Bietigheim-Bissingen.| Eine aktuelle Studie der RWTH Aachen bescheinigt Dürr eine Spitzenposition beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Forschung und Entwicklung. Bei dem Benchmarking-Vergleich der Hochschule wurde Dürr als eines von fünf Successful-Practice- Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet. An der Studie „Künstliche Intelligenz in der F&E“ beteiligten sich 145 Technologie- und Industrieunternehmen. Durchgeführt wurde sie von der Complexity Management Academy, die beim Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH angesiedelt ist.

Die Studie untersuchte, wie die Künstliche Intelligenz (KI) in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Unternehmen genutzt wird und wo sie bereits Eingang in neue Produkte findet. Zunächst wurden 145 Fragebögen zum KI-Einsatz ausgewertet und 30 Top-Performer identifiziert. Aus dieser Gruppe ermittelte die Complexity Management Academy der RWTH die fünf führenden Unternehmen. Zu ihnen gehören neben Dürr auch 3M, ABB, Airbus und Wacker Chemie.

Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „Die Digitalisierung – und damit verbunden die Künstliche Intelligenz – ist der wichtigste Zukunftstrend in der industriellen Produktion. Als Maschinen- und Anlagenbauer verfolgen wir den Ansatz, Software-Kompetenz mit unserem Expertenwissen über die Produktionsprozesse unserer Kunden zu verbinden. Damit können wir den Kunden produktionsnahe Software- und KI-Lösungen anbieten.“

Beim Bewertungskriterium „Applikationen im Portfolio“ konnte Dürr unter anderem mit der Software DXQplant.analytics für die Qualitätssicherung in Automobillackierereien punkten. Die Applikation verwendet Künstliche Intelligenz, um systematisch auftretende Qualitätsabweichungen zu erkennen, die Ursachen im Lackierprozess aufzudecken und Optimierungsvorschläge abzuleiten. Das gelingt durch selbstlernende Datenmodelle, die in den gemessenen Qualitätsdaten wiederkehrende Muster suchen und diese mit Besonderheiten im Lackierprozess verknüpfen. Ein weiteres Argument für Dürr war die gemeinsam mit Partnerunternehmen gegründete Plattform ADAMOS für das Industrielle Internet der Dinge. Sie fiel beim Kriterium „Technologische Voraussetzungen“ ins Gewicht.