Schnelles Internet für rund 1.750 Haushalte

In Weil der Stadt fällt der Startschuss für das Verlegen von 125 Kilometer Glasfaserkabel

Weil der Stadt sagt Ja zum Glasfaserausbau, die Telekom beginnt mit dem Bau des schnellen Netzes. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Damit hat der Kunde einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause. Er eignet sich auch für Technologien wie Telemedizin und Smart Home. Aktuell profitieren von diesem Ausbau 1.750 Haushalte, die bereits bei der Vorvermarktung einen Glasfaser-Anschluss beauftragt haben. Die Telekom wird in Weil der Stadt ca. 125 Kilometer Glasfaser verlegen und 62 neue Glasfaser-Netzverteiler (NVt) aufstellen.

Für das Verlegen der Glasfaserkabel ist umfangreicher Tiefbau nötig. Auf 1,5 von insgesamt 56 Kilometern mit Tiefbau kann die Telekom das sogenannte Trenching einsetzen. Dabei werden nur schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. Trenching ist fünfmal schneller als das herkömmliche Tiefbau-Verfahren. Tiefe und lange Baugruben gehören der Vergangenheit an. Das reduziert die Beeinträchtigungen für die Anwohner.

„Ein ‚Smarter Landkreis‘ erhöht die Lebensqualität seiner Bürgerinnen und Bürger sowie die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit ansässiger Unternehmen, indem er den digitalen Wandel aktiv, weitsichtig und bedarfsgerecht gestaltet“, so der Böblinger Landrat Roland Bernhard. „Indem wir flächendeckend eine potente digitale Infrastruktur aufbauen, schaffen wir im Landkreis Böblingen durch das regionale Kooperationsprojekt einen echten Mehrwert, der zukünftig sowohl in der Bevölkerung als auch in der Wirtschaft durch bedarfsgerechte Anwendungen zum Tragen kommen wird.“ Nach den aktuellen Ergebnissen des Prognos Zukunftsatlas nehme der Landkreis Böblingen wieder eine Spitzenposition ein. Die aktuellen Entwicklungen zeigten aber auch auf, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geändert haben und eine erfolgreiche wirtschaftliche Wertschöpfung immer wieder erneuert und hart erarbeitet werden müsse. „Mit dem heutigen Spatenstich legen wir den Grundstein dafür, dass dies in einer digitalen Zukunft auch so bleibt“, so Bernhard.

 „Bürgermeister und Erster Beigeordneter freuen sich, dass die Arbeiten als Pilotkommune Im Landkreis Böblingen nun in Weil der Stadt richtig beginnen “, sagt Bürgermeister Thilo Schreiber. „Der Startschuss der Telekom für den Glasfasernetz-Ausbau mit Übertragungsraten von bis zu 1.000 Mbit pro Sekunde stellt einen Quantensprung für die Digitalisierung unserer Gesamtstadt dar. Dies ist eine ausgesprochen gute Zukunftsnachricht für unsere Bürger und Unternehmer, trotz der vielen Baustellen und Beeinträchtigungen.“

„Auch ich freue mich darüber, dass sich so viele Interessenten für einen Glasfaser-Anschluss registriert haben. Wir können loslegen. Dieser Spatenstich hier in Weil der Stadt ist gleichzeitig der Startschuss des Ausbaus im Landkreis Böblingen in der Region Stuttgart. Dies ist das größte Glasfaser-Projekt der Telekom in Deutschland“, erklärt Sabine Wittlinger. Sie dankt allen Verantwortlichen in der Kommune, im Landkreis und der Region für deren Unterstützung. “Die ersten Haushalte in Weil der Stadt werden ihren Glasfaser-Anschluss voraussichtlich Ende des Jahres nutzen können“, so Wittlinger, Partner-Managerin Region Stuttgart der Deutschen Telekom.

“Unser Kooperationsprogramm sorgt flächendeckend für schnelles Internet in der gesamten Region, in Städten ebenso wie in kleineren Gemeinden, sofern die Nachfrage vorhanden ist”, erklärte Hans-Jürgen Bahde, Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH und Breitbandbeauftragter der Region Stuttgart.

Der Ausbau in Weil der Stadt ist Ergebnis einer Kooperation der Gigabit Region Stuttgart GmbH mit der Deutschen Telekom. Im Fokus des Gigabitprojekts steht der gemeinsame Ausbau des ultraschnellen Glasfasernetzes. Bis 2025 sollen 99 Prozent der Bevölkerung Mobilfunk (LTE) nutzen können. Die Telekom will ferner ein leistungsstarkes 5G-Netz aufbauen. Der Vertrag ist in dieser Dimension deutschlandweit einmalig. Weitere Unternehmen sollen die entstehende digitale Infrastruktur zu fairen und marktüblichen Konditionen nutzen können.

Das Ausbaugebiet umfasst derzeit 174 Kommunen in der Stadt Stuttgart sowie in den fünf benachbarten Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. In dem Ballungsraum leben rund 2,8 Millionen Menschen. 140.000 Unternehmen sind dort angesiedelt. Mehr Informationen zur Verfügbarkeit und zu den Tarifen der Telekom:

  • Telekom Shop, Leonberger Straße 98, 71229 Leonberg
  • Telekom Shop, Tilsiter Straße 15, 71065 Sindelfingen
  • Telekom Shop, Wolfgang-Brumme Allee 27, 71034 Böblingen
  • telekom.de/schneller
  • Neukunden: 0800 330 3000 (kostenfrei)
  • Telekom-Kunden: 0800 330 1000 (kostenfrei)
  • Kleine und mittlere Unternehmen 0800 330 1300 (kostenfrei)

Regeneration nach dem Sport – Tipps zur Erholung und Entspannung

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Geschäftliche Information

Sportliche Aktivitäten gehören für viele Menschen heute ganz selbstverständlich zum Alltag, da sie durch ihren Beruf, aber auch durch andere Freizeitgestaltung häufig zu wenig Bewegung bekommen. Acht oder mehr Stunden am Schreibtisch, Pendelverkehr im Auto oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, Fernsehen schauen am Abend – all diese Tätigkeiten werden mehr oder weniger bewegungslos im Sitzen verbracht, was der Gesundheit – wissenschaftlich erwiesen – nicht förderlich ist.

Es lässt sich allerdings auch immer wieder feststellen, dass Freizeitsportler viel Wert auf ihre Leistungen legen, daneben jedoch der notwendigen Regeneration zu wenig Beachtung schenken. Gerade ausgedehnte Erholungsphasen sind aber wichtig, um Trainingseffekte langfristig zu stärken und den Muskelaufbau zu unterstützen.

Sinn und Zweck der Regeneration
Intensives Training verursacht vielfältige Stoffwechselprozesse und ermüdet den gesamten Organismus. Muskeln, Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke werden stark beansprucht, die Energiereservoirs ausgeschöpft. So bilden sich zum Beispiel feine Risse in den Muskeln und verursachen den bekannten Muskelkater. Zudem werden Laktate gebildet, die zu einer Übersäuerung der Muskulatur führen. Um solche Stoffwechselprodukte abzubauen und die Risse zu reparieren, benötigt der Körper eine bestimmte Ruhezeit oder verträgt eine allenfalls leichte Belastung. Je nach der individuellen Fitness kann dieser Zeitraum einen bis drei Tage dauern, nach schwerer Anstrengung eventuell auch bis zu einer Woche.

Die richtige Ernährung während der Regeneration
Während der Erholungsphase nach sportlicher Tätigkeit ist auch die Frage der Ernährung ein wichtiger Punkt. Um die Muskulatur zu reparieren und weiter aufzubauen, hilft eine erhöhte Aufnahme von proteinreicher Nahrung. Um freie Radikale auszubremsen, die sich beim Sport vermehrt bilden, sind Mikrosubstanzen wie Antioxodantien wie Vitamin C und Vitamin E hilfreich. Deshalb sollten sich sportlich orientierte Menschen möglichst abwechslungsreich ernähren und vor allem zu viel frischem Obst und Gemüse greifen, denn diese basischen Lebensmittel wirken ganz allgemein gegen eine Übersäuerung des Körpers und tragen zu mehr Wohlbefinden bei.

Körperlich und mental zur Ruhe kommen
Regeneration nach dem Sport heißt nicht, dass man sich gar nicht mehr bewegen sollte. Das Gegenteil ist der Fall. Vor allem leichte Dehnungsübungen und eine schonende Bewegung unterstützen den Organismus bei seinem Erholungsprozess. Zu empfehlen sind in diesem Zusammenhang Saunabesuche. Sie fördern die Durchblutung und damit eine Durchwärmung und Auflockerung der Muskeln. Zur körperlichen sollte eine mentale Entspannung hinzukommen. Hier können Übungen des autogenen Trainings und Meditation für geistige und seelische Ruhe sorgen. Yoga hat sich in der Praxis ebenfalls bewährt, da es sanfte Bewegung und mentale Ruhephasen miteinander kombiniert.

Unterstützung der Regenerationsphase durch ein Sportgel
Ein Hauptaugenmerk der physischen Erholung nach anstrengenden sportlichen Aktivitäten liegt auf einer erhöhten Durchblutung des gesamten Körpergewebes, um die erwähnten schädlichen Stoffwechselprodukte schneller aus dem Organismus auszuscheiden. Wer beispielsweise nicht die Zeit findet oder keine Lust hat, in die Sauna zu gehen, kann sich auch mit einer Sportsalbe wie dem ReaGel forte von Ihlevital behelfen. Das Produkt enthält belebende Wirkstoffe wie Pfefferminzöl und die Haut pflegende Substanzen wie Arnika und andere Kräuterextrakte. Durch seine basische Grundausrichtung mindert es die Auswirkungen einer Übersäuerung nach starker körperlicher Belastung und fördert – intensiv einmassiert – auf wohltuende Art und Weise den Regenerationsprozess.


Vordrängeln bei roter Ampel kann den Führerschein kosten

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Immer wieder drängeln sich Autofahrer an Kreuzungen vor, indem sie eine vor einer roten Ampel wartende Autoschlange auf der freien Nachbarspur überholen, dann die Spur wechseln und vor den wartenden Fahrzeugen in die Kreuzung hineinfahren. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), teilt mit, dass ein solches Fahrmanöver nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Bamberg (3 Ss OWi 1698/18) dem Überfahren einer roten Ampel gleichkommt. Es ist deshalb mit einem empfindlichen Bußgeld und einem Fahrverbot von einem Monat zu ahnden.

Ein Autofahrer fuhr auf einer geradeaus führenden Spur auf eine Kreuzung zu und wechselte in der Kreuzung auf die links abbiegende Nachbarspur. Dabei überholte er eine Autoschlange, die auf der linken Abbiegespur vor einer roten Ampel wartete. In der Kreuzung ließ der Autofahrer den Gegenverkehr passieren und fuhr dann nach links weiter. Dafür erhielt er eine Geldbuße von 305 Euro und ein Fahrverbot von einem Monat, da er verbotenerweise eine rote Ampel überfahren habe. Der Autofahrer erhob Einspruch, kam damit aber vor Gericht nicht durch.

Laut der Entscheidung des zuständigen Oberlandesgerichts Bamberg war das Überholmanöver genauso gefährlich, wie wenn der Autofahrer auf der linken Spur über die rote Ampel in die Kreuzung hinein gefahren wäre. Der Autofahrer musste dabei erkennen, dass es nicht den Verkehrsregeln entsprechen konnte, wenn er eine an einer roten Ampel wartende Autoschlange überholte, um sich vor ihr einzureihen. Laut dem Bußgeldkatalog hängen Fahrverbot und die Höhe des Bußgeldes davon ab, ob andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden und ob die Ampel vor mehr oder weniger als einer Sekunde auf Rot umgeschaltet hatte. Da im entschiedenen Fall die Ampel schon länger als eine Sekunde Rot anzeigte, musste ein Fahrverbot von einem Monat ausgesprochen werden, auch wenn niemand zu Schaden kam.


Öffentlichkeitskampagne Sauberes Stuttgart startet mit Aktionstag

  • OB Kuhn: „Stuttgart zu wertvoll, um es zu vermüllen“
  • BM Thürnau: „Ein neues Niveau bei der Stadtreinigung erreicht“

Stuttgart.| In Stuttgart wird zu viel Müll achtlos weggeworfen. Um bei den Bürgerinnen und Bürgern für mehr Eigenverantwortung im Umgang mit Müll zu werben, hat die Stadt jetzt die Öffentlichkeitskampagne „Stuttgart macht’s rein – Weniger Müll. Mehr Stuttgart.“ gestartet. Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Technikbürgermeister Dirk Thürnau haben die Kampagne zusammen mit Dr. Thomas Heß, Geschäftsführer des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart AWS, am Dienstag, 9. Juli, bei einem ganztägigen Aktionstag auf dem Schlossplatz vorgestellt.

OB Kuhn sagte: „Unter den Abfällen leidet das Erscheinungsbild unserer Stadt und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Stuttgart ist aber viel zu wertvoll, um es achtlos zu vermüllen. Deshalb haben wir vor zwei Jahren entschieden, dass wir eine einschneidende Veränderung brauchen.“ Gemeinsam mit dem Gemeinderat habe man beschlossen, bis 2022 über 45 Millionen Euro zusätzlich für mehr Personal, weitere Mülleimer und neue Fahrzeuge zu investieren, so der OB. Kuhn weiter: „Unser Ziel ist es aber nicht, immer mehr achtlos weggeworfenen Müll zu beseitigen. Wir können als Stadt nicht alleine für Sauberkeit sorgen.“ Der OB betonte, man wolle eine Bewusstseinsänderung bei den Menschen erreichen. Kuhn: „Die Öffentlichkeitskampagne ‚Stuttgart macht’s rein – Weniger Müll. Mehr Stuttgart.‘ soll uns dabei helfen, Stuttgart gemeinsam dauerhaft sauber zu machen, indem sie die Bürgerinnen und Bürger für das Thema Vermüllung sensibilisiert.“

Bürgermeister Thürnau betonte: „Mit dem Konzept „Sauberes Stuttgart“ erreichen wir bei der Stadtreinigung ein neues Niveau: Die bisherigen Reinigungsleistungen werden um ein Drittel erhöht. Die Power von zusätzlichen 106 Mitarbeitern und

45 Fahrzeugen allein bei der AWS ist jetzt auf der Straße und das Gesamtpaket entfaltet bald seine volle Wirkung. Wir gehen als Stadt voran, setzen aber auch auf ein Umdenken bei den Verursachern. Was wir jetzt brauchen, sind Bürgerinnen und Bürger, die mitmachen.“

Beim Aktionstag erlebten die Besucherinnen und Besucher von 11 bis 17 Uhr ein buntes Programm für alle Altersklassen. Schwabenrapper MC Bruddaal gab unter anderem seinen Hit „Du bisch mei Number One“ zum Besten, und die Trommelshow Stahl-Fatal bewies eindrucksvoll, dass sich Mülleimer auch hervorragend für eine musikalische Nutzung eignen. Sportlich wurde es bei der „Müll-Kick-Challenge“: Hier war es das Ziel, Müll auf möglichst artistische Weise in einen dafür vorgesehenen Behälter zu befördern.

Für Staunen unter Besuchern sorgte ein 36 Kubikmeter großer Kubus, der die gesammelte Müllmenge von nur zwei Werktagen in der Innenstadt zeigte. Hier wurde deutlich, welche Massen an Müll die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWS täglich aufsammeln. Die verschiedenen Formen der Vermüllung im öffentlichen Raum veranschaulichten mehrere Meter große aufblasbare Figuren in Form einer Zigarettenkippe, von Verpackungsmüll, von Scherben und einem Wildpinkler.

Um möglichst viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter für das Müllproblem zu sensibilisieren, ist die Öffentlichkeitskampagne „Stuttgart macht’s rein – Weniger Müll. Mehr Stuttgart.“ breit aufgestellt: Neben Werbung auf Großflächenplakaten, City- Light-Postern im gesamten Stadtgebiet und Stadtbahn-Infoscreens sind auch Radio- und Kinospots geplant. Außerdem wird es große Aufkleber auf Mülleimern, Social- Media-Aktionen und eine eigene Homepage www.stuttgart-machts-rein.de geben.

Inhaltlich setzt die Kampagne, deren Ausschreibung die Agentur „Werbung etc.“ gewonnen hatte, auf eine Mischung aus Information und Provokation. Im Zentrum stehen Plakate mit Headlines wie „Dreck Sack“, „Spitz Bube“ oder „Schweine Hund“. Andreas Scharf, Leiter der städtischen Abteilung für Kommunikation, sagte dazu: „Was auf den ersten Blick wie eine Beleidigung wirkt, entpuppt sich beim Lesen des Kleingedruckten als eine einfache Gebrauchsanweisung für ein sauberes Stuttgart, zum Beispiel: ‚Der ganze Dreck gehört in den Sack‘.“

Die Öffentlichkeitskampagne „Stuttgart macht’s rein – Weniger Müll. Mehr Stuttgart.“ ist ein Baustein des Konzepts „Sauberes Stuttgart“. Mit dem Konzept nimmt die Stadtverwaltung den Kampf gegen die Vermüllung öffentlicher Plätze und Parks auf. Die zunehmende Vermüllung, auch „Littering“ genannt, ist kein Stuttgarter Phänomen. Vielmehr ist es europaweit zu beobachten. Experten sehen einen Grund in einer immer intensiveren Nutzung des öffentlichen Raums. Das soziale Leben verlagert sich zunehmend nach draußen, hinzu kommen längere Öffnungszeiten von Handel und Gastronomie.

Das Konzept „Sauberes Stuttgart“ besteht aus den vier Säulen „verstärkte Reinigung“, „mehr Mülleimer“, „Kontrolle und Strafen“ sowie der „Öffentlichkeitskampagne“. Für die Umsetzung dieses Maßnahmenpakets hat der Gemeinderat der Landeshauptstadt bis zum Jahr 2022 Haushaltsmittel in Höhe von 45,4 Millionen Euro beschlossen unter anderem für mehr Personal, mehr Mülleimer, neue Fahrzeuge und mehr Kontrollen bei höheren Bußgeldern.

Die verstärkten Kontrollen zeigen bereits erste Wirkung: 2019 wurden bislang 136 Bußgeldverfahren wegen illegaler Müllentsorgung eingeleitet. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, wo insgesamt 155 Strafen verhängt wurden.


Die Fantastischen Vier tragen sich ins Goldene Buch ein

„Lässt einen nicht kalt“

Stuttgart.| Die Fantastischen Vier haben sich am Montag, 8. Januar, ins Goldene Buch der Landeshauptstadt Stuttgart eingetragen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer hatten die Band zuvor zu einem persönlichen Gespräch empfangen.

OB Kuhn: „Wir sind happy, die Fanta Vier heute hier zu haben. Ein Anlass ist Euer 30-jähriges Bestehen – der andere ist, dass Ihr so saumäßig viel getan habt für Stuttgart. Für uns ist es eine Ehre, dass Ihr Euch ins Goldene Buch eintragt.“

Michi Beck schrieb für die Band „Wir bleiben TROY – F 4“ ins Buch. Er sagte: „Wir sind viel rumgekommen, fühlen uns aber immer noch als Stuttgarter Band. Stuttgart ist unsere Heimat. Bei aller Abgebrühtheit: Das lässt einen nicht kalt, sich ins Goldene Buch der Stadt Stuttgart eintragen zu dürfen.“

Den Fantastischen Vier – bestehend aus Michael „Michi“ Beck alias Dee Jot Hausmarke, Bernd Michael Schmidt alias Smudo, Thomas Dürr alias Hausmeister Thomas D, Andreas Rieke alias And.Ypsilon und Andreas „Bär“ Läsker – widmet das StadtPalais die Ausstellung „TROY – 30 Jahre Die Fantastischen Vier“. Sie wird am Abend eröffnet und ist noch bis 29. März 2020 zu sehen.


Superfood – oft Augenwischerei

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Schlank, fit und vor allem gesund – wer möchte das nicht sein? Dabei sollen „Superfoods“ helfen. So bezeichnet die Werbung Lebensmittel, die aufgrund ihrer Nährstoffzusammensetzung besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden sein sollen. Häufig handelt es sich um exotische Pflanzen, wie Chiasamen, Açai- oder Gojibeeren, oft in getrockneter Form, als Püree oder Extrakt. Sie sollen nicht nur leistungsfähiger machen, den Alterungsprozess aufhalten und das Herz stärken – auch vor Krebs sollen diese Alleskönner schützen. Was ist so super am Superfood? Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums gibt Antwort.

Tatsächlich gibt es experimentelle Studien, die den Nährstoffen von einigen Superfoods positive Eigenschaften bescheinigen. Viele Wissenschaftler sind dennoch kritisch. Denn die Studien wurden nur an Zellen oder Tieren durchgeführt und untersuchen meist nur einzelne Wirkstoffe, nicht aber das Lebensmittel als Ganzes. Der Begriff Superfood ist eine Erfindung der Marketingabteilungen und suggeriert beim Verbraucher eine ganz besonders hohe Qualität. Der Begriff ist weder rechtlich geschützt, noch genau definiert – jedes Produkt kann mit dem Label Superfood versehen werden. Ein weiterer Grund, um misstrauisch zu sein.

Skepsis ist angebracht
Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums differenziert: „Einzelne Lebensmittel, die unter “Superfoods” laufen, wie etwa exotische Früchte, können zu einer abwechslungsreichen Ernährung beitragen. Dass sie aber vor Krankheiten wie Krebs schützen können, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage.“ Der Krebsinformationsdienst verfügt über eine umfassende Datenbank, die alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Erkrankung Krebs, zur Vorbeugung, Früherkennung und Therapie enthält. „Wir wüssten, wenn es dazu aussagekräftige Studienergebnisse gäbe“, so Weg-Remers weiter. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-420 30 40 beantworten Ärztinnen und Ärzte täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr alle Fragen zum Thema Krebs. Alternativ können sich Ratsuchende auch per E-Mail krebsinformationsdienst@dkfz.de an den unabhängigen Dienst richten.

Warum in die Ferne schweifen?
Auch einheimische Pflanzen haben einen hohen Nähr- und Wirkstoffgehalt und könnten daher als Superfood bezeichnet werden, zum Beispiel Grünkohl, Rote Bete und einheimische Beeren oder Karotten, Zwiebel und Äpfel – sie alle liefern gesundheitsfördernde Nährstoffe. Für ausreichend Ballaststoffe sorgen Vollkornprodukte und Leinsamen. Der Vorteil dieser Lebensmittel vor der Haustür: Sie sind oft kostengünstiger und ihre Herkunft ist nachvollziehbar. Superfood-Produkte kommen oft aus dem fernen Ausland, sind teuer und werden über das Internet vertrieben. Anstatt sich ernährungstechnisch auf eine Handvoll exotischer Lebensmittel zu verlassen, von denen behauptet wird, sie seien „super“, ist es besser, auf die ganze Bandbreite des hiesigen Obst- und Gemüseangebots zu setzen. So das Fazit des Europäischen Informationszentrums für Lebensmittel (EUFIC).

Schützende Effekte ganz ohne Superfoods
Auch zum Schutz vor Krebs und anderen chronischen Krankheiten wie Diabetes und Herzerkrankungen empfiehlt sich eine Ernährung vorwiegend aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Der europäische Kodex zur Krebsbekämpfung gibt folgende Empfehlungen:

• Täglich mindestens 400 g Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte
• Möglichst täglich Getreideprodukte aus Vollkorn
• Zucker- und fettreiche Speisen meiden
• Möglichst keine zuckerhaltigen Getränke
• Pro Woche weniger als 500 g Fleisch. Möglichst kein verarbeitetes Fleisch
• Fertiglebensmittel meiden
• Maximal 6 g Salz am Tag


Gemeinderat beschließt Neuwahl des Jugendrats 2020

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Stuttgart.| Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 4. Juli der turnusgemäßen Wahl und Bildung von Jugendräten und der Einrichtung von offenen Beteiligungsformen im Jahr 2020 in allen Stadtbezirken zugestimmt. Die 13. Jugendratswahl soll im Januar 2020 stattfinden. In den Stadtbezirken, in denen aufgrund zu geringer Kandidatenzahl keine Wahl stattfinden kann, sollen Projektgruppen oder offene Beteiligungsformen angeboten werden. 2017 gab es in 18 Stadtbezirken und den Innenstadtbezirken Mitte, Nord, Ost, Süd und West ausreichend Kandidierende für eine Wahl. Insgesamt meldeten sich 367 Kandidierende an. Die Zahl der gewählten Jugendratsgremien erhöhte sich gegenüber der vorherigen Wahl um drei auf 15 Gremien.

Für die Vorbereitung und Durchführung der Jugendratswahlen in allen Stadtbezirken werden maximal 80.000 Euro bereitgestellt. 30.000 Euro davon werden in diesem Jahr, 50.000 Euro im Jahr 2020 benötigt. Für die laufende Arbeit der Jugendbeteiligungsformen in den bis zu 19 Bezirken werden jährlich 87.700 Euro bereitgestellt. Ziel ist, dass bei der Jugendratswahl 2020 in allen Stadtbezirken Jugendräte gewählt werden können. Dafür muss die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber in den bestehenden Jugendratsbezirken mindestens erhalten und die Anzahl dort erhöht werden, wo es bei der letzten Wahl zu wenig Kandidierende gab. Dafür sollen die mit den Jugendräten erprobten und bewährten Werbemaßnahmen weiterentwickelt werden.

Zeitlicher Ablauf
Bis zum 21. September sollen alle rund 25.000 wahlberechtigten Jugendlichen in allen Stadtbezirken den Informations- und Anmeldeflyer zur Jugendratswahl 2020 erhalten. Der Bewerbungszeitraum für Kandidierende läuft vom 23. September bis zum 31.Oktober. Gewählt werden kann vom 13. bis 31. Januar 2020. Der neue Jugendrat startet dann am 19. Februar im Rathaus seine Amtszeit, der alte Jugendrat wird gleichzeitig verabschiedet.


Städtischer Zuschuss zum DB-Jobticket

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Stuttgart.| Die Stadt weitet ihr umwelt- und verkehrspolitisches Engagement aus. Der Gemeinderat hat am 4. Juli beschlossen, dass auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Zuschuss von 28,30 Euro im Monat bekommen, wenn sie ein DB-Jobticket oder eine Bahncard 100 besitzen. Auch Personen, die bei der Stadt ihren Bundesfreiwilligendienst leisten, erhalten künftig den Zuschuss. Seit 2014 erhalten Mitarbeiter der Stadt Stuttgart bereits den Zuschuss für das VVS-Jobticket.

Der VVS hatte bei der Einführung 2015 seine allgemeinen Geschäftsbedingungen so geändert, dass der Zuschuss für das VVS-Jobticket lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei war. Die Deutsche Bahn hatte sich dem verweigert. Seit Jahresbeginn sind jedoch durch eine Gesetzesänderung Arbeitgeberzuschüsse für das Jobticket generell lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei, sodass jetzt der Zuschuss auch für das DB-Jobticket brutto für netto ausbezahlt werden kann. Derzeit beziehen etwa 140 städtische Mitarbeiter ein DB-Jobticket über die Stadt.


Gemeinderat: Julia Schmid verzichtet auf Mandat

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Christian Walter rückt nach

Stuttgart.| Julia Schmid lehnt die ehrenamtliche Tätigkeit als Mitglied des Gemeinderats aus wichtigem Grund ab. Sie wird damit nicht in den für die Amtsperiode 2019 bis 2024 gewählten Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart eintreten. Dies hat der Gemeinderat am Donnerstag, 4. Juli, festgestellt.

Bei der Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 wurde Julia Schmid auf dem Wahlvorschlag der Jungen Liste Stuttgart in den Gemeinderat gewählt. Die Gemeindeordnung für Baden-Württemberg führt verschiedene Gründe auf, nach denen eine ehrenamtliche Tätigkeit abgelehnt werden kann. Hiervon macht Frau Schmid Gebrauch. An ihrer Stelle wird Christian Walter in den neu gewählten Gemeinderat eintreten. Er ist bereits seit 2014 für die Studentische Liste Mitglied des Gemeinderats.


Schnelles Internet für rund 500 Haushalte

  • Maximales Tempo: 1 Gigabit/s
  • Trenching beschleunigt den Ausbau
  • Mehr als 63 km Glasfaserkabel werden verlegt

Bempflingen.| Die Entscheidung ist gefallen. Bempflingen sagt Ja zum Glasfaserausbau. Fast 500 Haushalte haben sich bislang für einen Glasfaser-Tarif entschieden. Die Telekom beginnt jetzt mit dem Bau des schnellen Netzes. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Damit hat der Kunde einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause. Er eignet sich auch für Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home.

Aktuell profitieren von diesem Ausbau 499 Haushalte. Sie haben bereits bei der Vorvermarktung einen Glasfaseranschluss beauftragt. Die Telekom wird in Bempflingen ca. 63 Kilometer Glasfaser verlegen, 14 neue Glasfasernetzverteiler (NVt) aufstellen und zunächst jene 499 neue Anschlüsse herstellen.

Für das Verlegen der Glasfaserkabel ist umfangreicher Tiefbau nötig. Auf 4,5 von insgesamt 13,5 Kilometern mit Tiefbau kann die Telekom allerdings das sogenannte Trenching einsetzen.

Beim Trenching müssen für die Verlegung der Glasfaser keine Gräben ausgebaggert werden. Stattdessen werden schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. Trenching ist etwa fünfmal schneller als das herkömmliche Tiefbau-Verfahren. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner, aufgrund von Baustellen, wird damit auf ein Minimum reduziert.

„Ich freue mich, dass die Arbeiten in Bempflingen nun starten“, sagt Bürgermeister Bernd Welser, „mit dem Ausbau machen wir in Sachen Bandbreite einen Quantensprung. Bempflingen steigt in die erste deutsche Gigabit-Liga auf.“

„Auch ich freue mich darüber, dass sich so viele Interessenten für einen Glasfaseranschluss registriert haben und wir ausbauen können. Dieser Spatenstich hier in Bempflingen ist gleichzeitig der Startschuss des Ausbaus im Landkreis Esslingen in der Region Stuttgart. Dies ist das größte Glasfaser-Projekt der Telekom in Deutschland.“ Sabine Wittlinger, Partner-Managerin Region Stuttgart der Telekom Deutschland, dankt allen Verantwortlichen in der Kommune, im Landkreis und der Region für deren Unterstützung. Die ersten Haushalte in Bempflingen werden ihren Glasfaseranschluss voraussichtlich Ende des Jahres nutzen können“, erklärt Wittlinger.

„Bempflingen macht den Anfang für den schnellen Glasfaserausbau im Landkreis Esslingen. Wir sind zuversichtlich, unsere ehrgeizigen Ziele, bis 2025 alle Gewerbegebiete und bis 2030 90 % der Haushalte an das schnelle Internet anzuschließen, erreichen zu können“, erklärt der Verbandsvorsitzende für den Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Esslingen, Landrat Heinz Eininger.

„Das Beispiel Bempflingen zeigt, dass von unserem Kooperationsprogramm nicht nur größere Städte profitieren, sondern auch der ländliche Raum, sofern bei den Bürgern eine ausreichende Nachfrage besteht“, betont Hans-Jürgen Bahde, Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH und Breitbandbeauftragter der Region Stuttgart.

Kooperation von Deutscher Telekom und der Gigabit Region Stuttgart
Der Ausbau in Bempflingen ist Ergebnis einer Kooperation der Gigabit Region Stuttgart GmbH mit der Deutschen Telekom. Im Fokus des Gigabitprojekts steht der partnerschaftliche Ausbau des ultraschnellen Glasfasernetzes. Bis 2025 sollen zudem 99 Prozent der Bevölkerung Mobilfunk (LTE) nutzen können. Außerdem ist geplant, ein leistungsstarkes 5G-Netz zügig aufzubauen. Der Vertrag ist in dieser Dimension deutschlandweit einmalig. Weitere Unternehmen sollen die nun entstehende digitale Infrastruktur zu fairen und marktüblichen Konditionen nutzen können. Zudem soll das Programm Investitionen weiterer Marktteilnehmer in Glasfaser stimulieren.

Das Ausbaugebiet umfasst derzeit 174 Kommunen in der Stadt Stuttgart sowie in den fünf benachbarten Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. In dem Ballungsraum leben rund 2,8 Millionen Menschen. Etwa 140.000 Unternehmen sind dort angesiedelt.