Ex-Weltklassespieler wird SVL-Trainer

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Ludwigsburg.| Diese Neuverpflichtung kann man durchaus als spektakulär bezeichnen: Ein ehemaliger Weltklassespieler und Ex-Nationaltrainer von Mexiko wechselt vom SV Würzburg zum SV Ludwigsburg. Raul de la Pena steht von Anfang August an am Beckenrand und trainiert den Bundesligisten aus der Barockstadt.

Seine Vita ist beeindruckend: Raul de la Pena war acht Jahre lang Nationalspieler in seinem Heimatland Mexiko und später, ebenfalls acht Jahre lang, deutscher Nationalspieler. Er hat gut 150 Spiele für Mexiko gemacht und mehr als 200 für Deutschland. Mit dem deutschen Top-T eam Spandau hat der heute 57-Jährige mehrmals dem Meistertitel geholt, er war 1988 mit den Berlinern einmal Europameister der Landesmeister.

Dieser Mann wird von August an die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer trainieren. Er war zweimal für Deutschland bei Olympia: 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta. Mittlerweile habe er knapp 20 Jahre Erfahrung als Trainer, erzählt Raul de la Pena. Er war unter anderem 13 Jahre lang Nationaltrainer in Mexiko. Seine bis dato letzten Stationen seit der Rückkehr nach Deutschland vor rund vier Jahren: das Zweitliga-Team Fulda und der SV Würzburg in der Gruppe B der Ersten Liga. Jetzt also der Wechsel zum aufstrebenden Traditionsverein in der Barockstadt.

Der ehemalige Weltklassespieler hat sich mit der Vereinsführung des SVL geeinigt und sagt, er werde zum Trainingsbeginn am 1. August in Ludwigsburg am Beckenrand stehen. Wann genau er komplett ins Schwabenland umzieht, sei indes noch nicht klar. Er müsse eine Wohnung für sich, seinen 18-jährigen Sohn Mauricio und seine Frau Ana Laura finden.

Die ältere Tochter Mariana studiert in Frankfurt BWL. Zudem habe er eine Kündigungsfrist einzuhalten, denn bis dato arbeitet de la Pena nicht nur als Trainer, sondern auch als Angestellter in einer Großhandelsgesellschaft. In Ludwigsburg – so der Plan – soll der Deutsch-Mexikaner ausschließlich als Trainer arbeiten, mit der erste Mannschaft in der Bundesliga und im Nachwuchsbereich.

Was ist drinnen für den SVL? In der Liga und im internationalen Geschäft? Er wolle mit seinem neuen Team „so weit wie möglich nach vorne kommen“, de la Pena spricht zunächst mal von Platz vier in der Tabelle. Und beim Euro Cup gelte es, mitzuhalten mit den Spitzenmannschaften. Ludwigsburg hat in den vergangenen Tagen bereits zwei top Neuzugänge für die neue Saison vermeldet: der deutsche Jungendnationalspieler Emmanouil Petikis kommt vom SSV Esslingen, der slowakische Nationalspieler Timotej Filo von Neukölln.

Er habe mit Würzburg vor zwei Jahren gegen den SVL gespielt, erzählt de la Pena, „wir hatten keine Chance“ – der SVL sei eine „sehr gute Mannschaft“. Mit seiner Tätigkeit in Würzburg sei er zufrieden, aber die Anfrage aus Ludwigsburg hat offenbar den Ehrgeiz des Manns aus Mittelamerika geweckt. Er freue sich riesig, dass er „nach mehr als 20 Jahren“ nun wieder bei einem Verein in der A-Gruppe der Bundesliga arbeiten wird. Sein bis dato letztes Gastspiel in der top Gruppe hatte er noch als Spieler – beim Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04.


News vom SGV Freiberg Fußball

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Filimon Gerezgiher bleibt beim SGV Freiberg Fußball.

Der 23-jährige, offensive Mittelfeldspieler hat seinen ursprünglichen und auch schon bekanntgegebenen, Wechsel verworfen und nun doch seinen Vertrag beim SGV Freiberg Fußball verlängert. Filimon kam in der Winterpause 2023 vom Ligakonkurrenten VfB Stuttgart II an den Freiberger Wasen, hatte 10 Regionalligaeinsätze und erzielte dabei 2 Tore. Wir freuen uns, dass er dem SGV erhalten bleibt.

Kangmin Choi kommt aus der Regionalliga Nord.

Mit dem 30-jährigen, offensiv variabel einsetzbaren Südkoreaner, gewinnt der SGV einen, in 95 Regionalligabegegnungen erfahrenen, Spieler. Er wechselt vom Regionalliga Nord-Ligisten Eintracht Norderstedt für den er, inkl. Landespokal und DFB-Pokal insgesamt 111 Spiele absolvierte. Choi wollte wieder in den Süden um näher an seiner Familie zu sein, die in Karlsruhe lebt, wo sein Bruder beim KSC in der 2 Liga spielt.

Eric Gründemann kommt vom VfB Lübeck

Der 24-jährige, 1,86 große Torhüter kommt vom VfB Lübeck aus der Regionalliga Nord, mit dem er in der letzten Saison den Aufstieg in die 3. Liga erreichte. Für Lübeck (30) und den SV Elversberg (4) hatte er insgesamt 34 Regionalliga-Einsätze. Ausgebildet wurde er beim 1. FC Magdeburg und bei Eintracht Frankfurt. Für beide Clubs hatte er insgesamt 52 Junioren Bundesliga-Einsätze.


Porsche, MHP und VfB Stuttgart AG unterzeichnen Grundsatzpapier

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  • Die Porsche AG, die Management- und IT-Beratung MHP und der VfB Stuttgart unterzeichnen Grundsatzpapier für Zusammenarbeit im Bereich Sponsoring
  • Porsche und MHP planen unterschiedliche Sponsoringpakete
  • MHP soll unter anderem die Namensrechte an der Fußball-Arena erhalten
  • Porsche möchte sich mit „Turbo für Talente“ insbesondere im Bereich der Nachwuchsförderung engagieren
  • Darüber hinaus prüfen VfB und Porsche eine mögliche Beteiligung von Porsche an der VfB Stuttgart AG

Stuttgart.| Aus der Region und für die Region – unter diesem Leitgedanken wollen die Porsche AG und ihre Tochtergesellschaft MHP eine langjährige Partnerschaft mit dem VfB Stuttgart eingehen. Gemeinsam unterzeichneten die Parteien heute ein Grundsatzpapier für eine Zusammenarbeit im Bereich des Sponsoring. So plant Porsche mit seinem Programm zur Jugendförderung „Turbo für Talente“, offizieller Partner der Fußballjugend und Fußballschule zu werden. Die Management- und IT-Beratung MHP wiederum soll die Namensrechte der Arena erhalten. Zudem möchte das Unternehmen Team- und Fairplay-Partner des VfB Stuttgart werden – unter anderem in den Bereichen CSR, Frauenfußball, Akademie, Leichtathletik oder eSport.

Zusätzlich zu den Sponsoringpaketen sind der VfB und Porsche im Austausch über eine mögliche Beteiligung von Porsche an der VfB Stuttgart AG.

„Der VfB Stuttgart ist der größte Verein am Stammsitz unseres Unternehmens. Uns eint eine große Tradition und wir sind beide tief in der Region verwurzelt. Gemeinsam mit MHP wollen wir unseren Teil dazu beitragen, die Zukunft des VfB möglichst erfolgreich zu gestalten“, sagt Lutz Meschke. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Vorstand für Finanzen und IT bei Porsche betont: „Mit der heute vorgestellten umfassenden Sponsoringpartnerschaft des Porsche-Konzerns mit dem VfB möchten wir ein langfristiges Bekenntnis abgeben. Dabei ist uns wichtig, dass wir dies im engen Schulterschluss mit unseren Kollegen von Mercedes machen. Das heißt: Wir kommen nicht etwa, um jemanden zu ersetzen. Vielmehr ist es unsere Absicht, die Kräfte zu bündeln – aus der Region und für die Region.“

Besonders am Herzen liegt Meschke die Förderung des Fußballnachwuchses. „Die exzellente Jugendarbeit hat den VfB groß und stark gemacht. Sie wird auch in Zukunft darüber mitentscheiden, wie sich der VfB im Profifußball weiterentwickelt. Bei ‚Turbo für Talente‘ geht es uns um mehr als die sportliche Seite. Ebenso wichtig ist uns die schulische Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und um ein Wertegerüst, das wir ihnen für das Leben auf und neben dem Platz mitgeben.“

Für MHP mit Firmensitz in Ludwigsburg wäre die Partnerschaft mit dem VfB Stuttgart die logische Erweiterung seiner bisherigen Sponsoringaktivitäten in der Region Stuttgart. Dr. Ralf Hofmann, Mitgründer, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung, spricht von einem „regionalen Engagement mit nationaler und internationaler Strahlkraft“. Die Management- und IT-Beratung ist unter anderem bereits Namensgeber der MHPArena in Ludwigsburg, Heimat des Basketball-Bundesligisten MHP Riesen. „Mit unserem geplanten Engagement wollen wir erneut gesellschaftliche Verantwortung übernehmen in unserer Heimatregion. Gleichzeitig ist die Umbenennung des ehemaligen Gottlieb-Daimler-Stadions in MHPArena sicherlich ein nationaler Leuchtturm für unser Unternehmen, der unsere Marke zusätzlich emotionalisiert und unseren Wachstumskurs unterstützt“, sagt Hofmann.

„Die Top-Arbeitgeber und Weltmarken Mercedes-Benz, Porsche und MHP gemeinsam beim VfB – mehr geht nicht. Damit wollen wir das größte Paket in der Geschichte des VfB Stuttgart schnüren. Porsche und MHP sind faszinierende, erfolgreiche Unternehmen mit enger Bindung an unsere Region. Sie erweitern unseren Handlungsspielraum, wobei für alle Beteiligten klar ist, dass für den VfB vorrangig die wirtschaftliche Stabilisierung nach der existenziell bedrohlichen Corona-Zeit sowie Investitionen in strategische Handlungsfelder im Vordergrund stehen“, sagt der VfB-Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle.


Streichsbier geht, Wagner kommt, Balitsch wird Chefcoach

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Nach neun Jahren beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wechselt Guido Streichsbier, zuletzt Coach der deutschen U 19-Nationalmannschaft, in die Bundesliga. Zur neuen Saison wird der 53-Jährige neuer Co-Trainer von Gerardo Seoane bei Borussia Mönchengladbach.

Im Zuge dessen übernimmt Hanno Balitsch, bislang Co-Trainer der U 20, ab September die neue U 18-Nationalmannschaft. Den dadurch freiwerdenden Platz im U 20-Trainerteam von Hannes Wolf wird zur neuen Saison Sandro Wagner einnehmen.

Beim DFB trainierte Streichsbier verschiedene U-Nationalmannschaften. Der Ex-Profi des Karlsruher SC, der sich einen exzellenten Ruf als Experte im Nachwuchsfußball erarbeitet hat, sagt zu seinem Wechsel: “Ich bin stolz und dankbar, dass ich neun Jahre für den DFB arbeiten durfte. In dieser Zeit konnte ich an vielen Turnieren als Trainer und Scout teilnehmen. Jedes meiner mehr als 80 Länderspiele war für mich etwas Besonderes. Ein besonderer Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit geht an die jeweiligen Sportdirektoren Hansi Flick, Horst Hrubesch, Joti Chatzialexiou und Oliver Bierhoff sowie an die vielen DFB-Kolleg*innen, die ich kennen und zu schätzen gelernt habe. Nun darf ich bei der Borussia in Mönchengladbach, einem sehr traditionsreichen Klub, eine neue Herausforderung angehen, auf die ich mich sehr freue.”

Zum Wechsel Streichsbiers sagt Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter der Nationalmannschaften: “Mit Guido verlieren wir neben einem hervorragenden Trainer auch einen besonderen Menschen – für uns ein herber Verlust, für die Bundesliga ein wirklicher Gewinn. Guido hat in seiner Zeit beim DFB als Trainer nicht nur unsere Talente weiterentwickelt und zur FIFA Weltmeisterschaft 2017 geführt, sondern mit seinen Projektideen die Talententwicklung in Deutschland maßgeblich vorangetrieben – zum Beispiel als Initiator des “Mittelfeld”-Positionsprogramms. Seine Fachkompetenz, seine Akribie und seine Identifikation mit den U-Nationalmannschaften und dem DFB suchen ihresgleichen. Wir gratulieren Borussia Mönchengladbach zu dieser Verpflichtung und wünschen Guido persönlich wie beruflich alles, alles Gute!”

Für Hanno Balitsch bedeutet die Übernahme des Cheftrainerpostens der neuen U 18 den nächsten Schritt in seiner Trainerkarriere. Der Inhaber der UEFA Pro Lizenz begleitete ab Januar 2017 verschiedene U-Nationalmannschaften als Co-Trainer. Mit dem Auftaktlehrgang im Oktober wird Balitsch dann das Team des Jahrgangs 2006 coachen. “Ich freue mich riesig auf die Aufgabe und bin stolz, dass der gemeinsame Weg meiner Entwicklung innerhalb des DFB eine neue Stufe erreicht”, sagt Balitsch. “Besonders bedanken möchte ich mich bei den Verantwortlichen um Joti Chatzialexiou, die mir vor mehr als sechs Jahren diesen Weg skizziert und mich in dieser Zeit gefördert und unterstützt haben.”

Chatzialexiou: “Dass wir mit Hanno einen Trainer aus unserem eigenen Team als Nachfolger von Guido präsentieren können, freut uns besonders. Bereits 2017 haben wir in ihm ein herausragendes Trainertalent erkannt und sind gemeinsam angetreten, voneinander zu lernen und ihn auf dem Weg ins Trainergeschäft eng zu begleiten. Wir hatten immer die Idee, ihn zu gegebener Zeit bei uns als Cheftrainer einzubinden. Dieser Zeitpunkt ist nun gekommen, und wir freuen uns auf einen tollen Trainer und hervorragenden Menschen, der höchste Ansprüche an sich und sein Umfeld hat und den unbedingten Willen vorlebt, sich stets zu verbessern. Er wird unsere Talente gemeinsam mit seinem Trainerteam weiterbringen.”

Gewissermaßen eine Rückkehr zum DFB ist für Sandro Wagner sein Wechsel ins Trainerteam von U 20-Cheftrainer Hannes Wolf. Wagner, U 21-Europameister von 2009, kommt, nachdem er in der abgelaufenen Saison die SpVgg Unterhaching als Trainer zum Aufstieg in die 3. Liga führte, als dreimaliger Deutscher Meister und zweimaliger DFB-Pokalsieger zurück zum Verband. Er absolvierte acht Länderspiele, gewann mit der deutschen Nationalmannschaft 2017 den Confederations Cup und war zudem bereits im Stürmer-Programm des DFB als Trainer aktiv.

“Nach meinen ersten Jahren als Trainer ist dies der perfekte nächste Schritt für mich”, so Wagner. “Beim DFB werde ich neue Einblicke bekommen, die mir bei meiner persönlichen Weiterentwicklung helfen werden. Ich freue mich auf eine hochinteressante Aufgabe, bei der ich mein vorhandenes Wissen einbringen kann, um Toptalente in deren Entwicklung bestmöglich zu begleiten. Der DFB steht für eine erfolgreiche Jugendarbeit – das sieht man nicht zuletzt daran, dass sich die U 17 und die U 21 aktuell Europameister nennen dürfen. Ich danke dem DFB für diese Chance und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Cheftrainer wie Hannes Wolf, von dem ich viel lernen kann. Zudem ist es mir im Sinne unserer Nachwuchsförderung ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit den DFB-Trainern um Hermann Gerland, Hanno Balitsch und Hannes Wolf deutschlandweit Fortbildungen zur Bedeutung und Durchführung von Spielformen im Kinder- und Jugendtraining anzubieten.”

Chatzialexiou daran anschließend: “Mit Sandro konnten wir eine herausragende Persönlichkeit gewinnen und von unserem Weg überzeugen. Ich kenne ihn bereits aus seiner Zeit in den U-Nationalmannschaften und bin von ihm als Mensch restlos überzeugt. Dass er zudem ein Trainer ist, der Spieler persönlich voranbringen kann, hat er auf seiner ersten Trainerstation nachgewiesen. Unser Kontakt ist nie abgerissen, und zu Beginn einer vielversprechenden Trainerkarriere ist es unser Bestreben, ihn auf seinem Weg zu begleiten und die nächsten Schritte gemeinsam zu gehen. Sowohl die Spieler in ihrer Entwicklung als auch das ‘Team DFB’ werden von ihm, seiner Erfahrung und seinen Ansichten profitieren. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.”


Regionalligist schreibt Kaderbildung fort

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Marcel Sökler wechselt zum FC 08 Villingen

Der SGV Freiberg Fußball verabschiedet sich von seinem Kapitän. „Marcel“ absolvierte 186 Spiele für Freiberg und erzielte dabei 140 Tore! Wir erinnern uns an besondere Momente, wie seinen entscheidenden Treffer in letzter Sekunde der Saison 2021/22, der dem SGV den Aufstieg in die Regionalliga SW brachte. In der vergangenen Regionalliga-Saison schoss er 9 Tore für den SGV und führte die Mannschaft zuletzt als Kapitän zum Ligaerhalt.

Der SGV begrüßt Linus Weik in Freiberg

Der 18-jährige, 1,77 große, Linus Weik wird ebenfalls Teil des SGV-Kaders. Der Verteidiger kommt aus der Hoffenheimer Jugendakademie, in der er sehr gut ausgebildet wurde. Er stammt aus Heilbronn und möchte beim SGV seine ersten Schritte im Herrenbereich gehen.


Ein neues Bürgerbeteiligungsportal für die Stadt

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Stuttgart.| Der Gemeinderat hat am Donnerstag, 22. Juni, einstimmig den Relaunch des städtischen Bürgerbeteiligungsportals „Stuttgart – meine Stadt!“ beschlossen. Ziel ist eine moderne, ausbaufähige Plattform mit innovativen Beteiligungsformaten.

Das derzeitige Beteiligungsportal ist seit 2015 unter www.stuttgart-meine-stadt.de online. In mehr als acht Jahren haben sich Technologien, Mediennutzung und Design-Standards stark weiterentwickelt.

Stuttgarts Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer sagte zur Entscheidung des Gemeinderats: „Mit dem Relaunch des Portals wollen wir das nächste Kapitel im Bereich der Online-Bürgerbeteiligung aufschlagen. Es soll noch unkomplizierter und einfacher werden, sich bei städtischen Projekten einzubringen. Das wollen wir durch ein modernes und intuitives Beteiligungsportal erreichen, bei dem wir den Ansatz von „mobile first“ in den Vordergrund rücken.“

Online-Bürgerbeteiligung soll unkompliziert sein

Im Fokus der Entwicklung steht vor allem die Nutzerfreundlichkeit. Das neue Beteiligungsportal soll leicht und intuitiv handhabbar sein. Außerdem sollen Projekte transparenter und informativer aufbereitet werden. Die bestehenden Beteiligungsmodule sollen weiterentwickelt und durch weitere ergänzt werden, um mehr Möglichkeiten zur Teilnahme zu bieten.

Das Beteiligungsportal soll eine übersichtliche Navigationsstruktur und Informationsarchitektur erhalten. Der Service für die Nutzeraccounts soll erweitert werden, dazu gehören ein niedrigschwelliger LogIn, eine Personalisierung nach Themen und eine Benachrichtigungsfunktion. Die Menschen sollen sich schnell und unkompliziert einbringen können und das einfach von zu Hause oder unterwegs.

Aktuell werden die Konzeption für das neue Portal erarbeitet und die Ausschreibungen für Design und Technik vorbereitet. Das neue Beteiligungsportal soll Mitte bis Ende 2025 online gehen. Das Projekt wird von der Abteilung Kommunikation, dem Amt für Digitalisierung, Organisation und IT (DO.IT) und der Koordinierungsstelle für Bürgerbeteiligung umgesetzt.
Auf „Stuttgart – meine Stadt!“ sind aktuell etwa 6.100 Nutzerinnen und Nutzer registriert. Rund 380 Projekte sind auf dem Portal eingestellt.


Bergwachten retten Wanderer in der Nähe des Knoll-Denkmals

Die Bergwacht Geislingen-Wiesensteig und ein Rettungsspezialist Helikopter (RSH, Luftretter) der Bergwacht Göppingen retteten einen Wanderer oberhalb der Geislinger Steige in der Nähe des Knoll-Denkmals.
Geislingen, 25.06.2023.| Bei einer Wanderung mit seinen Freunden rund um Geislingen auf dem Weg zum Knoll-Denkmal bekam ein 33- jähriger Mann aufgrund einer Vorerkrankung massive gesundheitliche Probleme. Die Freunde reagierten schnell und setzten einen Notruf ab. Notarzt, Mitarbeitende des Rettungsdienstes und Einsatzkräfte der Bergwacht Geislingen-Wiesensteig übernahmen die medizinische Versorgung des Patienten. Aufgrund der schwerwiegenden Erkrankung und des komplizierten Abtransportes mit der Gebirgstrage in dem extrem steilen Gelände wurde der Hubschrauber „Bussard“ der Polizei Baden-Württemberg für eine Windenrettung angefordert

Die Bergwacht Göppingen feierte zeitgleich bei ihrer Rettungsstation Schafhaus bei Weißenstein ihr 85-jähriges Jubiläum. Auf dem Programm stand auch eine Luftrettungsvorführung zusammen mit einem Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel. Diesem glücklichen Umstand war es zu verdanken, dass der Hubschrauber mit einem Luftretter der Bergwacht Göppingen bereits wenige Minuten nach Anforderung über der Einsatzstelle eintraf und der Luftretter zu dem schon für den Luftabtransport vorbereiteten Patienten sofort abgelassen werden konnte. Ohne Verzögerung nahm der Luftretter den im Luftrettungsbergesack sicher verstauten Patienten zu sich an den Haken und beide, Patient und Luftretter wurden zur nahe gelegen Straubmühle geflogen. Während der Patient für den Weitertransport im Rettungswagen in die Klinik vorbereitet wurde, flog der Helikopter auch noch einen weiteren Luftretter zusammen mit dem Notarzt aus, damit dieser die medizinische Versorgung des Patienten weiterführen konnte. Dieser wurde dann vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht.

Die Dramatik dieses Einsatzes verdeutlicht der Facebook-Eintrag auf der Facebookseite der Bergwacht Geislingen-Wiesensteig: „Ich danke Ihnen allen von Herzen, dass Sie meinem Mann gestern das Leben gerettet haben!! Er ist mittlerweile stabil und liegt auf der “normalen” Station an der Uni. Vielen vielen herzlichen Dank von mir, seinen Eltern, Bruder, Familie und allen unseren Freunden für Ihren Einsatz!”


Wohnungseigentümer dürfen nicht eigenmächtig umbauen

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Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer dürfen gemeinschaftliches Eigentum erst baulich verändern, wenn dies die Eigentümergemeinschaft beschlossen hat oder der Beschluss durch ein Gerichtsurteil ersetzt wurde. Auch wenn niemand sonst von der Baumaßnahme betroffen ist, ist eigenmächtiges Bauen untersagt. Die Wüstenrot Bausparkasse AG weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH V ZR 140/22) hin.

Im entschiedenen Fall bestand eine Wohnanlage aus zwei Doppelhaushälften, die auf einem gemeinschaftlichen Grundstück standen. Die Eigentümer einer Doppelhaushälfte wollten auf einem Grundstücksteil, der ihnen als Sondernutzungsrecht zugewiesen war, einen Swimmingpool errichten. Sie begannen mit dem Bau, ohne zuvor einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft dazu herbeizuführen. Sie waren nämlich der Auffassung, die Eigentümerin der anderen Doppelhaushälfte sei von der Baumaßnahme nicht betroffen und könne daher keine Einwendungen dagegen erheben. Diese zog jedoch vor Gericht, das einen Baustopp verfügte.

Der Bundesgerichtshof entschied abschließend, dass der geplante Swimmingpool eine bauliche Veränderung des gemeinschaftlichen Eigentums darstellt, die erst zulässig ist, nachdem die Eigentümergemeinschaft dies mehrheitlich beschlossen hat. Ein Beschluss wäre nur entbehrlich gewesen, wenn es sich um eine Instandsetzung gehandelt hätte oder die Gemeinschaftsordnung die bauliche Veränderung ohne Beschluss gestattet hätte.

Zwar können Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer laut dem Urteil des Gerichts verlangen, ihnen eine bauliche Veränderung zu gestatten, wenn die anderen Wohneigentümer der gleichen Wohnanlage davon nicht betroffen sind. Verweigere eine Eigentümergemeinschaft eine gewünschte bauliche Veränderung ohne ausreichenden Grund, könnten die bauwilligen Eigentümer den Beschluss gerichtlich ersetzen lassen. Ohne positiven Beschluss oder eine ersatzweise gerichtliche Entscheidung, welche die Bauwilligen herbeizuführen hätten, dürften sie aber nicht bauen, verfügten die Richter.


Peter Pätzold erneut zum Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt gewählt

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Stuttgart.| Peter Pätzold bleibt Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt. Im Gemeinderat erhielt er 32 von 60 Stimmen. Gezählt wurden 27 Gegenstimmen sowie eine Enthaltung. Pätzold hatte sich als einziger Kandidat der Vollversammlung vorgestellt. Zu seinem Geschäftskreis gehören das Amt für Umweltschutz, das Amt für Stadtplanung und Wohnen sowie das Baurechtsamt.

In seiner Rede vor dem Gemeinderat sagte er unter anderem: „In den letzten acht Jahren haben wir entscheidende Schritte gemacht, um unsere Stadt zu einer nachhaltigen Stadt zu entwickeln. Ob nachhaltige Mobilität, Energiewende, gemischte und soziale Quartiere, Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, Umweltschutz oder Klimaschutz. Wir haben die Themen und Aufgaben angepackt und umgesetzt. Dafür wurde Stuttgart 2022 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.“ Und weiter: „Wir sind frühzeitig in die Energiewende eingestiegen. Unterstützt von vielen kommunalen Förderprogrammen, unseren Stadtwerken, aber auch mit dem Aktionsplan „Weltklima in Not“ mit dem 200 Mio. EUR Programm und dem neuen Energieerlass haben wir Maßstäbe gesetzt. Im letzten Jahr haben wir unsere Ziele noch einmal deutlich höhergesteckt und gemeinsam den Beschluss gefasst bis 2035 klimaneutral zu werden. Zurecht haben wir deshalb dieses Jahr vom Land Baden- Württemberg den „Leitstern Energieeffizienz 2023“ verliehen bekommen.“ Zur Stadtplanung führte er aus, dass das gemischte Quartier mit bezahlbarem Wohnraum zum Standard sei. „Dies ist verbunden mit Energie- und Mobilitätskonzepten, sozialen und kulturellen Bausteinen, Konzeptvergabe von Grundstücken, Wettbewerbsverfahren und Beteiligungsprozessen. Zwei unserer Projekte wurden beim „Deutschen Städtebaupreis 2023“ ausgezeichnet: Das Olgaareal für die bauliche, ökologische und soziale Qualität und der Rahmenplan Rosenstein für seine klimaangepasste und resiliente Qualität.“ Abschließend führte er aus: „Stuttgart ist schön! Stuttgart geht in vielem voran! Aber wir reden diese, unsere Stadt oft zu schlecht. Wer mich kennt, weiß, das tue ich nicht und das werde ich auch in Zukunft nicht tun. Es gibt nichts Schöneres und Wichtigeres als unsere Stadt Stuttgart mitzugestalten, umzubauen und in ihr zu leben. Ich mag diese Stadt, ich arbeite gerne für diese Stadt und ihre Menschen.“

Pätzold ist seit 2015 Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt

Peter Pätzold wurde am 16. Juli 1968 in Nürtingen geboren. Sein Vater war Bürgermeister in Oberschwaben. Zum Studium von Architektur und Stadtplanung kam Pätzold 1989 nach Stuttgart. Das Studium an der Universität Stuttgart schloss er 1998 als Diplom‐Ingenieur Architektur ab. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als angestellter Architekt, von 2001 bis 2015 war er als Freier Architekt selbstständig.

Von 2001 bis 2004 war Pätzold Mitglied des Bezirksbeirats Stuttgart‐Süd für Bündnis90/Die Grünen, von 2001 bis 2011 war er in dem Stadtbezirk Sprecher des Ortsverbandes seiner Partei. Peter Pätzold war von September 2004 bis zu seinem Ausscheiden 2015 Mitglied des Gemeinderats der Landeshauptstadt Stuttgart, im Juli 2011 wurde er zum Fraktionsvorsitzenden seiner Fraktion gewählt und nach der Kommunalwahl 2014 in dieser Funktion bestätigt.

Als Stadtrat war Pätzold unter anderem Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Technik, des Verwaltungsausschusses, des Reform‐ und Strukturausschusses, des Sportausschusses sowie der Unterausschüsse Konzessionsvergabe und NeckarPark. Zudem vertrat er die Stadt im Aufsichtsrat der Stadtwerke Stuttgart GmbH und im Aufsichtsrat der Stuttgarter Wohnungs‐ und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG).

Am 18. Juni 2015 wählte ihn der Gemeinderat zum Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, wie der Geschäftskreis zu dieser Zeit noch hieß. Sein Amt als Beigeordneter trat er am 1. September 2015 als Nachfolger von Matthias Hahn an, der es von 1996 bis 2015 innehatte. Der damalige Oberbürgermeister Fritz Kuhn verabschiedete Pätzold am 29. Juli 2015 offiziell aus dem Gemeinderat und überreichte ihm die Erinnerungsmedaille in Gold, aus dem Gremium schied Pätzold mit Antritt seines Amtes als Beigeordneter aus.

Peter Pätzold ist verheiratet, Vater zweier Kinder und lebt in Stuttgart‐Süd. Er ist begeisterter Radfahrer.


Brandgefährliche Fehlwürfe in der Mülltonne

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In Anbetracht der aktuell anhaltend hohen Temperaturen weist die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg (AVL) darauf hin, dass Fehlwürfe in Mülltonnen gefährlich werden können. So landen im Sommer beispielsweise immer wieder mal Reste von Grillkohle in der Restmülltonne. Dafür muss die Kohle aber unbedingt komplett erloschen sein. Dies funktioniert am besten unter Zuhilfenahme von Wasser. Gibt es noch Glutreste, dann kann dies schnell zu einem Schwelbrand in der Tonne führen. Auch Aschereste und Lithium-Ionen-Akkus, etwa aus dem alten Handy, haben in den Hausmülltonnen – vor allem in der Papiertonne! – nichts zu suchen. Die alten Akkus müssen im Wertstoffhof abgegeben werden, wo sie sicher gelagert und einer Wiederverwertung zugeführt werden. Werden sie nicht sachgerecht entsorgt, besteht nicht nur Brandgefahr, sondern es können auch Schadstoffe in die Umwelt gelangen.