SG BBM will gegen N-Lübbecke die Balingen-Klatsche verarbeiten

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Zum Abschluss der Serie gegen die vier Top-Teams der Liga erwartet die SG BBM Bietigheim am Freitag (19:30 Uhr) den TuS N-Lübbecke. Die von Ex-Nationalspieler Michael Haaß gecoachten Ostwestfalen kämpfen in der EgeTrans Arena um ihre letzte Chance auf Platz 2. Die Jungs von Iker Romero hingegen müssen sich der jüngsten 41:28- Klatsche beim neuen Meister HBW Balingen-Weilstetten stellen.

Geht da noch was? Diese Frage durften sich die Bietigheimer Zweitliga-Handballer noch vor gut einer Woche beim letzten Auftritt in der EgeTrans Arena stellen. Nach dem 31:31-Unentschieden gegen den ThSV Eisenach und dem Einbruch gegen den schwäbischen Rivalen in Balingen ist sie für die SG BBM beantwortet. Jetzt steht der TuS N- Lübbecke vor derselben Situation. Nur mit einem Sieg in Bietigheim bleiben vermutlich die theoretischen Aufstiegschancen des Tabellenvierten intakt. Die beste Ausgangssituation unter den drei realistischerweise noch um den Aufstieg kämpfenden Teams hat vor dem drittletzten Spieltag der ThSV Eisenach, der einen Punkt vor Dessau- Roßlau liegt und zudem das beste Torverhältnis besitzt. Dem TuS N-Lübbecke fehlen bereits zwei Punkte plus die schlechteste Torbilanz zum Platz an der Sonne.

Was bleibt Bietigheims Trainer anderes übrig als die Zielsetzung nachzujustieren? „Wir werden die letzten drei Spiele voll gehen und überhaupt nicht nachlassen“, verspricht der Spanier und hofft auf eine ordentliche Unterstützung der Bietigheimer Fans in der EgeTrans Arena. Gleichwohl soll das Restprogramm unter dem Zeichen der Weiterentwicklung für die kommende Zweitligarunde stehen. Bis auf eine Position bleibt die Mannschaft von Iker Romero in der kommenden Runde unverändert. „Ich gehe davon aus, dass meinen Spielern die Zielsetzung für die letzten Spiele klar ist. Alles andere werde ich nicht akzeptieren.“ Auch Tage nach dem Balingen-Spiel schwingt noch die Enttäuschung über die höchste Saisonniederlage und den Rückfall auf den siebten Rang mit. „Sechs oder 7 Spieler haben in den letzten Wochen sehr viel gespielt. Man kann verstehen, dass die müde werden. Wir hatten drei Tage zuvor einen Riesenkampf gegen Eisenach geliefert“, sagt Romero. „Aber dass von der Bank, aus der zweiten Reihe, keine Impulse kamen, war eine große Enttäuschung.“

Romero wird also im Spiel gegen die Ostwestfalen ganz genau hinschauen, ob sich die Mannschaft gefestigt präsentiert und wer sich da mit einer guten Leistung wird ins Rampenlicht spielen kann. Man kann davon ausgehen, dass jeder im Kader die Gelegenheit dazu haben wird. Die Aufstellung bleibt dieselbe wie in Balingen, mit einer Rückkehr der zuletzt ausgefallenen Spieler ist noch nicht zu rechnen. Die Rückrundenbilanz gegen die vier Top- Teams der Liga (bislang je ein Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden) können die Bietigheimer Handballer mit einem Erfolg gegen den TuS N-Lübbecke positiv gestalten.

Die Spiele im April und Mai liefen für die Gäste aus Nettelstedt alles andere als optimal. Mit nur drei Punkten aus den letzten 6 Spielen verbaute sich der TuS eine Top-Ausgangslage vor dem Saisonfinale. Besonders schmerzen dürften die Punktverluste gegen die Kellerkinder aus Dormagen und Würzburg. Und wenn nicht noch ein kleines Handball- Wunder geschieht, darf sich der Bundesliga-Absteiger auf eine weitere Saison im Unterhaus einstellen. Kapitän Peter Strosack wird dann nicht mehr die rechte Außenbahn beackern, sein Vertrag in Nettelstedt wurde über die laufende Saison hinaus nicht verlängert. Mit Strosack (119 Saisontore) haben insgesamt vier Spieler des TuS die 100-Tore- Marke überschritten. Darunter neben Linksaußen Tom Skroblien (178/80) und Marek Nissen (141) im linken Rückraum auch Jo Gerrit Genz (115). Das Bruderduell schien im Hinspiel weder den rechten Rückraum des TuS noch seinen jüngeren Bruder Fredrik im Kasten der SG BBM zu beflügeln. Beide blieben im Dezember unter ihren Möglichkeiten. Am Ende jubelte Fredrik mit den Schwaben nach zwischenzeitlichem 5-Tore-Rückstand über einen knappen, aber hochverdienten 30:31-Erfolg.


Casinobranche: moralische Überlegungen

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Geschäftliche Information

Viele Menschen, die keine Erfahrung in der Casinobranche haben oder eine negative Erfahrung gemacht haben, empfinden diese Branche im schlimmsten Fall als zynisch und pragmatisch. Casino-Organisatoren profitieren von armen Spielern und ihren Süchten und fördern eine immer stärkere Beteiligung am Spiel, was böse enden kann. Aus diesem Grund ähnelt diese Richtung nicht mehr der Unterhaltungssphäre, sondern ähnelt eher einem Drogengeschäft. Ist diese negative Wahrnehmung der Casino-Branche jedoch gerechtfertigt und wie sollten wir uns ihr gegenüber verhalten? Das ist eine schwierige Frage, denn es gibt die willkommensbonus ohne umsatzbedingungen, die die höchsten Anforderungen erfüllen und menschlichen Werten folgen. In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Aspekte der Casinobranche diskutieren und versuchen zu beantworten, ob es sich um eine Form der Unterhaltung oder um ein Drogengeschäft handelt.

Stereotypen und Dämonisierung von Casinos

Die Casinobranche unterliegt häufig Stereotypen und Dämonisierungen. Dieses Tätigkeitsfeld gilt fast überall auf der Welt als gefährlich, schädlich und unmoralisch. Viele glauben, dass Casinos Orte sind, an denen Menschen ihr Geld verlieren, sich verschulden und spielsüchtig werden. Daher werden Casinos mit all der Negativität in Verbindung gebracht, die man über diese Branche sagen kann.

Dieses Problem hat jedoch noch eine andere Seite. Casinos können auch ein Ort der Unterhaltung und Entspannung sein, wo Menschen Zeit mit ihren Freunden verbringen, ihr Glück beim Glücksspiel versuchen und die Atmosphäre genießen können, die sie umgibt. Darüber hinaus ist die Casinobranche ein bedeutender Teil der Weltwirtschaft, sie schafft Arbeitsplätze und generiert Einnahmen für Regierungen.

Kontext des Problems

Wenn man es als Unterhaltungsindustrie betrachtet, können Casinos mit der Filmindustrie, Musik und anderen Formen verglichen werden, die den Menschen Freude bereiten. Im Gegensatz zu anderen Unterhaltungsformen kann Glücksspiel jedoch zu einer Spielsucht führen, die für Spieler und ihre Angehörigen ein ernstes Problem darstellt. Casinos müssen dem Thema Spielsucht besondere Aufmerksamkeit widmen und Maßnahmen ergreifen, um deren Entwicklung bei Spielern zu verhindern.

Andernfalls können Casinos, insbesondere Online-Casinos, zu einer Plattform für illegale Aktivitäten wie Geldwäsche, Cyberkriminalität und Betrug werden. Darüber hinaus können Casinos manchmal unfaire Spiele durchführen und dabei unehrliche Methoden anwenden, um gegen Spieler zu gewinnen.

Moralischer Aspekt der Casino-Organisation

Ein weiterer Aspekt, der bei der Erörterung der Casino-Branche berücksichtigt werden sollte, ist der moralische Aspekt der Casino-Organisation. Einige glauben, dass Casino-Organisatoren für die mögliche Spielsucht der Spieler und ihren Geldverlust verantwortlich sind. Casino-Organisatoren argumentieren jedoch oft, dass Spieler das Recht haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, und dass Casinos nicht für ihre Entscheidungen verantwortlich gemacht werden sollten.

Dennoch sollten Casinos besonders vorsichtig mit der Problematik der Spielsucht umgehen und den Spielern die Möglichkeit geben, ihre Einsätze und Spielzeit zu begrenzen. Darüber hinaus sollten sie Werbekampagnen zur Bekämpfung der Spielsucht und zur Förderung verantwortungsvollen Spielens durchführen.

Abschluss

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Casinobranche ein komplexes und vielschichtiges Tätigkeitsfeld ist, das sowohl positive als auch negative Aspekte hat. Casinos können ein Ort der Unterhaltung und Entspannung sein und Arbeitsplätze und Einnahmen für den Staat schaffen. Allerdings kann Glücksspiel zu einer Spielsucht führen, die für Spieler und ihre Angehörigen ein ernstes Problem darstellt. Casinos sollten dem Thema Spielsucht besondere Aufmerksamkeit widmen und Maßnahmen ergreifen, um deren Entwicklung bei Spielern zu verhindern. Darüber hinaus sollten sie die Gesetze einhalten und unehrliche Spieler und illegale Aktivitäten bekämpfen. Schließlich sollten sich Spieler der potenziellen Risiken des Glücksspiels bewusst sein und ihre Entscheidungen verantwortungsbewusst treffen.


Trendwende beim Windkraft-Ausbau im Land

Aufbruchstimmung beim Windkraft-Ausbau in Baden-Württemberg: Das Land hat die Planungs- und Genehmigungsverfahren massiv beschleunigt, wie das Windpark-Projekt Sulzbach-Laufen beispielhaft zeigt. Aktuell sind mehr als 400 Windkraftanlagen auf dem Weg. Das Potential für die kommenden Jahre ist groß.

Bei einem Besuch des Windpark-Projekts Sulzbach-Laufen im Landkreis Schwäbisch-Hall haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltministerin Thekla Walker am Montag, 22. Mai 2023, über die Fortschritte beim Windkraftausbau im Land informiert. Das Genehmigungsverfahren für die Anlage konnte von der Antragstellung bis zur Erteilung der Genehmigung durch das Landratsamt Schwäbisch Hall in einer Rekordzeit von acht Monaten abgeschlossen werden. Ein Schlüssel dazu war unter anderem die sehr frühe Beteiligung und Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in das Projekt. Der Windpark soll ab Sommer 2024 mit insgesamt sieben Windrädern betrieben werden.

Mehr als 400 Windkraftanlagen in der Pipeline

„Der Windpark hier ist kein Einzelfall. Wir sehen an den Zahlen aus dem ganzen Land: Der Wind hat sich gedreht. Die Trendwende bei der Windkraft ist da“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Das schlage sich in den Projektzahlen im Land sichtbar nieder: „Aktuell sind rund 100 Anlagen genehmigt, aber noch nicht am Netz. 133 Anlagen sind aktuell im Genehmigungsverfahren, 178 Anlagen befinden sich im Stadium der Projektvorstellung – sie wurden also den Genehmigungsbehörden bereits vorgestellt. Zusammen sind das mehr als 400 Windkraftanlagen, die aktuell in der Pipeline sind.“ Das zeigt, dass vor Ort in vielen Gemeinden und Landkreisen ein richtiger Aufbruch da ist, es gibt jetzt einen richtigen Wettbewerb.

Das Projekt zeige beispielhaft, wie die veränderten Rahmenbedingungen in der Praxis Niederschlag finden. Bis auf ein Teilgrundstück der Gemeinde Sulzbach-Laufen befinden sich alle Flurstücke im Staatswald. Ein weiteres Beispiel für die Beschleunigung, denn die Bereitstellung von Flächen sei ein zentraler Teil der Windkraftoffensive im Land. Kretschmann: „Wir in Baden-Württemberg reservieren zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft und Freiflächenphotovoltaik, haben eine Vermarktungsoffensive für Windkraftanlagen im Staatswald gestartet, und stellen auf diese Weise schon fast 7.000 zusätzliche Hektar für Windkraft bereit – auf denen bis zu 340 neue Windkraftanlagen entstehen können.“

Auch Umweltministerin Thekla Walker betonte: „Das Potential für die kommenden Jahre ist groß. Man erkennt, dass Erneuerbare Energien ein zentraler Wirtschaftszweig mit regionaler Wertschöpfung für unser Land werden können: ein starkes Rückgrat unserer Wirtschaft. Es herrscht Aufbruchsstimmung bei den Projektierern. Diese Aufbruchsstimmung tragen wir nun auch in die Behörden.“

Planungs- und Genehmigungsverfahren massiv beschleunigt

Darüber hinaus habe das Land mit der Task-Force die Planungs- und Genehmigungsverfahren massiv beschleunigt: „Wir haben die Genehmigungsverfahren digitalisiert, das Widerspruchsverfahren abgeschafft. Landschaftsschutzgebiete und Grünzüge für Erneuerbare Energien geöffnet. Und insgesamt 60 weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht. So haben wir bürokratische Hürden aus dem Weg geräumt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein Beschleunigungseffekt von gut dreieinhalb Jahren. Also eine Halbierung der Planungs- und Genehmigungsdauer für Windkraftanlagen. Das ist ein gutes Stück Arbeit gewesen“, so Kretschmann.


Zwölf Athleten aus den Partnerstädten beim Stuttgart-Lauf-Jubiläum 2023

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Stuttgart.| Mit großen Erfolgen im Gepäck sind am Sonntag, 21. Mai, zwei Athleten aus Stuttgarts Partnerstädten Cardiff und Straßburg zurück in ihre Heimat gereist. Matthew Edwards aus Cardiff gewann den Kaufland 7-km-Lauf am Sonntag. Hussam Salah Ahmed belegte beim Halbmarathon des 30. Stuttgart-Laufs den zweiten Platz. Sowohl beim Halbmarathon als auch beim Kaufland 7-km-Lauf waren jeweils drei Läufer aus den Partnerstädten unter den Top Ten. Erstmals waren zum Stuttgart-Lauf auch Teilnehmerinnen aus Chmelnyzky in der Ukraine gekommen.

Jedes Jahr lädt die Landeshauptstadt Sportlerinnen und Sportler aus den Partnerstädten zu Stuttgarts größter Breitensportveranstaltung ein. Der Veranstalter, der Württembergische Leichtathletikverband (WLV), gewährt ihnen zudem einen kostenlosen Start an den Läufen. Traditionell gibt es am Vorabend eine Gemeinschaftsveranstaltung für alle Läuferinnen und Läufer aus den Partnerstädten.

Der Einladung zum diesjährigen Stuttgart-Lauf waren drei Läuferinnen und Läufer aus St. Helens, vier Läufer aus Straßburg, vier Läuferinnen aus Chmelnyzkyj sowie Matthew Edwards aus Cardiff gefolgt. Die Teilnehmenden aus St. Helens erzielten folgende Ergebnisse beim Halbmarathon: Cameron Hannon, Jahrgang 1997, lief in 01:14:44 auf Platz neun. Chris Shannon erreichte eine Zeit von 01:42:43 und Kim Wellens kam nach 02:14:24 ins Ziel. Erfolgreich haben die Läufer aus Straßburg beim diesjährigen Jubiläum des Stuttgart-Laufs teilgenommen: Hussam Salah Ahmed erreichte beim Halbmarathon in 01:11:16 auf Platz zwei das Ziel, sein Teamkollege Mustafa Osman Al Nour belegte mit 01:11:57 den vierten Platz. Laurent Heitz und Sami Eulmi landeten beim Kaufland 7 km-Lauf auf Platz fünf und Platz acht. Alle vier Läuferinnen aus Chmelnyzky nahmen am Halbmarathon teil. Snizhana Kril erreichte in 01:43:20 das Ziel, Diana Kozhushko in 01:59:06, Iryna Biliavets in 02:21:59 und Anastasiia Burdeniuk in 02:50:21.

Insgesamt machten sich 5.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sonntag auf die Halbmarathonstrecke. Alle Ergebnisse des Stuttgart-Laufs 2023 und weitere Infos unter stuttgart-lauf.de


Polizeikontrollen gegen illegales Tuning während der Tuning-Messe

Die Polizei Baden-Württemberg führte vom 18. bis 21. Mai 2023 rund um die Messe Tuning World Bodensee 2023 in Friedrichhafen verstärkt Verkehrskontrollen durch. Insgesamt wurden 453 Fahrzeuge kontrolliert.
„Illegales Tuning ist nicht nur gefährlich, es stört auch und verunsichert andere. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss deshalb mit empfindlichen Strafen rechnen. Neben einer Geldbuße drohen darüber hinaus die Beschlagnahme des Fahrzeugs und der Entzug der Fahrerlaubnis“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Polizeikontrollen während der Messe Tuning World Bodensee 2023 in Friedrichshafen.Das Polizeipräsidium Ravensburg führte vom 18. bis 21. Mai 2023 rund um Europas größte Tuningmesse in Friedrichhafen verstärkt Verkehrskontrollen durch. Rund 96.000 Tuninginteressierte besuchten die Messe, die überwiegend mit den eigenen Fahrzeugen anreisten.
453 kontrollierte Fahrzeuge
Die Polizei kontrollierte im Zeitraum vom 18. Mai bis 21. Mai 2023 insgesamt 453 Fahrzeuge. Hierbei wurden an 169 Fahrzeugen illegale Umbauten festgestellt. An 47 Fahrzeugen waren die Veränderungen so gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste; 33 Fahrzeuge wurden sichergestellt und werden nun von einem Kfz-Sachverständigen überprüft.Darüber hinaus entdeckten die Kontrollkräfte 743 Verstöße wegen erhöhter Geschwindigkeit und der Nichteinhaltung des erforderlichen Mindestabstands. Insgesamt sprach die Polizei 18 Fahrverbote aus.
Rund 1.000 Fahrzeugen wurde 2022 die Weiterfahrt untersagt
„Leider zieht die Tuning World auch immer einige an, die sich nicht an die Verkehrsregeln und an die Zulassungsverordnung halten. Fast jedem 13. Fahrzeug, das die Polizei im Jahr 2022 auf Posing oder illegales Tuning kontrollierte, wurde aufgrund baulicher Veränderungen und Manipulationen die Weiterfahrt untersagt. Das waren landesweit rund 1.000 Fahrzeuge. Illegales Tuning ist gefährlich und hat keinen Platz auf unseren Straßen – das machen wir bei den intensiven Kontrollen konsequent klar“, so Innenminister Thomas Strobl.
Länderübergreifende Verkehrssicherheitsarbeit
Die Polizei Baden-Württemberg wurde bei ihren Kontrollen von Polizistinnen und Polizisten aus der Schweiz und Österreich sowie aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und vom TÜV SÜD und dem THW unterstützt. „In einer globalisierten Verkehrswelt ist es wichtig, mit starken Partnern grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Die Kooperation anlässlich der Tuning World ist ein Paradebeispiel für eine zielgerichtete und erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit über Landesgrenzen hinweg“, bilanzierte Innenminister Thomas Strobl die Kontrollen rund um die Tuningmesse am See.


Doppelte Mittelblockpower für den deutschen Meister

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Monique Strubbe und Kayla Haneline wechseln vom Dresdner SC zu Stuttgarts schönstem Sport

Stuttgart.| Zwei weitere Neuzugänge für die Saison 2023/2024 stehen fest: Vom Dresdner SC kommen in Monique Strubbe und Kayla Haneline zwei Block, sowie spielstarke Mittelblockerinnen zu Allianz MTV Stuttgart.

Durch den Abgang von Marie Schölzel und dem Karriereende von Barbara Wezorke waren zwei von drei Mittelblockpositionen vakant. Bis heute! Eline Timmerman hatte vor einigen Wochen ihren Vertrag bei Allianz MTV Stuttgart bereits verlängert. Mit der Verpflichtung von Monique Strubbe, ihrerseits seit einiger Zeit deutsche Nationalspielerin und von Kayla Haneline, die in Stuttgart in ihre vierte Saison in der Volleyball-Bundesliga gehen wird, hat Sportdirektorin Kim Oszvald-Renkema die zwei vakanten Positionen sehr gut besetzt.
Die deutsche Nationalspielerin Monique Strubbe wird in der kommenden mit der Trikotnummer 8 für Stuttgart auflaufen. Kayla Haneline wird bei Allianz MTV Stuttgart das Trikot mit der Nummer 16 tragen.

Kim Ozvald-Renkema zur Verpflichtung der beiden Mittelblockerinnen: „Mit Monique Strubbe haben wir das aus meiner Sicht größte deutsche Talent auf der Mittelblockposition für uns gewinnen können- Sie wird uns vor allem im Block nochmal deutlich verstärken. Wir freuen uns sehr, dass sie sich dazu entschieden hat, in Stuttgart ihren nächsten Karriereschritt zu gehen. Mit Kayla Haneline wird unser Trio auf der Mittelblockposition sehr stark besetzt sein. Sie ist sehr stark im Block, außerdem auch sehr gefährlich im Angriff mit Ihrem Einbeiner. Sie ist uns schon während ihrer Zeit in Suhl sehr positiv aufgefallen und wir sind sehr froh, dass sie zur kommenden Saison unser Team verstärkt.“

Monique Strubbe mit ein paar ersten Worten zu ihrer Vertragsunterschrift in Stuttgart: „Nach den letzten 4 Jahren, die ich in Dresden gespielt habe, war es jetzt an der Zeit für mich den nächsten Schritt zu gehen und ich bin glücklich, dass ich in Stuttgart die Möglichkeit dazu bekomme. Neben der kommenden Saison mit der Mannschaft, dem Training und den hochklassigen Spielen in der Bundesliga und in der Champions League freue ich mich vor allem auf die tolle Atmosphäre und die Fans in der Halle.“

Auch Kayla Haneline richtet ein paar erste Worte an die Fans von Stuttgarts schönstem Sport: „Ich kann nicht abwarten und fühle mich geehrt, in der kommenden Saison nach Stuttgart zu wechseln. Ich freue mich sehr darauf, den Erfolg der letzten Jahre weiter auszubauen und in der Champions League auf dem höchsten Niveau zu spielen. Außerdem habe ich persönlich auch hohe Ziele in der Bundesliga. Ich bin so dankbar für diese großartige Chance und kann es kaum erwarten, alle kennenzulernen und vor den tollen Fans zu spielen! Wir sehen uns alle in ein paar Monaten zu einer aufregenden Saison!“

„Wir sind sehr glücklich mit Monique und Kayla zwei richtig gute Mittelblockerinnen verpflichtet zu haben. Der interne Konkurrenzkampf zwischen den drei Mittelblockerinnen wird kommende Saison sehr eng sein, da wir mit Eline bereits eine Topspielerin seit zwei Jahren bei uns haben. Wir werden ein sehr gutes Trio beisammenhaben! Kayla ist diesen Sommer mit dem US-amerikanischen Nationalteam unterwegs, was zeigt was sie für eine Qualität mitbringt. Sie ist eine Spielerinnenpersönlichkeit, die ich als Trainer sehr zu schätzen weiß. Sie bringt vieles mit, ihre positive Art, ihr Wille zu gewinnen und ist gleichzeitig eine sehr gute Spielerin. Das passt zu uns! Monique auf der anderen Seite ist eines der größten Talente im deutschen Volleyball auf ihrer Position und hat eine sehr gute Entwicklung genommen in den letzten Jahren. Ich freue mich sehr darauf mit Ihr zusammenzuarbeiten und bin mir sicher, dass wir sie noch weiterentwickeln und sie zu Höchstleistung pushen können und gleichzeitig auch zu einer Stammspielerin im Nationalteam machen können. Alles in allem bin ich sehr glücklich und bin davon überzeugt, dass wir das beste Mittelblock Trio der Liga in unseren Reihen haben“, ergänzt Cheftrainer Tore Aleksandersen.


SVL schlägt Potsdam und holt Platz fünf 

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Die SVL-Wasserballer haben am Samstagabend zuhause im Freibad Hoheneck den OSC Potsdam knapp mit 8:7 geschlagen und sind damit Fünfter. Ludwigsburg hat sich damit erneut für den Euro-Cup qualifiziert.

Was für ein Abend für das erste echte Heimspiel der SVL-Bundesligawasserballer! Die Sonne lacht vom Himmel, die Stimmung bei den Zuschauern ist bestens. Bis dato wurde immer im Sportbad Stuttgart gespielt, jetzt, endlich, im Freibad Hoheneck.

In ein paar Minuten wird die Partie gegen den OSC Potsdam, in der es um Platz fünf geht, angepfiffen. Die Orcas sind ein junges, ehrgeiziges Team. Auch wenn Ludwigsburg favorisiert ist, gewonnen ist hier noch gar nichts. Adrijan Jakovcev springt mal wieder als SVL-Trainer ein, weil Marko Curic nach wie vor wegen einer Roten Karte gesperrt ist. „Feuerwehrmann Adrian“, sagt er und lacht.

Das Spiel könnte das letzte in dieser Besetzung werden, ruft er den Wasserballern zu, die alle schwarz-gelb tragen – also: haut rein. Wenn die Partie gewonnen wird, ist die Saison beendet und Platz fünf wäre erreicht. Sollte der SVL allerdings verlieren, dann würde gleich am Sonntag ein drittes, dann entscheidendes Spiel stattfinden. Das erste von maximal drei Spielen gegen die Orcas hat Ludwigsburg vor einer Woche souverän für sich entscheiden können.

Der Anpfiff. Das erste Anschwimmen holt Domagoj Mijatovic für den SVL. Erster Angriff, aber kein Tor. Auch im Gegenangriff, kein Tor. Bald ein Aufsetzer vom Kapitän Nino Blazevic, knapp am Tor vorbei. Dann ein Lattentreffer der Orcas. Angriff SVL, Tor, Nino Blazevic bringt Ludwigsburg in Führung. 1:0. Unterzahl SVL. Der nächste Lattentreffer, Glück für Ludwigsburg. Ein blöder Ballverlust, Angriff Potsdam, der Ausgleich. 1:1. Und gleich der nächste Treffer für die Orcas. 1:2. Überzahl SVL, ein toller Treffer durch Vitor Pavicic Capucho, der Ausgleich zum 2:2. Aber im Gegenzug fällt sofort das 2:3 für Potsdam. Die SVL-Abwehr hat Probleme. Unterzahl SVL. Und das 2:4. Ein Viertel weitgehend zum Vergessen für Ludwigsburg, vorne zu viele vergebene Chancen, hinten wackelt die Abwehr.

Das zweite Viertel. Wieder holt der SVL den Ball. Aber wieder kein Tor. Angriff Orcas, der SVL-Keeper Josip Katusa verhindert das nächste Gegentor. Dann – endlich – das 3:4 durch Guram Kutchuashvili. Ludwigsburg ist dran. Unterzahl SVL. Auszeit OSC. Viele Fehlschüsse auf beiden Seiten. Auszeit SVL. Vitor Pavicic Capucho fasst sich ein Herz, ein knallharter Schuss aus der zweiten Reihe, Treffer. Der Ausgleich zum 4:4. Halbzeit.

Auch das dritte Anschwimmen geht an Ludwigsburg. Angriff, top Parade des Orca-Torwarts. Auch auf der anderen Seite: eine super Parade von Josip Katusa. Domagoj Mijatovic bringt Ludwigsburg in Führung. Ein tolles Abstauber-Tor. 5:4. Angriff Orcas, toll verteidigt von Nino Blacevic. Nächster Angriff Potsdam, Parade Josip Katusa. Foul SVL, Strafwurf, verschossen. Die Latte rettet Ludwigsburg. Weiter 5:4. Und wieder Josip Katusa, der SVL-Torwart pflückt den Ball aus der Luft.

Und das vierte Anschwimmen, wieder vom SVL gewonnen. Aber keine Torausbeute. Unterzahl Ludwigsburg und der erneute Ausgleich. 5:5. Es bleibt spannend. Dann schlägt erneut Vitor Pavicic Capucho zu, ein Distanzschuss zum 6:5. Was für ein Tor! Foul OSC, Strafwurf, der SVL-Kapitän haut den Ball rein ins Tor der Orcas, 7:5. Zwei Tore vorne, aber im Gegenzug fällt das 7:6. Unterzahl SVL. Angriff Orcas, gut verteidigt, noch gut zwei Minuten, Vitor Pavicic Capucho macht seinen vierten Treffer zum 8:6. Reicht das? Abwarten. Auszeit Orcas. Unterzahl SVL. Der OSC macht das 8:7, aber zu spät. Es ist nur noch eine Sekunde ist auf der Uhr. Der Abpfiff.

Der knappe Kommentar von Volker Heyn: „Na also.“ Platz fünf bedeutet die Qualifikation für den Euro-Cup im Herbst. „Das Minimalziel ist erreicht“, sagt der SVL-Präsident. Eigentlich war zu Beginn der Saison Platz vier als Ziel ausgerufen worden, und es hieß: wenn alles glatt läuft, dann sei womöglich sogar Platz drei drinnen. Manches lief aber nicht rund, immer wieder waren zu viele SVL-Spieler verletzt oder krank. Und dann war da auch noch die Trennung vom Trainer Marko Martinic in der Winterpause. Im Januar hat Marco Curic übernommen und der Mannschaft zu mehr Stabilität verholfen.

Ludwigsburg hatte vor ein paar Wochen das Spiel um Platz drei im DSV-Pokal unerwartet und ziemlich deutlich gegen den OSC Potsdam verloren. Jetzt die Revanche, sagt ein zufriedener SVL-Betreuer Dieter Gscheidle. Während der Minuten nach dem Abpfiff denken die Spieler sicherlich nicht an diese bittere Niederlage im Pokal.

Sie lassen sich von den Fans feiern und kommen zusammen für das Siegerfoto. Zu sehen sind viele strahlende Gesichter und in den Himmel ausgestreckte Arme. Der SVL-Nationalspieler Tobias Bauer grinst und sagt: „Wir haben gemacht, was wir mussten.“ Und der Kapitän Nino Blazevic erklärt knapp: „Der Job ist erledigt – und wir sind auch erledigt.“ Das Team habe wieder Ausfälle kompensieren müssen, Jure Bozan und Jakov Skiljic – zwei ganz wichtige Spieler – sind verletzt. Nino Blazevic gratuliert „dem jungen Team aus Potsdam“ zu Platz sechs. Für den SVL sei es toll, dass die Saison mit einen Sieg ende.

Marko Curic steht ein bisschen abseits. Der Trainer, der seine Mannschaft an diesem Tag nicht coachen durfte, sagt, er sei sehr zufrieden – mit diesem Sieg gegen den OSC und mit dem Verlauf der Saison. Der SVL habe im Pokal die Runde der letzten vier erreicht und jetzt die Quali für Europa geschafft. Viel mehr sei nicht drinnen gewesen, aber klar, „wir sind traurig, dass wir im Pokal die Medaille verpasst haben“. Schnee von gestern.

Der Interimstrainer Adrijan Jakovcev sagt, bei diesem Spiel gegen Potsdam habe die Mannschaft Charakter gezeigt – das sei gut für die kommenden Partien in der neuen Saison und auch ganz allgemein für die Zukunft jedes einzelnen Spielers. Josip Katusa sagt, was vermutlich alle denken: „Gottseidank müssen wir am Sonntag nicht nochmal spielen.“ Dieter Gscheidle spricht von einem „erwartet engen Spiel gegen Potsdam – mit einem versöhnlichen Ende“.

Und dann wird am Beckenrand ein bisschen gefeiert – mit Bier, Grillwurst und Steaks. Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel verabschiedet zwei Wasserballer, die im nächsten Jahr nicht mehr für den SVL antreten werden: Mikael Metodiev – er ist seit zwei Jahren in Ludwigsburg – wechselt nach Italien in die Erste Liga zu Palermo.

Und der zweite Torwart Ivan Pisk tritt zurück, er war sechs Jahre lang beim SVL, vier Jahre lang die Nummer eins im Tor und drei Jahre lang der Kapitän. Ivan spricht von „einer schönen Zeit“. Er sei traurig und froh zugleich, sagt er. Fortan gar kein Sport mehr? Nein, antwortet Ivan, das sei für ihn keine Option. Er werde Rad fahren, schwimmen, ins Fitnessstudio gehen. Nie mehr Wasserball spielen? „Die nächste Saison jedenfalls nicht.“ Er könne sich aber vorstellen, danach in der zweiten oder dritten Mannschaft zu spielen. Bei den nächsten SVL-Partien in der Bundesliga werde er aber ganz bestimmt immer mal wieder dabei sein – als Zuschauer, als Helfer oder als Betreuer.


Unterhaltungsarbeiten an der Mönchfeldstraße in Freiberg in den Pfingstferien

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Stuttgart.| Die Unterhaltungsarbeiten an der Mönchfeldstraße in Stuttgart‐Freiberg beginnen am Dienstag, 30. Mai, zwischen der Himmelsleiter und der Suttnerstraße. Zwischen diesen beiden Kreuzungsbereichen wird die Mönchfeldstraße vollständig gesperrt.

Eine Umleitungsstrecke wird über die Adalbert‐Stifter‐Straße eingerichtet. Die Sperrung wird bereits vor dem Pfingstwochenende, am Freitag, 26. Mai, ab 14 Uhr eingerichtet, da für die Einrichtung der Sperrung und der Umleitungsstrecke provisorische Lichtsignalanlagen aufgestellt werden müssen und die Arbeiten in den Pfingstferien abgeschlossen werden sollen. Die Bauarbeiten beginnen am 30. Mai um 7 Uhr und sollen bis zum 10. Juni abgeschlossen sein.

Das Tiefbauamt ist bestrebt, die Auswirkungen der Baumaßnahme so gering wie möglich zu halten. Für die Beeinträchtigungen, die während der Bauzeit unvermeidbar sind, bittet das Amt um Verständnis.


SGBBM: Einbruch in den letzten 20 Minuten

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von Bernhard Gaus

Balingen.| Das Potential, dem Spitzenreiter ein Bein zu stellen, konnte die SG BBM in der ausverkauften Balinger SparkassenArena am Samstag nicht unter Beweis stellen. Stattdessen wird Bietigheim in der zweiten Hälfte überrollt und kassierte beim 41:28 (20:17) gegen den neuen Meister HBW Balingen-Weilstetten seine höchste Saisonniederlage.

Klar, da war schon was vorbereitet beim souveränen Tabellenführer der 2. Liga, dem vier Spieltage vor dem Saisonende gegen den württembergischen Kontrahenten nur noch ein Punkt zu Meisterschaft und dem sofortigem Wiederaufstieg fehlten. Die Aufstiegsshirts flogen nach dem Schlusspfiff unter dem Jubel der 2350 Zuschauer aufs Feld, druckfrisch, noch mit Etikett dran. Die Mannschaft von Jens Bürkle hatte zuvor mit ihrem starken Auftritt die Grundlage geschaffen, am Ende konnte die SG BBM dem HBW Balingen-Weilstetten nur zu Aufstieg und Meisterschaft gratulieren.

Nicht nur die SG BBM ist nach dieser Niederlage nun auch theoretisch raus aus allen Rechenspielen um den Aufstieg. Am viertletzten Spieltag sind weitere Entscheidungen in der Liga gefallen. Empor Rostock muss zurück in die 3. Liga und auch die HSG Konstanz trennt nach der 28:21-Niederlage in Nordhorn nur noch die unwahrscheinliche Möglichkeit der besseren Tordifferenz bei Punktgleichheit vom Abstieg.

Die am Ende deutliche Klatsche täuscht ein wenig über den Spielverlauf. 40 Minuten lang sah es gut aus, die ersten 15 Minuten sogar sehr gut für die Mannschaft von Iker Romero. Alexander Pfeifer hatte da zur 7:9-Führung für die Gäste getroffen. Die taktische Marschroute von SG BBM-Trainer Romero schien aufzugehen. Bietigheim erarbeitete sich seine Chancen und verwertete hochkonzentriert, während beim HBW noch nicht alles passte. Die SG BBM kann defensiv einige Bälle erobern.

Doch der HBW hat Alternativen auf der Bank. Bürkle nimmt beispielsweise den glücklosen Ex-Nationalspieler Jens Schöngarth vom Feld und bringt auf der anderen Rückraumposition Jona Schoch. Und der sorgt mit seinen Toren aus der zweiten Reihe dafür, dass sich die Waage erstmals Richtung HBW neigt. Ein Extralob von Bürkle gibt es auch für die Übersicht von Spielmacher Filip Vistorop. Balingen übernimmt mit einem Zwischenspurt zum 12:10 die Initiative. Noch hat die SG BBM ihr Pulver nicht verschossen, die zahlreichen mitgereisten Fans, die ihr Team 60 Minuten lang lautstark unterstützen, hoffen noch. Alexander Velz gleicht fünf Minuten vor dem Wechsel zum 15:15 aus. Und dennoch fällt beim 20:16 die erste 4-Tore-Führung des Spiels für den HBW. Mit der Sirene trifft Dominik Claus willensstark zum 20:17-Pausenstand.

Als Juan de la Peña an seiner alten Wirkungsstätte zum 24:21 (38. Minute) trifft und die SG BBM eine Unterzahl schadlos übersteht, hat noch keiner geahnt, dass der HBW nur weitere fünf Minuten benötigen würde, um für klare Verhältnisse zu sorgen. Ein 6:0-Lauf zerlegt die SG BBM. Iker Romero kann in zwei Auszeiten sein Team nicht mehr zurück in die Spur bringen. Sicher steckte einigen Schlüsselspielern auch die intensive Partie gegen Eisenach am Mittwoch noch in den Knochen. Nach den Ausfällen von Kapitän Paco Barthe und Tom Wolf sind die ordnenden Alternativen sowohl in Abwehr als auch im Rückraum Mangelware. Bietigheim hat am Samstag definitiv weniger Alternativen von der Bank als die Gastgeber. Die SG BBM hat ihr Pulver verschossen, treibt dem Spielende entgegen, ohne nochmals die Struktur und Konzentration wiederzufinden.

Und weil’s im tempogesteigerten Handball dann ganz schnell gehen kann, braucht man auch die Höhe der Niederlage nicht zu diskutieren. „Ich habe noch keine Worte gefunden“, zeigt sich Iker Romero konsterniert. „Was wir in der 2. Halbzeit gespielt haben, war eine richtige Katastrophe.“

HBW Balingen-Weilstetten: Sejr, Ruminsky; Vistorop (4), Huber (2), Schöngarth, Ingason (2), Linhares de Souza (3), Gretarsson (1/1), Beciri (2), Hildenbrand (1), Schoch (10), Wente, Saueressig (1), Volz (2), Heinzelmann (5), Strosack (8).

SG BBM Bietigheim: Genz, Kanters; Vlahovic (1), Claus (6), Öhler (2), Schäfer (5/3), de la Peña (2), Wiederstein (1), Velz (3), Hejny (1), Bader (1), Clarius, Pfeifer (3), Kaulitz, Fischer (3).

Spielverlauf: 4:4 (7.), 7:9 (15.), 12:10 (20.), 15:15 (25.), 18:15 (28.), 20:16 (30.), 24:21 (38.), 30:21 (44.), 37:24 (52.), 41:28 (60.).
Zeitstrafen: Gretarsson (7.), Linhares de Souza (24.), Ingason (52.) – Vlahovic (14., 30.), Claus (37.), Fischer (52.)
Siebenmeter: 1/2 – 3/3
Schiedsrichter: Fabian Baumgart / Sascha Wild (EHF-Schiedsrichter)
Zuschauer: 2350 (Sparkassen Arena Balingen, ausverkauft)


Niederlagenserie der Stuttgart Reds hält an

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Stuttgart.| Die Zuschauerkulisse war stattlich, das Baseballwetter gut am Feiertag Christi Himmelfahrt, doch sportlich hakt es bei den Erstliga-Baseballern des TV Cannstatt. Auch die beiden Heimspiele der Stuttgart Reds gegen den direkten Tabellennachbarn München-Haar Disciples gingen mit 0:5 bzw. 3:4 verloren.

Als die Stuttgart Reds am 23. April von den Auswärtspartien aus München-Haar zurückkehrten, hatten sie gerade – nach fünf Siegen in Folge – erstmals ein Spiel in der aktuellen Saison verloren. Disciples-Pitcher Steven Norrell gelang ein „Shutout“, d.h. die Reds konnten nicht ein einziges Mal punkten. Aber immerhin hatte man zu diesem Zeitpunkt 5:1 Siege auf dem Konto. Seither gastierten die Reds für zwei Spiele in Regensburg und traten viermal zu Hause im neuen Stadion auf dem Cannstatter Schnarrenberg an – alle sechs Begegnungen wurden verloren. Bei den sieben Niederlagen in Folge erzielten die „Roten“ insgesamt nur sechs Runs.

Die Offensiv-Schwäche prägte am Donnerstag auch das erste Spiel gegen die Haar Disciples. Für die Reds begann wieder José Mendoza auf dem Pitchers Mound und hinterließ einen deutlich souveräneren Eindruck als einige Tage zuvor gegen Mainz. Vier Innings hielt die Null, aber auch die Reds konnten gegen Disciples-Werfer Nick Miceli nicht punkten. Dann aber summierten sich Hits der Gäste, ein Walk und ein Error der Reds zur 0:1-Führung für Haar. Im 6. Inning übernahm Christoph Ehrich das Pitching mit zwei Runnern auf Base. Ehrich ließ zwei Hits zu und Haar war prompt mit 0:4 in Front. Offensiv hatten die Reds nichts zuzusetzen. Sowohl im 6. wie auch im 7. Inning brachte man zwar den Leadoff-Hitter auf Base, aber die entscheidenden und punkte-bringenden Hits blieben aus. Da an diesem Tag zwei Spiele direkt hintereinander und damit jeweils verkürzt ausgetragen wurden, war die Niederlage schon nach sieben Innings – letztlich mit 0:5 – besiegelt.

Im zweiten Spiel gerieten die Reds bereits im ersten Inning 0:3 in Rückstand. Dustin Ward pitchte insgesamt sechs Innings und nach den anfänglichen Schwierigkeiten dann gewohnt solide. Einige wenige Hits der Reds, darunter ein Double von Daniel Abiles und Singles von Xavi Gonzalez und Moritz Köhler, sowie mehrere Wild Pitches von Disciples-Werfer Norrell sorgten im sechsten Inning für den 3:3-Ausgleich. Der erste Sieg nach Wochen war für die Stuttgart Reds in Griffweite. Doch drei Walks und ein Wild Pitch der Reds-Werfer Dustin Ward und Robert Blesing erlaubten den Gästen im 7. Inning die erneute Führung – 3:4. Die Reds gingen in der Offensive leer aus und somit entschieden die Gäste auch das zweite Spiel für sich.

Am Freitag, 26. Mai 2023, ab 19 Uhr sowie am Samstag, 27. Mai 2023, ab 13 Uhr sind die Mannheim Tornados nächster Gegner der Stuttgart Reds, die trotz der Niederlagen-Serie Platz 4 der Siebener-Südgruppe halten (5 Siege, 7 Niederlagen). Die Mannheimer haben bislang 12 ihrer 13 Spiele verloren und zieren das Tabellenende.