austragung von Länderspielen ist. Die DFB-Auswahl setzt die aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochene Saison mit den beiden EM-Qualifikationsspielen gegen Irland in Essen am 19. September (ab 14 Uhr/live im ZDF) und Montenegro am 22. September (ab 16:00 Uhr/live in der ARD) fort. Die Europameisterschaft findet 2022 in England statt.


Bietigheim siegt gegen Oppenweiler/Backnang

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von Bernhard Gaus

Oppenweiler.| Das sah doch schon wieder ganz nach Handball aus. Am Samstag präsentierte sich Zweitligist SG BBM Bietigheim im Test beim HC Oppenweiler/Backnang in bester Spiellaune und gewann den Vergleich mit 29:37(15:17) Toren. „Ich bin zufrieden mit dem momentanen Zustand der Mannschaft“, sagt SG-Coach Hannes Jón Jónsson nach der vierten Trainingswoche.

Nur 80 Zuschauer waren am Samstag in der Oppenweiler Gemeindehalle zugelassen. Drittligist HCOB testet in Corona-Zeiten in einer Reihe von Begegnungen auch sein Hygiene- und Abstandskonzept. Wer vor Ort sein durfte, sah ein unterhaltsames Spiel, in dem sich der Zweitligist verdient durchsetzte. „An Flow, Timing und Absprachen fehlt zwar noch einiges“, so Bietigheims Übungsleiter, „aber das wird schon werden, wir haben dafür noch sechs Wochen Vorbereitungszeit.“

Bietigheim war in der Anfangsphase schnell mit 2:7 in Führung gegangen. Dann aber agierte die Mannschaft von HCOB-Trainer Matthias Heineke auf Augenhöhe. Auch drei aufeinanderfolgende Paraden des von der SG BBM nach Oppenweiler gewechselten Jürgen Müller im Tor sorgten dafür, dass der Drittligist wieder auf Tuchfühlung kam und fünf Minuten vor dem Pausenpfiff zum 13:13 ausgleichen konnte. Immer wieder konnten sich die beiden erfolgreichsten Werfer des HCOB, Felix Raff (8) und Marcel Lenz (8/2), in Szene setzen. Der Schlusspunkt im ersten Abschnitt gehörte der SG BBM und Christian Schäfer. Der Rechtsaußen war am Samstag mit einer 100%-Wurfquote bei neun Versuchen erfolgreichster Werfer auf dem Feld und verwandelte einen Siebenmeter zur 15:17- Pausenführung der SG BBM.

Bietigheim fehlte in diesem Test Jonathan Fischer, der in den ersten beiden Testspielen gegen Bregenz und Hard stark aufspielte. Jetzt bremsen den Kreisläufer vorübergehend Beschwerden an der Schulter. Rückraum-Talent Nikola Vlahovic betätigte sich indes nur als Wischer. Der 21-jährige, der in der vergangenen Saison mit Zweitspielrecht noch für beide Vereine spielte, soll nach seiner Ellbogen-OP frühestens im Oktober wieder unter Wettkampfbedingungen belastet werden. Ex-Weltmeister „Mimi“ Kraus wird erst im September wieder zur Mannschaft stoßen.

„Wir arbeiten im Augenblick mit Schwerpunkt an unserer 6-0-Abwehr“, sagt SG-Trainer Jónsson. „Da sehen vor allem die 15 Gegentore vor der Pause nicht besonders gut aus.“ Die Spielkontrolle blieb aber auch im zweiten Abschnitt bei den Bietigheimer Handballern, die ihre Führung mit einem Zwischenspurt von 20:23 auf 23:29 ausbauen konnten. Und auch in den letzten Minuten legte der Zweitligist noch eine Schippe drauf. Nach dem zwischenzeitlichen 28:33 markierte Dominik Claus mit der Schlusssirene seinen fünften Torerfolg zum 29:37-Endstand.

Jetzt hat die SG BBM den BGV-Cup der sechs baden-württembergischen Erst- und Zweitligisten vor Augen. Am Freitag greift die Mannschaft von Hannes Jón Jónsson gegen den TVB Stuttgart ins Geschehen ein. „Wir wollen vier Spiele bestreiten“, sagt der Isländer. Soll heißen: das Halbfinale soll‘s schon werden. Dazu müssten die Bietigheimer entweder den TVB oder die Rhein-Neckar Löwen hinter sich lassen.

SG BBM Bietigheim: Edvardsson (1. Hz), Lehmann (2. Hz) im Tor; Schäfer (9/1), Claus (5), Dahlhaus (5), Asmuth (3), Rentschler (3), Öhler (3), Boschen (3), M. Urban (2), Link (2), Barthe (1), L. Urban (1).