Durchsuchungen nach E-Mails mit bundesweiten Bombendrohungen – Verdächtige ermittelt

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Stuttgart.| Seit dem 19. Oktober 2023 dauert eine bundesweite Serie von per E-Mail verschickten Bombendrohungen an. In den E-Mails gaben sich die Täter wahlweise als Gegner oder als Mitglieder der Hamas oder des IS aus und drohten damit, viele Unschuldige zu töten. Ihr Ziel war es, aufwändige Polizeieinsätze herbeizuführen, das öffentliche Sicherheitsempfinden der Bevölkerung in empfindlicher Weise zu stören und zu erschüttern und größere Bevölkerungsteile, insbesondere auch das nähere Umfeld der bedrohten Institutionen, in erheblicher Weise zu beunruhigen. Sie wollten zudem eine möglichst große mediale Aufmerksamkeit erreichen.

Betroffen sind bundesweit Schulen und Hochschulen, Medien, Botschaften, staatliche Behörden, Einrichtungen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen sowie private Unternehmen, unter anderem in der Region Stuttgart. Bislang wurden mehr als 250 derartiger Sachverhalte registriert. Die Drohsachverhalte haben bundesweit in mehr als 30 Fällen Polizeieinsätze ausgelöst, häufig verbunden mit umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen. Betroffen von den Evakuierungen waren unter anderem zahlreiche Schulen, aber etwa auch der Hamburger Flughafen.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat seit Bekanntwerden der ersten Sachverhalte eine bundesweite Übersicht der durch die Länder gemeldeten Einzelsachverhalte erstellt und die Auswertungen und möglichen Ermittlungsansätze koordiniert. Aus dieser Übersicht geht hervor, dass bis zum 16. November 2023 bislang knapp über 30 Drohsachverhalte in Baden-Württemberg registriert wurden. Polizeiliche Maßnahmen gingen nur aus einem Fall hervor.

Nachdem sich im bundesweiten Austausch der ermittelnden Staatsschutzbehörden Anzeichen verdichteten, dass ein möglicher Tatverdächtiger aus Baden-Württemberg stammt, übernahm das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart die polizeilichen Ermittlungen.

Die Ermittlungen führten zu einem 19-jährigen Tatverdächtigen aus dem Hohenlohekreis, der zu einer Gruppierung gehören soll, die im Zusammenhang mit der Begehung von Straftaten im Internet aufgefallen ist. Unter anderem soll sie gezielt falsche Notrufe ausgelöst haben, um Polizei- oder Feuerwehreinsätze zu provozieren.

Ein weiterer 30-jähriger Tatverdächtiger aus dieser Gruppe konnte ebenfalls identifiziert werden. Der Mann stammt aus dem Landkreis Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen.

Am Freitag, dem 17. November 2023 wurden durch das LKA BW mit Unterstützung durch Kräfte des Bundeskriminalamtes (BKA), des LKA Nordrhein-Westfalen und des Polizeipräsidiums Einsatz Durchsuchungsbeschlüsse für zwei Wohnobjekte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen vollstreckt.

Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen konnten zahlreiche IT-Beweismittel wie Computer, Festplatten und Mobiltelefone sichergestellt werden, die nun IT-forensisch ausgewertet werden.

Die Auswertungen werden zeigen, wie viele der registrierten Taten den beiden Tatverdächtigen unmittelbar zuzuordnen sind. Nach gegenwärtigem Erkenntnisstand werden dem 30-jährigen Tatverdächtigen die Beteiligung an 29 und dem 19-jährigen die Beteiligung an vier Bombendrohungen vorgeworfen.

Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Mitgliedern der Gruppierung dauern an.

Hintergrundinformationen

· Bombendrohungen können empfindliche strafrechtliche Folgen haben. Derartige E-Mails können als Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden. Das gilt selbst dann, wenn der Absender nur vortäuscht, dass er eine Sprengstoffexplosion herbeiführen will, es sich also um eine falsche Bombendrohung handelt.

· Darüber hinaus können derartige Drohmails für den Absender zusätzlich sehr teuer werden, denn Großeinsätze der Polizei sind mit enormen Kosten verbunden. Diese können dem Absender in Rechnung gestellt werden. Auch sind Schadensersatzansprüche der betroffenen Firmen und Einrichtungen möglich.


Ludwigsburger Wasserballer verlieren in Neukölln

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Rückschlag für die Wasserballer des SVL. Ludwigsburg hat die Auswärtspartie gegen den Tabellenletzten Neukölln am Samstagabend in der Schwimmhalle Schöneberg deutlich mit 15:6 verloren. Warum? Die Erklärung fällt schwer.

Gibt’s eine Erklärung für diese deutliche, unerwartet Niederlage beim Auswärtsspiel der Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer am Samstag bei der SG Neukölln? Die knappe Antwort des SVL-Nationalspielers Zoran Bozic: „Leider nicht.“ Mattia Ruggeri sagt nach der Partie: „Das war eine in jeder Hinsicht schreckliche Leistung .“ Vor ein paar Tagen hatte Zoran noch erklärt: „Wir sind gegen Neukölln klar der Favorit.“ Und diesen Satz hätte vermutlich jeder Spieler auch unterschrieben. Nach dem letzten Viertel indes heißt es 15:6. Der Tabellenletzte der A-Gruppe der Bundesliga hat den Euro-Cup-Teilnehmer SV Ludwigsburg klar geschlagen.

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt nach dem Abpfiff: „Ich bin sprachlos… leider wurden die Erwartungen nicht erfüllt und die zweite nicht eingeplante und auch noch sehr deutliche Niederlage eingesteckt.“ Dieses Resultat müsse aufgearbeitet werden. Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel sagt, auch ihm falle es schwer etwas zu sagen nach dieser Leistung. Das Ergebnis stehe „symbolisch für das Spiel“. Und weiter: „Deutlich verloren, da kann man auch nicht von unglücklich sprechen“. Nagel weiter: „Unvermögen an gewissen Stellen.“ Die Statistik spreche „auch wieder für sich: wir hatten wieder doppelt so viele Ausschlüsse wie der Gegner, x Strafwürfe gegen uns, was ich so noch nie gesehen habe. „Wir müssen darüber reden, wie wir unsere Fehler minimieren können. Wir geben zu viele Spiele ab, das ist nicht gut“. Nagel sagt, es sei klar, „dass wir noch Zeit brauchen“, nach dem Neuaufbau des Teams. Er spricht aber mit Blick auf das Ergebnis von „einem Dämpfer“. Was tun? „Das Spiel nochmal anschauen, analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“ Die meisten Spieler wollen nach dem Spiel in Berlin lieber gar nichts sagen und sich lieber schnell verkrümeln.

Gut eine Stunde vorher, die SVL-Wasserballer wollen gewinnen. Der Anpfiff. Aber das erste Tor macht Neukölln. 1:0. Im Gegenzug der Ausgleich, Zoran Bozic erzielt das 1:1. Dann der Kapitän, Nino Blazevic. Er macht das 1:2. Ludwigsburg geht in Führung, leider das erste und zugleich das letzte Mal in diesem Spiel. Foul SVL, Strafwurf und der Ausgleich zum 2:2. Unterzahl Ludwigsburg und das 3:2. Die zweite Rausstellung von Zoran, Auszeit Neukölln. Keine weiteren Treffer, Ende des ersten Viertels.

Das zweite Viertel beginnt wie das erste: mit einem Tor der Gastgeber. 4:2. Jetzt sollte Ludwigsburg nachlegen gegen den Tabellenletzten. Aber die SG macht das 5:2 und das 6:2. Die SVL-Spieler sind von der Rolle, der Trainer Raul de la Pena nimmt eine Auszeit. Was wird er seinen Männern sagen? Weiter geht’s. Zunächst keine Tore, hier nicht und dort nicht. In der fünften Minute dieses Viertel: Überzahl SVL. Nix draus gemacht, außer ein weiteres Foul, Strafwurf SG, Treffer. Das 7:2. Eine bis dato ernüchternde Partie für den SV Ludwigsburg. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff der Anschlusstreffer: der Jugendnationalspieler Emmanouil Petikis, der im Sommer vom SSV Esslingen zum SVL gewechselt hat, macht das 7:3.

Und auch die zweite Hälfte des Spiels in Berlin beginnt mit einem Treffer der SG. 8:3. So hatte sich das niemand beim SVL vorgestellt. Ein Sieg in Neukölln war fest eingeplant. Aber sind fünf Tore Rückstand überhaupt noch aufzuholen? Eine Minute später heißt es bereits 9:3. Foul SVL, der nächste Strafwurf und der nächste Treffer für Neukölln, 10:3. Nino macht den Anschlusstreffer zum 10:4. Vermutlich zu spät. Im Gegenzug legt die SG nach. 11:4. Foul SVL, Strafwurf und Treffer Neukölln. 12:4.

Acht Tore in acht Minuten schießen? Das ist im Wasserball nicht möglich. Diese Partie ist schon vor dem Anpfiff des letzten Viertels entschieden. In diesem letzten Viertel fallen insgesamt noch fünf Tore, das 13:4, das 13:5 (Guram Kutchuashvili), das 14:5 und 14:6 (nochmal Guram), schließlich das 15:6. Ein gebrauchter Tag für Ludwigsburg geht zu Ende. In einer Woche die nächste Partie: daheim im Sportbad Stuttgart gegen den ASC Duisburg, dieses Spiel dürfte kaum leichter zu gewinnen sein. Der SVL steht unter Zugzwang – zumal das übernächste Spiel, auswärts gegen den Rekordmeister Spandau, ganz bestimmt auch kein Spaziergang werden wird.


Innovative Wärmelösung für den Synergiepark Stuttgart 

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Stadtwerke Stuttgart GmbH und die e-con AG gründen gemeinsame Gesellschaft: Die Synergiepark Vaihingen Wärme GmbH & Co. KG plant Unternehmen im Stuttgarter Synergiepark nachhaltige und versorgungssichere Wärme zur Verfügung zu stellen. 

Stuttgart.| Die Stadt Stuttgart will bis 2035 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine schnelle Dekarbonisierung der Wärmeversorgung unumgänglich. Quartiersbezogene Wärmelösungen, die lokale und regenerative Wärmequellen nutzen, spielen dafür eine wichtige Rolle. Wie der Wärmebedarf von Industrie und Gewerbe durch solche regenerativen Lösungen gedeckt werden kann, zeigen die Stadtwerke Stuttgart GmbH (SWS) und die e-con AG nun in einem gemeinsamen Wärmeprojekt, für das sie am 3. November die Synergiepark Vaihingen Wärme GmbH & Co. KG gegründet haben. Geschäftsführer der gemeinsamen Gesellschaft sind Ulf Hummel, Leiter Wärme und Quartiere bei den SWS, und Dr. Dennis Bauer, Niederlassungsleiter der e-con AG in Stuttgart, einer Tochtergesellschaft der Alois Müller GmbH.

Ziel der Projektgesellschaft ist es, das langjährige Know-how beider Projektpartner zu bündeln, um ein Wärmenetz auf regenerativer Basis im Synergiepark Stuttgart zu planen, zügig umzusetzen und langfristig zu betreiben. Der Energiewende wollen Peter Drausnigg, technischer Geschäftsführer der SWS, und Andreas Müller, Geschäftsführer der Alois-Müller-Gruppe, so mehr Geschwindigkeit verleihen. Indem sie die Expertise ihrer Unternehmen zusammenbrächten, ließen sich solche Wärmenetze schneller und effizienter umsetzen, erklären die Geschäftsführer. So beschleunigen sie die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und leisten einen Beitrag Stuttgart zu einer klimaneutralen Landeshauptstadt zu machen.

„Unsere Gesellschaft ist ein Leuchtturmprojekt, mit dem wir den Industrie- und Gewerbeunternehmen im Synergiepark Lösungen für ihren Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung bieten“, erklärt Ulf Hummel die Bedeutung des Vorhabens und fügt hinzu: „Die Erfahrungen, die wir mit dieser Gesellschaft sammeln, wollen wir auf weitere Projekte in Stuttgart übertragen.“ Im Rahmen der Kooperation kümmern sich die SWS als kommunales Versorgungsunternehmen um den Vertrieb, die Akquise sowie den Kundenkontakt mit den ansässigen Unternehmen. Die e-con AG plant, realisiert und betreibt seit vielen Jahren Kälte- sowie Wärmenetze und übernimmt die Planung und technische Umsetzung des Projekts. „Regenerative Wärmequellen in der Umgebung sollen nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht werden. Damit können wir ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Wärmenetz im Synergiepark realisieren“, erläutert Dr. Dennis Bauer.

Regenerative Wärmeversorgung für den Synergiepark Stuttgart 

Der Synergiepark Vaihingen ist das größte Industrie- und Gewerbegebiet in Stuttgart. Rund 600 Unternehmen und Institutionen sind dort ansässig. Insbesondere in hoch entwickelten Gebieten wie dem Synergiepark, welcher eine enorme Dichte an Industrie- und Gewerbeflächen aufweist, sind lokale Wärmenetze eine effiziente Möglichkeit, Unternehmen mit nachhaltiger Wärme zu versorgen. Die Synergiepark Vaihingen Wärme GmbH & Co. KG beginnt ab sofort mit den ersten Planungsschritten für die Wärmeversorgung der Zukunft im Synergiepark Stuttgart. Über diese Pläne und nächsten Schritte möchte das Unternehmen die Bürgerinnen und Bürger zeitnah informieren. Eine mögliche regenerative Wärmequelle, die die Projektpartner im Synergiepark Stuttgart untersuchen werden, ist Abwärme.

Allein im Synergiepark ließen sich so zukünftig mehrere Tausend Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Damit liefert das Projekt auch einen entscheidenden Beitrag zur Klimaneutralität der Landeshauptstadt Stuttgart. Für die ansässigen Gewerbe- und Industriebetriebe bietet das Vorhaben die Chance, ihre Wärmeversorgung zu dekarbonisieren und den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Die lokale Wärmeerzeugung sorgt für eine sichere Versorgung und attraktive Konditionen.


Wer Immobilien verkauft, muss über anstehende Sanierungen aufklären

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Verkäuferinnen und Verkäufer von Immobilien müssen Kaufinteressentinnen und Kaufinteressenten aufklären, wenn erhebliche Sanierungen anstehen. Dies gilt unter Umständen auch dann, wenn sie den Interessenten Unterlagen zur Verfügung stellen, aus denen sie dies entnehmen können. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH V ZR 77/22) hin.

Im entschiedenen Fall hatte die Verkäuferin mehrerer Einheiten eines größeren Gebäudekomplexes nicht darüber aufgeklärt, dass in einer zwei Jahre zurückliegenden Eigentümerversammlung über anstehende Sanierungen mit einem hohen Aufwand verhandelt wurde. Ein entsprechender Beschluss wurde jedoch erst nach dem Verkauf der Einheiten getroffen. Da keine ausreichende Instandhaltungsrücklage vorhanden war, mussten die Eigentümerinnen und Eigentümer hohe Sonderumlagen aufbringen. Die Käuferin verklagte daraufhin die Verkäuferin auf Schadensersatz, da sie die Einheiten bei Kenntnis des Sachverhalts nicht gekauft hätte. Die Verkäuferin rechtfertigte sich damit, dass das Protokoll der seinerzeitigen Eigentümerversammlung zu den umfangreichen Unterlagen gehörte, die sie der Käuferin elektronisch kurz vor Beurkundung des Kaufvertrags zur Verfügung gestellt hatte.

Laut dem BGH hätte die Verkäuferin ausdrücklich auf die anstehende Sanierung und den ihr bekannten voraussichtlichen Kostenumfang hinweisen müssen. Sie konnte nicht ohne weiteres davon ausgehen, dass die Käuferin alle relevanten Unterlagen studiert hatte. Zwar sei es üblich, dass sich Kaufinteressenten zumindest die Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten drei Jahre vorlegen lassen und diese darauf durchsehen, ob sich daraus Anhaltspunkte für anstehende Sanierungsmaßnahmen ergeben. Trotzdem müssen Verkäuferinnen und Verkäufer einer Immobilie in der Regel ungefragt auf eine ihnen bekannte anstehende Sanierung hinweisen. Außerdem müssten sie entsprechende Fragen der Kaufinteressenten korrekt und vollständig beantworten.

Die Wüstenrot Immobilien GmbH weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass qualifizierte Maklerinnen und Makler darauf achten, das Risiko für beide Seiten zu minimieren. Wenn Sanierungsbedarfe und notwendige Investitionen Kaufinteressenten nicht frühzeitig mitgeteilt würden, könne dies in Anbetracht der Vielzahl von anstehenden Gebäudesanierungen zu erheblichen finanziellen Schwierigkeiten führen.


SG BBM empfängt Team mit Momentum

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Wieder geht es für den Zweitliga-Spitzenreiter gegen ein Team aus dem oberen Tabellendrittel. Die SG BBM Bietigheim empfängt am Samstag den HC Elbflorenz Dresden. Anpfiff in der EgeTrans Arena ist um18 Uhr.

Ein Etappenziel auf ihrem ambitionierten Weg haben die Jungs von Iker Romero nach dem 11. Spieltag abgehakt. Bietigheim führt nach einem Drittel der Saison das Tableau im Unterhaus an und hält Kurs Richtung Aufstieg. Jetzt kommt mit dem HC Elbflorenz Dresden eine Mannschaft in die EgeTrans Arena, die sich in den letzten Wochen auf Rang 4 vorgearbeitet hat. Mit einem eindrucksvollen 34:26-Erfolg über den Dessau-Roßlauer HV feierten die Sachsen zuletzt den dritten Sieg in Folge.

“Same procedure as every week” bei den Bietigheimer Handballern? Nicht ganz. Chefcoach Iker Romero hat in dieser Woche seinen Vertrag bei den Schwaben bis 2026 verlängert. Damit setzt die SG BBM ein klares Zeichen, dass es weitergehen soll auf dem aktuell so erfolgreichen Kurs und mit dem attraktiven Tempohandball an Metter und Enz. Am Samstag kann die Mannschaft um Kapitän Paco Barthe dies mit einem Erfolg über Elbflorenz unterstreichen. Dass der Spitzenreiter in der eigenen Halle nicht unverwundbar ist, hat das letzte Heimspiel gezeigt. In einer hochklassigen Partie entführte der VfL Potsdam mit der besseren Schlussphase die Punkte aus der Viadukthalle. Doch schon kurz nach dem Spiel signalisierte Iker Romero, dass die entgangenen Punkte kein Beinbruch sind.

„Es geht immer weiter“, sagt der Spanier, „bis zum Jahresende haben wir noch einige richtig schwierige Gegner vor uns“. Der 43-Jährige treibt sein Team an, hält die Spannung hoch. Im ersten Match nach der Länderspielpause knüpften die Schwaben mit einem 30:33-Erfolg bei Bundesliga-Absteiger GWD Minden an ihre starke Form an. Bietigheim steht in der Tabelle weiterhin ganz oben, die Punktausbeute von 18:4 Zählern lässt die Optimisten unter den Handballfans in Bietigheim-Bissingen von Größerem träumen. Mit einer weiteren Ticketaktion will die SG BBM die Stimmung unter ihren Fans anheizen. Am Samstag erhalten Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren freien Eintritt in die EgeTrans Arena.

Unter dem neuen Coach André Haber (trainierte bis Oktober 2022 den SC DHfK Leipzig) spielt Elbflorenz erfolgreicher als in der vergangenen Saison. Ein enttäuschender 16. Platz wurde nicht den Ansprüchen in Sachsens Landeshauptstadt gerecht. Perspektivisch will sich Dresden für 1. Liga aufstellen und zu einer Spitzenmannschaft in der 2. Liga werden. „Wir sind überzeugt, dass André Haber unserer Mannschaft den nötigen Impuls geben kann, um unsere ehrgeizigen Ziele in Zukunft zu verwirklichen”, so Geschäftsführerin Cathleen Rupprecht. Ex-Coach Rico Göde wird sportlicher Leiter beim HCE. Doch schon aufgrund der Neuzugänge ist Dresden mit einigen Vorschlusslorbeeren in die Saison gestartet. Die Sachsen verpflichteten unter anderem mit Maximilian Janke (Minden), Julian Possehl (Nordhorn-Lingen), Jonas Thümmler (zurück aus Rostock) und Oliver Seidler (Wölfe Würzburg) Spieler mit reichlich Erfahrung aus der 1. und 2. Liga.

Weil Janke auf unbestimmte Zeit ausfällt, wurde Anfang Oktober noch Doruk Pehlivan, 25-jähriger türkischer Nationalspieler, für die linken Rückraumposition nachverpflichtet. “Ziel ist es, auf jeden Fall zu zeigen, dass wir da unten nicht hingehören”, wird Lukas Wucherpfennig zum Saisonziel der zitiert. Der Rechtsaußen ist mit 65/26 Toren erfolgreichster Werfer der „Tiger“.


Iker Romero verlängert in Bietigheim

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Bietigheim-Bissingen.|Handball-Bundesligist SG BBM Bietigheim verkündet eine richtungsweisende Personalentscheidung mit Blick auf die kommenden Spielzeiten. Cheftrainer Iker Romero verlängert seinen Vertrag beim aktuellen Tabellenführer der 2. HBL ligaunabhängig um zwei Jahre bis 2026.

Der frühere spanische Weltklassespieler steuert seit Sommer 2021 in seiner ersten Position als Cheftrainer die sportlichen Geschicke der Spielgemeinschaft. Schon damals war der gemeinsame Plan von Verein und Trainer bis 2024 bereit für den Aufstieg in die 1. Liga zu sein. Darauf ausgerichtet gelang es Romero in den letzten zweieinhalb Jahren aus entwicklungsfähigen Spielern eine spiel- und mentalitätsstarke Mannschaft zu formen. Er hat dem Team sein Spielsystem verinnerlicht und ihm seine Handschrift verpasst. Dies spiegelt sich nicht nur in der attraktiven, temporeichen Spielweise wider, sondern auch in der Tabelle. Nach einem guten 6. Platz in seinem ersten Vertragsjahr folgte Rang 4 in der darauffolgenden Saison. Im dritten Jahr, der aktuellen Spielzeit, steht Romero mit der SG aktuell an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga und belegt somit einen der beiden Aufstiegsplätze zur 1. Liga.

„Tatsächlich gibt es viele gute Gründe für mich, hier in Bietigheim zu verlängern“, zeigt sich Iker Romero glücklich. „Es macht Spaß, wie die Jungs jeden Tag trainieren, arbeiten und sich weiterentwickeln. Auch ist es schön zu sehen, welch großes Vertrauen die Spieler und Vereinsverantwortlichen in meine Arbeit und Handballphilosophie haben. Darüber hinaus fühle ich mich mit meiner Familie hier sehr wohl, das ist wichtig für mich“, bekräftigt der Spanier, der als Spieler nahezu alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, darunter auf internationaler Ebene eine Weltmeisterschaft und mehrere Europapokaltitel mit Barcelona und Berlin.

Auch SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger freut sich sehr über die Vertragsverlängerung des 200-fachen spanischen Nationalspielers: „Wir sind stolz, dass Iker den eingeschlagenen Weg weiter gemeinsam mit uns gehen will. Neben der sehr erfolgreichen konzeptionellen Arbeit bringt er hier unheimlich viel positive Energie ein, die auf die Spieler und das ganze Umfeld ausstrahlt. Seine Gewinnermentalität ist ansteckend – nicht umsonst hat Iker als Spieler so ziemlich alles gewonnen. Doch trotz all seiner Erfolge ist er stets auf dem Boden geblieben und einfach ein sehr feiner Kerl. Ich freue mich sehr auf die weitere gemeinsame Zeit – in und außerhalb der Halle.“

Mit Blick auf das angestrebte 3-Jahres-Ziel erklären Romero und Spahlinger unisono: „Wir sind momentan auf einem guten Weg. Alle – Spieler, Trainer, Betreuer, Mitarbeiter, ehrenamtliche Helfer, Offizielle, Sponsoren und Fans – ziehen am gleichen Strang.“


Zeugenaufruf nach Geldautomatensprengung und Verfolgungsfahrt auf der BAB 6

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LKA BW.| Wie bereits berichtet, kam es am 11. November 2023 zur Festnahme von zwei 21-jährigen Männern nach einer Geldautomatensprengung in Wiernsheim (Enzkreis) mit anschließender Verfolgungsfahrt. Die beiden Männer wurden nach kurzer Verfolgung zu Fuß festgenommen, nachdem sie zuvor aus dem auf dem Parkplatz Bauernwald zum Stehen gekommenen Fahrzeug flohen. Der dritte Tatverdächtige setzte die Flucht mit dem Pkw fort, befuhr die Autobahn in entgegengesetzter Richtung und kollidierte in Folge mit einem entgegengekommenen Fahrzeug. Der flüchtige Fahrer und die beiden Insassen des Kleintransporters wurden hierbei schwer verletzt. Die beiden dringend Tatverdächtigen 21-Jährigen, die sich bislang nicht zum Tatvorwurf geäußert haben, befinden sich seit dem 12. November in Untersuchungshaft.

Nunmehr konnte auch der Fahrer des verunfallten Fluchtfahrzeuges identifiziert werden, nachdem dieser wieder zu Bewusstsein gekommen ist. Bei ihm handelt es sich um einen 30-jährigen niederländischen Staatsangehörigen. Gegen den 30-Jährigen wurde ebenfalls Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen und in Vollzug gesetzt. Sobald es der Gesundheitszustand des dringend Tatverdächtigen zulässt, wird dieser in eine Justizvollzugsanstalt verlegt.

Es kann gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden, dass es bei der Flucht der Tatverdächtigen zu weiteren Gefährdungen von Unbeteiligten kam, und zwar nicht nur auf der BAB 6, sondern auch bereits zuvor auf der Landstraße oder in geschlossenen Ortschaften.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg bittet daher Zeugen und potentielle Geschädigte, die in den frühen Morgenstunden des 11. November 2023 das Fluchtfahrzeug beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 0711 / 5401 – 3360 zu melden.

Bei dem Fluchtfahrzeug handelt es sich um einen dunkelblauen Pkw des hochmotorisierten Modells VW Golf 8R mit vier Auspuff-Endrohren und schwarzen Felgen.

Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen begann die Flucht am 11. November 2023 um 02:06 Uhr von Wiernsheim aus in Richtung Nordosten und verlief bis zum Autobahnparkplatz Bauernwald an der BAB 6 wie folgt:

Gegen 02:21 Uhr konnte das Fluchtfahrzeug durch eine Polizeistreife in Sachsenheim festgestellt und zunächst über Kleinsachsenheim nach Löchgau und im Anschluss in Richtung Freudental verfolgt werden. Dort geriet das Fahrzeug außer Sicht.

Um 02:42 Uhr wurde das Fluchtfahrzeug erneut durch Fahndungskräfte auf der Landesstraße 1110 in Fahrtrichtung Eppingen erkannt und verfolgt. Die Flucht erstreckte sich weiter in Richtung Kleingartach. Das Fahrzeug bewegte sich weiter in Richtung Botenheim, drehte in dem Bereich um und fuhr zurück nach Kleingartach. Von dort aus ging es weiter durch die Ortschaften Eppingen, Gemmingen, Richen nach Kirchhardt.

Gegen 03:02 Uhr wurde durch Fahndungskräfte mitgeteilt, dass das Fluchtfahrzeug entgegen der Fahrtrichtung auf die BAB 6 aufgefahren ist und diese wieder am Rasthof Bauernwald Nord verlassen hatte. An der Anschlussstelle Sinsheim-Steinsfurt kam es auch zu einem Rammvorgang eines Streifenfahrzeuges.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.


Bonus-Markt sichert die Nahversorgung in Sonnenberg

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Eröffnung am 15. November

Stuttgart.| Sonnenberg erhält wieder einen Lebensmittelmarkt: Am 15. November hat in der Laustraße 10 im Stadtteil Sonnenberg ein „Bonus-Markt light“ im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper eröffnet. Der kleine Markt, der von dem gemeinnützigen Unternehmen Bonus gGmbH betrieben wird, wurde mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung und durch Förderung des Amts für Stadtplanung und Wohnen der Stadt Stuttgart ermöglicht. Der Stadtteil wies in den vergangenen Jahren ein erhebliches Nahversorgungsdefizit auf.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper: „Unser Einsatz gemeinsam mit dem Sonnenberg- Verein hat sich gelohnt. Sonnenberg bekommt endlich wieder eine bessere Lebensmittel- Nahversorgung, einen Einkaufsladen mit den wichtigsten Artikeln des täglichen Gebrauchs, indem man auch Freunde und Nachbarn trifft und ein ‚Schwätzle‘ halten kann.“

Das Konzept „Bonus-Markt light“ ist ein Novum im Lebensmittelhandel, denn der Laden bietet auf einer Verkaufsfläche von nur 80 Quadratmetern ein großes Sortiment von zirka 2.000 Produkten. „Insofern ist es eine Besonderheit, dass wir mit der Firma Bonus einen Betreiber für eine solch kleine Fläche gefunden haben“, erläutert Dr. Iris Gebauer, Wirtschaftskoordinatorin für Stadtteilzentren bei der städtischen Wirtschaftsförderung. „Die Wohnbevölkerung von Sonnenberg hat ab sofort vor Ort Zugang zu einer breiten Palette an Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs. Der neue Laden wird nicht nur die Nahversorgung verbessern, sondern auch Arbeitsplätze schaffen und ein neuer sozialer Treffpunkt sein.“

Die Wirtschaftsförderung und das Amt für Stadtplanung und Wohnen übernehmen an vielerlei Standorten im Stadtgebiet eine initiierende und koordinierende Rolle bei der Förderung von Unternehmensansiedlungen in unterversorgten Gebieten. In Sonnenberg wurde unter anderem der Kontakt zwischen Bonus und dem Eigentümer der Gewerbefläche hergestellt und vermittelt.

Matthias Pfeiffer, stellvertretender Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung, ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass wir es nach dem Engagement in den vergangenen Jahren und zahlreichen Gesprächen mit unterschiedlichen Akteuren vor Ort geschafft haben, ein Angebot für die Wohnbevölkerung in Sonnenberg zu etablieren. In Sonnenberg wohnen viele Menschen, die auf eine fußläufig erreichbare Nahversorgung angewiesen sind. Wir hoffen, dass die Bürgerinnen und Bürger das Angebot nutzen und damit den Erhalt des Ladens sichern.“

Der Laden wird montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 19 Uhr geöffnet sein, samstags von 8 bis 13 Uhr.

Das Unternehmen Bonus gGmbH

Bonus steht für „Berufliche Orientierung, Nachbarschaftsmärkte und Service“ und ist ein gemeinnütziges Konzept zur Sicherung der Nahversorgung. Die Bonus gGmbH ist eine hundertprozentige Tochter der sbr – gemeinnützige Gesellschaft für Schulung und berufliche Reintegration mbH und wurde Ende 2004 speziell für den Handel gegründet. Ziel der Bonus gGmbH ist die individuelle Arbeitsmarktintegration von Benachteiligten am Arbeitsmarkt durch Beschäftigung und Qualifizierung im Handel sowie die Sicherung der fußläufigen Nahversorgung von Ortschaften, Gemeinden, Städten und Stadtteilen. Das Konzept der Bonus-Märkte beinhaltet eine sinnvolle Verknüpfung zwischen einer auf spezifische Zielgruppen ausdifferenzierten, lokalen Arbeitsförderung und einer öffentlichen Bedarfslage wie der Wiederherstellung von Nahversorgungsstrukturen. Die Bonus gGmbH betreibt bereits über 20 Lebensmittelmärkte in Baden-Württemberg und Bayern, davon acht Märkte in Stuttgart. Zuletzt hatte Bonus mit Unterstützung der Stadt Stuttgart im Juli den ersten „Bonus -Markt light“ auf einer Kleinstfläche im Stuttgarter Stadtteil Mönchfeld eröffnet.

Entwicklung der Nahversorgungssituation

Der fortschreitende Strukturwandel im Einzelhandel, der auch die Lebensmittelbranche zunehmend verändert, hat in den vergangenen Jahren zu einer Vergrößerung der Anzahl und der Ausdehnung unterversorgter Teilräume im Stadtgebiet geführt. Entwicklungen, die hierbei eine maßgebliche Rolle spielen, sind unter anderem die zunehmende Konkurrenz durch den Online- und Versandhandel, der allgemeine Trend hin zur Flächenkonzentration mit immer weniger, aber größeren Märkten sowie Veränderungen im Einkaufsverhalten der Kunden. Erschwerend hinzu kommen vielerorts altersbedingte Betriebsaufgaben, Personalmangel und fehlende Nachfolger. Die jüngsten Folgen der Corona-Pandemie sowie Preissteigerungen im Lebensmittel- und Energiebereich haben auch in der Lebensmittelbranche Spuren hinterlassen. Eine Entspannung der Situation oder gar eine Umkehrung des derzeitigen Trends ist nicht wahrscheinlich. Die Stadtverwaltung kann diesen Strukturwandel aktiv begleiten, jedoch nicht aufhalten.

Förderprogramm „Nahversorgung konkret“

Mit dem städtischen Förderprogramm „Nahversorgung konkret“ setzen sich die Abteilung Wirtschaftsförderung und das Amt für Stadtplanung und Wohnen gemeinsam für die Stärkung der Nahversorgungsstrukturen in nicht versorgten, unterversorgten und in ihrer Versorgung gefährdeten Stadtteilen oder Quartieren ein. Für den großflächigen Lebensmitteleinzelhandel handelt es sich dabei oft um nicht rentable Standorte. Der Fokus des Förderprogramms liegt auf der Bestandssicherung und Neuansiedlung kleinflächiger, alternativer Versorgungsangebote sowie der Stärkung der Arbeitsmarkt- oder SGB- geförderten Lebensmittelmärkte (Cap und Bonus). Die Mittel werden genutzt, um die Nahversorgung durch gezielte Investitionen in die Ladeninfrastruktur sowie individuelle Beratungsangebote zu sichern und zu stärken.


Ludwigsburg mit Zittersieg beim Aufsteiger

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Die SVL-Wasserballer haben ihr Auswärtsspiel am Samstag beim SV Krefeld gewonnen, gerade so gewonnen, ganz knapp mit 12:13. Es war mehr drinnen.

Badezentrum Bockum in Krefeld, Samstag, früher Abend. Die Ludwigsburger Wasserballer haben soeben ihr Spiel gegen den Aufsteiger SV Krefeld gewonnen. Zum Feiern ist aber keinem Spieler zu Mute. Und dem Trainer Raul de la Pena auch nicht. Zu viele Chancen vertan, zwei Strafwürfe fahrlässig verschossen, unnötige Fehler gemacht. Der deutsche Nationalspieler Zorn Bozic, der seit dieser Saison für Ludwigsb urg spielt, sagt kurz nach dem Abpfiff: „Eine Katastrophe unser Spiel, peinlich.“

Gut eine Stunde vorher. 17 Uhr, der Anpfiff. Noch keine Minute ist gespielt – und es steht 1:0 für den SV Krefeld. Aber quasi im Gegenzug das 1:1 durch Tobias Bauer. Überzahl Ludwigsburg, doch Ludwigsburg tut sich unerwartet schwer gegen den Aufsteiger. Das wird über die gesamte Spielzeit so bleiben. In der fünften Minute macht Mattia Ruggeri das 1:2. Unterzahl Ludwigsburg und sofort der Ausgleich. 2:2. Dann Zoran Bozic, er erzielt das 2:3. Foul Krefeld, Strafwurf SVL, verschossen. Dann Strafwurf Krefeld, verwandelt. Der Ausgleich zum 3.3. Überzahl SVL, diesmal genutzt: das 3:4 wieder durch Zoran. Und ein paar Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels: Guram Kutchuashvili macht das 3:5. Ludwigsburg liegt einigermaßen auf Kurs. Nach der unerwarteten Niederlage im Heimspiel gegen Potsdam vor einer Woche ist allen klar: ein Sieg muss her!

Das zweite Viertel. Unterzahl SVL – und wieder das erste Tor für Krefeld. 4:5. Ludwigsburg kann sich nicht entscheidend absetzen. Es bleibt spannend. Überzahl SVL. Aber zunächst keine weiteren Treffer, hier nicht und dort auch nicht. Nach gut zwei torlosen Minuten: Sergio Prieto Hernandez, das 4:6. Auf den Goalgetter ist Verlass. Doch nur wenige Sekunden später, der neuerliche Anschlusstreffer der Gäste. 5:6. Überzahl SVL. Und nochmal Zoran, das 5:7. Dann wieder Guram, das 5:8. Ludwigsburg ist drei Tore vorne. Halbzeit.

Auch das dritte Viertel beginnt mit einem Treffer des SV Krefeld. 6:8. Foul Krefeld, Strafwurf SVL, verwandelt durch Tobias Bauer, das 6:9. Im Gegenzug das 7:9. Ludwigsburg kommt nicht richtig weg. Gelbe Karte für den SVL-Trainer Raul de la Pena – und der Anschlusstreffer für Krefeld zum 8:9. Dann wieder der Ludwigsburger Jugendnationalspieler, Tobias schießt das 8:10. Unterzahl SVL, Auszeit Krefeld. Der Anschlusstreffer für Krefeld, das 9:10. Dieses Spiel ist und bleibt eine Zitterpartie. Zoran macht das 9:11 und der Kapitän Nino Blazevic das 9:12. Doch Krefeld bleibt dran am Favoriten, macht das 10:12 und das 11:12. Foul Krefeld, Strafwurf SVL, kein Treffer.

Das letzte Viertel. Mattia macht nach zweieinhalb Minuten das 11:13. Ein wichtiger Treffer. Ein Tor zum Ausgleich hätte Krefeld vor heimischem Publikum womöglich weiter beflügelt. Überzahl SVL, noch zweieinhalb Minuten auf der Uhr. Auszeit Ludwigsburg. Doch nicht der SVL macht das nächste Tor, sondern Krefeld. 12:13. Das Zittern geht weiter, bis zum Schluss.

Raul de la Pena sagt: „Wir haben immer noch viele Probleme, wir arbeiten viel, sind aber nicht konsequent genug, machen zu viele individuelle Fehler.“ 12:13 sei „sicher kein souveräner Sieg“, erklärt der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel – und gegen einen Aufsteiger wie Krefeld auch „nicht unser Anspruch“. Aber ein Sieg, immerhin, „die zwei Punkte nehmen wir mit“. Nun gelte es, das Spiel zu analysieren und dann bei der nächsten Auswärtspartie in einer Woche in Neukölln besser aufzutreten. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle kritisiert die Chancenauswertung. „Ein Arbeitssieg, zwei Punkte.“ In Neukölln, sagt er, dürfte es kaum einfacher werden – „und ruppig“.

Das Spiel in Krefeld hat sich auch Roland Krüger angeschaut, ein ehemaliger SVL-Wasserballer, der in der Nähe wohnt. Seine Analyse der Partie: Ein interessantes Spiel, Ludwigsburg in allen Belangen überlegen, der SVL habe aber zu weit zurückgezogen agiert. Im ersten Viertel „komplett mangelnde Chancenverwertung“, im zweiten Viertle dann die beste Phase im Ludwigsburger Spiel, im dritten Viertle „drei wirklich dumme Fehler“, nur deshalb sei Krefeld wieder rangekommen. Im letzten Viertel schlechte Abschlüsse auf beiden Seiten. Eigentlich, so der Ex-SVLer, hätte Ludwigsburg mit sechs bis acht Toren Vorsprung gewinnen müssen.


Land fördert Kommunale Pflegekonferenzen mit rund zwei Millionen Euro

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Das Land fördert Kommunale Pflegekonferenzen in fast allen Regionen Baden-Württembergs mit weiteren rund zwei Millionen Euro. Bei den Pflegekonferenzen geht es darum, die Pflege- und Unterstützungsangebote vor Ort zu gestalten, altersgerechte Quartiere zu schaffen sowie Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration fördert die kommunalen Pflegekonferenzen ein weiteres Mal: Rund zwei Millionen Euro stellt das Land in einer zweiten Fördertranche dafür zur Verfügung.

Alle Stadt- und Landkreise sowie die kommunalen Zusammenschlüsse wurden vom Ministerium aufgefordert, sich zu bewerben. Insgesamt sind 36 Stadt- und Landkreise sowie zwei kommunale Zusammenschlüsse (Aalen/Schwäbisch Gmünd und Weinheim/Hemsbach/Laudenbach) dem erneuten Förderaufruf gefolgt. Bereits in den Jahren 2020 bis 2022 wurden die Pflegekonferenzen vom Land gefördert.

Wichtiges Instrument der kommunalen Sozialplanung

„Vor dem Hintergrund der immensen und komplexen Herausforderungen des Pflegesystems – vor allem bedingt durch die demografische Entwicklung und den Fachkräftemangel – wird die Rolle der Kommunen bei der pflegerischen Versorgung immer wichtiger. Deshalb unterstützt das Land die Pflegekonferenzen als wichtiges Instrument der kommunalen Sozialplanung“, sagte Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha am 10. November 2023 in Stuttgart.

Bei den Pflegekonferenzen geht es darum, die Pflege- und Unterstützungsangebote vor Ort zu gestalten, altersgerechte Quartiere zu schaffen sowie Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Die Kurzzeitpflege und die Beratungsangebote sollen weiterentwickelt werden. Auch die digitale Transformation in der Langzeitpflege ist eine wichtige Aufgabe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Pflegekonferenzen arbeiten eng mit den Kommunalen Gesundheitskonferenzen, den Koordinierungsstellen für Pflegeberufe und auch innerhalb der Quartiersentwicklung zusammen.

Die Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege ist dem Land Baden-Württemberg ein besonderes Anliegen. „Die Kommunen sind besonders gut geeignet, die Pflege voranzutreiben und zu steuern, denn sie kennen die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger vor Ort und die lokalen Netzwerke“, betonte Lucha.

Stabile Caring Community erreichen

Ergänzend zu den Aufgaben, die die Pflegeversicherung übernimmt, tragen die Kommunen eine besondere Verantwortung vor allem bei der Planung der lokalen Pflege und bei der Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen in der Langzeitpflege müssen die Kommunen deshalb verstärkt in die Pflegeversorgung eingebunden werden, um eine stabile Caring Community zu erreichen.

„Mit den Pflegekonferenzen sind wir in Baden-Württemberg auf einem guten Weg, den Auf- und Ausbau dieser sorgenden Gemeinschaften entscheidend voranzubringen“, sagte Lucha. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten die Pflegekonferenzen dabei geholfen, dass pflegebedürftige Menschen unabhängig von ihrem Bedarf länger in ihrem vertrauten Umfeld wohnen können.

„Es ist erfreulich, dass die Stadt- und Landkreise unserem Förderaufruf wieder so zahlreich gefolgt sind. Sieben Landkreise haben erstmals einen Antrag gestellt und wollen mit Unterstützung des Landes eine Kommunale Pflegekonferenz einrichten. Damit können nun in nahezu allen Regionen des Landes Kommunale Pflegekonferenzen stattfinden“, zeigte sich Lucha zufrieden.