Trotz phasenweise guter Verteidigung: Die Ludwigsburger Bundesligawasserballer müssen sich beim deutschen Serienmeister Wasserfreunde Spandau 04 am sechsten Spieltag der Pro A mit 2:14 (0:5/1:2/0:4/1:3) geschlagen geben.

Timo van der Bosch, Bundesligawasserballer des SV Ludwigsburg, hatte eine 7:15-Niederlage seiner Mannschaft beim Deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04 prognostiziert. Spandau 04-Kapitän Marko Stamm tippte auf einen 15:9-Heimsieg.

Beide Prognosen stimmten zur Hälfte: Der SV Ludwigsburg bekam am sechsten Spieltag der Pro A immerhin nur vierzehn Gegentreffer gegen Spandau 04 (Zum Vergleich: Pro A-Konkurrent Neukölln Berlin 25 Gegentore), allerdings erzielte die Mannschaft um SVL-Trainer Adrian Jakovcev nur zwei Treffer in Berlin. „Wir haben phasenweise gut verteidigt, allerdings im Angriff unkontrolliert und naiv gespielt“, sagt Nationalspieler van der Bosch.

Auch SVL-Kapitän und Torwart Ivan Pisk, der nach der Halbzeit mit Josip Katusa wechselte, stimmte zu: „Spandau war das bessere Team. Unsere Angriffe hätte deutlich besser sein müssen“. Ohne die beiden Nationalspieler Marko Stamm und Ben Reibel (beide krank), den Dauerverletzten Remi Saudadier sowie Stammtorwart Laszlo Baksa sind die Spandauer in die Partie gegen den SVL gegangen.

Die Frage nach den Favoriten ließ nicht lange auf sich warten: Der Angriff der Barockstädter fand gegen das breite Pressspiel der Berliner bereits im ersten Viertel keine Mittel. Im Gegenzug schalteten die Spandauer im Angriff schnell um, und entschieden so den ersten Abschnitt mit 5:0.

Im zweiten Viertel stand die Zonenverteidigung von Jakovcev und Co. deutlich besser: Der SVL kassierte lediglich zwei Tore, erzielte das erste sehenswert durch Veljko Stanimirovic in diesem Viertel (1:7).

Timo van der Bosch verpasste im Zentrum jeweils zweimal ein besseres Ergebnis aus SVL-Sicht. Die erhoffte Wende im Ludwigsburger Angriff blieb nach der Halbzeit aus. Es fehlte an Kreativität gegen eine konzentrierte Spandauer Abwehr im dritten Viertel, sodass auch dieser Abschnitt torlos aus Barockstädter Sicht blieb (1:11).

Auch machte sich die konditionelle Überlegenheit bei den Gastgebern immer mehr bemerkbarer. Das letzte Viertel war ein träges Hin- und Herschwimmen, bei dem die Ludwigsburger Wasserballer das lang ersehnte zweite Tor erzielten (2:14).

Für den SVL heißt es nach diesen Spiel den Mund abzuwischen und am 30.11 im Achtelfinale des Deutschen Pokals beim Pro B-Ersten SGW Rhenania/BW Poseidon Köln weiterzumachen. Am besten mit den Einzug unter die besten Acht.

Heim – Wfr. Spandau 04: Florian Thom, Mark Dyck, Lucas Gielen (3 Tore), Mateo Cuk, Kerem Gemalmazoglu, Maurice Jüngling (3), Denis Strelezkij (2), Nikola Dedovic (2), David Rudnick (2), Sebastian Andruszkiewicz, Marin Restovic (1), Stefan Pjesivac (1), Felix Ostmann

Gast – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Tim Kraut, Timo van der Bosch, Luka Vuckovic, Marko Martinic, Veljko Stanimirovic (1), Domagoj Mijatovic (1), Leopold Friedrich, Philipp Kotowski, Mitko Nachev, Aleksandar Katic, Milan Attila Melegh, Ivan Pisk