Bild: Die Abiturientinnen und Abiturienten nahmen in der Aula der Carl-Schaefer-Schule mit Abstand Platz | Foto: Jan Uwe Berner

von Jan Uwe Berner

Ludwigsburg.| An der Carl-Schaefer-Schule absolvierten in diesem Jahr 81 junge Menschen das Abitur. Abitur unter besonderen Bedingungen, das sich so wohl nicht wiederholen wird.

Bis Mitte März liefen die Abiturvorbereitungen ganz normal ab, doch dann wurde alles anders. Die Prüfungstermine wurden verschoben, Präsenzunterricht, der normalerweise in erster Linie zur Prüfungsvorbereitung genutzt wird, fand nicht mehr statt. Stattdessen gab es Onlineunterricht und viel Zeit, die eingeteilt, geplant und genutzt werden wollte. Für manche war das ein regelrechter Segen, für andere eine schier unüberwindliche Herausforderung.

Andrea Theile-Stadelmann, Schulleiterin der Carl-Schaefer-Schule in Ludwigsburg, betonte in ihrer Rede zur Abiturzeugnisverleihung, dass diese Herausforderung nicht nur die frisch gebackenen Abiturienten vor Probleme stellte, sondern auch die Lehrer und die Schulleitung. Zwei Prüfungsblöcke galt es zu organisieren, einen Plan zu erstellen für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für die zwei Jahrgangsstufe, Sitz- und Aufsichtspläne mussten den Abstandregelungen angepasst werden. Eigentlich lief fast alles ungewohnt ab – und doch weitgehend reibungslos.

„Sie haben den höchsten Schulabschluss erreicht, den es in Deutschland zu erreichen gibt. Nun stehen Ihnen alle Wege offen, sei es ein Studium oder eine Ausbildung. Auf jeden Fall werden Sie wichtige Stützen als Fachkräfte werden, die wir dringend brauchen.“ so Theile-Stadelmann.

Dass sich die coronabedingten Veränderungen nicht unbedingt negativ auswirkten, zeigt die Tatsache, dass mit Norika Geiger und dem Schulbesten Constantin Wehrbach gleich zwei Absolventen die Traumnote 1,0 erreichten. Und die beiden waren sich denn auch einig, dass sie von der längeren und intensiveren Prüfungsvorbereitungszeit durchaus profitierten. „Sicher wäre es zeitlich viel enger geworden, alle Themen nochmals zu wiederholen, wenn die schriftlichen Prüfungen schon rund um die Osterferien stattgefunden hätten“, sagt Norika Geiger und Constantin Wehrbach pflichtet bei: „Eigentlich war es so viel entspannter, weil auch außerhalb der Schule keine Termine stattfinden konnten.“ Wehrbach verbringt seine Freizeit mit Skirennen und einem Nebenjob in einem Fahrradgeschäft. Schon im Frühjahr waren aber die Skitermine deutlich reduziert.

Neben den Traumnoten konnten die beiden auch noch etliche Preise für besonders beachtenswerte Leistungen in einzelnen Fächern einheimsen: Constantin Wehrbach wurde für die Gesamtleistung in Mathematik, Physik und Technik mit dem Ferry-Porsche-Preiseausgezeichnet und erhielt zudem den Preis der Deutschen-Mathematiker-Vereinigung und den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Über weitere Preise der Deutschen Physikalischen Gesellschaft dürfen sich Norika Geiger und Benjamin Mujic freuen. Dass an einem Technischen Gymnasium nicht nur technische Fähigkeiten geschult werden, zeigen der Scheffel-Preis für besondere Leistungen im Fach Deutsch, der an Selin Schmucker verliehen wurde und der Paul-Schempp-Preis für evangelische Religion, den sich Norika Geiger verdiente.

Soziales Engagement in der Schule wird mit dem Preis des Vereins der Freunde der Carl-Schaefer-Schule honoriert. Diesen Preis konnte Andrea Theile-Stadelmann an Noël Schröter überreichen, der sich besonders als hochmotivierter Schülersprecher hervorgetan hat.

Für sehr gute Leistungen erhielten außerdem einen Preis:

Constantin Wehrbach, Benjamin Wujic, Norika Geiger, Selin Schmucker, Tom Braunschedel und Gina Weingarten.

Außerdem wurden für gute Leistungen Belobigungen an folgende Schülerinnen und Schüler überreicht:

Leon Hachtel, Saskia Dümer, Lukas Tschentscher, Natalie Remmele, Christian Weißert, Corbinian Benkiser, Kevin Zyzik, Filippa Osswald, David Hügel, Pauline Kindermann, Nick Mildenberger, Katharina Fellendorf, Mathis Vogt, Jonathan Schmidt, Marc Fischer, Jona Großmann und Simrjit Kaur.