S-Bahn-Tunnel am Hang des Rosensteinparks angeschlagen

  • Start des Vortriebs am Neckarufer
  • Knapp 90 Prozent der Tunnel im Bahnprojekt Stuttgart–Ulm sind aufgefahren

Stuttgart.| Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat am Dienstag, 16. Juli 2019, den Tunnelanschlag für den vom Neckarufer aus vorzutreibenden Teil des S-Bahn-Tunnels Rosenstein (1.170 Meter) gefeiert. Der künftige S-Bahn-Tunnel wird zwischen der Neckarbrücke und dem S-Bahn-Halt Mittnachtstraße verlaufen und im bergmännischen Vortrieb aufgefahren.

„Der Tunnelvortrieb im Projekt geht gut voran, und der Anschlag der S-Bahn-Röhre ist ein wichtiger Schritt für unser Projekt. Glück auf den Mineuren und Ingenieuren, die diese anspruchsvolle Arbeit verrichten“, sagte Harald Klein, Mitglied der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH, bei der Tunnelanschlagsfeier.

„Hier wird ein wichtiger Teil für eine gute Verbindung des öffentlichen Nahverkehrs in der Region und darüber hinaus gebaut, was uns ein großes Anliegen ist. Ich wünsche den Mineuren ein unfallfreies Bauen“, sagte Tunnelpatin Andrea KIöber, stellvertretende Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart und Bezirksvorsteherin des Stadtbezirks Stuttgart-Feuerbach.

Der S-Bahn-Tunnel Rosenstein
Der S-Bahn-Tunnel Rosenstein wird nach seiner Fertigstellung 1.170 Meter lang sein. Er wird von zwei Punkten aus vorgetrieben, vom Zwischenangriff Abstellbahnhof und vom Rosensteinportal aus. Vom Bereich des Rosensteinparks am Neckarufer aus wird ein Teil des rund 570 Meter langen zweigleisigen Abschnitts der Röhre aufgefahren. Direkt neben dem S-Bahn-Tunnel laufen am Rosensteinhang seit Dezember 2018 die Arbeiten am zweigleisigen Teil des Fernbahntunnels. Dort ist der Vortrieb bereits zu etwa 60 Prozent abgeschlossen: Der Tunnel ist bereits über 410 Meter vorgetrieben.

Auf den Baustellen der Tunnel nach Bad Cannstatt arbeiten rund 150 Personen. Mit dem Bau des S-Bahn-Tunnels wurde eine Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen HOCHTIEF, BEMO Tunneling und Wayss & Freytag beauftragt. Die Hauptvortriebsarbeiten an der S-Bahn-Röhre und auch am Tunnel Bad Cannstatt sollen bis Anfang 2020 abgeschlossen sein.

Verzögerung durch Artenschutz beim Tunnelbau
Für den Bau des Tunnels Bad Cannstatt im Bereich des Rosensteinparks am Neckarufer mussten im Februar 2018 sechs sogenannte Juchtenkäferpotenzialbäume gefällt werden. Um die Bäume fällen zu dürfen, hatte die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH im August 2015 eine Planänderung beim Eisenbahn-Bundesamt beantragen müssen. Im Zuge des Planänderungsverfahrens war schließlich die Zustimmung der EU-Kommission erforderlich, die im Rahmen einer Stellungnahme im Januar 2018 zweieinhalb Jahre nach Beantragung der Planänderung erfolgte. Durch das Planänderungsverfahren verzögerte sich auch der Bau des S-Bahn-Tunnels Rosenstein.

Tunnelvortrieb im Gesamtprojekt kommt gut voran
Auch der Tunnelvortrieb im gesamten Bahnprojekt Stuttgart–Ulm geht gut voran: Rund 90 Prozent des Tunnelvortriebs sind abgeschlossen, in Summe über 106 Kilometer der Tunnelröhren sind vorgetrieben. In wenigen Wochen soll die Tunnelvortriebsmaschine „SUSE“ im Fildertunnel ihre Arbeit vollbracht haben. Ebenso befinden sich die Tunnelvortriebsmaschinen „WANDA“ und „Sybille“ im Albvorlandtunnel mittlerweile im Endspurt.


OB Kuhn weist Vorwürfe aus dem Akteneinsichtsausschuss zurück

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Stuttgart.| Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat die Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Vorläufigen Schlussbericht des Akteneinsichtsausschusses zu den Vorgängen der International Unit am Klinikum Stuttgart (AIU) zurückgewiesen.

Kuhn erklärte am Dienstag, 16. Juli, auf einen Medienbericht zum Vorläufigen Schlussbericht: „Ich habe den Gemeinderat stets entsprechend meinem jeweiligen Kenntnisstand informiert.“ Unterstellungen ihm gegenüber seien nicht belegt und basierten auf bloßen Vermutungen. Beispielhaft verwies Kuhn auf ein im Vorläufigen Schlussbericht erwähntes Arbeitsessen aus dem ersten Quartal 2013, also kurz nach seinem Amtsantritt, das er mit dem Leiter der damaligen International Unit abgehalten habe. „Deswegen zu vermuten, ich sei ‚dem Grunde nach‘ über die Projekte Libyen und Kuwait informiert, ist abenteuerlich und eine Unterstellung.“

Kuhn äußerte schließlich sein Befremden darüber, dass der Vorläufige Schlussbericht der Ausschuss-Mehrheit des vertraulich arbeitenden AIU am selben Tag an ihn als Oberbürgermeister und – zumindest in Teilen – auch an Medienvertreter gegangen ist.


11. Benefizkonzert der Stuttgarter Musikschule

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Erlös über 11.000 € geht zugunsten der Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V.

Stuttgart.| 23 junge Preisträgerinnen und Preisträger nationaler und internationaler Musikwettbewerbe sowie des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ spielten vor kurzem Werke von Niels Wilhelm Gade, Paul Harvey, David Popper, Olivier Messiaen, Pablo de Sarasate, Gustav Schreck, Edward Elgar, Frédéric Chopin, Gene Koshinski, Raymond Gallois-Montbrun, Felix Mendelssohn Bartholdy, Carlo Domeniconi, Wolfgang Amadeus Mozart, Gabriel Fauré, Bohuslav Martinu und Nikolai Kapustin im Weißen Saal im Neuen Schloss in Stuttgart zugunsten der Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V.

Über 11.000 Euro sind, zusammen mit den Spenden des Abends, für die kranken Kinder im Olgahospital zusammengekommen. Dank der Sponsoren: Merck Finck Privatbankiers AG und der Merck Finck Stiftung, der Südwestdeutschen Konzertdirektion SKS Russ, der Bäckerei Grau, der Familienbrauerei Dinkelacker, dem Wein- und Sektgut Christel Currle sowie den Märkten Stuttgart, kommt dieser Betrag in gesamter Höhe den kleinen Patienten im Stuttgarter Olgahospital zugute.

Anna mit ihrem Cello | Foto: Helmut Ulrich

Der Leiter der Stuttgarter Musikschule, Friedrich-Koh Dolge und Felipe Valério, der zugleich auch durch den Abend führte, gestalteten ein anspruchsvolles Programm. Die jungen Musikerinnen und Musiker Otto Siegel, Bertalan Csizár, Marc Strokov, Ana Nanuashvili, Anna Ulmschneider, Sabine Tsay, Polina Jakovleva, Johannes Rempp, Luka Bilbija, Anna Meipariani, Hanna Schulte, Finn Kiefl, Konstanze Kasprik, Byuri Anna Choi, Sara Spöhr, Cristian Conesa, Alexander Röck, Elisabeth Höhndorf, Victor Petroff Miranda, Rafael Costa de Souza, Dilara Yildiz, Aleksander Tanunin, Moritz Roos, Ariella Naischul, Kelar Frank, Ben Erhardt, Anna Sarajishvili, im Alter von acht bis 18 Jahren, erhielten lang anhaltenden Applaus. Viele von ihnen musizierten bereits zum wiederholten Male zugunsten der kranken Kinder.

Die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V. hat es sich seit über 20 Jahren zur Aufgabe gemacht, den Aufenthalt der oft schwerstkranken Kinder im Stuttgarter Olgahospital –unabhängig von deren Krankheitsbild – durch eine kindgerechte Atmosphäre angenehmer zu gestalten, die psychosoziale Betreuung der kleinen Patienten und ihrer Eltern zu verbessern, modernste medizinische Geräte anzuschaffen und Fortbildung und Forschung zu fördern.


Vermieter muss für funktionierenden Telefonanschluss sorgen

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Vermieter müssen defekte Telefonanschlüsse instand setzen, damit die Mietwohnung in einem vertragsgemäßen Zustand bleibt. Die Wüstenrot Bausparkasse, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (VIII ZR 17/18) hin.

Die klagende Mieterin hatte die Wohnung mit einem vorhandenen Telefonanschluss gemietet, über den neben der Telekommunikation auch der Zugang zum Internet erfolgte. Nachdem ein Defekt an der Leitung aufgetreten war, verlangte sie vom Vermieter, dass er das Kabel instand setze. Der Vermieter war nicht bereit, die Kosten dafür zu übernehmen, und bekam zunächst vor dem Landgericht Oldenburg Recht. Der Bundesgerichtshof hob jedoch das Urteil auf und verurteilte den Vermieter, das Kabel auf seine Kosten zu erneuern.

Laut dem Urteil muss der Vermieter die Wohnung in einem vertragsgemäßen Zustand erhalten. Dazu gehöre auch ein funktionierender Telefonanschluss, zumindest wenn die Wohnung mit diesem Anschluss vermietet wird. Das gelte auch dann, wenn dies nicht ausdrücklich im Mietvertrag geregelt ist. Der Mieter könne nämlich einen Wohnstandard erwarten, welcher der üblichen Ausstattung vergleichbarer Wohnungen entspricht.


263.000 Euro für Welcome Service und Welcome Center

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Stuttgart.| Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg unterstützt auch in Zukunft die erfolgreiche Arbeit des Welcome Service Region Stuttgart mit dem Welcome Center Stuttgart.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert den Welcome Service Region Stuttgart mit dem Welcome Center Stuttgart bis Ende 2020 mit einer Fördersumme von 262.951 Euro.

Insgesamt werden die 10 Welcome Center Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms des Landes Baden-Württemberg „Welcome Center für internationale Fachkräfte “ mit einer Gesamtfördersumme von 2,1 Millionen Euro unterstützt. Außerdem wird erstmals eine Stelle zur Koordinierung des Landesnetzwerks der baden-württembergischen Welcome Center, die beim Welcome Center Region Stuttgart angesiedelt ist, mit bis zu 15.000 Euro gefördert.

Die Aufgabe der Welcome Center ist es, kleinen und mittleren Unternehmen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie Fachkräfte aus dem Ausland rekrutieren und nachhaltig in den Betrieb integrieren können. Ebenso sollen sie internationale Fachkräfte sowie ausländische Studierende zu allen Fragen rund um Ankommen, Leben und Arbeiten in Stuttgart und in der Region beraten.

Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS), betont: „Das Thema Fachkräftesicherung bleibt in Zukunft für die Region Stuttgart existenziell: Im Rahmen des Förderhorizontes bis Ende 2020 werden wir die Arbeit des Welcome Service Region Stuttgart mit unseren bewährten Beratungs- und Veranstaltungsformaten im Welcome Center Stuttgart und der Region fortsetzen. Zugleich möchten wir für KMUs und einzelne Branchen neue Schwerpunkte setzen und die Perspektiven aufzeigen, die das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz mit sich bringt. Unser Ziel ist es weiterhin, dass internationale Fachkräfte gut in der Region ankommen und langfristig hier arbeiten und bleiben wollen. Wir danken dem Wirtschaftsministerium für die erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Im vergangen Jahr konnte der Welcome Service rund 50 Unternehmen bei Fragen zur Rekrutierung, zur Integration oder zu (aufenthalts-)rechtlichen Fragen unterstützen und über 200 Unternehmen über Veranstaltungen wie der Jobmesse für internationale Fachkräfte, Auszubildende und Unternehmen erreichen und sie mit internationalen Fachkräften zusammenbringen.
Seit Eröffnung des Welcome Center Stuttgart im Oktober 2014, das die WRS gemeinsam mit der Landeshauptstadt Stuttgart (LHS) betreibt, wurden rund 6.600 qualifizierte internationale Fachkräfte aus über 150 Ländern beraten: Die Themen Sprache, Aufenthalt und Arbeitssuche wurden dabei am häufigsten nachgefragt. Das zwölfköpfige Beratungsteam setzt sich aus Mitarbeitern der WRS, der LHS und der Migrationsberatungsdienste zusammen und spricht elf Sprachen. Je nach Anliegen verweist es die Ratsuchenden an spezielle Beratungsstellen und Einrichtungen wie die Ausländerbehörde, die Anerkennungsstellen oder an die Kammern.

Egal ob es sich um die Beratung einer Fachkraft, eines Unternehmens oder ob es sich um eine Veranstaltung handelt: Der Austausch und die enge Kooperation mit anderen Arbeitsmarktakteuren ist von zentraler Bedeutung für die gelingende Fachkräfteintegration. Hierzu gehören u.a. die Partner der Fachkräfteallianz Region Stuttgart wie z.B. die Agentur für Arbeit Stuttgart, das Netzwerk zur Arbeitsmarktintegration spanischer Zuwanderer, ACLI Baden-Württemberg, BeFF – Berufliche Förderung von Frauen e.V./Kontaktstelle Frau und Beruf Stuttgart oder die Hochschulen und viele andere.

Staatssekretärin Katrin Schütz, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, sagte bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide an die Trägerorganisationen am 8. Juli in Stuttgart: „Unsere Welcome Center sind ein zentraler und erfolgreicher Baustein der Strategie des Landes zur Fachkräftesicherung. Mit unserem bundesweit einzigartigen Netz von Welcome Centern unterstützen wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen und erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“ Vor dem Hintergrund des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes bedeutet dies für sie konkret: „Vor Ort müssen nun die Unternehmen und die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung die Bedingungen schaffen, dass ausländische Fachkräfte ihren Weg nach Baden-Württemberg finden und langfristig hier einen Platz in der Arbeitswelt und der Gesellschaft finden. Und genau dabei beraten unsere Welcome Center internationale Fachkräfte und kleine und mittlere Unternehmen, damit die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt.“


Buschmann in den Landesvorstand wiedergewählt

Heilbronn.| Der stellvertretende Vorsitzende des FDP Kreisverbands Ludwigsburg, Kai Buschmann, wurde auf dem Landesparteitag in Heilbronn erneut in den Landesvorstand der FDP gewählt. Die FDP Kreisvorsitzende Stefanie Knecht gratuliert ihm: „Ich freue mich sehr, dass Kai Buschmann die Freien Demokraten aus Ludwigsburg auch in den kommenden 2 Jahren im Landesvorstand vertreten wird. Kai Buschmann hat sich im ersten Wahlgang unter 15 Kandidaten für 10 Plätze mit gut 70% der Stimmen durchgesetzt. Ich gratuliere ihm zu diesem ausgezeichneten Ergebnis. Das ist eine klare Bestätigung für die langjährige gute Arbeit, die Kai Buschmann als Fraktionsvorsitzender der FDP-Regionalfraktion und als Gemeinderat und Ortsvorsitzender in Remseck am Neckar leistet.“


Königlicher Besuch im Landtag

Vaihinger Abgeordnet Dr. Rösler begrüßt König Konor Nene Sakite II

Bereits zum dritten Mal besuchte dritte Mal besucht Nene Sakite II aus dem Krobolandl, ein Bezirk im westafrikanischen Ghana, Gerlingen und dort die ansässige Rebmann-Stiftung. Rösler ist Nachfahre des Missionars Johannes Rebmann, im Stiftungsrat der Rebmann-Stiftung und zugleich Mitglied des Landtages. Dort empfing er am Freitag König Konor Nene Sakite II, Frau Lady Sophia Ambasaki und

Herr Ocheami Narh Huapojou. Die Delegation wurde von Tobias Schölkopf und Anja Fronmaier von der Stadtverwaltung Gerlingen begleitet.

Die Rebmann-Stiftung wurde 2002 gegründet und unterhält Beziehungen in die Wirkungsorte früherer und heutiger Missionare aus Gerlingen wie beispielsweise Tansania und Kenia über Johannes Rebmann und Ghana über den ehemaligen Missionar Johannes Zimmermann.

Am Sonntag um 9.45 Uhr findet in der Petruskirche in Gerlingen ein Aussegnungsgottesdienst für die Missionarsfamilie Hoprich in Anwesenheit des Königs statt.


Veranstaltungen im WohnCafé Ostheim

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Lange Ost Nacht am 20.07.2019 ab 18.00 Uhr
Besuchen Sie unseren Stand bei der langen Ost Nacht. Wir sind mit Arbeiten aus unserer Kreativwerkstatt mit dabei. Sie finden uns in der Jakob-Holzinger-Gasse am Ostendplatz. Schauen Sie mal bei uns vorbei.

Ausflug am 27.07.2019 zur Remstal Gartenschau nach Schwäbisch Gmünd.
Nach Schorndorf besuchen wir jetzt gemeinsam die Gartenschau in Schwäbisch Gmünd. Falls Sie Lust haben mit einer netten Gruppe mitzufahren melden Sie sich an unter 0711/72232553. Hier erhalten Sie weitere Informationen.
Wir treffen uns um 13.00 Uhr vor dem WohnCafé Ostheim in der Rotenbergstr. 110.

Herzlich Willkommen in unserem WohnCafe´Ostheim.
Wir sind immer dienstags und donnerstags von 15.00-17.30 Uhr für Sie da. Für alle, die Spaß an der Begegnung aller Generationen haben.

Das WohnCafé ist eine gemeinsame Initiative des Bau- und Wohnungsvereins Stuttgart, St. Josef und Anna Haag Mobil – Pflege und Service rund um die Familie. Als offener Quartierstreff für Jung und Alt trägt es durch Café-Nachmittage, Mittagstisch und kleinere Veranstaltungen zur Belebung des Wohngebiets bei.


Aufnahme von Geflüchteten

Landrat Roland Bernhard: „Aufnahme und Integration von geflüchteten Menschen war eine der großen Herausforderungen der letzten Jahre“

Integration gelingt durch das Zusammenwirken verschiedener Akteure 

Kreis Böblingen.| Bei der letzten Sitzung des bisherigen Kreistags am 8. Juli wurde zurückgeblickt auf große Herausforderungen und wichtige Entscheidungen der Legislaturperiode. Um die Aufnahme von Geflüchteten effizient zu organisieren und Integration nachhaltig zu gestalten, entwickelte Landrat Roland Bernhard neue Strukturen im Landratsamt. Das Amt für Migration und Flüchtlinge vereint das Staatsangehörigkeits- und Ausländerwesen mit der vorläufigen Aufnahme von Flüchtlingen und der Integrationsabteilung. Neben den konkreten Angeboten für die Kunden werden auch Leistungen für Externe bereit gestellt, z. B. für Städte und Gemeinden sowie andere Institutionen und Einrichtungen, die mit der Zielgruppe der Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten. Gegründet werden konnte das Amt zum 1.4.2015.

Die neuen Strukturen mussten sich umgehend zum Flüchtlingshoch bewähren. Landrat Roland Bernhard erinnert sich: „Die hohe Zahl an geflüchteten Menschen, die im Landkreis Böblingen aufzunehmen und zu integrieren war, stellte die Kreisverwaltung und die Kreisrätinnen und Kreisräte vor eine große Herausforderung. Wir haben dies gemeinsam gemeistert. Ich danke den Kreisrätinnen und Kreisräten, den Verwaltungsmitarbeitenden insbesondere aus den Ämtern für Gebäudewirtschaft, Migration und Flüchtlinge, dem Jugendamt sowie dem Jobcenter, den Beruflichen Schulen in Trägerschaft des Landkreises, den Regelschulen und Kitas der Städte und Gemeinden sowie den vielen Ehrenamtlichen herzlich für die engagierte Arbeit. Durch Ihre herausragenden Leistungen war es möglich, diese Herausforderung zu stemmen“.

2015 und 2016 wurden rund 5.000 Personen aufgenommen. Die Kapazitäten der Flüchtlingsaufnahme mussten innerhalb kürzester Zeit ausgebaut werden, von 879 (1.1.2015) auf fast 4.000 Plätze in 2016.

Das Flüchtlingshoch brach ab durch die Schließung der Balkanroute. Entsprechend war der Landkreis zeitversetzt nach Ablauf der vorläufigen Unterbringung der aufgenommenen Geflüchteten auch zu einem rasanten Abbau gezwungen. Dies ist ebenfalls erfolgreich verlaufen. Inzwischen konnten die Kapazitäten wieder heruntergefahren werden auf aktuell 730 Plätze, die zu 80% belegt sind. Insbesondere beim Abbau gehört der Landkreis zu den Spitzenreitern in Baden-Württemberg. Landrat Roland Bernhard erklärte bei der letzten Kreistagssitzung am 8. Juli dazu: „Wir sind bei der Abbauplanung auf einem sehr guten Weg. Laufend werden die Kapazitäten an den Bedarf angepasst. In diesen Prozess waren Sie, liebe Kreisrätinnen und Kreisräte, erfolgreich mit eingebunden“.

Landrat Roland Bernhard ist erfreut: „Die Integrationsarbeit im Landkreis Böblingen läuft auf Hochtouren. Die Integration gelingt durch das Zusammenwirken verschiedener Akteure“.

Die berufliche Integration hat das Jobcenter Landkreis Böblingen maßgeblich vorangetrieben. Insgesamt haben zwischen Januar 2016 und Dezember 2018  ca.  3.450 geflüchtete Menschen einen Antrag auf Arbeitslosengeld II bei den vier Regionalen Jobcentern im Landkreis Böblingen gestellt. Aufgrund der Sprachproblematik sowie der Tatsache, dass viele geflüchtete Menschen weder einen Schulabschluss noch Berufsabschluss besitzen, war dies eine große Herausforderung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters. Trotz dieser schwierigen Ausgangssituation ist es dem Jobcenter gelungen bis Ende 2018 insgesamt schon 1.304 geflüchtete Menschen in eine versicherungspflichtige Arbeit oder Ausbildung zu vermitteln. Bei vielen geflüchteten Menschen ist es allerdings noch ein längerer Prozess, bis eine nachhaltige berufliche Integration gelingt.

Beim Integrationsprozess von jungen Geflüchteten haben das Jugendamt und die Beruflichen Schulen im Landkreis Böblingen Großes geleistet.

Seit dem Sommer 2015 musste das Jugendamt weit über 400 UMA (unbegleitete minderjährige Ausländer) unterbringen, altersgerecht betreuen und fördern. Neben den Schwierigkeiten und Krisen, die die Pubertät mit sich bringen, mussten und müssen die jungen Menschen die Trennung von ihren Familien, eine schwierige Fluchtgeschichte und eine völlig neue Lebenssituation bewerkstelligen. Auf diesen Weg gab und gibt es Erfolge und Rückschläge.

Zusammen mit den Trägern der Jugendhilfe, Gastfamilien und engagierten Mitarbeitern aus einem eigens aufgebauten UMA-Team des Sozialen Dienstes, den Amtsvormündern und der Wirtschaftlichen Jugendhilfe ist es gelungen, die jungen Menschen qualitativ gut zu versorgen, sie in ihrer Integration in das neue Leben zu unterstützen und ihnen einen Schulbesuch zu ermöglichen. Inzwischen konnte mehr als die Hälfte der betreuten Jugendlichen UMA einen Schulabschluss ablegen und/oder eine Ausbildung beginnen.

In kurzer Zeit entstanden in den Beruflichen Schulen des Landkreises über die laufenden Schuljahre zusätzliche sogenannte VABO-Klassen („Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse“), in denen die Jugendlichen die deutsche Sprache erlernten und an das Bildungssystem herangeführt wurden. Die damit einhergehenden Anforderungen wurden nicht nur erfüllt, sondern es wurde ein höchstengagierter Einsatz von Lehrkräften, den Abteilungsleitungen und Schulleitungen sowie der Schulsozialarbeit geleistet. Dies umfasste nicht nur die Bereitstellung von Räumen und zusätzlichem Personal, sondern vor allem die soziale Integration, die über den Unterricht hinaus geleistet werden musste. Die Schulsozialarbeit hatte hierbei die persönliche und sehr intensive Betreuung der jungen Menschen übernehmen, die durch Entwurzelung und Fluchterlebnisse geprägt und traumatisiert waren.

Hierzu waren die am Schulleben Beteiligten auch bereit, sich weiter fortzubilden und die pädagogischen Konzepte weiterzuentwickeln. Die ehemaligen VABO-Schüler und Schülerinnen besuchen meist mehrere Jahre ihre Berufliche Schule. Entsprechend kommen ihnen die Ergebnisse aus Fortbildung und Erfahrungen aus der pädagogischen Arbeit auch weiterhin zugute.

Um eine berufliche Perspektive zu entwickeln und einen realistischen Weg in Ausbildung und Beruf zu finden, fand eine enge Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren statt. So wurde institutionsübergreifende Beratung am Übergang von Schule in Ausbildung oder Beruf angeboten, die mit einem enormen zeitlichen und personellen Aufwand verbunden war. Ausgangspunkt dieser Beratungsleistung war die Idee des Runden Tisches „Bildung und Beruf“, welcher das Bildungsbüro mit der Konzeptionierung beauftragt hatte.

Zusätzlich zur Betreuung an den Schulen, leistete das Ehrenamt außerordentliches Engagement und stellte die Verbindung zu Vereinen und zu kommunalen Angeboten her. Landrat Roland Bernhard stellt fest, dass „Aufgrund dieser umfassenden und ganzheitlichen Betreuung ein wesentlicher Beitrag zur Integration von jungen Menschen im Landkreis Böblingen geleistet wird“.

Parallel hat das Amt für Migration und Flüchtlinge eine Integrationsabteilung aufgebaut und arbeitet hier im Netzwerk mit anderen Partnern der Integration. Zudem werden Städte und Gemeinden bei der Umsetzung des Integrationsmanagements unterstützt. 2018 wurde der Integrationsplan für Geflüchtete vorgelegt  Weitere Angebote finden sich in der Beratung zur Deutschförderung und Sprachstandfeststellung durch die Clearingstelle Deutsch und die Fachstelle für interkulturelle Kompetenz. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem den Betrieben als wesentliche Orte der Integration. Mit dem laufenden Projekt MiQnet (Migranten in Unternehmen – Qualifizierungsnetzwerk) soll eine branchenübergreifende Vernetzung von Unternehmen im Landkreis Böblingen erreicht werden. Im Zuge steigender Fachkräfteengpässe werden sie bei der Integration von Fachkräften mit Migrationshintergrund unterstützt. Im Landkreis wurden bereits zweimal Unternehmerpreise für Integration vergeben. 2019 wird wieder ein Unternehmpreis ausgelobt werden. Erfolgreich abgeschlossen werden konnte zudem das Projekt „Empowerment für geflüchtete Frauen“ sowie Wertevermittlung für Geflüchtete

2019 wurde unter der Schirmherrschaft von Landrat Roland Bernhard eine Einbürgerungskampagne gestartet mit dem Ziel, dass sich noch mehr Menschen einbürgern lassen Landrat Bernhard erklärt dazu: „Böblingen ist ein vielfältiger und weltoffener Landkreis und Menschen vieler verschiedener Nationalitäten haben hier ihre Heimat gefunden. Mit der Einbürgerung drückt man nicht nur aus: Ich PASS zum Landkreis Böblingen, hier möchte ich bleiben, sondern bekennt sich gleichzeitig zu Deutschland und zu den Grundwerten und der Grundordnung dieses Landes“.


Rekordüberschuss im Ergebnishaushalt der Stadt

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Weiterhin abgesenkte Grundsteuer dadurch möglich

Haus & Grund fordert Investitionen in private E-Ladestationen und massive Aufstockung der Mittel für energetische Gebäudesanierungen

Stuttgart.| Der Ergebnishaushalt der Stadt eilt von Rekord zu Rekord. Nach 382 Millionen Euro Einnahmeüberschuss im Vorjahr sind es in 2018 sogar über eine halbe Milliarde Euro, 525.7 Mio. genau. „Mehr als folgerichtig ist es deshalb, dass die Verwaltung dem Gemeinderat empfiehlt, für das Haushaltsjahr 2020 wieder die „intelligente Grundsteuer“ zur Anwendung zu bringen und so die Hebesatzpunkte für die Grundsteuern bei 420 Punkten einzufrieren – wie es Haus & Grund lange vor der Absenkung auf diesen Wert im Vorjahr gefordert hatte“, betont Dr. Klaus Lang, der Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzervereins, und begrüßt, „dass so Eigentümer, Mieter und Gewerbe um rund 30 Millionen Euro entlastet werden“.

Höchst irritierend ist allerdings, dass weder Oberbürgermeister Fritz Kuhn noch Finanzbürgermeister Thomas Fuhrmann bei der Vorstellung der Zahlen auf das so drängende Thema Wohnen und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu sprechen kommen. „Stattdessen malt der Kämmerer die Schatten einer Konjunkturflaute samt abnehmender Einnahmen an die Wand – und das Stadtoberhaupt wirft alles auf die Karte Klimaschutz und will, dass aus dem Jahresüberschuss 200 Millionen Euro in einen Klimaschutzfond fließen“, kritisiert Geschäftsführer Ulrich Wecker. Der Vereinsvorsitzende fordert den Gemeinderat dazu auf, „einen Teil der für den Klimaschutzfond gedachten Mittel für die Schaffung von preiswertem Wohnraum in der Stadt zu verwenden“. Schließlich gelte es, „neben Ökologie und Klima auch auf soziale Ausgewogenheit zu achten“, so Dr. Lang.

Wenn OB Kuhn jetzt ein städtisches Aktionsprogramm für Klimaschutz vorschlägt, dann müssten dabei „Immobilieneigentümer, die wesentliche Akteure der Energiewende sind, deutlich berücksichtigt werden. Das Ziel muss sein, die Rate für energetische Sanierungen von Bestandsbauten signifikant zu erhöhen“, betont Wecker und macht klar: „Das aber gelingt nur durch eine substanzielle Aufstockung der Mittel. Denn sonst müssen die Eigentümer die hohen Investitionskosten alleine tragen. Energiewende und Klimaschutz sind aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!“

Im Übrigen profitierten davon auch die Mieter, weil so die Heiz- und Stromkosten gesenkt werden können.“

Zu den „notwendigen Zukunftsinvestitionen“, die Kuhn in Sachen Klimaschutz anmahnt, gehöre außerdem „zwingend, dass die Stadt endlich in die öffentliche Förderung privater Lade-Infrastruktur für die Elektro-Mobilität einsteigt, wie dies andere Städte wie etwa München schon länger praktizieren. Denn ohne E-Tankstellen bei privaten Wohnimmobilien wird die Verkehrswende nicht gelingen“. Die Stadt müsse begreifen, „dass sich die Hausbesitzer auch bei der Elektro-Mobilität als wichtige Akteure verstehen, denn Lade-Infrastruktur muss dort geschaffen werden, wo Fahrzeuge nicht zuletzt abgestellt werden: nachts, bei der Wohnung“. Diesbezüglich sei Haus & Grund jüngst mit einer E-Tankstelle für Mitglieder mit gutem Beispiel vorangegangen.

Angesichts des neuen Rekordüberschusses fordert Haus und Grund:

  • Die Stadt muss wesentlich mehr Fördermittel für die energetische Ertüchtigung von Immobilien bereitstellen als die aktuell rund 2.5 Mio. Euro im Jahr.

Das Zehnfache davon, also 25 Mio. Euro, wären angesichts eines Rekordüberschusses von über einer halben Milliarde Euro ohne weiteres zu stemmen. „Dies wäre ein starkes Signal an die Wohnungswirtschaft – und ein Anreiz für Privateigentümer, sich baulich für den Klimaschutz zu engagieren“, unterstreicht der Geschäftsführer.

  • Die Stadt muss jetzt massiv in die Förderung privater Lade-Infra-Struktur einsteigen – damit die Wende zur E-Mobilität gelingt. Wecker dazu: „Es wäre falsch, zuzuwarten bis der Bund vorangeht.“
  • Ein Teil des Überschusses muss zwingend in den Bau von bezahlbarem Wohnraum investiert werden. „Aus Gründen der sozialen Balance“, wie Dr. Lang betont.