Landesregierung mit Kabinettsbeschlüssen im Juni

Die Landesregierung hat sich mit Gesetzesvorhaben zur Teilhabe für Menschen mit Behinderungen sowie im Schul- und Pflegebereich befasst. Weitere Themen im Kabinett waren die Eindämmung des Flächenverbrauchs sowie Fördermaßnahmen zur medizinischen Forschung und zur Batteriezellfertigung.

Teilhabe für Menschen mit Behinderungen verbessern

Das Kabinett hat sich in seiner Sitzung am Dienstag, 20. Juni 2023, mit dem Gesetz zur Änderung des Landes-Behindertengleichstellungsgesetzes befasst und die Einbringung in den Landtag beschlossen. Das Gesetz zielt insbesondere darauf ab, die Teilhabe für Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft zu verbessern. Vorgesehen ist unter anderem eine genauere Regelung für das Zutrittsrecht zu öffentlichen Stellen für Menschen mit Behinderungen in Begleitung ihres Assistenzhundes. Demzufolge haben beispielsweise Veranstaltende sicherzustellen, dass bei einer kulturellen Veranstaltung mit nummerierten Sitzplatzreihen auch eine Teilnahme mit Assistenzhund möglich ist.

Maßnahmenpaket zur Eindämmung des Flächenverbrauchs

Die Landesregierung hat sich ambitionierte Ziele bei der Eindämmung des Flächenverbrauchs gesetzt. Das „Maßnahmenpaket zur Eindämmung des Flächenverbrauchs“ bildet einen ersten Schritt bei der Erreichung dieser Ziele. Es umfasst fünf Maßnahmen, die teilweise bereits angestoßen sind bzw. im laufenden Jahr konkretisiert werden sollen. Hierzu gehört unter anderem die Weiterentwicklung des Förderprogramms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“, eine Entsiegelungsprämie für Kommunen und die Pilotierung einer Brachflächenübersicht. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Eindämmung des Flächenverbrauchs wird zudem der „Aktionsplan Flächensparen“ sein. Auf Grundlage bereits laufender gutachterlicher Vorprüfungen soll im Herbst dieses Jahres ein ressortübergreifendes Maßnahmenbündel erarbeitet werden.

Änderungen des Schulgesetzes und des Landespflegegesetzes

Das Kabinett hat heute das Verfahren zur Umsetzung verschiedener Anpassungen im Schulgesetz für Baden-Württemberg sowie im Landespflegegesetz in Gang gesetzt. Das Verfahren zur Einrichtung von Ganztagsgrundschulen soll vereinfacht werden und die möglichen Zeitmodelle der Ganztagsgrundschulen erweitert werden. Zudem wurde im Schulgesetz die Grundlage dafür geschaffen, den Ausbau digitaler Bildungsangebote an Schulen unter Wahrung des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte zu ermöglichen. Die Vergütung in der Ausbildung zur generalistischen Pflegehilfe im Sektor Altenpflegehilfe soll in Zukunft über eine Umlage finanziert werden. Im Landespflegegesetz soll künftig das Sozialministerium ermächtigt werden, ein entsprechendes Verfahren festzulegen. Die Träger, die an diesem Umlageverfahren teilnehmen, sind ambulante, teilstationäre und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Altenheime. Hierdurch können dann sowohl ausbildende als auch nicht ausbildende Einrichtungen zur Finanzierung herangezogen werden. Damit sollen die dringend erforderlichen Ausbildungsanreize geschaffen werden.

Land fördert Aufbau der Außenstelle „Virus-basierte Therapien“

Therapeutische Viren sind Teil der Zukunft der Medizin. Sie können etwa als biologische Werkzeuge zur Bekämpfung von Infektionen oder Krebs sowie als Impfstoffe eingesetzt werden. Die Landesregierung wird das Zusammenwirken von Grundlagenforschung und industrieller Anwendung in diesem Bereich weiter verbessern. Mit dem Aufbau einer Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) in Biberach findet zukünftig die Forschung genau da statt, wo auch die Unternehmen im Land aktiv sind. Das Projekt zahlt damit auch auf die Ansiedlungsstrategie des Landes ein. Für den Aufbau sollen für einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 25 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Weitere 40 Millionen Euro für Batteriezellfertigung im Land

Batteriezellen sind für die Mobilitäts- und Energiewende unerlässlich. Daher unterstützt die Landesregierung mit weiteren 40,2 Millionen Euro die Förderung von Projekten im Bereich der Batteriezellfertigung in Baden-Württemberg. Die Förderung ist Teil des sogenannten „IPCEI Batteriezellfertigung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima. Mit dem Förderprogramm werden Innovationen in der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette vorangebracht. Dies ermöglicht den Aufbau einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen europäischen Batteriezellfertigung – was auch die Abhängigkeit von asiatischen Herstellern in diesem Bereich reduziert.


Sanierung und Erweiterung des Opernhauses

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Siegerentwurf für Interimsstandort steht fest

Stuttgart.| Die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung der Württembergischen Staatstheater Stuttgart ist einen wichtigen Schritt näher gerückt. Im europaweiten Wettbewerb für den erforderlichen Interimsstandort setzte sich der gemeinsame Entwurf von a+r Architekten (Stuttgart) & NL Architects (Amsterdam) durch. Er überzeugte eine Jury bestehend aus Fachleuten, Gemeinderats- und Landtagsmitgliedern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung und des Landes. Das Votum fiel mehrheitlich aus. Im Wettbewerb befanden sich insgesamt 20 Beiträge.

Das Interim findet sich in Nachbarschaft zu den Wagenhallen. Es ermöglicht während der acht- bis zehnjährigen Sanierung des historischen Littmann-Baus Aufführungen der Staatsoper Stuttgart und des Stuttgarter Balletts und bietet Raum für Produktion, Proben, Lager, Technische Dienste und für Teile der Verwaltung der Württembergischen Staatstheater (WST). Nach Abschluss der Sanierung und Umzug von Oper und Ballett zurück an den Oberen Schlossgarten werden Teile der Gebäude für die „Maker City“ weitergenutzt. Die „Maker City“ (C1-Quartier) zählt zu den IBA’27-Projekten – die städtebauliche Entwicklung des Areals rund um die Stuttgarter Wagenhallen wird zum Ort für produktiv-kreative Pilotprojekte und neue Konzepte zur gemischten Stadt.

Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer erklärte: „Wir haben im Preisgericht zwölf Stunden lang getagt – das hat sich wahrlich gelohnt. Denn das Interim wird von Anfang mehr sein als nur eine Ausweichspielstätte für die Staatstheater. Der Entwurf schafft Raum für Wohnen und unterstreicht seine Transformationsfähigkeit in die Maker City. Es ist ein positiver Auftakt für dieses Quartier, das ein spannendes kulturelles Experimentierfeld wird. Die Spielstätte wird die Stadt bereichern und viel neues Publikum anziehen, was der Akzeptanz der Gesamtmaßnahme guttun wird.“ Als Baubeginn nannte EBM Mayer das Jahr 2026, mit Beginn der Spielzeit 2029 könnte das Interim in Betrieb genommen werden. Mayer ergänzte: „Die Begriffe Interim oder Ausweichspielstätte reichen nicht an das heran, was hier entstehen wird. Wir wollen mit den Bürgerinnen und Bürger einen passenden Begriff finden.“

Finanzstaatssekretärin Dr. Gisela Splett sagte: „Der gestrige Abschluss des Wettbewerbs für den Interimsstandort ist ein wichtiger Meilenstein für das Gesamtprojekt Sanierung, Modernisierung und Erweiterung der Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Ich gratuliere den Preisträgern zu ihrem vielversprechenden Siegerentwurf. Denn ich glaube, dass wir eine nachhaltige und wirtschaftliche Lösung für dieses komplexe Bauprojekt gefunden haben.“

Kulturstaatssekretär Arne Braun sagte: „Endlich ist es soweit: Der Siegerentwurf macht die bisherigen Planungen zur Sanierung des Opernhauses greifbar. Das Signal ist: Jetzt geht‘s los! Das wird ein echtes ‚Großes Haus‘ für die Zeit, in der es Ballett und Oper beheimatet – und beste Voraussetzungen für höchste künstlerische Qualität bietet. Neben einem faszinierenden Stadtentwicklungsprojekt eröffnet sich eine wunderbare Chance für Kultur und Publikum, neue Räume zu erobern. Die transparente und offene Architektur fügt sich gut in das lebendige Umfeld der Wagenhallen ein. Ballett und Oper können sich hier für die Bürgerinnen und Bürger nochmal aufregend neu und anders entfalten; ein Eldorado für Kreative entsteht. Das Publikum wird’s danken, denn es wird dieses ‚Große Haus‘ für die Zeit im Norden Stuttgarts für sich einnehmen, garantiert.“

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Jens Wittfoht, äußerte sich positiv über den Siegerentwurf: „Die Jury hat richtige Arbeit prämiert. Den Entwurf zeichnet eine Leichtigkeit und Lässigkeit aus und auch einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Das erzeugt Vorfreude auf die Maker City.“

Alexander Lange, Geschäftsführer von a+r ARCHITEKTEN: „Unsere städtebauliche Leitidee ist, schon in der ersten Bauphase an die Folgenutzung zu denken – im Sinne der Ökologie und Wirtschaftlichkeit, um unnötigen Abriss zu vermeiden. Eine hohe Flexibilität der gebauten Strukturen ermöglicht verschiedenste gewerbliche Nachnutzungen. Das dörfliche Wohnen in den obersten Geschossen verknüpft die Vorteile vom Land mit den Vorteilen der Stadt. Ganz im Sinne von Kurt Tucholsky: ‚…vorne Kudamm, hinten Ostsee…‘“.

Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Württembergischen Staatstheater Stuttgart, sagte: „Ich freue mich sehr über den gelungenen und nachhaltigen Siegerentwurf für den Interimsstandort im Rosensteinquartier. Damit können nach vielen Jahren der Planung nun die ersten baulichen Maßnahmen im umfangreichen Sanierungsprozess der Württembergischen Staatstheater Stuttgart begonnen werden.“

Für die weitere Planung des Interimsstandorts beginnen in den kommenden Monaten die Vergabeverfahren: unter anderem für die Planung von Tragwerk, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro. Verantwortlich dafür zeichnet das städtische Hochbauamt mit Unterstützung der Pesch Partner Architektur Stadtplanung GmbH, die als Verfahrensbetreuer verpflichtet wurde.

Darüber hinaus erarbeitet die Stadt derzeit den Bebauungsplan und bereitet die Erschließung des Gebiets C1 vor. Grundlage für die Planungen sind die Ergebnisse des offenen internationalen städtebaulichen Wettbewerbs Rosenstein aus dem Jahr 2019. Die Erschließungsarbeiten – also der Bau von Straßen und Kanälen – sollen Mitte 2025 beginnen.

Die Kosten für die Interimsoper sind mit 224 Millionen veranschlagt. In einem nächsten Schritt wird der Planungswettbewerb für die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung am Oberen Schlossgarten vorbereitet. Für den Baubeginn am Oberen Schlossgarten muss das Interim an den Wagenhallen fertiggestellt werden. Ebenso muss der Werkstattneubau an der Zuckerfabrik fertig sein und die Flächen am Oberen Schlossgarten durch die WST freigemacht werden.

Die im Januar von Stadt und Land gegründete ProWST Projektgesellschaft Württembergische Staatstheater Stuttgart GmbH soll perspektivisch alle Teilprojekte übernehmen.

Weitere Informationen zum Ablauf, zu den Teilprojekten und den Beschlüssen finden Sie unter https://www.stuttgart.de/opernsanierung.

Die 20 Teilnehmerentwürfe des Wettbewerbs sind zu finden unter https://www.stuttgart.de/leben/bauen/bauprojekte/wettbewerb-interim-oper.php. Darüber hinaus sind die Entwürfe vom 21. bis 25. Juni 2023, jeweils 13.00 – 19.00 Uhr, im Kunstverein Wagenhalle im Atelier Dundu ausgestellt.


Wasserball Neuzugang: Mano Petikis wechselt zum SVL

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Sein Ziel ist Olympia 2028

Die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer vermelden den ersten Neuzugang für die nächste Saison. Der 18-jährige Jugendnationalspieler Emmanouil Petikis kommt vom SSV Esslingen – und er hat große Pläne.

Schwimmen hat Emmanouil Petikis, Rufname Mano, bereits als Baby gelernt. Wasserball indes spielt der junge Mann „erst“ seit 2014. Für einen 18-Jährigen bedeutet das allerdings: ein halbes Leben schon Wasserball! Jetzt wechselt der Jugendnationalspieler vom SSV Esslingen zum SV Ludwigsburg. Seine Vita in Kurzfassung: 2004 geboren in Ess lingen. Viele Jahre bei der DLRG Esslingen aktiv. Mano hat griechische Wurzeln und besucht die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule in Stuttgart, aber – wenn alles nach Plan läuft – nicht mehr lange. Nächsten Monat sollte er sein Abitur in der Tasche haben. Anschließend will Mano studieren, vielleicht Informatik.

Manos erster Trainer beim SSV Esslingen war Arnd Rau, „er hat es geschafft, dass mich dieser Sport fasziniert“, sagt Mano. Rau habe „extrem gute Jugendarbeit geleistet, mich sehr gefördert und positiv geprägt“. Der erste SVL-Neuzugang für die kommende Saison 2023/24 sagt, „ich bin dem SSV Esslingen sehr dankbar für diese Zeit. Ich habe sehr viel gelernt, ganz besonders während der vergangenen Jahre bei meinen Trainern Heiko Nossek und Hannes Rothfuß“.

Nun indes der nächste Schritt: der Wechsel zum Ligakonkurrenten Ludwigsburg, der seit ein paar Jahren klar die Nummer eins ist im deutschen Wasserball-Süden. Emmanouil Petikis erklärt, er wolle sich „weiterentwickeln und neu beweisen“. Ludwigsburg, sagt er, sei „eine top Adresse“. Er freue sich auf die kommende Saison beim Traditionsklub aus der Barockstadt, „ganz besonders auf die internationalen Turniere – und ich bin bereit sehr hart dafür zu arbeiten“. Schließlich hat Mano ein weiteres, großes Ziel: Olympia 2028 in Los Angeles.

Sport spielt im Leben der Familie Petikis eine große Rolle. Manos Vater war ein sehr guter Fußballer, er hat beim TSV Wäldenbronn in der Oberliga gekickt. Mit Wasserball hingegen hatten seine Eltern (zunächst) nichts zu tun. „Dafür aber jetzt“, erzählt Mano und lacht. Denn nicht nur er, sondern auch seine jüngere Schwester, Jahrgang 2006, betreibt diesen Sport. „Und dass sehr gut“, wie Mano sagt.

Ioanna hat im Sommer 2022 die Europameisterschaft der Frauen in Split gespielt. Zurzeit ist sie in der Vorbereitung für das Qualifikationsturnier für die Frauen-EM. „Unseren Eltern bleibt also nichts anderes übrig, als mitzuziehen, uns zu fördern und zu helfen, wo es nur geht, etwa als Kampfrichter.“

Und was macht der Mano, wenn er mal nicht im Wasser oder im Kraftraum ist – oder fürs Abi lernt? Dann antwortet er, „schaue ich mir sehr gerne die Wasserballspiele der anderen an“. Aber klar, er treffe sich auch mit Freunden und mit seiner Freundin – „und ganz besonders koche und grille ich gerne“. Seine Spezialitäten? Nudeln in allen Variationen („ich experimentiere gerne bei den Soßen“). Und sein Tsatsiki, das sei „atemberaubend – im wahrsten Sinne des Wortes“. Mano Lebensmotto: „Fall down seven times, stand up eight times! “Wer siebenmal hinfällt, der muss halt achtmal aufstehen. Dieser junge Mann passt zum SVL. Willkommen im Team.


Stuttgart Reds verpassen Sieg gegen Tabellenführer Heidenheim

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Wie schon in der Vorwoche konnten sich die Stuttgart Reds nicht für eine engagierte Leistung belohnen. In Spiel 1 dominierten die starken Heidenheimer und gewannen klar mit 12:3. Spiel 2 ging, nach einer bemerkenswerten Aufholjagd der Reds, ebenfalls mit 6:5 an Heidenheim.

Am Freitagabend lief es für die Bundesliga Baseballer des TV Cannstatt in Heidenheim anders als erhofft. Nachdem man sich am vorherigen Wochenende über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer aus Heidenheim zeigte, musste man eine deutliche 12:3 Niederlage einstecken.

Die Hoffnung auf ein knappes Spiel hielt nur kurz. Der erste Heidenheimer Run konnte zunächst durch ein RBI-Single von Reds Catcher Daniel Abiles gekontert werden. Im dritten Inning zeigte sich Heidenheims starke Offensive in Form eines Grand Slam Homeruns von Ex- Stuttgarter William Germaine der früh die Weichen auf Sieg stellte. Auch im Anschluss konnten die Stuttgarter Pitcher nur wenig tun, um Heidenheim am Punkten zu hindern. Lichtblicke in der Reds Offensive waren Jonas van Bergens Two-Run-Homerun und drei Basehits von Youngster Moritz Köhler.

In Spiel 2 sah es lange nach einem ähnlichen Spielverlauf wie am Vortag aus. Heidenheims schlagstarke Lineup punktete in den ersten sechs Innings sechs Mal. Die Reds zeigten vor heimischem Publikum erneut viel Herz. In der Schlussphase gelang es ihnen beinahe das Spiel zu drehen. Doch die Homeruns von Jonas und Moritz van Bergen, sowie von Danilo Weber reichten am Ende nicht, um das Spiel für die Reds zu entscheiden. Somit ging der Sieg mit 6:5 an Heidenheim.

Nach vier Niederlagen gegen Heidenheim stehen die Stuttgart Reds zunehmend unter Druck, den vierten Tabellenplatz und somit die Playoff-Teilnahme zu sichern. Die nächsten Heimspiele im TVC-Ballpark gegen Regensburg am 30.06. um 19 Uhr und 01.07. um 13 Uhr werden dafür wegweisend sein.


Akute Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg

„Aktuell besteht auch bei uns in Baden-Württemberg die große Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. Die Feuerwehren im Land sind zwar sehr gut aufgestellt, wenn es darum geht, Waldbrände zu löschen. Ganz wichtig ist freilich, alles dafür zu tun, dass es erst gar nicht brennt. Dafür braucht es die Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl am 16. Juni 2023.

Klimawandel steigert die Waldbrandgefahr

Landwirtschaftsminister Peter Hauk betonte: „In der Folge des Klimawandels sind die Waldbrandrisiken im Land insgesamt deutlich gestiegen. Wir haben darauf frühzeitig reagiert und eine ‚Modellregion Waldbrand-Hardtwald‘ eingerichtet. Hier sind wichtige Impulse für die Waldbrandprävention entstanden. Beispielsweise intensivieren wir die Zusammenarbeit landesweit in einem Tandem zwischen Forstleuten und Feuerwehr. Mit der Errichtung der Plattform ‚Integriertes Waldbrandmanagement‘ an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg stärken wir den Austausch von Fachbehörden, Waldbesitzern und weiterer Akteuren und verbessern die Waldbrandprävention in Baden-Württemberg.“

Feuerwehren bekämpften 2022 insgesamt 123 Brände in Wäldern

Bei langen Trockenperioden, hochsommerlichen Temperaturen und Wind steigt das Risiko für Vegetationsbrände deutlich an. Im letzten Jahr bekämpften die Feuerwehren in Baden-Württemberg aufgrund der außergewöhnlichen Trockenheit und Hitze insgesamt 123 Brände in den Wäldern; dies liegt deutlich über dem bisherigen Durchschnitt der letzten Jahre. Hinzu kommen viele Brände an Böschungen, auf Feldern und Wiesen.

Ein Großteil der Vegetationsbrände wird durch Fehlverhalten ausgelöst. Durch fahrlässige und leider auch durch vorsätzliche Brandstiftung. Verbote zum Rauchen und Feuermachen sind deshalb unbedingt zu beachten. Besondere Vorsicht ist auch bei Wald- und Forstarbeiten sowie bei Mäharbeiten geboten. Durch heiße Maschinenteile, durch Funkenschlag, beispielsweise beim Kontakt von Motorsägen etwa mit Steinen, oder beim Nachfüllen von Kraft-und Betriebsstoffen kommt es immer wieder zu Bränden. Vorsicht ist auch angebracht, wenn Fahrzeuge auf ausgetrocknete Wiesen oder Feldern abgestellt werden; Teile des Motors oder der Abgasanlage können am Unterboden der Fahrzeuge sehr heiß sein. Beim Parken auf Wander- und Waldparkplätzen sollte die Durchfahrt mit Großfahrzeugen der Feuerwehr jederzeit möglich ist.

Bei warmer oder brennender Feuerstelle im Wald unverzüglich die Feuerwehr rufen

Wer eine warme oder gar noch brennende Feuerstelle im Wald entdeckt, sollte unverzüglich die Feuerwehr über 112 verständigen. In vielen Fällen kann der Standort des Mobiltelefons durch die Integrierte Leitstelle geortet werden. Die Feuerwehren nutzen zur Navigation im Wald spezielles Kartenmaterial. Kreuzungen, Einbahnstraßenregelungen für nachrückende Fahrzeuge sowie Wendemöglichkeiten werden während eines Einsatzes im Wald teilweise mit umgelegten Verkehrsleitkegeln als „Pfeil“, durch rot/weiße Flatterbänder oder sonstige Markierungen gekennzeichnet. Diese Markierungen dürfen auch abseits der direkten Einsatzstelle auf keinen Fall entfernt oder verändert werden.

Gerade bei kleineren Bränden besteht gegebenenfalls auch die Chance, den Brand zu bekämpfen oder die Ausbreitung zu verhindern. Wichtig ist, dass sich bei Löschversuchen niemand selbst in Gefahr bringt. Der Einsatz der Feuerwehr ist bei einem Schadenfeuer für den Meldenden kostenfrei – auch im Falle, dass die Feuerwehr nicht mehr tätig werden muss.

Verhalten im Brandfall

Minister Hauk bittet alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, folgende Regeln zu beachten:

  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
  • Feuer machen ist ganzjährig nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen auf den Grillplätzen erlaubt. Je nach örtlicher Situation können die Ortspolizeibehörden sowie die jeweiligen Forstbehörden weitere Maßnahmen anordnen und insbesondere das Grillen im Wald vollständig verbieten. Diese Sperrungen sind unbedingt zu beachten.
  • Nicht gestattet ist das Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten.
  • Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss grundsätzlich mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein.
  • Auch an den erlaubten Stellen muss das Feuer immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen unbedingt vollständig gelöscht werden.

Was tun, wenn ein Brand ausgebrochen ist?

Wichtig sei es, so Hauk, Ruhe zu bewahren und sich und andere Personen nicht in Gefahr zu bringen. Wählen Sie die 112 und informieren Sie die Leitstelle über folgende Punkte.

  1. Wo brennt es? – genaue Ortsangabe, markante Geländepunkte (großer Baum, Wiese oder Felsen), Brandausmaß
  2. Was brennt? – Bodenvegetation oder Baumkronen
  3. Wer oder was ist betroffen? – Sind Personen, Häuser oder andere Einrichtungen in Gefahr?
  4. Ort, von dem Sie den Brand melden? – Angabe Ihrer Rückrufnummer, Aufenthaltsort, auf Rettungskräfte warten, damit diese eventuell zum Brandort geführt werden können.
  5. Nutzen Sie die kostenfreie App „Hilfe im Wald“, im Unglücksfall wird über die App ‚Hilfe im Wald‘ schnell der nächstgelegene Rettungstreffpunkt identifiziert und Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst an die entsprechende Stelle angefordert.

Forstverwaltung und Feuerwehr arbeiten schon heute eng zusammen und stellen sich auf klimatische Veränderungen und deren Folgen ein. Beim Projekt ‚Modellregion Waldbrandschutz Hardtwald‘ etwa haben wir erfolgreich Fachberater-Tandems aus Feuerwehr und Forst erprobt. Die Tandems sollen die Informationen im Stadt- und Landkreis steuern und erste Ansprechstelle für ein landesweites Netz darstellen. Waldbrandschutz besteht aus vorbeugenden Maßnahmen durch die Forstverwaltung und schnellen, abwehrenden Maßnahmen durch die Feuerwehr.


Drei bayerische Filmpreise für MFG-geförderte Kinofilme

  • Fatih Akins „Rheingold“ als bester Spielfilm 2022 ausgezeichnet
  • Anna Maria Mühe („Die Geschichte einer Familie“) und Simon Morzé („Der Fuchs“) für schauspielerische Leistungen prämiert
  • Ein österreichischer Filmpreis für den MFG-geförderten Film „Märzengrund“

Drei maßgeblich von der MFG Baden-Württemberg geförderte Kinofilme sind am gestrigen Abend, am Freitag, den 16. Juni, bei einer Gala im Münchener Prinzregententheater mit bayerischen Filmpreisen ausgezeichnet worden:

Zum besten Film 2022 kürte die zehnköpfige Fachjury die Tragikomödie „Rheingold“ (bombero international) von Produzent und Regisseur Fatih Akin über das kriminelle und künstlerische Leben des aus dem Iran nach Deutschland geflüchteten Rapper und Komponisten Xatar. Der teils in Esslingen bei Stuttgart gedrehte Film war mit über einer Millionen Besucher*innen einer der erfolgreichsten deutschen Produktionen des vergangenen Jahres und damit auch der besucherstärkste Film 2022, der von der MFG gefördert wurde. „Dieser Film ist relevant, öffnet Augen und Ohren und unterhält uns dabei glänzend“, heißt es in der Jurybegründung.

Als beste Schauspielerin wurde Anna Maria Mühe für ihre Rolle im MFG-geförderten Drama „Die Geschichte einer Familie“ ausgezeichnet. In dem von Regisseur Karsten Dahlem inszenierten Film über einen Vater-Tochter-Konflikt spielt Anna Maria Mühe eine Stuntfahrerin, die nach einem schweren Unfall gelähmt im Rollstuhl sitzt. Auf ihren herausfordenden Part – laut Jury „eine Glanzrolle für die Hauptdarstellerin“ – hatte sich die Mimin intensiv mit einem Physiotherapeuten vorbereitet. „Die Geschichte einer Familie“ hatte im November 2022 bei den internationalen Hofer Filmtagen den Hofer Goldbarren, den Hauptpreis als bester Spielfilm des Wettbewerbs, gewonnen und hatte am vergangenen Donnerstag bundesweiten Kinostart.

Für seine Rolle im MFG-geförderten Drama „Der Fuchs“ des Regisseurs Adrian Goiginger wurde Simon Morzé (*1996) mit dem Nachwuchs-Schauspielpreis ausgezeichnet. Der Film über einen jungen österreichischen Rekruten, der im 2. Weltkrieg zur Wehrmacht eingezogen wird, startete im April in den deutschen Kinos. Goigingers voriger Film, das ebenfalls von der MFG geförderte Drama „Märzengrund“, war mehrfach für österreichische Filmpreise 2022 nominiert, die bereits am vergangenen Donnerstagabend in Wien verleihen wurden. Dabei wurde Gerti Drassl für die beste weibliche Nebenrolle in „Märzengrund“ prämiert.

Mit dem bayerischen Filmpreis als bester Schauspieler wurde Florian David Fitz für seine Rollen in den Filmen „Wochenendrebellen“ und „Oskars Kleid“ bedacht. Den Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten überreichte Markus Söder (CSU) Michael „Bully“ Herbig. Der Münchner Produzent, Regisseur und Schauspieler ist damit der erste Filmkünstler, der neun – jeweils verschieden gestaltete – bayerische Filmpreise sein eigen nennen kann.

Der von der bayerischen Regierung gestiftete Bayerische Filmpreis wurde zum 44. Mal für hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen verliehen – in diesem Jahr in elf Kategorien – und ist mit insgesamt 300.000 Euro Prämiengeld dotiert. Zusammen mit dem Deutschen Filmpreis zählt er damit zu den höchstdotierten und begehrtesten Auszeichnung für Kinofilme in Deutschland.


Sperrung der öffentlichen Grillplätze im Stuttgarter Wald und auf Grünanlagen

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Brandgefahr durch anhaltende Trockenheit

Stuttgart.| Die Wald- und Graslandbrandgefahr in Stuttgart ist innerhalb kurzer Zeit stark angestiegen. Für die kommenden Tage besteht eine „hohe Feuergefahr“. Grund dafür sind die hohen Temperaturen und die extrem geringen Niederschläge in den vergangenen Wochen. Infolgedessen sperrt das Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF) bis auf Weiteres alle öffentlichen Grillstellen sowie die Grillzone am Max-Eyth- See.

Das Feuermachen im Wald und in Grünanlagen ist grundsätzlich verboten, auch mit selbst mitgebrachten Grills. Eine Ausnahme bilden normalerweise die offiziellen, eingefassten Feuerstellen auf den Grillplätzen der Stadt Stuttgart – im Wald und in den Grünanlagen. Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung müssen die Grillstellen jetzt aber gesperrt werden. Sobald der Witterungsverlauf es zulässt, werden diese wieder geöffnet.

Das GFF weist darauf hin, dass auch eine unachtsam weggeworfene Zigarette schnell ein Feuer verursachen kann. Im Wald gilt deshalb ein generelles Rauchverbot von März bis einschließlich Oktober.


Mihailo Trkulja wechselt vom Bahlinger SC an den Freiberger Wasen

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Freiberg a. N.| Der 20-jährige, 1,90 große, Innenverteidiger, wurde beim Karlsruher SC ausgebildet und spielte für die Badener 45 x in der A- und B-Junioren Bundesliga Südwest, in der U19 als Kapitän. Nach seinem Wechsel an den Kaiserstuhl zum Regionalligisten Bahlinger SC, hat er sich schon nach kurzer Zeit einen Stammplatz erkämpft und kam in den letzten beiden Jahren insgesamt auf 45 Einsätze für die Südbadener. Mihailo ist gut ausgebildet, technisch stark und körperlich präsent. Zudem besitze er eine tolle Mentalität. Trotz seiner Jugend spielt er schon sehr abgeklärt und besitzt enormes Potenzial.


Würmtal-Radweg zwischen Aidlingen und Grafenau fertiggestellt

Der Würmtal-Radweg zwischen Aidlingen und Grafenau, der eine wichtige Verbindung für den Alltags- und Freizeitradverkehr darstellt, wurde erfolgreich saniert. Die Bauarbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von etwa fünf Wochen und wurden nun abgeschlossen.

Eine der besonderen Veränderungen des Radweges ist die Asphaltierung der Oberfläche. Zudem wurde eine retroreflektierende Randmarkierung aufgebracht. Durch diese Maßnahmen wird den Radfahrern nun eine noch angenehmere und sicherere Fahrt ermöglicht. Gleichzeitig konnte die Breite des Radweges beibehalten werden, was sich als äußerst positiv für den Naturschutz erweist. Der Erhalt des ursprünglichen Maßes stellt sicher, dass die natürliche Umgebung entlang des Radweges intakt bleibt.

Die Kosten für den Bau des Würmtalradweges beliefen sich auf rund 500.000 Euro. „Wir freuen uns, dass Land und Bund 90 % dieser Kosten fördern und danken den zuständigen Behörden herzlich dafür,“ so Landrat Roland Bernhard. “Die Fertigstellung des Würmtalradweges ist ein großer Erfolg für unseren Landkreis. Dieser Radweg ist nicht nur von großer Bedeutung für den Alltagsradverkehr, sondern auch für den Freizeitradverkehr. Der Würmtalradweg wird zweifellos dazu beitragen, die Mobilität und Lebensqualität der Menschen im Heckengäu zu verbessern. Der Landkreis lädt alle Interessierten herzlich ein, den neuen Würmtalradweg zu erkunden und das Radfahren als umweltfreundliche und gesunde Mobilitätsalternative zu genießen.“

Der Würmtalradweg hat eine große Bedeutung für den Alltagsradverkehr, da er als Ersatz für einen nicht realisierbaren straßenbegleitenden Radweg entlang der K 1063 fungiert. Aufgrund von Platzmangel und Naturschutzauflagen ist es nicht möglich, einen Radweg entlang dieser Straße zu errichten. Dank des neu sanierten Würmtalradweges können Pendler und Anwohner nun sicher und komfortabel ihre täglichen Wege mit dem Fahrrad zurücklegen.

Darüber hinaus spielt der Würmtalradweg eine entscheidende Rolle für den Freizeitradverkehr. Der Abschnitt zwischen Aidlingen und Grafenau ist Teil der bekannten SCULPTOURA und auch des NAH.TOUR.RADWEGES (siehe auch: www.schoenbuch-heckengaeu.de/erleben/radfahren). Mit seiner landschaftlich reizvollen Streckenführung bietet er ein attraktives Angebot für Radfahrer aller Altersgruppen.

Zur offiziellen Eröffnung des diesjährigen Stadtradelns am 02.07.2023 wird bei einer Radtour auch der neu gestaltete Abschnitt des Würmtalradwegs befahren.


Kreisforstamt warnt vor Waldbrandgefahr

Kreis Esslingen.| Anhaltend hohe Temperaturen in Verbindung mit trockenen Winden haben die Waldbrandgefahr in den vergangenen Tagen verschärft. Deshalb appelliert das Kreisforstamt zur Vorsicht im Wald.

Die reichlichen Niederschläge des zeitigen Frühjahrs sind im Oberboden zu großen Teilen bereits aufgebraucht. Die Böden trocknen aus und weisen vielerorts bereits wieder Risse auf, das Laub knistert vor Trockenheit. Die Waldbrandgefahr hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen.

Waldbrände entstehen in den seltensten Fällen durch natürliche Einwirkungen wie etwa einem äußerst seltenen Blitzeinschlag. Meist sind Waldbrände auf menschliches Handeln zurück zu führen, so heißt es im Kreisforstamt. Eine weggeworfene Zigarettenkippe, ein unzureichend gelöschtes Grillfeuer, eine zurückgelassene Glasflasche die unter Sonneneinstrahlung zum Brennglas wird – all diese Unachtsamkeiten können Auslöser für Waldbrände werden. Daher gilt seit dem 1. März dieses Jahres im Wald absolutes Rauchverbot. Bei dem derzeit überdurchschnittlich hohen Waldbrandrisiko können auch Grillstellen gesperrt werden. Diese Sperrungen sind unbedingt zu beachten. Darauf weist das Forstamt hin.

Obwohl die hiesigen, sehr naturnah aufgebauten Laubwälder nicht zu den Waldbrandrisikogebieten gehören, kommt es jedes Jahr zu Waldbränden. Meist handelt es sich um Bodenfeuer, bei denen bodennahe Vegetation und abgestorbenes Material in Flammen aufgeht und die Stammfüße der Waldbäume geschädigt werden. Auch wenn die Flächen durch nachwachsende Bodenvegetation optisch meist rasch wieder begrünt sind, so ist der Schaden durch die beschädigten Stammfüße der Waldbäume bleibend.