Wohnungseigentümer können zweckwidrige Nutzung untersagen

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Eigentümer und Mieter von Teileigentum müssen ihre nicht zu Wohnzwecken dienenden Räume so nutzen, wie dies in der Teilungserklärung geregelt ist. Die Eigentümergemeinschaft kann in der Regel gegen eine Nutzung vorgehen, die nicht der festgelegten Zweckbestimmung entspricht, falls sie dadurch beeinträchtigt wird. Die Wüstenrot Bausparkasse, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf zwei aktuelle Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) hin.

In einem Fall (V ZR 271/18) nutzte ein Mieter das Teileigentum als Eisdiele mit Tischen und Stühlen im Freien, obwohl es in der notariellen Teilungserklärung als „Laden“ ausgewiesen war. Die Eigentümergemeinschaft beschloss mehrheitlich, dagegen zu klagen, und bekam Recht. Laut dem Urteil beeinträchtigt eine solche Eisdiele die Eigentümer mehr als ein Laden, da insbesondere der Verzehr des Eises im Freien typischerweise mit mehr Lärm verbunden sei.

Anders entschied der BGH dagegen in einem weiteren Fall (V ZR 203/18), bei dem ein Verein eine angemietete Einheit als „Eltern-Kind-Zentrum“ nutzte. Obwohl die Einheit in der Teilungserklärung als „Laden mit Lager“ ausgewiesen war, sah der BGH das betriebene Zentrum als zulässig an. Zwar gehe von dieser Nutzung mehr Lärm aus als von einem Laden. Nach § 22 des Bundesimmissionsschutzgesetzes seien jedoch Kindertageseinrichtungen und vergleichbare Angebote für Kinder privilegiert. Die Anwohner müssten den damit verbundenen Lärm hinnehmen. Unzulässig wäre das Eltern-Kind-Zentrum laut der Entscheidung nur, wenn die gesamte Anlage ausschließlich zum Wohnen diene oder eine spezielle Zweckbestimmung habe, zum Beispiel als Ärztehaus.


 

Stuttgart bietet sicheren Hafen für Flüchtlinge

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Nach Bränden in Flüchtlingslager: OB Kuhn appelliert an Bundesinnenminister – „Stuttgart bietet sicheren Hafen, wenn der Bund Flüchtlinge nach Deutschland holt“

Stuttgart.| Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat angesichts der Brände im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos an Bundesinnenminister Horst Seehofer den dringenden Appell gerichtet, jetzt den Flüchtlingen in Not schnell und unbürokratisch zu helfen. Kuhn erklärte am Mittwoch, 9. September: „Nach allem was wir über die Brände und die Situation der Flüchtlinge wissen, herrscht auf Lesbos höchste Not. Ich fordere daher den Bundesinnenminister auf, den Menschen schnell und unmittelbar zu helfen. Viele deutsche Städte haben sich im Rahmen der Initiative „Seebrücke“ bereiterklärt, Flüchtlingen wie denen auf Lesbos einen sicheren Hafen zu bieten und sie aufzunehmen. Auch Stuttgart wird sich daran beteiligen, wenn der Bund angesichts der verheerenden Lage auf Lesbos Flüchtlinge von der Insel rettet und nach Deutschland holt.“


Strategische Kooperation zwischen Bosch und SAP

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Mit neuem Standard sollen Unternehmensprozesse vereinfacht werden

Stärkung des digitalen Standorts Deutschland

  • Zusammenarbeit von Bosch und SAP liefert Lösungen für die weitere Standardisierung, Automatisierung entlang kompletter Wertschöpfungsketten.
  • Bosch bringt industrielle Kompetenz und Erfahrung mit zukunftsweisenden Technologien zur Weiterentwicklung von SAP-Lösungen ein.
  • Durch unternehmens- und industrieübergreifende Vernetzung profitieren auch externe Beteiligte von mehr Effizienz und Flexibilität.

Walldorf/Stuttgart.| Bosch und SAP wollen digitale Unternehmensprozesse vereinfachen und haben dazu eine strategische Kooperation vereinbart. Ziel der Partner ist es, einen digitalen Industriestandard unter anderem für den Austausch und die Verwendung von Unternehmensdaten entlang der Wertschöpfungskette weiter zu entwickeln. Damit werden Abläufe sowohl firmenintern als auch zwischen Unternehmen harmonisiert und weiter automatisiert – und so deutliche Effizienzsteigerungen erzielt. Aufgrund der starken Vernetzung beider Unternehmen in unterschiedlichen Branchen bietet die Kooperation Potenzial für die gesamte Wirtschaft. „Wir brauchen starke Partnerschaften, um die Digitalisierung Deutschlands voranzutreiben – indem wir mit SAP einen Standard schaffen, bieten wir einen Mehrwert auch für Kunden, Partner und Lieferanten“, erklärt Dr. Michael Bolle, Bosch-Geschäftsführer und CDO/CTO der Bosch-Gruppe.

Einen besonderen Stellenwert hat die Zusammenarbeit für die verarbeitende Industrie. Insbesondere die globale Automobilindustrie, mit ihren stark integrierten Lieferketten und zahlreichen Fertigungsstandorten, die heute oft noch individuell verwaltet und gesteuert werden, kann davon profitieren. Kern der Zusammenarbeit ist die Übertragung von Bosch-Geschäftsprozessen in die ERP (Enterprise Resource Planning) Softwaresuite SAP S/4HANA zur Planung, Steuerung und Verwaltung der Ressourcen von der Auftragserfassung über die Fertigung und Lieferung bis zur Rechnungsabwicklung. „Bosch hat durch seine industrielle Kompetenz und Technologieführerschaft in vielen Branchen eine herausragende Bedeutung für die globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, auf Basis von SAP S/4-HANA diese Expertise digital abzubilden – und so einen einheitlichen Industriestandard zu definieren, um die Vorteile der digitalen Transformation auch anderen Industrieteilnehmern zugänglich zu machen“, sagt Christian Klein, Chief Executive Officer der SAP SE. In der Kooperation arbeiten aus beiden Häusern Prozess-, Technologie- und Entwicklungsexperten eng zusammen und treiben so die interne Digitalisierung bei Bosch mit Hochdruck voran. So sollen beispielsweise mithilfe der S4/HANA Einführung und Transformation die Anzahl der ERP SAP Systeme halbiert werden. Allein im Bereich Bosch Mobility Solutions werden die produktiven Systeme auf eines reduziert. Dies trägt zu einer deutlichen Steigerung der Möglichkeiten zu Echtzeitanalysen und Steuerungsoptimierungen bei.

Höhere Wettbewerbsfähigkeit, agileres Handeln in dynamischem Umfeld
Bosch wird mit seiner tiefen Expertise in verschiedenen Geschäftsfeldern und -prozessen Einfluss auf die weitere Entwicklung von SAP S/4HANA nehmen – sowohl für eigene Belange als auch zum Vorteil der großen SAP Kundenbasis. SAP wird bei der Integration eine wichtige Rolle als Partner und Berater spielen – dank seiner vielfältigen Erfahrungen und seiner Marktführerschaft im Management von ERP-Systemen. Ziel der Standardisierung und Automatisierung der Prozesse ist eine entscheidende Vereinfachung der globalen Systemlandschaft, eine kontinuierliche Optimierung der Abläufe und ein noch sicherer Umgang mit Echtzeitanalysen. Insbesondere an den Schnittstellen zu den Lieferanten auf der einen und zu den Kunden auf der anderen Seite können erhebliche Potenziale im Austausch von Anforderungen, Planungen und Bedarfen gehoben werden. Neueste Technologien machen dies erstmalig in Echtzeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg unter allen Parteien möglich. So werden Wettbewerbsfähigkeit und Agilität dauerhaft von der Ebene der Unternehmenssteuerung bis hin zur Fertigung gesteigert.


Handball-Bundestrainer Groener nominiert Aufgebot 

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  • Voller Fokus auf die EHF EURO 2020 im Dezember
  • Doppel-Test gegen die Niederlande

Die Frauen-Nationalmannschaft geht ihre ersten Schritte in Richtung EHF EURO 2020 in Norwegen und Dänemark (3. bis 20. Dezember) im niedersächsischen Freren: Am Sonntag, 27. September, und damit 67 Tage vor dem EM-Auftakt gegen Rumänien, startet die DHB-Auswahl mit einem einwöchigen Lehrgang in die Nationalmannschaftssaison. „Diese Maßnahme wird für uns eine Besondere sein”, sagt Bundestrainer Henk Groener. „Es ist das erste Mal nach der WM im Dezember, dass wir als gesamte Mannschaft zusammenkommen und gemeinsam wieder das Gefühl in der Halle haben werden.”

Teil der Maßnahme sind zudem zwei Länderspiele gegen Weltmeister Niederlande, die am 1. (18.15 Uhr) und 3. Oktober (16.45 Uhr) in Lingen (jeweils live auf SPORT1) stattfinden sollen. Groener: „Es ist wichtig und freut mich sehr, dass wir zwei Länderspiele, wenn auch leider ohne unsere Fans, bestreiten können. Die Niederlande sind als amtierender Weltmeister ein Top-Gegner, der uns alles abverlangen wird. Für beide Mannschaften sind die Spiele außerdem eine gute Gelegenheit, zu sehen, wo sie nach der Corona-Pause stehen.“

Für den Lehrgang, der unter Beachtung aller Hygienevorschriften durchgeführt wird, hat das Trainer-Trio um Groener, Torwarttrainerin Debbie Klijn und den neuen Co-Trainer Dr. Alexander Koke 23 Spielerinnen nominiert. „Mit Blick auf die EHF EURO haben wir uns bewusst dafür entschieden, vielen Spielerinnen die Möglichkeit zu geben, sich zu zeigen”, sagt Groener. „Neben den Trainingseinheiten in der Halle, wollen wir auch darüber hinaus technisch-taktische Dinge gemeinsam besprechen.” Der niederländische Nationaltrainer Emmanuel Mayonnade hat seinerseits 25 Spielerinnen nominiert (zum Aufgebot).

Nach überstandener Schulterverletzung und einer mehr als einjährigen Nationalmannschaftspause kehrt Rückraumspielerin Xenia Smits wieder in die DHB-Auswahl zurück. Auch die aktuell noch verletzten Alicia Stolle und Meike Schmelzer sollen ab Mittwoch, 30. September, zum Team dazustoßen, um mit Blick auf die EHF EURO 2020 den Kontakt zu halten.

Das deutsche Torhüterinnen-Trio bilden bei der Maßnahme Dinah Eckerle, Ann-Cathrin Giegerich und Lea Rühter. Isabell Roch, die bei der WM in Japan mit Eckerle das Torhüterinnen-Gespann bildete, wird nicht in Freren dabei sein. „Die Nominierung ist mit den Torhüterinnen, die in unserem engeren Kreis für die EM stehen, besprochen”, sagt Groener. „Lea Rühter steht im Aufgebot, weil wir sehen wollen, wie sie sich entwickelt hat. Isabell Roch wird bei unserem Lehrgang im Oktober, bei dem Dinah Eckerle und Ann-Cathrin Giegerich nicht teilnehmen können, wieder zum Team stoßen.”

Eine Kaderänderung steht bereits im Vorfeld der Tage von Freren fest: Die 20-jährige Rückraumspielerin Mareike Thomaier (TSV Bayer 04 Leverkusen) wird die A-Nationalmannschaft zur Mitte der Lehrgangswoche verlassen und die restliche Woche die U20-Auswahl von André Fuhr, die zeitgleich zur Vorbereitung auf die U20-WM im Dezember in Rumänien einen Lehrgang absolviert, verstärken.

Die nächste Maßnahme der Frauen-Nationalmannschaft wird ein viertägiger Lehrgang Ende Oktober sein. Die unmittelbare EM-Vorbereitung startet Mitte November, ehe Kim Naidzinavicius, Julia Behnke und Co. am 3. Dezember gegen Rumänien ihr EM-Auftaktspiel bestreiten werden. Es folgen weitere Gruppenspiele gegen Mitgastgeber Norwegen (5. Dezember) sowie Polen (7. Dezember).

Das aktuelle Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:
Tor:
 Dinah Eckerle (Siofok KC/HUN), Ann-Cathrin Giegerich (Debreceni VSC/HUN), Lea Rühter (Buxtehuder SV)

Feld: Amelie Berger (SG BBM Bietigheim), Jenny Behrend (VfL Oldenburg), Marlene Zapf (TuS Metzingen), Julia Maidhof (SG BBM Bietigheim), Jennifer Rode (BVB 09 Dortmund), Maren Weigel (TuS Metzingen), Alina Grijseels (BVB 09 Dortmund), Evgenija Minevskaja (SCM Ramnicu Valcea/ROU), Kim Naidzinavicius (SG BBM Bietigheim), Mareike Thomaier (TSV Bayer 04 Leverkusen), Emily Bölk (Ferencvaros Budapest/HUN), Xenia Smits (SG BBM Bietigheim), Mia Zschocke (TSV Bayer 04 Leverkusen), Kim Braun (SG BBM Bietigheim), Ina Großmann (Thüringer HC), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Julia Behnke (Ferencvaros Budapest/HUN), Luisa Schulze (SG BBM Bietigheim), Alicia Stolle (Ferencvaros Budapest/HUN), Meike Schmelzer (Thüringer HC)


Dürr AG bei Nachhaltigkeits-Rating im Spitzenfeld

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Bietigheim-Bissingen, 8. September 2020.| Die Dürr AG hat beim diesjährigen MSCI ESG Rating mit der Note AA abgeschnitten und damit die zweitbeste von sieben möglichen Bewertungen erhalten. Das MSCI ESG Rating misst, wie börsennotierte Unternehmen mit Nachhaltigkeits-themen umgehen. Mit dem AA-Rating gehört die Dürr AG zur Kategorie „Leaders“ im internationalen Maschinen- und Anlagenbau und rangiert unter den besten 30% der Branche.

Die MSCI ESG Ratings richten sich vor allem an institutionelle Anleger. Diese berücksichtigen bei Investitionsentscheidungen immer häufiger, wie Unternehmen mit Chancen und Risiken in den Bereichen Umwelt (Environmental), Gesellschaft (Social) und Unternehmensführung (Governance) umgehen.

Dietmar Heinrich, Finanzvorstand der Dürr AG: „Die Nachhaltigkeits-Performance gewinnt als Investitionskriterium stark an Bedeutung. Unser gutes MSCI ESG Rating ist ein Qualitätsnachweis und eine wichtige Hilfestellung bei der Beurteilung der Dürr AG am Kapitalmarkt.“

Das MSCI Rating setzt sich zusammen aus den Teilergebnissen in den drei Kategorien Governance (z.B. Unternehmensführung, Korruptionsschutz), Umwelt (z.B. Emissionen, umweltverträgliche Produkte) und Gesellschaft (z.B. Arbeitsbeziehungen). Am stärksten gewichtet wird das Abschneiden in der Kategorie Governance, hier erzielte die Dürr AG das beste Teilergebnis. Auch in den anderen Kategorien schnitt das Unternehmen besser ab als der Durchschnitt im Maschinen- und Anlagenbau. Die siebenstufige Bewertungsskala beim MSCI Rating reicht von CCC bis zur Bestnote AAA.


Corona: OB für Aussetzung des Verbots von Heizpilzen

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Kuhn: „Möglichst mit Ökostrom betriebene Heizstrahler verwenden“

Stuttgart.| Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat das Referat Städtebau, Wohnen und Umwelt beauftragt, für die nächste Sitzung des Gemeinderats eine Beschlussvorlage zur befristeten Aussetzung des Verbots von Heizpilzen in der Innenstadt vorzulegen. Kuhn erklärte am Dienstag, 8. September: „Die Aussetzung des Verbots von Heizpilzen ist eine Entscheidung zugunsten unserer Gastronomie und keine Entscheidung gegen den Klimaschutz. Es ist wichtig, unsere Gastronomen, die unter Corona sehr zu leiden haben, jetzt zu unterstützen und ihnen auf diese Weise eine Brücke in die kältere Jahreszeit zu bauen.“

Das Verbot solle unmittelbar nach Beschluss im Gemeinderat für die bevorstehende Herbst- und Wintersaison bis April 2021 ausgesetzt werden und danach wieder in Kraft treten. Der OB erklärte weiter: „Falls das Heizpilzverbot ausgesetzt wird, sollte die Beheizung aber möglichst klimaschonend erfolgen wie durch den Einsatz von am besten mit Ökostrom betriebenen Heizstrahlern. Auf die klimaschädlichen gasbetriebene Heizpilze sollte möglichst verzichtet werden.“


Handball-Bundesliga: Auftaktsiege für Favoriten

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Die Saison in der Handball Bundesliga der Frauen ist eröffnet. Den ersten Treffer der neuen Spielzeit erzielte der Buxtehuder SV, der am Ende gegen die Neckarsulmer Sport-Union mit 28:26 (16:15) die Oberhand behielt. Die Tabellenführung hatte das Team von Dirk Leun aber nur kurz inne, der Thüringer HC zog mit einem 30:22 bei den Kurpfalz Bären aufgrund der besseren Tordifferenz vorbei – wurde aber kurz darauf von Borussia Dortmund abgelöst. Die Mannschaft von André Fuhr wurde beim 34:21-Erfolg in Buchholz seiner Favoritenrolle ebenso gerecht wie die SG BBM Bietigheim beim 35:25 gegen die HSG Bad Wildungen Vipers. Einen Auswärtserfolg feierte die HSG Blomberg-Lippe in Göppingen. Am Sonntag drehte Leverkusen nach einem 12:11 Pause im zweiten Abschnitt auf und siegte mit 26:16, die HSG Bensheim/Auerbach verpasste durch das 34:22 in Mainz die Tabellenspitze nur um ein Tor und dem VfL Oldenburg gelang mit dem 26:25 gegen Metzingen eine erste Überraschung.

Leverkusen dreht im zweiten Abschnitt auf
Unruhig war die Woche beim SV Union Halle-Neustadt, der Aufsteiger hatte sich überraschend noch vor dem Saisonauftakt wieder vom neuen Trainer Christian Denk getrennt. Jan-Henning Himborn übernahm und sah eine starke erste Hälfte seines Teams, das nach zwanzig Minuten mit 9:6 führte. Dann aber fanden die Gastgeberinnen von Coach Michael Biegler in die Begegnung, trotz der starken Anica Gudelj im Tor der Gäste drehte Leverkusen das Spiel und nahm ein 12:11 mit in die Kabinen.

Nach Wiederbeginn spielten nur noch die Gastgeberinnen, die sich über 15:11 auf 21:13 absetzten und zu einem ungefährdeten 26:16-Erfolg steuerten. Halle lief sich immer wieder in der nun aggressiven Deckung des Bayer-Teams fest und kam im zweiten Abschnitt nur auf fünf Tore. Mit drei Treffern waren Marija Gudelj und Danique Boonkamp beste Schützinnen beim Aufsteiger. Bei Leverkusen erzielten Mia Zschocke, Zoe Sprengers und Fanta Keita fünf Tore.

“In der ersten Halbzeit haben wir Leverkusen vor schwere Aufgaben gestellt. An diese Leistung müssen wir in den kommenden Spielen anknüpfen. Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit gleich mehrere Zeitstrafen bekommen, was Leverkusen ausnutzte, um sich mit 3-4 Toren abzusetzen”, so Jan-Henning Himborn und Leverkusens Renate Wolf, die gemeinsam mit Michael Biegler als Chefcoach agiert, betont: “Ich glaube, dass es auch moralisch sehr wichtig war, dass wir uns bis zur Pause nicht nur ran gekämpft haben, sondern sogar mit einer Führung in die Halbzeit gegangen sind. In der zweiten Halbzeit lief es dann so, wie wir uns das Ganze vorstellen.”

Bensheim/Auerbach mit perfektem Start in Mainz
Wie gemalt verlief der Saisonauftakt für die HSG Bensheim/Auerbach, von der ersten Minute an legte das Team von Heike Ahlgrimm den Spielstand in Mainz vor. Mit einem Sechser-Pack setzten sich die Gäste nach gut einer Viertelstunde beim 11:3 dann früh vorentscheidend ab und konnten die deutliche Führung in der Folge verwalten. Beim 16:6 betrug der Abstand erstmals zehn Tore, in die Kabinen ging es mit einem 19:10 für die Flames.

Mainz stabilisierte sich nach der Pause und konnte den Abstand zunächst konstant halten. Bei Bensheim/Auerbach gab es angesichts der deutlichen Führung einige Wechsel, am Ende trugen sich so insgesamt neun Spielerinnen mit zwei oder mehr Treffern in die Torschützenliste ein. Beste Schützinnen waren Isabelle Hurst und Ines Ivancok bei den Gästen sowie Carina Gangel für Mainz mit jeweils sechs Treffern. Die Flames verpassten mit dem 34:22 die Tabellenspitze am Ende um ein Tor, Dortmund hatte am Vortag mit 34:21 in Buchholz gewonnen.

“Wir haben uns vorgenommen keine 25 Tore zu bekommen, das haben wir geschafft und wir haben 34 erzielt, das muss man erst einmal machen. Jetzt haben wir die zwei Punkte. Von daher sind wir absolut zufrieden”, kommentierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm und Dynamites-Coach Florian Bauer resümierte: “Wir waren in der 1. Halbzeit absolut überhaupt nicht auf Augenhöhe. In der Halbzeit habe ich der Mannschaft gesagt, sie sollen bei null anfangen und es als Vorbereitung für die kommenden lösbaren Aufgaben sehen. Mit der zweiten Halbzeit kann ich ganz gut leben.”

VfL Oldenburg überrascht TuS Metzingen
Einen Krimi sahen unterdessen die 300 zugelassenen Zuschauer in Oldenburg sowie viele weitere im Livestream. Der gastgebende VfL und die TuS Metzingen lieferten sich einen packenden Schlagabtausch. Im ersten Abschnitt legten die Gastgeberinnen jeweils vor, konnten sich aber nicht absetzen.

Mit einem Doppelschlag zum 14:10 gelang dies zu Beginn der zweiten Hälfte, doch Metzingen kämpfte sich wieder heran und schaffte beim 17:17 den Ausgleich. Fünf Minuten vor dem Ende war Oldenburg beim 22:23 dann erstmals mit einem Rückstand konfrontiert, doch Jenny Behrend holte diesen mit zwei Treffern umgehend wieder zurück. Zwei Siebenmeter von Kathrin Pichlmeier, die mit 12/5 Treffern beste Schützin der Partie war, hielten die Gastgeberinnen dann bis zum 26:25-Endstand auf Kurs.

“Wir haben heute so gefightet. Wir wussten, wir müssen auf uns gucken und dass wir das abrufen und spielen, was wir können. Das ist uns heute sehr gut gelungen und deshalb haben wir auch verdient gewonnen”, so Oldenburgs Trainer Niels Bötel. “Wir hatten im Angriff auch Probleme, aber wir haben in der Abwehr super aggressiv gespielt und es ist immer die zweite dazugekommen und haben die entscheidenden Bälle gewonnen.”

Metzingens Trainerin Edina Rott haderte nach dem Spiel mit der Leistung ihrer Mannschaft: “Schlussendlich war es ein verdienter Sieg für den VfL Oldenburg. Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden, im Angriff wie in der Abwehr keine Lösungen parat gehabt. Heute waren wir zu ängstlich, haben zu viele Fehler gemacht und konnten das Heft des Handelns nie richtig in die Hand nehmen.”

Buxtehude mit Achterbahnfahrt gegen Neckarsulm
Dass der Handball den Spielerinnen gefehlt hat, merkten die 366 Zuschauer bereits in der torreichen Anfangsphase: 11:7 hieß es nach dreizehn Minuten. Neckarsulm setzte danach vier Treffer in Serie und glich zum 11:11 aus, beim 13:14 sah sich Buxtehude sogar mit einem Rückstand konfrontiert – Caroline Müller-Korn setzte dann aber für Buxtehude den 16:15-Pausenstand.

Nach Wiederbeginn konnte sich Buxtehude beim 20:17 wieder leicht absetzen, doch beim 23:23 war Neckarsulm wieder auf Augenhöhe. Die Gäste vergaben aber die Chance auf die Führung, stattdessen setzte der BSV die vorentscheidenden Treffer: Mit dem 27:24, das Teresa von Prittwitz mit ihrem ersten Bundesliga-Tor erzielte, war die Vorentscheidung gefallen.

“Mit so vielen technischen Fehler gewinnen wir kein Spiel”, hadere Neckarsulms Trainerin Tanja Logvin. “Wir haben gesehen, was eine junge Mannschaft ausmacht. In der ersten Halbzeit haben wir tollen Tempohandball gespielt, aber wir sind noch nicht so konstant, dass wir den Vorsprung ausbauen”, so BSV-Coach Dirk Leun nach der Achterbahnfahrt zum 28:26-Erfolg – bei der er auch die 366 Zuschauer für die Unterstützung lobte.

Thüringer HC siegt bei Kurpfalz Bären
Auch der Thüringer HC ist mit einem Sieg in die neue Saison der Handball Bundesliga Frauen gestartet. Die Mannschaft von Trainer Herbert Müller gewann am Samstag bei den Kurpfalz Bären mit 30:22 (15:9). Beste THC-Werferin war Emma Ekenman-Fernis mit sechs Treffern. Für die Gastgeberinnen erzielte Lara Eckhardt acht Tore.

Das Müller-Team übernahm nach leichten Schwierigkeiten zu Beginn zunehmend die Spielkontrolle. Torhüterin Petra Blazek, die insgesamt zwölf Würfe parierte, präsentierte sich als sicherer Rückhalt für ihre Mannschaft. Josefine Huber traf in der 19. Minute zum Zwischenstand von 10:5 und sorgte damit für die erste Fünf-Tore-Führung des THC.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Thüringerinnen ihren Vorsprung weiter aus. Der schwedische Neuzugang Ekenman-Fernis verwandelte einen Siebenmeter zum 22:13 (43.). In der Schlussphase ließ der siebenmalige deutsche Meister nichts mehr anbrennen und feierte am Ende einen souveränen Auswärtssieg. “Wir haben heute ein kampfbetontes Spiel gesehen. Ketsch hat sich ordentlich verkauft. Wir haben gefightet bis zum Schluss. Ketsch hat gut dagegen gehalten. Wir haben heute noch viele Fehler gemacht. In so einem Spiel geht es aber auch nicht um schön spielen, sondern darum die Punkte mitzunehmen und das haben wir geschafft”, so THC-Chefcoach Herbert Müller.

Dortmund trumpft in Buchholz auf
Mit dem deutlichsten Sieg des Tages unterstrich unterdessen Borussia Dortmund gleich zum Auftakt die Favoritenrolle in dieser Saison. Der Auftsteiger konnte mit einem Hygiene-Konzept immerhin 197 Zuschauern in die Halle lassen, die allerdings gleich von der ersten Minute an dominierende Gäste sahen. “Ich bin nicht ganz unzufrieden, denn die Mannschaft hat über sechzig Minuten gegen ein Ausnahme-Team gekämpft”, sollte Luchse-Coach Dubravko Prelcec nach sechzig Minuten konstatieren.

Schnell hatte sich die Borussia auf 4:0 abgesetzt, erst nach einer ersten Auszeit konnten die Gastgeber dann nach fast neun Minuten durch Marleen Kadenbach den ersten Treffer erzielen. Bis zum 10:7 konnte der Außenseiter den Abstand in der Folge konstant halten, eine Dreier-Serie brachte den Westdeutschen dann aber die erste Sechs-Tore-Führung. Doch Buchholz stabilisierte sich wieder, Dortmund nahm ein 16:12 mit in die Pausen.

Eine weitere Dreier-Serie zum 19:12 stellte dann jedoch gleich in den ersten Minuten des zweiten Abschnitts endgültig die Weichen und beendete die letzte Hoffnung auf eine Sensation. Beim 26:16 betrug der Abstand erstmals zehn Tore, am Ende hieß es 34:21 für den Favoriten, bei dem gleich sieben Spielerinnen drei oder mehr Tore erzielten. Inger Smits und Johanna Stockschläder waren mit je sechs Treffern die erfolgreichsten Schützinnen bei Dortmund, bei Buchholz kam Marleen Kadenbach auf 5/2 Tore.

Bietigheim mit klarem Auftaktsieg gegen Vipers
In Bietigheim erzielte Julia Maidhof vor rund 420 Zuschauern den ersten Treffer der Partie für die Gastgeberinnen, die sich in der Folge von den Vipers auf 5:1 absetzten. Starker Rückhalt in der Anfangsphase war die neue Nummer 1, Emily Sando, mit zwei klasse Paraden sowie einem gehaltenen Siebenmeter. Über ein 7:3 und 9:4 sowie ein 14:7 ging es mit einem 16:11 in die Kabinen.

Nach der Pause setzte sich der Favorit beim 18:11 wieder auf sieben Tore ab, doch die Gäste kämpften sich zurück und konnten zwölf Minuten vor dem Ende auf 25:20 verkürzen. Der Sieg der Gastgeberinnen geriet aber nicht mehr in Gefahr, im Gegenteil: Die Bietigheimerinnen drehten noch einmal auf und siegten am Ende beim 35:25 sogar mit zweistelliger Differenz.

Bietigheims Cheftrainer Markus Gaugisch zeigte sich zufrieden nach dem Auftaktsieg: “Ich habe viel Gutes gesehen. Wir leisteten uns sehr wenige technische Fehler. Zwischendurch hatten wir eine kleine Schwächephase, das sollten wir in Zukunft abstellen. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung meiner Mannschaft.”

“Das erste Spiel war ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen – in der ersten Halbzeit hat die Abwehr überhaupt nicht gut gestanden. Wir haben den Bietigheimerinnen über die Mitte zu viele Freiräume geboten, konnten uns aber glücklicherweise in der zweiten Halbzeit deutlich steigern. Im Angriff hat uns am Anfang ein bisschen der Mut gefehlt und zum Ende hin haben wir zu viele technische Fehler gemacht”, kommentiert Vipers-Trainerin Tessa Bremmer zusammenfassend die Leistung beim Bundesliga-Auftakt.

Blomberg gewinnt in Göppingen
In Göppingen waren knapp 500 Zuschauer bei der Rückkehr der Bundesliga in der Halle. Den ersten Treffer setzte Lisa Rajes für die Gäste, die auch in der Folge zunächst den Ton angaben. Neuzugang Myrthe Schoenaker erhöhte für Blomberg auf 7:3, in der Folge kamen aber die Gastgeberinnen besser ins Spiel – vor allem dank Linksaußen Iris Andjic und Torfrau Anne Bocka. Zur Pause führten die Gäste nur noch mit 12:10.

Im zweiten Abschnitt sollte beim 14:14 dann der Ausgleich fallen, doch für Blomberg schien das der Weckruf: Drei Treffer in Serie sorgten für das 17:14 – und diese Führung sollten die Gäste bis zur Sirene verteidigen. Bocka parierte im Göppinger Gehäuse ein ums andere Mal stark, die Abpraller sicherten sich jedoch meist die hellwachen Blombergerinnen, die am Ende ein 26:22 bejubeln konnten. Beste Werferin war Nele Franz, welche sich als sichere Siebenmeterschützin erwies und insgesamt 7/5 Treffer erzielte.

“Ich bin stolz darauf, was wir hier geschafft haben. Jeder aus dem Team hat seinen Beitrag zum Erfolg geleistet. Es war unglaublich schön, die Mannschaft wieder spielen zu sehen, zusammen fighten zu sehen und unglaublich schön, wieder dieses Wettkampfgefühl zu erleben”, so Steffen Birkner nach dem Spiel. Der Blomberger Trainer fügte an: “Wir haben es vor allem in der Abwehr über 60 Minuten lang gut gelöst. Auch wenn wir noch nicht am Ende der Entwicklung angekommen und weiter in einem Prozess sind, bin ich heute erst einmal zufrieden. Siege tun am Ende des Tages immer gut!”


Zwei eindrucksvolle Siege der Stuttgart Reds

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Stuttgart.| Nach einer zwischenzeitlichen Durststrecke mit vier Niederlagen in Folge melden sich die Baseballer vom TV Cannstatt mehr als eindrucksvoll zurück und schlagen die Ulm Falcons in zwei unglaublichen Spielen einmal 21:0 und 19:0. Das jüngste Team der Liga bringt sich somit kurz vor Ende einer stark verkürzten Saison in eine sehr gute Position im Kampf um Platz 3.
Baseballspiele dauern in der Regel ja gerne mal 3 Stunden und länger, dazwischen gibt es auch mal Phasen, in denen für das ungeübte Auge nicht all zu viel passiert. Nicht so letzten Freitag im TVC Ballpark, wo die Stuttgart Reds die Ulm Falcons begrüßten und sehr bald darauf auch schon wieder verabschiedeten. Kurz aber nicht schmerzlos mussten die Ulmer direkt im ersten Inning historische 18 Runs kassieren. Das is echt passiert. Achtzehn. Verrückt!
Wer als Zuschauer meinte, „Ach, zum zweiten oder dritten Inning kommen reicht ja auch noch“, der verpasste unglaubliche 13 Hits der Roten. Da war alles dabei, Singles, Doubles, Triples und ein spektakulärer 3-Run-Homerun von Xavi Gonzalez. Die junge Mannschaft von Cheftrainer Curtis di Salle hatte sichtlich Spaß am Schlagen und die Stuttgarter Offensive schien unaufhaltsam. Man kam als Reds-Fan aus dem Klatschen kaum noch raus, was koordinativ am Freitag Abend im Ballpark mit Pommes links und Kaltgetränk rechts schon auch eine Leistung ist. Als das erste Halb-Inning dann nach 34 Minuten und 18 Runs später beendet war, stellte der Starting Pitcher der Stuttgarter, Marcel Giraud, mit drei Strike Outs direkt klar, dass es hier für die Gäste aus Ulm nichts zu holen gibt. Allen war klar, dass das hier heute wohl nicht über die sonst üblichen 9 Innings gehen würde. Denn aufgrund der sogenannten „Mercy Rule“, kann im Baseball ein Spiel auch vorzeitig beendet werden, wenn ein Team uneinholbar davonzieht. Und so kam es dann auch, nach gerade einmal 3 Innings! Gefühlt hatte man sich eben erst hingesetzt und die ersten 2-3 Leckereien der Mandelbrennerei Wölfle, die ihren Stand im Ballpark aufstellte, zum Munde geführt, da war der Spaß auch schon vorbei. Aber was für ein Spaß das war!
Ein Highlight, das alle Roten noch besonders freute, war der erste Bundesliga-Homerun des 17-jährigen Nachwuchstalents Benedikt Schäffer in Inning 2. Darauf folgte in Inning 3 der Kanonenschlag in die Cannstatter Abenddämmerung von Centerfielder und Ex-Falcon Billy Germaine, der damit die letzten zwei Runs des Abends aufs Scoreboard brachte. 21:0. Feierabend.
Am Samstag ging es für die Reds dann ins schöne Ulm. Ein Besuch, den sich das Team mit einem erneut haushohen Sieg veredelte. Auch hier begann die Reds-Offensive direkt im ersten Inning zu punkten und brachte im ersten Durchlauf schon zwei Runs auf die Tafel. Auf dem Mound für die Roten stand Dustin Ward, auf den sich die Cannstatter wie immer verlassen konnten. Er schaffte es insgesamt sechs Strikeouts für sich zu verbuchen.
Im zweiten Inning kamen die Reds dann in Fahrt und bauten ihre Führung auf 10:0 aus, womit das Spiel nach zwei Spieldurchläufen praktisch schon entschieden war. Besonders Danilo Weber konnte am Schlag mit zwei Doubles, einem Triple und einem 2-Run-Homerun sechs RBI und fünf Punkten besonders glänzen und maßgeblich dazu beitragen, dass die Reds insgesamt 19 Runs erzielten. Auch dieses Spiel wurde dank der „Mercy Rule“ vorzeitig beendet.
Insgesamt ein Wochenende, das man bei den Stuttgart Reds nicht so schnell vergessen wird. In zwei Spielen keinen Run zugelassen, aber insgesamt 40 erzielt. Damit stehen die Stuttgart Reds im Kampf um Platz 3 der Baseball-Bundesliga Süd blendend da und können mit breiter Brust auf die beiden ausstehenden Spiele gegen die Tübingen Hawks blicken. Los geht’s am Freitag den 11.09. um 19Uhr zum letzten Nightgame dieser Saison im TVC Ballpark.


Was ist CBD – erfahren Sie mehr über das populäre Ergänzungsmittel

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Geschäftliche Information

Cannabidiol, besser bekannt als CBD, ist das zweithäufigste Cannabinoid in Cannabis, es ist eine von über 100 chemischen Verbindungen, die als Cannabinoide bekannt sind und in der Cannabis- oder Marihuana-Pflanze, Cannabis sativa, gefunden werden .Tetrahydrocannabinol (THC) ist das wichtigste psychoaktive Cannabinoid, das in Cannabis gefunden wird und verursacht das Gefühl, “high” zu werden, das oft mit Marihuana in Verbindung gebracht wird. Im Gegensatz zu THC ist CBD jedoch nicht psychoaktiv. Diese Eigenschaft macht CBD zu einer attraktiven Option für diejenigen, die nach Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen ohne die bewusstseinsverändernde Wirkung von Marihuana oder bestimmten pharmazeutischen Drogen suchen.

Wussten Sie, dass es die CBD auch als Creme gibt? Geben Sie Creme vom CBD in Ihre Suchmaschine ein, und Sie werden mit Sicherheit etwas Wertvolles und Geeignetes für Ihre Haut finden.

Die CBD hat in der Welt der Gesundheit und des Wohlbefindens an Dynamik gewonnen, und einige wissenschaftliche Studien bestätigen dies, z.B. kann die CBD die Symptome von Beschwerden wie chronischen Schmerzen lindern, indem sie die Aktivität der Endocannabinoid-Rezeptoren beeinflusst, Entzündungen reduziert und mit Neurotransmittern und anderen Botenstoffen interagiert. Sie hat sich auch als vielversprechende Behandlung von Depressionen und Angstzuständen erwiesen, was viele, die mit diesen Störungen leben, dazu veranlasst hat, sich für diesen natürlichen Ansatz zu interessieren. Es wurde sogar zur sicheren Behandlung von Schlaflosigkeit und Angstzuständen bei Kindern mit posttraumatischer Belastungsstörung eingesetzt. Diese Eigenschaften stehen in Zusammenhang mit der Fähigkeit der CBD, auf die Rezeptoren des Gehirns für Serotonin zu wirken, einem Neurotransmitter, der die Stimmung und das Sozialverhalten reguliert. Forscher glauben, dass CBD auch dazu beitragen kann, krebsbedingte Symptome und Nebenwirkungen der Krebsbehandlung wie Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen zu verringern. Eine der am meisten untersuchten Anwendungsgebiete für CBD ist die Behandlung neurologischer Störungen wie Epilepsie und Multiple Sklerose. CBD-Öl wurde auf seinen potenziellen Nutzen bei der Linderung der Symptome vieler gängiger Gesundheitsprobleme untersucht, und die Forschung über das Potenzial von CBD-Öl ist im Gange, so dass neue therapeutische Anwendungen für dieses Naturheilmittel sicher entdeckt werden.

Sie finden drei Haupttypen von CBD-Öl auf dem Markt
Isolat, enthält nur CBD und keine anderen Cannabinoide. Während Isolate ideal für Verbraucher sind, die sicher sein wollen, dass in ihrem Produkt kein THC enthalten ist, entfernt diese Extraktionsmethode andere Cannabinoide und flüchtige organische Verbindungen wie Terpene, wodurch der therapeutische Nutzen der CBD insgesamt verringert wird.

Das Breitspektrum enthält mehrere Cannabinoide, die natürlicherweise in der Cannabispflanze vorkommen, aber kein THC.

Das Vollspektrum enthält alle Cannabinoide, die von Natur aus in der Cannabispflanze vorkommen, einschließlich THC. Vollspektrumprodukte konservieren alle Cannabinoide und Terpene im Endprodukt. Dies ist wichtig, weil CBD und THC dank des Entourage-Effekts möglicherweise besser zusammenwirken als allein. Beachten Sie, dass alle Vollspektrumprodukte aus Hanf immer noch nur 0,3 Prozent THC oder weniger enthalten, es ist also immer noch eine relativ kleine Menge.

Ihr CBD-Öl ist nur so gut wie die Pflanze, aus der es gewonnen wurde, und der anschließende Herstellungsprozess. Es ist eine gute Idee, sich für rein natürliche, organische Inhaltsstoffe zu entscheiden, wann immer sie verfügbar sind. Um ein qualitativ hochwertiges CBD-Produkt zu erhalten, stellen Sie sicher, dass Sie von Unternehmen kaufen, die nachhaltig gewonnenen, biologisch angebauten Hanf verwenden, und führen Sie Labortests durch Dritte durch.  Sie erhalten alle Vorteile der Inhaltsstoffe und verringern das Risiko, dass unerwünschte Pestizide, Herbizide oder chemische Zusätze in Ihr CBD-Öl gelangen.

CBD-Öl kann oral eingenommen werden, oder es kann Balsam und Feuchtigkeitscremes zugesetzt und örtlich angewendet werden. Es gibt viele Möglichkeiten, Cannabidiol (CBD) zu verwenden, aber wenn Sie nach Linderung von Schmerzen suchen und lokalisierte Schmerzen behandeln oder bei Hautkrankheiten helfen wollen, könnte ein topisches Mittel die beste Wahl sein. Ein CBD-Therapeutikum ist jede Creme, Lotion oder Salbe, die mit CBD infundiert ist und direkt auf die Haut aufgetragen werden kann. Die Anwendung von CBD-Präparaten ist im Allgemeinen sehr einfach, und Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie Tropfen unter die Zunge geben müssen, die unangenehm schmecken könnten.


Corona-Testzentrum zieht auf den Cannstatter Wasen um

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Fieberambulanz im Neckarpark eröffnet im Herbst

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart weitet die Corona-Testmöglichkeiten aus. Ab Montag, 7. September, nimmt das Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen seinen Betrieb auf und zieht vom bisherigen Standort in der Elwertstraße 2 auf das Wasengelände um. Das Testzentrum wird von der Stadt gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) betrieben. Die Verantwortung vor Ort hat der Hausarzt Dr. Hans-Jörg Wertenauer.

Die Testungen erfolgen nach vorheriger Terminvereinbarung als „Drive-Through“ oder „Walk-in“. Die Anmeldung erfolgt über folgenden Link: https://aerzteschillerplatz.de/corona-abstrichstelle-neckarpark/. Insgesamt wird es acht Abstrichstellen geben, davon eine für Fußgänger und Radfahrer. Das Testzentrum ist zunächst bis Ende März 2021 als „atmendes System“ vorgesehen, d.h. die „Drive-Through“-Fahrspuren werden bedarfsgerecht je nach Andrang in Betrieb genommen. Die Adresse für Navigationsgeräte ist Mercedesstraße 50, 70372 Stuttgart.

Öffnungszeiten des Corona-Testzentrums Cannstatter Wasen sind Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr. Bei erhöhtem Aufkommen können die Öffnungszeiten auf Samstag und Sonntag erweitert werden. Dies wird dann unter anderem auf der Webseite www.stuttgart.de/corona mitgeteilt.

Welche Personen oder Personengruppen getestet werden, richtet sich nach der aktuellen Teststrategie des Bundes oder des Landes Baden-Württemberg. Aktuell sehen diese Teststrategien folgende Personengruppen zur Testung vor:

  • Personen mit Corona-typischen Symptomen – auch bei leichten Symptomen
  • Personen, die Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten (auf Veranlassung durch das Gesundheitsamt)
  • Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden (auf Überweisung durch den Hausarzt)
  • Personen in Gemeinschaftseinrichtungen und -unterkünften (z.B. Arztpraxen, Schulen, Kita, Flüchtlingsunterkunft, Notunterkunft, Justizvollzugsanstalt), wenn in der Einrichtung eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde
  • Lehrkräfte und Beschäftigte in Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege mit Berechtigungsschein
  • Für Reiserückkehrende, die aus einem Risikogebiet kommen, besteht weiterhin eine Testpflicht. Diese Personen müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann mit einem negativen Testergebnis aufgehoben werden. Ab dem 1. Oktober 2020 kann dieser Test frühestens ab dem fünften Tag nach Einreise erfolgen
  • Patientinnen und Patienten bzw. Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal von Pflegeheimen, Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen – stichprobenartig unabhängig von Fällen
  • In Regionen mit vielen Neuinfektionen (mindestens 50 Fälle pro 100.000 Einwohner über sieben Tage) können Teile der Bevölkerung bzw. die gesamte Bevölkerung stichprobenartig getestet werden

Das Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen befindet sich in der Nähe des bisherigen Corona-Testzentrums Neckarpark. Dieses war bereits am 5. August in der Elwertstraße 2 in Betrieb gegangen – ebenfalls unter medizinischer Leitung von Dr. Wertenauer. Teilweise wurden dort mehr als 600 Testungen am Tag vorgenommen. Im Herbst wird in den Räumlichkeiten in der Elwertstraße 2 wieder eine Fieberambulanz Neckarpark eingerichtet.
Testbedarf wird steigen: Corona-Infektionen in der Erkältungszeit ausschließen

Professor Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, geht davon aus, dass mit Beginn der Erkältungszeit und dem häufigeren Auftreten von Atemwegserkrankungen im Herbst/Winter der Bedarf an Testungen zunehmen wird, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus auszuschließen. Ehehalt sagte am Freitag, 4. September: „Der Bedarf an Testungen wird aufgrund der Gesamtlage – die wie immer mehrere Faktoren beinhaltet – steigen. Zumal auch die Teststellen am Flughafen und Hauptbahnhof gut ausgelastet sind.“
Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, betonte: „Uns ist es ein Anliegen, die Stuttgarter Einwohnerinnen und Einwohner möglichst gut auf die Eventualitäten im kommenden Herbst vorzubereiten und bei Corona-Infektionen rechtzeitig und gezielt reagieren zu können.“

Dr. Hans-Jörg Wertenauer und Dr. Johannes Fechner, stellvertretender Vorstand der KVBW, begrüßen das gemeinsame Engagement von Stadt und KVBW. Fechner: „Wir schauen mit Sorge auf den Herbst, wenn Patientinnen und Patienten mit Erkältungssymptomen die Hausarztpraxen fluten. Dann brauchen wir eine gute, funktionierende Struktur, um schnell die COVID-19-Patienten erkennen und dann auch versorgen zu können. Dafür arbeiten wir hier bereits jetzt im Neckarpark und künftig auf dem Wasen.“

Für die Durchführung der Laboranalysen wurden das Labor Synlab in Leinfelden- Echterdingen sowie das Klinikum Stuttgart beauftragt. Seitens des Labors Synlab werden bereits zum Startzeitpunkt bis zu 2.000 Testungen täglich möglich sein, seitens des Klinikums Stuttgart, das ebenfalls seine Testkapazitäten ausweitet, 1.000 Testungen pro Tag.