OB Nopper empfängt Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart nach Gewinn der Deutschen Meisterschaft

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Stuttgart.| Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper hat die Volleyballerinnen des Allianz MTV Stuttgart heute empfangen und ihnen zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft gratuliert. Er sagte am Mittwoch, 17. Mai: „Ihr seid Meister. Ihr seid Kult. Ihr seid die sympathischen Sportbotschafterinnen unserer Stadt. Herzlichen Glückwunsch zur Deutschen Meisterschaft.“ Der Geschäftsführer des Allianz MTV Stuttgart, Aurel Irion, zeigte sich dankbar und stolz über die Einladung. Anschließend übergab OB Nopper den Spielerinnen jeweils ein Paar Stuggiletten als Geschenk mit Lokalkolorit. Zudem trat das Stadtoberhaupt mit ihnen auf den Rathausbalkon, damit sie von dort aus ihren Fans zuwinken konnten.

Die Stuttgarter Volleyballerinnen hatten am Samstag das entscheidende Spiel in Potsdam gewonnen. Damit gelang ihnen die Titelverteidigung. Den ersten Titel hatte der 2007 gegründete Verein bereits 2019 geholt. Auch auf europäischer Ebene präsentierte sich die Mannschaft stark: Sie kam in der Champions League bis ins Viertelfinale.


Gemeinsame Immobilie darf vor Scheidung nur ausnahmsweise versteigert werden

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Trennen sich Eheleute, sollten sie während des Scheidungsverfahrens auch regeln, ob sie eine gemeinsame Immobilie veräußern oder einer von ihnen sie übernimmt. Werden sie sich nicht einig, kann ein Ehegatte unter engen Voraussetzungen bereits während der Trennungszeit eine Zwangsversteigerung der Immobilie gegen den Willen der Partnerin bzw. des Partners durchführen. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf eine aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH XII ZB 100/22) hin.

Ein Ehepaar erwarb im Jahr 2017 ein Mehrfamilienhaus, das es mit seinen beiden Töchtern teilweise selbst nutzte und im Übrigen vermietete. Bereits im darauffolgenden Jahr zog der Mann aus und leitete die Scheidung ein. Da sich das Ehepaar über einen Verkauf der ihm gemeinsam gehörenden Immobilie auch drei Jahre nach der Trennung nicht einigen konnte, beantragte der Mann bereits vor Abschluss des Scheidungsverfahrens beim Amtsgericht die Zwangsversteigerung. Dagegen wehrte sich die Frau gerichtlich, kam damit aber nicht durch.

Laut der Entscheidung des BGH ist eine Teilungsversteigerung während eines laufenden Scheidungsverfahrens nur zulässig, wenn die antragstellende Person dringend auf ihren Anteil am Veräußerungserlös angewiesen ist und die Interessen der Ehepartnerin bzw. des Ehepartners und der gemeinsamen Kinder nicht überwiegen. Dabei sind sämtliche Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen. Im entschiedenen Fall wertete das Gericht die Interessen des Mannes höher. Dieser sei dringend auf den Erlös aus der Veräußerung angewiesen, da er von Sozialhilfe lebte und nicht in der Lage war, die auf der Immobilie abgesicherten Kredite zu bedienen. Dagegen würde für die Frau und die Kinder ein Umzug keine besondere Härte darstellen, zumal die Familie erst seit Kurzem im Familienheim lebte. Da die Eheleute schon länger als drei Jahre getrennt lebten, hatten sie auch genügend Zeit, sich auf eine Veränderung einzustellen.


Schwere Roboter für leichtes Arbeiten

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Seit 1992 ist Fanuc Deutschland in Neuhausen auf den Fildern beheimatet. Dort arbeitet das Unternehmen an Robotern, die Menschen bei schwerer Arbeit helfen – und dabei leicht zu bedienen sein sollen

Roboter soweit das Auge reicht. In gelb, grün und weiß stehen sie in einer großen Halle. Vom schweren Koloss, der in der Automobilindustrie große Teile bewegt bis hin zu einem Roboter, der eher einer Spinne gleicht und für die Lebensmittelbranche Pralinen sortiert. In der Fabrikautomation, also jener Branche, in der die Arbeit zunehmend von Maschinen automatisiert verrichtet wird und Menschen entlastet werden, ist vieles möglich. Und doch gibt es Stellschrauben, an denen gedreht werden muss. Neben flexibleren Einsatzmöglichkeiten sollen die Roboter zukünftig einfacher zu steuern sein: „Dafür müssen wir die Software weiter optimieren und intuitiver machen“, so Nils Tersteegen, Marketing-Leiter des Automatisierungsspezialisten Fanuc in Deutschland. Ein großes Thema, an dem das Unternehmen akribisch arbeitet.

Bisher ist es für Laien fast unmöglich, Roboter zu bedienen. Um effizient und ökonomisch zu arbeiten, braucht es gezielte Schulungen und Training. Gleichzeitig erschwert das momentan noch den Zugang zu Märkten außerhalb der Industrie – wie Handwerksbetrieben oder der Landwirtschaft. Dort sollen Roboter aber zukünftig das Arbeiten unterstützen. „Die Menschen werden älter, es gibt weniger Fachkräfte. Hier können unsere Roboter einen Beitrag leisten“, sagt Tersteegen. Gelingen soll dies mit bereits bestehenden Technologien, die Schritt für Schritt weiterentwickelt werden. Dazu gehören etwa Software-Programme, die frühzeitig den Verschleiß von Teilen erkennen und dadurch nötige Wartungs-Arbeiten melden, bevor es zu Ausfällen kommt.

Seit 1992 arbeitet Fanuc Deutschland in Neuhausen auf den Fildern an der Fabrikautomation. In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Zahl der Beschäftigten auf 475 verdoppelt. Das macht die Niederlassung in der Region Stuttgart inzwischen zur größten Europas. Zum Kerngeschäft gehört die Produktion von Industrie-Robotern für verschiedene Anwendungen und Branchen – etwa dem Karosseriebau, der Batteriemontage und der Lebensmittelindustrie. Aber auch Steuerungen für Werkzeugmaschinen und Maschinen hat das japanische Unternehmen im Angebot.

Fanuc ist die Stückzahl betreffend Marktführer in der Robotik und wird am Standort Neuhausen immer größer. Das hängt nicht zuletzt mit dem regionalen Umfeld zusammen: „Wir finden in der Region Stuttgart sehr gute Bedingungen vor. Die Verkehrs-Anbindung in Neuhausen ist ein großer Vorteil. Auch sind viele unserer Kunden im süddeutschen Raum angesiedelt und damit schnell zu erreichen“, gibt sich Marketing-Leiter Nils Tersteegen mit den Bedingungen am Wirtschaftsstandort Region Stuttgart zufrieden. Speziell Kundenbedürfnisse und Service-Leistungen seien bei technischen Produkten ein Schlüssel-Faktor: Schnelligkeit sei gefragt, wenn Roboter den Betrieb einstellen oder Installationen notwendig sind. Durch die verkehrsgünstige Lage und den Anschluss zum Autobahn- und Flugnetz sei dies jederzeit gewährleistet.

Und doch geht es bei Fanuc nicht nur um Geschwindigkeit. Stets spielt der Gedanke mit, die Sicherheit der Menschen, die täglich mit Maschinen und Robotern arbeiten, zu erhöhen. Ein Beispiel dafür lässt sich in einer weiteren Halle beobachten: Dort steht ein kleiner Roboter neben einer dröhnenden Spritzgussmaschine. Normalerweise müsste hier ein Mensch nach erfolgreicher Produktion von Kunststoffteilen in die heiße Maschine greifen, um etwa eine Werkzeug-Form im Inneren der Maschine auszutauschen. In diesem Fall findet der Austausch automatisiert statt. Mithilfe eines passenden „Greifers“ holt der Roboter eine Form aus der Maschine und setzt eine Neue ein. Ein Mitarbeitender kann sich währenddessen um die Einstellungen des nächsten Durchlaufs kümmern. Das spart Zeit und erhöht die Sicherheit der Beschäftigten.

Momentan baut Fanuc ein neues Technik-Zentrum in Neuhausen. Ab Sommer sollen dort ganze Komponenten aus Robotern, Steuerungen und Zubehören so aufgebaut werden, wie sie in den Produktionshallen von Automobilherstellern weltweit gebraucht werden. Das so genannte Technikum wird dann zum Treffpunkt von Ingenieur*innen, Fanuc-Mitarbeitenden und Geschäftspartner*innen, um an der besten Lösung für einen funktionierenden und automatisierten Ablauf zu tüfteln. Der Robotik gehört die Zukunft. Es bleibt spannend, wie sie in den Hallen der Firma Fanuc in Neuhausen auf den Fildern weiterentwickelt wird.


Finale in der Wasserball-Bundesliga

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Erstes Heimspiel im Freibad Hoheneck

Ludwigsburg.| Bei dem Spiel des SV Ludwigsburg gegen den OSC Potsdam am Samstagabend im Freibad Hoheneck geht es um Platz fünf in der Ersten Bundesliga und damit auch um die erneute Qualifikation für den Euro-Cup. Das Team hofft auf ordentlich Unterstützung der Fans am Beckenrand.

Noch einmal gewinnen, dann ist das wichtigste Saisonziel der Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer erreicht: Platz fünf und damit die erneute Qualifikation für den Euro-Cup, der im Herbst beginnt. Übermäßig viel zu sagen gibt es zu dieser Partie aus der Sicht des Ludwigsbur ger Nationalspieles Tobias Bauer nicht: „Wir wollen unbedingt am Samstag den Sack zumachen und uns das Ticket für Europa sichern.

“Auf der Facebook-Seite des Gegners OSC Potsdam heißt es: Ludwigsburg habe jetzt zwei Matchbälle. Der SVL hatte das Hinspiel in Potsdam am vorigen Samstag souverän – und, so die Orcas weiter, „verdient“ – gewonnen. Wenn Ludwigsburg jetzt am Samstag also mehr Tore schießt als Potsdam, dann ist die Sache erledigt. Sollte Potsdam die Partie aber gewinnen, dann findet gleich am Sonntagmittag das dritte, dann entscheidende Spiel statt. Man könnte sagen: Vorteil Ludwigsburg.

Der SVL-Trainer Marko Curic sagt mit einem Augenzwinkern, er hoffe, das Spiel am Samstag „ist das letzte der Saison“. Er gehe davon aus, dass alle Spieler bereit und „so motiviert sind“ wie beim Hinspiel in Potsdam, das Ludwigsburg mit 9:6 gewonnen hat. Am Montag dieser Woche sei die Mannschaft im Freibad Hoheneck in die Freibad-Saison eingestiegen, bis zum Anpfiff am Samstag um 18 Uhr wird unter freiem Himmel trainiert.

Das, so Curic, „könnte für uns ein Vorteil sein“. Denn Potsdam spiele kaum in Freibädern. Er hoffe zudem, so Curic weiter, dass viele SVL-Fans den Weg ins Freibad finden, zum ersten echten Heimspiel. Bis dato sind die Heimspiele immer im neuen Sportbad in Stuttgart ausgetragen worden. Für manche Fans war der Weg zu weit.

„Wir sind voll fokussiert“, erklärt der Ludwigsburger Kapitän Nino Blazevic, „und wollen die Best-of-Three-Serie möglich schnell beenden“ – sprich mit einem Sieg am Samstag. „Wir sind selbstbewusst, haben aber auch großen Respekt vor Potsdam, vor dem Team und dem Trainer.“ Ludwigsburg habe jedoch gezeigt, dass der OSC zu bezwingen sei, „wenn wir zusammenhalten“. Alle Spieler wollten wieder beim Euro-Cup dabei sein.

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt kurz und knapp: „Wir werden alles daransetzen, den ersten Matchball zu verwandeln, die Serie mit 2:0 zu gewinnen – und wieder europäisch mitmischen zu dürfen“.

Das Spiel gegen den OSC Potsdam am Samstag im Freibad Hoheneck wird um 18 Uhr angepfiffen und auf dem SVL-Youtube-Kanal live im Internet übertragen. Das eventuell nötige Spiel Nummer drei – ebenfalls im Freibad Hoheneck – würde am Sonntag um 12 Uhr angepfiffen.


Weiterhin hohe Nachfrage nach sozialer Wohnraumförderung

Das Programm des Landes zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus erfreut sich einer hohen Nachfrage. Für das im Jahr 2023 auf 463 Millionen Euro erhöhte Bewilligungsvolumen liegen bereits Anträge in voller Höhe vor. Im Jahr 2024 werden noch einmal rund 88 Millionen Euro mehr zur Verfügung stehen.

Das Programm des Landes zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus ist hoch attraktiv. Es stößt auch im Jahr 2023 auf ein derart großes Interesse, dass das Bewilligungsvolumen für das ganze Jahr in Höhe von 463 Millionen Euro bereits mit Anträgen belegt ist. Dies gab die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, am 17. Mai 2023 bekannt. „Trotz eines erneut deutlich erhöhten Bewilligungsvolumens kann es daher auch im Jahr 2023 in allen Förderlinien zu Verzögerungen bei der Bewilligung kommen.“

In allen Förderlinien, also sowohl in der sozialen Mietwohnraumförderung als auch in der Eigentumsförderung, können weiterhin Anträge gestellt werden. Diese werden auch von der L-Bank, die das Programm umsetzt, registriert und bearbeitet. In vielen Fällen wird die Bewilligung allerdings voraussichtlich erst im kommenden Haushaltsjahr erfolgen können. 2024 werden dann 551 Millionen Euro zur Verfügung stehen – noch einmal rund 88 Millionen Euro mehr als in diesem Jahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 standen für die soziale Wohnraumförderung 427 Millionen Euro zur Verfügung, in den Jahren davor waren es jeweils 250 Millionen Euro.

Förderprogramm passgenau weiterentwickelt

„Die anhaltend starke Nachfrage nach unserem Förderprogramm lässt mich hoffen, dass wir die im vergangenen Jahr eingeleitete Trendwende im sozialen Wohnungsbau verstetigen können, also auch in den kommenden Jahren mehr neue Sozialwohnungen schaffen als alte Sozialwohnungen aus der Bindung fallen“, so die Ministerin weiter. Grundsätzlich sei die rege Nachfrage nach dem Wohnraumförderprogramm des Landes ein gutes Zeichen, so die Ministerin. „Wir haben unser Förderprogramm im Jahr 2022 passgenau weiterentwickelt, um es attraktiv zu halten. Das ist uns gelungen“, so die Ministerin.

Die hohe Nachfrage, die bereits im Jahr 2022 eingesetzt habe, sei auch darauf zurück zu führen, dass sich die allgemeinen Rahmenbedingungen im frei finanzierten Wohnungsbau durch Preis- und Zinssprünge rapide verschlechtert haben und weitere Risiken drohen, erklärte die Ministerin. „Mietwohnungsbau ohne staatliche Förderung ist vielerorts offenbar kaum noch rentabel. Deshalb ist das Wohnraumförderprogramm die richtige Antwort in schwierigen Zeiten“, so Nicole Razavi.


Punkteteilung nach heißem Kampf in Bietigheim

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Im Duell Sechster gegen Dritter liefern Bietigheim und Eisenach den Fans in der EgeTrans Arena eine rassige Zweitligapartie, in die beide Teams alles investierten. Am Ende werden mit 31:31 (16:12) Toren die Punkte geteilt.

Was so ein Unentschieden doch für unterschiedliche Emotionen auslösen kann. Eisenach jubelt nach dem Ausgleichstreffer in letzter Sekunde durch Fynn Hangstein, kann einen 31:29-Rückstand noch ausgleichen. Die Emotionen bei den Gastgebern sind gedämpft. Bietigheim war näher dran am Sieg, hat aber in der Crunchtime nicht den spielentscheidenden Treffer setzen können. „Wir haben heute einen am Ende glücklichen Punkt geholt, den wir zuletzt beim Unentschieden in Balingen vielleicht noch unglücklich verloren haben“; bestätigte ThSV-Coach Misha Kaufmann.

Was die geteilten Punkte am Ende für beide Teams bedeuten könnten, darauf gibt es eventuell erst am letzten Spieltag eine Antwort. Weil N-Lübbecke zuhause gegen Nordhorn-Lingen verliert, erobert Eisenach zunächst den zweiten Tabellenplatz zurück. Die SG BBM hat den Rückstand auf Platz 2 um einen auf 5 Punkte verringern können. „Natürlich tut das am Ende weh, aber das ist Handball“, kommentierte Iker Romero den Spielausgang. „Aber ich bin heute stolz auf die Leistung meiner Jungs. So wie wir heute aufgetreten sind, das ist unser Weg.“ Am Samstag muss das Team des spanischen Trainers der SG BBM bei Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten ran.

In den 60 Minuten war am Mittwoch in der EgeTrans Arena alles drin, was den Handballsport für die Fans so attraktiv macht: Leidenschaftlicher Kampf, viele taktische Finessen, aber auch viele Klasse-Tore auf beiden Seiten. Den ersten Vorteil konnten sich die Schwaben erarbeiten. Iker Romero hatte seine Jungs taktisch ausgezeichnet auf die offensiven Deckungsvarianten der Thüringer Handballer eingestellt. Auffallend beispielsweise: Adressat der ersten Spielzüge war schulbuchmäßig Fabian Wiederstein am Kreis. Das 3:4 war Eisenachs letzte Führung im Spiel, Bietigheims Offensive gewinnt nach nervöser Anfangsphase in den 1-gegen-1-Duellen die ersten Vorteile. ThSV- Coach Misha Kaufmann bittet seine Spieler in der 23. Minute erstmals an die Seitenlinie. Alexander Velz hatte zuvor zum 12:10 die erste Zwei-Tore-Führung im Spiel überhaupt erzielt.

Bis zur Halbzeit folgte dann die vielleicht stärkste Bietigheimer Phase. Eine bewegliche Defensive legte Eisenachs Positionsangriff an die Kette. Was durchkam, wurde eine Beute für Torsteher Fredrik Genz, der am Ende mit 13 Paraden das Torhüterduell für sich entschied. Eisenach reagiert mit dem siebten Feldspieler. Dass es in diesem Verfolgerduell um viel ging, zeigt exemplarisch das harte Einsteigen von ThSV-Abwehrstratege Peter Walz in der 24. Minute gegen den starken Nikola Vlahovic – inklusive Nachspiel, Rudelbildung heißt das im Fußball. Die beiden Unparteiischen Jan und Manuel Lier reagierten zu spät auf die aufkommende Härte. Erstaunlich beispielsweise, was Dominik Claus ungeahndet einstecken musste.

Bietigheims 16:12-Führung zur Pause war hochverdient, bedeutete aber noch lange nicht die Vorentscheidung. Eine Phase mit zu vielen technischen Fehlern und Unkonzentriertheiten nutzt Eisenach eiskalt aus und kostet den Bietigheimern nach dem Seitenwechsel die Führung. ThSV-Spielmacher und Rekordtorschütze der Liga, Fynn Hangstein, markiert in der 47. Minute den 23:23-Ausgleich, was wiederum Iker Romero zur Auszeit veranlasst.

Und die SG BBM kann sich nach dem Ausgleich noch einmal sammeln, liegt nach dem Treffer von Fabian Wiederstein zum 28:26 wieder mit zwei vorne. Der starke Alexander Velz scheitert beim Stand von 30:28 an ThSV- Torsteher Johannes Jepsen, wenig später macht es Juan de la Peña zum 31:29 besser. Das glücklichere Spielende gehört den Gästen.

„Wir sind Zweiter, haben ein super Torverhältnis und jetzt alles in eigener Hand“, gibt Misha Kaufmann einen kleinen Einblick in die Thüringer Gemütslage, bei drei punktgleichen Teams im Kampf um den zweiten Platz und noch vier zu spielenden Partien in dieser Saison. Auch Iker Romeros Rechnung fürs Saisonfinale ist einfach: „Vier Spiele, acht Punkte. Das Optimale muss immer unser Ziel sein.“

SG BBM Bietigheim: Genz, Kanters; Vlahovic (5), Claus (3), Öhler, Schäfer (4/1), de la Peña (3), Wiederstein (5), Velz (4), Hejny (1), Bader, Clarius (1), Pfeifer (3), Kaulitz, Fischer (2).

ThSV Eisenach: Gorobtschuk, Jepsen; Reichmuth (1), Hangstein (8/2), Ulshöfer, Walz, Grgic, Hideg, Tokic (1), Sousa (4), Meyer, Donker (1), Schneibel (2), Snajder (5), Weyhrauch (5), Saul (4).

Spielverlauf: 3:4 (10.), 7:6 (17.), 12:10 (23.), 14:11 (28.), 16:12 (30.), 19:16 (35.), 23:21 (44.), 26:26 (53.), 30:28 (57.), 31:29 (59.), 31:31 (60.).
Zeitstrafen: Öhler (24.), Wiederstein (26.), Clarius (45.) – Snajder (7.), Walz (13., 24.), Weyhrauch (15.), Hideg (28.), Meyer (35., 56.)
Siebenmeter: 1/1 – 7/8
Schiedsrichter: Manuel Lier / Jan Lier (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 2502 (EgeTrans Arena Bietigheim)


Stuttgart feiert 30 Jahre Stuttgart-Lauf

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Stuttgart.| Der vom Württembergischen Leichtathletik-Verband (WLV) ausgerichtete 30. Stuttgart-Lauf findet mit verschiedenen Läufen am Samstag, 20., und Sonntag, 21. Mai, statt. Am Samstag gehen beim „Kid‘s Day“ zunächst die Kinder an den Start. Am Sonntag startet das Veranstaltungsprogramm um 8 Uhr, eine Stunde später, um 9 Uhr, gibt Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper den Startschuss für den beliebten Halbmarathon. Der WLV rechnet für das Wochenende mit über 10.000 Teilnehmenden.

Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, sagt: „Der Stuttgart-Lauf bringt Stuttgart und das Stuttgarter Rössle zum 30. Mal auf Trab. Er ist die größte Breitensportveranstaltung und der läuferische Höhepunkt in Stuttgart und der ganzen Region. Der Württembergische Leichtathletik-Verband macht ein großartiges Angebot frei nach dem olympischen Motto: Dabeisein ist alles!“ Der Gemeinderat fördert den Stuttgart-Lauf mit einem Zuschuss von 100.000 Euro.

Rechtzeitig zum Jubiläum wird der Lauf unter den Teilnehmenden wieder besser angenommen als im Vorjahr. Das zeigt der Blick auf die Meldezahlen. Aktuell stehen zum Meldeschluss über 10.000 Menschen in der Meldeliste. Eine deutliche Steigerung gegenüber 2022. Das Endergebnis lag damals inklusive aller Nachmeldungen bei 7700 Anmeldungen. Zum Stuttgart-Lauf 2023 kann man sich über das Online-Meldeportal noch bis 60 Minuten vor dem Start des jeweiligen Wettbewerbs nachmelden.

Nach wie vor laufen die Umbauarbeiten an der Haupttribüne der Mercedes-Benz Arena. Der Zieleinlauf liegt daher nicht wie gewohnt in der Mercedes-Benz Arena, sondern in der Mercedesstraße. Die Startunterlagen können in der SCHARRena abgeholt werden.

Am Samstag stehen beim traditionellen Kid‘s Day drei Wettbewerbe auf dem Programm. Ab 14 Uhr starten beim Bambini-Lauf Kinder des Jahrgangs 2017 und jünger, anschließend heißt es für die Jahrgänge 2008 bis 2017 „Auf die Plätze, fertig, los“ beim Minimarathon. Um 16 Uhr folgt der Handbike-Minimarathon für die Jahrgänge 2008 bis 2017.

Am Sonntag fallen nach dem ökumenischen Sonntagsgruß um 8 Uhr die Startschüsse zu sechs weitere Wettbewerben: für Handbike- und Rollstuhlfahrende die Distanz Halbmarathon, anschließend starten die Inlinerinnern und Inliner auf die Halbmarathon-Strecke, bevor um 9 Uhr der Halbmarathon und der Staffel-1/2- Marathon beginnen. Den Abschluss bilden um 11.30 Uhr der Kaufland 7 km-Lauf und der Walking-Wettbewerb.


Strom- und Gaspreise der Süwag sinken zum 1. Juli 2023 weiter

Frankfurt.| Der regionale Energieversorger Süwag senkt zum 1. Juli 2023 die Preise für Strom und Gas weiter. Der Grundversorgungstarif für Strom wird um rund sieben Prozent auf 43,50 Cent pro Kilowattstunde (brutto) gesenkt, der Grundpreis bleibt gleich bei 9,90 Euro im Monat. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 4.000 Kilowattstunden ergibt sich, ohne Berücksichtigung der individuell wirkenden Strompreisbremse, eine jährliche Ersparnis von 120 Euro.

Im Gas wird der Preis um rund 16 Prozent auf 14,8 Cent pro Kilowattstunde (brutto) herabgesetzt und der Grundpreis pro Monat liegt weiterhin bei 14,83 Euro. Hieraus resultiert, ohne Berücksichtigung der individuell wirkenden Gaspreisbremse, eine jährliche Ersparnis von 540 Euro bei einem Durchschnittsverbrauch von 20.000 Kilowattstunden.

Die Strompreise der Grundversorgung für Wärmepumpen und Speicherheizungen werden ebenfalls zum 1. Juli gesenkt. Über die Grundversorgung hinaus sinken auch für zahlreiche weitere Kunden mit individuellen Sonderverträgen die Preise deutlich. Die Kunden erhalten jeweils ein individuelles Preisinformationsschreiben mit ihren konkreten Vertragskonditionen.

„Nachdem wir unsere Preise bereits zum 1. April 2023 gesenkt haben, reagieren wir mit der zweiten Preissenkung weiter auf die gesunkenen Großhandelspreise“, betont Vorstandsmitglied Mike Schuler.


Topteams geben sich die Klinke in die Hand

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Auf die Handballfans in Bietigheim wartet am Mittwoch (19:30 Uhr) ein weiteres Schmankerl. Der Tabellendritte ThSV Eisenach gastiert in der EgeTrans Arena und die Schwaben wollen die Gelegenheit nutzen, den Abstand auf ein vor ihnen liegendes Team zu verkürzen.

Ein Alles-oder-Nichts-Spiel ist es nicht nur für die Mannschaft von Iker Romero, die ihre theoretischen Chancen auf Rang 2 noch ein Weilchen wahren will. „Ein Sieg in Bietigheim ist unabdingbar“, wird auch ThSV-Kreisläufer Ruben Sousa nach dem letzten Spiel zitiert. Die Wartburgstädter reisen mit der Empfehlung eines 25:25-Unentschieden bei Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten an. Weil aber fünf Spieltage vor dem Saisonfinale jeder Punkt zählt, sind der HBW und TuS N-Lübbecke die Profiteure des letzten Wochenendes. Balingen-Weilstetten hält durch das Remis den Abstand zu einem direkten Konkurrenten konstant, während N-Lübbecke durch einen Sieg im zweiten Spitzenspiel in Dessau-Roßlau in der aufstiegsrelevanten Tabelle an den Thüringern vorbeiziehen kann und den zweiten Tabellenplatz erobert.

Die SG BBM bleibt durch den denkbar knappen 36:37-Erfolg bei Schlusslicht Wölfe Würzburg in Lauerstellung. Für alle Tabellentheoretiker: Der Abstand zu Platz 2 bleibt unverändert bei sechs Punkten, da sich das Trio N-Lübbecke, Dessau-Roßlau und Eisenach am letzten Spieltag absolut punktgleich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 2 lieferten. Am Mittwoch hat die SG BBM die Chance, den Abstand auf eine weitere vor ihr liegende Mannschaft zu verkürzen – mehr aber auch nicht. Die Position von HBW Balingen-Weilstetten, am Samstag Gegner der SG BBM, bleibt trotz der schweren Aufgabe beim wiedererstarkten HSC Coburg ungefährdet.

Wie man Bietigheims Trainer kennt, wird der sich in der Vorbereitung auf die Eisenach-Partie solchen Gedankenspielen nicht hingeben. In bewährter Strategie fokussiert Iker Romero seinen Kader auf das, was die Schwaben selbst beeinflussen können. Allein das Heimspiel gegen den Tabellendritten wird eine Herkulesaufgabe. Bei der SG BBM wird der erkrankte Konstantin Poltrum weiter fehlen. Die zweite Torhüterstelle wird wie schon in Würzburg das 19-jährige Nachwuchstalent Jan Kanters einnehmen. Tom Wolf hofft optimistisch darauf, am Samstag in Balingen in den linken Rückraum zurückzukehren. Also wird Romero auf die Besetzung vom Freitag vertrauen.

In der Vorsaison belegten die Thüringer Handballer den undankbaren dritten Rang und auch in der aktuellen Saison setzt das Team des schweizerischen Trainers Misha Kaufmann mit aller Macht zum Sprung ins Oberhaus an. Eisenach beherrscht unter ihm eine ganze Reihe offensiver und defensiver taktischer Varianten, hat mit Fynn Hangstein den bislang erfolgreichsten Werfer der Saison (214/108) in seinen Reihen und mit Jannis Schneibel (152 Tore) einen weiteren Rückraumwerfer unter den Top-15 der Torschützenliste der 2. Liga. Aber auch die Positionen am Kreis und auf den Außen sind ausnahmslos gleichstark doppelt besetzt.

Es ist das Spiel der besten Abwehr gegen die beste Tormaschine der Liga. Eisenach kassiert im Schnitt lediglich 25 Gegentore pro Spiel. Die SG BBM stellt mit ihren 1025 Saisontoren, einem Schnitt von 31, die torreichste Offensive. Im Hinspiel konnte Bietigheim im Dezember mit einem 24:25-Erfolg in Eisenach überraschte, drehte mit einer ganz starken zweiten Hälfte einen 15:11-Pausenrückstand.


SVL räumt beim Triathlon in Steinheim ab

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Vier Ludwigsburger auf dem Podium

Gelungener Test für den Start der neuen Saison in der Zweiten Triathlon-Bundesliga! In zwei Wochen geht’s los. Jetzt am Sonntag beim MZ-Triathlon in Steinheim haben die SVL-Männer ordentlich abgeräumt. Die ersten drei Plätze gingen an Ludwigsburger Sportler. Bei den Damen hat Sophia Salzwedel Platz zwei geholt.

550 Meter schwimmen im Freibad, rund 20 Kilometern Radfahren und etwa fünf Kilometer Laufen: Beim Triathlon in Steinheim haben die Athleten des SVL abgeräumt. Die drei Ludwigsburger Zweit-Liga-Starter Julian Großkopf, Nils Friedrichs und Lasse Friedrichs sind beim letzten Test vor dem Beginn der Ligasaison auf den Plätzen eins, zwei und drei gelandet. Das Podium ganz in schwarz-gelb. Bei den Damen ist die SVL-Sportlerin Sophia Salzwedel Zweite geworden. Was für ein Tag für den SV Ludwigsburg.

Lasse sagt, „bei mir lief es besser als erwartet, vor allem beim Schwimmen“. Der Student ist der einzige Triathlet, der im Wasser die Sieben-Minuten-Grenze geknackt hat. Sein Bruder Nils habe sich beim Radfahren „völlig abgeschossen“ und war schlussendlich schneller. „Ich muss noch einiges nachholen“, aber das sei auch dem Jahresbeginn geschuldet, denn er habe zwei Monate lang nicht trainiert, erzählt Lasse nach dem Wettkampf. Mit Blick in Richtung Liga sagt er: „Das wird gut.“

Steinheim war ein sehr erfolgreicher Test vor dem Triathlon in Freilingen Ende Mai. Auch sein Zwillingsbruder Nils sagt, Steinheim war „ein guter Test“, er habe auf dem Rad vielleicht ein bisschen überpaced – aber rausgesprungen sei für ihn „ein sehr guter Platz zwei“. Die Schwimmzeiten „passen bei uns allen, das Radfahren ist auch gut – und beim Laufen macht dem Julian eh keiner was vor. Die Saison kann beginnen.“

Julian Großkopf ist die neue Verstärkung des Teams SVL in Liga Zwei, er könnte den Unterschied ausmachen. Wenn alle Ludwigsburger Triathleten gut und ohne größere Verletzungen durch den Sommer kommen, dann ist der Aufstieg in die Erste Bundesliga durchaus möglich. Kein Muss, sagen die Athleten, aber eine realistische Option.

Sophia Salzwedel hat in Steinheim als Zweite auf dem Podium der Damen die SVL-Farben hoch gehalten. Sie hatte sich spontan entschieden, an den Start zu gehen. Es sei ihr darum gegangen, ein gutes Schwimmen und Radfahren zu zeigen, an diesen beiden Disziplinen habe sie im Winter mit ihrem Coach Simon Schlichenmaier gearbeitet. Mit dem Ergebnis sein sie „sehr zufrieden“, und sagt: „Es war super schön von so vielen angefeuert zu werden und mit dem großen Team vom SVL den Tag zu verbringen.“ Auf dem Rad, sagt Sophia, sei für sie „definitiv noch Luft nach oben, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung“. Jetzt bereite sie sich auf ihr Debüt in der Zweiten Bundesliga vor, in der Liga tritt Sophia mit einem Zweitstartrecht für Freiburg an.

Beim MZ-Triathlon Steinheim waren insgesamt rund zwei Dutzend Sportlerinnen und Sportler des SV Ludwigsburg am Start. Auch der Zweit-Liga-Mann Cornelius Theus. Er ist allerdings mit einer Zerrung in der linken Wade ins Rennen gegangen, die er sich erst am Vortag zugezogen hatte. Motto: kleiner Test, nur „Swim and Bike“, das Rennen weg lassen, keinesfalls ein Risiko eingehen für die kommenden Wettkämpfe. Deshalb steht im Ergebnisprotokoll hinter seinem Namen DNF, Did Not Finish.