Porsche Carrera Cup: Larry ten Voorde gewinnt Finalrennen

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Sören Spreng ist ProAm-Champion

  • Loek Hartog sichert sich mit dem zweiten Rang auch die zweite Position in der
  • Gesamtwertung; Porsche-Junior Bastian Buus ist Gesamtdritter
  • Sauerländer Sören Spreng gewinnt mit nur einem Punkt Vorsprung den ProAm-Titel des Porsche Carrera Cup Deutschland 2023
  • Kalender der Saison 2024 umfasst acht Rennen im Rahmen der DTM, der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und der GT Open Championship.

Stuttgart.| Die Titelträger des Porsche Carrera Cup Deutschland 2023 stehen fest: Larry ten Voorde ist Champion, Theo Oeverhaus siegt bei den Rookies, Sören Spreng gewinnt das ProAm-Klassement und GP Elite sichert sich die Team-Wertung. Auf dem Hockenheimring feierte Larry ten Voorde im 16. und damit letzten Rennen seinen siebten Saisonsieg. Mit den Punkten für Rang zwei setzte sich Loek Hartog gegen Porsche-Junior Bastian Buus im Kampf um den zweiten Platz im Gesamtklassement durch. Alexander Tauscher steht als Drittplatzierter zum ersten Mal auf dem Podium im Markenpokal mit dem Porsche 911 GT3 Cup.

Passender hätte das Finale des Porsche Carrera Cup Deutschland 2023 kaum enden können: Champion Larry ten Voorde gewann auf dem Hockenheimring das letzte von insgesamt 16 Saisonrennen. Der 26 Jahre alte Niederländer feierte vor voll besetzten Tribünen seinen insgesamt 30. Sieg im nationalen Markenpokal mit dem Porsche 911 GT3 Cup, seinen siebten in der laufenden Saison. „Mein Start war nicht gut und auch danach musste ich mich richtig anstrengen. Vor allem Alexander Tauscher hat mir das Leben sehr schwer gemacht“, zollte ten Voorde seinem 21 Jahre jungen Konkurrenten Respekt.

Tatsächlich fuhr Alexander Tauscher lange im Windschatten von ten Voorde und unternahm sogar einige Überholmanöver. Erst in der Schlussphase wurde der für Huber Racing startende Bayer von Harry King (Allied-Racing) und Loek Hartog (Team GP Elite) überholt. Weil King aufgrund einer Zeitstrafe aber weit zurückfiel, kletterte Tauscher als Drittplatzierter mit aufs Podium – sein bisher beste Resultat. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, strahlte der im Talent Pool des Porsche Carrera Cup Deutschland geförderte Tauscher. „Das ist der perfekte Abschluss einer Saison, in der ich viel Pech hatte.“

Mit dem Sieg im Samstagsrennen und dem zweiten Platz im Finale war Loek Hartog der große Gewinner des Wochenendes. Mit diesem Ergebnis verdrängte der 21 Jahre alte Niederländer gewissermaßen auf der Zielgeraden noch Bastian Buus vom zweiten Gesamtrang. „Damit habe ich nicht gerechnet, den Erfolg habe ich auch einer perfekten Teamstrategie zu verdanken“, gab Hartog zu. Seine Mannschaft GP Elite, für die auch Champion Larry ten Voorde punktete, hatte sich bereits am Samstag den Titel in der Team-Wertung des Porsche Carrera Cup Deutschland gesichert.

Porsche-Junior Bastian Buus erlebte dagegen ein schwarzes Wochenende. Der neue Champion des internationalen Porsche Mobil 1 Supercup kam am Samstag als Siebter ins Ziel und schied am Sonntag aus. „Schade, ich hatte mir mehr ausgerechnet“, ärgerte sich der 20-jährige Däne. Ihm blieb nur der dritte Rang in der Jahreswertung vor seinem britischen Allied-Racing-Teamkollegen Harry King.

Hinter dem Niederländer Morris Schuring (FACH AUTO TECH) fuhr Theo Oeverhaus auf dem fünften Rang ins Ziel. Der 18 Jahre alte Osnabrücker in Diensten des Teams CarTech Motorsport Bonk gewann damit zum neunten Mal die Rookie-Wertung, in der er sich überlegen den Titel sicherte. „Das war ein supertolles Jahr mit einem starken Ergebnis im Finale. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Saison“, fasste Oeverhaus zusammen. Der Australier Harri Jones (Scherer Sport PHX) und der Schweizer Jasin Ferati (FACH AUTO TECH) komplettierten das Rookie-Podium im 16. Saisonrennen.

Der letzte noch zu vergebende Titel ging an Sören Spreng. Der für GP Elite startende Sauerländer ist der neue ProAm-Champion des Porsche Carrera Cup Deutschland. „Die Saison war anstrengender und spannender, als ich mir das vorgestellt hatte“, räumte er ein. Im Finale genügte ihm ein dritter Rang, um knapp vor Tagessieger Ahmad Alshehab (CarTech Motorsport Bonk) den ProAm-Titel zu gewinnen.

Der aus Kuwait stammende Alshehab haderte mit dem Samstagsrennen auf dem Hockenheimring. Dort erhielt er zwei Strafen, eine davon zu Unrecht, wie sich in der Analyse nach dem Rennen herausstellte. Eine nachträgliche Korrektur war allerdings nicht möglich. Mit dem Sieg in der ProAm-Wertung am Sonntag arbeitete sich Alshehab bis auf einen Punkt an Champion Spreng heran. „Glückwunsch an Sören. Aber ohne die Strafe wäre der Titelkampf vielleicht anders ausgegangen“, war der Kuwaiter überzeugt. Der zweite Tagesrang und damit die dritte Position in der ProAm-Gesamtwertung ging an den Bulgaren Georgi Donchev (ProfilDoors by Huber Racing).

„Das Hockenheimring-Wochenende war in mehrfacher Hinsicht das verrückteste des ganzen Jahres. Aber insgesamt war es ein toller Abschluss einer bis zum Schluss spannenden Saison 2023 des Porsche Carrera Cup Deutschland. Ich danke allen Fahrern für großartigen Sport und allen Teams für ihre extrem professionelle Arbeit während des ganzen Jahres“, zog Hurui Issak Bilanz, der Projektleiter des Porsche Carrera Cup Deutschland.


Land übergibt zwei Straßenbau-Großprojekte

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Die Planungs- und Baugesellschaft DEGES übernimmt die Projektführung der Straßenbau-Großprojekte der Bundesstraße 31 Meersburg-Immenstaad am Bodensee und den sechsstreifigen Ausbau der Bundesstraße 27 im Staubereich bei Leinfelden-Echterdingen.

Das Landesverkehrsministerium hat zwei Straßenbau-Großprojekte in die Projektverantwortung der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) übertragen. Der Aufsichtsrat der DEGES hat nach Mitteilung vom 17. Oktober 2023 der Übertragung der beiden Bedarfsplan-Projekte zugestimmt. Den Maßnahmen an der Bundesstraße (B) 31 am Bodensee und an der B 27 bei Leinfelden-Echterdingen südlich von Stuttgart könnten in Abhängigkeit der Planungskapazitäten der DEGES weitere Übergaben erfolgen. Ziel ist es, insbesondere eine Entlastung der Regierungspräsidien zu erreichen, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen für andere vordringliche Aufgaben, vor allem im Bereich Brücken und Sanierung von Straßen.

Gute Erfahrung mit der DEGES

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte am Freitag in Stuttgart: „Wir haben gute Erfahrungen mit der DEGES bei größeren Projekten gemacht, etwa bei der B 31 bei Friedrichshafen. Wenn wir sukzessive Aufgaben bei der DEGES bündeln, können sich die Regierungspräsidien auf andere Aufgaben konzentrieren, die dringend und wichtig sind. Dazu gehört beispielsweise die Sanierung von Brücken. Aufgrund der Altersstruktur der Brücken im Land gibt es hier vermehrten Handlungsbedarf. Hinzu kommt der aufwändige Bau von Radwegen, vor allem Radschnellwegen, und weiteren Projekten des Bedarfsplans.“

Das Land Baden-Württemberg steht wie alle Länder der Bundesrepublik vor großen Herausforderungen im Bereich des Straßenbaus. Der Fokus liegt hierbei langfristig auf der Erhaltung des vorhandenen Straßennetzes, wobei der Sanierung von Brückenbauwerken der größte Stellenwert eingeräumt werden muss. Diese stellen aktuell die Achillesferse an Bundes- und Landesstraßen dar. Gleichzeitig müssen aber Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen, Radschnellwege, Radwege, Hangsicherungs-, Lärmschutz- und Wiedervernetzungsmaßnahmen geplant und umgesetzt werden.

Vorhandene Planungsressourcen nutzen

Vor dem Hintergrund stetig steigender Anforderungen an Planung, Baurecht und Umsetzung eines Straßenbauprojektes – bei gleichzeitig immer spürbareren Auswirkungen des Fachkräftemangels – nutzt das Land alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um auch zukünftig seine Aufgaben im Sinne der Bürgerinnen und Bürger erfüllen zu können. Mit der Entscheidung des Bundes, die DEGES weiterhin als gemeinsame Projektgesellschaft des Bundes und der Länder fortzuführen ist es dem Land Baden-Württemberg nun wieder möglich, auch auf die Planungsressourcen der DEGES zurückzugreifen. Daher wurde in den vergangenen Monaten intensiv geprüft, welche Bedarfsplanmaßnahmen des Bundes für eine sukzessive Übertragung an die DEGES geeignet sind und nun eine erste Entscheidung getroffen.

Verkehrsminister Hermann macht deutlich: „Nach der Unsicherheit der vergangenen Jahre hinsichtlich der Zukunft der DEGES können wir nun wieder auf deren verlässliche Planungskapazitäten zurückgreifen. Neben unserer größten Herausforderung – der Erhaltung des Straßennetzes – ist auch die Umsetzung des Bedarfsplans im Fokus. Die nun übergebenen Projekte werden bei der DEGES verlässlich geplant werden. Das gibt den Spielraum, um uns auf andere Projekte, vor allem auch die Brückensanierung, zu konzentrieren.“

Wichtige Projektübergaben

In einem ersten Schritt wurde nun die Planung der Maßnahmen „B 31 Meersburg-Immenstaad“ sowie des stauanfälligen Teilabschnitts der B 27 von Leinfelden-Echterdingen Nord bis Leinfelden-Echterdingen Süd an die DEGES übertragen. Entscheidende Kriterien für die Auswahl der beiden Projekte waren hierbei die hohe Verkehrsbelastung, Staus und die Verkehrsbedeutung. Diese Maßnahmen sind als dringliche Umsetzungskonzeption des Landes zum Bedarfsplan 2016 verankert.

Mittelfristig wird eine Ausweitung der DEGES-Projektvergaben angestrebt. Im Vorfeld weiterer Projektvergaben aus Baden-Württemberg, zunächst Abstimmungen mit dem Bund als Hauptanteilseigner sowie den anderen an der DEGES beteiligten Ländern erforderlich. Von diesen Abstimmungen hängt auch ab, welche weiteren Projekte aus Baden-Württemberg konkret übergeben werden können.

Schwerpunkt zunächst am Bodensee denkbar

Neben den genannten grundlegenden Voraussetzungen verkehrsbedeutender und komplexer Großprojekte ist aus Sicht des Landes hierbei auch die Betrachtung von Streckenzügen ein wichtiges Entscheidungskriterium. So könnten im Rahmen einer möglichen zweiten Tranche Maßnahmen wie die „B 31, Friedrichshafen/Waggershausen-Friedrichshafen“, die „B 31 Überlingen/Ost bis Oberuhldingen“ sowie die „B 31 Oberuhldingen bis Meersburg West“ an die DEGES übergeben werden. Hierdurch würden alle Bedarfsplanmaßnahmen im Bereich des B 31-Streckenzuges zwischen Überlingen und Friedrichshafen bei der DEGES gebündelt.

„Ein einheitlicher Ansprechpartner für die Planung eines Streckenzugs wie zwischen Überlingen und Friedrichshafen hätte viele Vorteile und würde für eine tragfähige und vor allem in der Bodenseeregion konsensfähige Planung sorgen“, so Verkehrsminister Hermann zu dem Anliegen, perspektivisch alle ausstehenden Bedarfsplanmaßnahmen entlang der B 31 an die DEGES vergeben zu wollen.

Als weitere, für eine mögliche Übertragung infrage kommende Maßnahme ist die „B 27 AS Neckarsulm bis B 27/L 1095“ zu nennen. Mittelfristig wird jedoch eine räumliche Ausgewogenheit der DEGES-Vergaben über alle vier Regierungsbezirke hinweg angestrebt. Parallel hierzu läuft zusätzlich auch die Prüfung, inwiefern ein Einstieg der DEGES in die bereits laufende Bedarfsplanmaßnahme „B 33 Konstanz (Landeplatz) – Allensbach/W“ sinnvoll für den weiteren Projektfortschritt wäre.


Führungswechsel in der 2. Liga

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Bietigheim-Bissingen.| Top-besuchte Top-Begegnung in der 2. Handball-Bundesliga. Die SG BBM Bietigheim schlägt am Samstag den ASV Hamm-Westfalen mit 35:31 (18:14) Toren und tauscht dank des besseren Torverhältnisses mit dem Spitzenreiter die Plätze.

2574 Zuschauer in der EgeTrans Arena bedeuten den Zuschauerrekord der 2. HBL in der laufenden Runde. Und keiner hat sein Kommen am Samstag bereut. Die Spitzenpartie hielt das Niveau, das man sich von ihr erwartet hatte. Über weite Strecken war die SG BBM Bietigheim die dominierende Mannschaft.

Die gewonnene Tabellenführung mag Bietigheims Iker Romero überhaupt nicht kommentieren. „Für uns sind die zwei Punkte wichtig, die wir gegen ein richtig gutes Team geholt haben. Es ist großartig, was die Jungs da machen.“ Für Bundesliga-Absteiger Hamm-Westfalen war es die erste Punktspiel-Niederlage in dieser Saison. „Wir machen zu viele Fehler im Spiel und sind nicht an unser Maximum gekommen. Dann ist es extrem schwer, hier etwas mitzunehmen“, kommentierte ASV-Cheftrainer Michael Lerscht.

Angeheizt von der Kulisse in der EgeTrans Arena legen die Schwaben gleich richtig los, führen nach zehn Minuten und drei Treffern von Tom Wolf mit 7:2 Toren. Lerscht bittet zur ersten Auszeit. Sein Team übersteht die erste Drangphase der SG BBM, kommt zu ersten Ballgewinnen und schließt beim 9:8 wieder auf. Beide Teams sind darauf bedacht, den Gegner nicht ins Tempospiel kommen zu lassen. Bietigheims Abwehr steht gegen die wurfgewaltige Rückraumreihe des ASV, der Ball aber findet immer wieder den Weg an den Kreis zu Stefan Bauer und Philip Jungemann. Das gilt allerdings auch für die SG BBM Bietigheim. Die bärenstarken Jonathan Fischer und Fabian Wiederstein treffen am Kreis ohne einen Fehlversuch zusammen neunmal.

Hamm-Westfalen ist beim 15:14 drei Minuten vor dem Seitenwechsel noch gut im Rennen, ehe die SG BBM nicht zum ersten Mal in dieser Saison ihren Halbzeit-Endspurt auspackt und zur Pause mit 18:14 Toren führt. Was dann in Abschnitt Zwei folgt, ist auch typisch für die SG BBM in dieser Saison. Die Mannschaft um die beiden vierfachen Torschützen Paco Barthe und Juan de la Peña ist bemüht, eigene Fehler zu minimieren, sucht druckvoll ihre Chancen und findet auf die taktischen Defensiv-Varianten des ASV immer wieder Antworten. Der Tore-Abstand bleibt stabil. Auch als Hamm-Westfalen in Drangphasen mal auf 25:23 und 26:24 herankommt, erzeugt das keine Nervosität. Dass Iker Romero eine Viertelstunde vor dem Ende keine Auszeit benötigt, ist auch ein Zeichen des Vertrauens in sein Team.

Denn die Offensive läuft. In der 53. Spielminute ist der Vorsprung der Schwaben wieder auf 30:25 angewachsen, die SG BBM bleibt von allen Positionen torgefährlich und schwer ausrechenbar. Trotz torreicher Partie liegen die Torsteher auf beiden Seiten gut im Rennen. Bietigheims Fredrik Genz kommt auf 13 gehaltene Bälle (30 Prozent), Felix Hertlein und der zur Pause eingewechselte Marcos Vinicios Colodeti auf 15 Paraden. Hamm-Westfalen hat jetzt längst den zusätzlichen Feldspieler im Spiel, Bietigheim verteidigt aber clever seinen 5-Tore-Vorsprung.

„Wir sind auf einer richtig guten Linie“, freut sich Iker Romero für den Moment, wohl wissend, dass die nächste schwere Aufgabe gleich um die Ecke wartet. In drei Tagen müssen die Schwaben zum heimstarken TuSEM Essen. Deshalb: „Die Jungs können das Spiel genau bis morgen 10 Uhr feiern“, sagt Iker Romero. Dann steht die nächste Trainingseinheit auf dem Terminplan. „Es geht immer weiter“ – einer der Lieblingssprüche des Spaniers.

SG BBM Bietigheim: Baranasic, Genz; Vlahovic, Claus, Wolf (8/3), Schäfer (3/1), de la Peña (4), Wiederstein (2), Velz (3), Barthe (4), Hejny (1), Bader, Clarius, Pfeifer (3), Kaulitz, Fischer (7).

ASV Hamm-Westfalen: Hertlein, Colodeti; Huesmann (6/4), Fuchs, Schöttle (2), Schulze, Sterba (5), Jungemann (2), Zintel (5), Bornemann (4), Orlowski, Stüber, von Boenigk (2), Bauer (5).

Zeitstrafen: Wiederstein (32.), Barthe (40.) – Sterba (9.), Orlowski (14.), Jungemann (18., 59.), Bauer (22.), Fuchs (37.)

Siebenmeter: 4/5 – 4/4
Spielverlauf: 7:2 (11.), 9:8 (18.), 13:10 (23.), 14:13 (25.), 18:14 (30.), 22:17 (37.), 25:23 (46.), 30:25 (53.), 34:28 (57.), 35:31 (60.)
Schiedsrichter: Christian vom Dorff / Fabian vom Dorff (DHB Elitekader)
Zuschauer: 2574 (EgeTrans Arena, Bietigheim)

Bericht: Bernhard Gaus


Rahmenplan Stuttgart Rosenstein beschlossen

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Meilenstein im Stuttgarter Städtebau

Stuttgart.| Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat am Dienstag, 17. Oktober den Rahmenplan Stuttgart Rosenstein mit 13 Ja-Stimmen und zwei Gegenstimmen beschlossen. Die Planungen für Stuttgarts derzeit größtes Stadtentwicklungsprojekt wurden kürzlich beim Deutschen Städtebaupreis 2023 mit dem Sonderpreis „Klimaanpassung gestalten“ ausgezeichnet.

Wenn der künftige Hauptbahnhof in Betrieb genommen wird, können die oberirdischen Gleise zurückgebaut werden. 85 Hektar Fläche werden mitten im Zentrum Stuttgarts frei. Auf diesem Areal entsteht der neue Stadtteil Stuttgart Rosenstein. Der nun beschlossene Rahmenplan definiert die Leitlinien als ein „stabiles Gerüst“ für alle weiteren städtebaulichen, freiräumlichen und verkehrlichen Planungen und ist damit die Grundlage für die weiteren Prozesse zur Entwicklung des Stadtteils.

Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt sagte: „Heute haben wir einen Meilenstein für die Zukunft Stuttgarts auf den Weg gebracht. Der Rahmenplan Stuttgart Rosenstein ist beschlossen. Stuttgart Rosenstein wird zeigen, wie die Stadt der Zukunft aussehen soll. Grundlage für diese gelungene Planung waren zahlreiche Öffentlichkeitsbeteiligungen sowie die hervorragende Arbeit der Planerinnen und Planer. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten ausdrücklich bedanken. Nun heißt es, mutig weiter voranzugehen und die Vision von einem klimagerechten und resilienten Stadtteil im Herzen Stuttgarts Stück für Stück Wirklichkeit werden zu lassen.“

Die Planung fußt auf dem Siegerentwurf des internationalen offenen städtebaulichen Wettbewerbs der Arbeitsgemeinschaft asp Architekten und Koeber Landschaftsarchitektur. Die Abteilung Städtebauliche Planung Rosenstein des Amts für Stadtplanung und Wohnen entwickelte gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft asp und Koeber den städtebaulichen Rahmenplan auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses. Auch verschiedene Fachabteilungen der Landeshauptstadt – von der Stadtklimatologie bis zur Schulverwaltung – waren intensiv in den Prozess eingebunden. So beruht der Rahmenplan auf detailliert ermittelten Bedarfen und Anforderungen. Michael Hausiel, Leiter der Städtebaulichen Planung Rosenstein sagte: „Wir freuen uns sehr, diese umfangreiche und zukunftsweisende Planung nach einem intensiven Abstimmungsprozess auf den Weg gebracht zu haben – in hervorragender Zusammenarbeit mit den externen Büros sowie allen beteiligten Fachabteilungen und Ämtern.“

Drei Quartiere sind in Stuttgart Rosenstein geplant: Das Europaquartier, die Maker City sowie das Rosensteinquartier mit den Campus-Standorten. Verbindendes Element ist der Gleisbogenpark, der sich wie ein grünes Band durch Stuttgart Rosenstein zieht und an die bestehenden Quartiere anknüpft.

Inhalte des Rahmenplans

Der Rahmenplan beinhaltet neben den Planungsschichten – wie Mobilität, Nutzung und Freiraum – auch ein Regelwerk zu den einzelnen Teilquartieren sowie Handlungsempfehlungen zu den jeweiligen Bausteinen. Dabei unterscheidet er sich von einem herkömmlichen Rahmenplan: Es werden nicht nur städtebauliche Qualitäten definiert, er dient auch als Richtungsweiser für zukünftige Themen, die erst im weiteren Verlauf der Planung beantwortet werden können – aber bereits heute mitgedacht werden müssen.

Der künftige Stadtteil soll Leben, Arbeiten und Wohnen auf innovative Art und Weise wieder zusammenbringen. Dazu wird das Konzept der gemischten Stadt umgesetzt: Die Trennung zwischen Wohngebieten, Gewerbe-, Büro und Produktionsarealen löst sich auf. Es entsteht eine Vielzahl von Möglichkeiten zur gemeinschaftlichen Nutzung des Stadtraums. Insbesondere die „Stadt der kurzen Wege“, wonach ein Großteil der Einrichtungen fußläufig oder mit dem Fahrrad schnell erreichbar sein soll, trägt hierzu bei. In Stuttgart Rosenstein zu wohnen, heißt, zentral und dennoch im Grünen zu wohnen. Der Wohnraum entsteht für Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen. Gleichzeitig soll das Quartier unter den ökologischen Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit entwickelt werden. Dazu gehören eine durchdachte Flächennutzung und Auswahl der richtigen nachhaltigen Baustoffe, ein zukunftsfähiger Mobilitätsmix samt Infrastruktur und eine konsequente Durchgrünung des Stadtteils.

Ein zentrales Anliegen von Stuttgart Rosenstein ist die Schaffung von Wohnraum: Insgesamt sollen zwischen 4 700 und 5 800 Wohneinheiten entstehen, viele davon als geförderter Wohnraum. Darüber hinaus wird es Schulen, Kitas, Sportanlagen sowie Kultureinrichtungen geben.

Konstruktive Debatten im Gemeinderat

Noch vor einigen Monaten fand im Gemeinderat eine Debatte über einige Aspekte des Rahmenplans statt, darunter die Anzahl der Wohnungen, die Höhenentwicklung entlang der Parkkante und die Anbindung des Quartiers an seine direkt angrenzenden Stadtviertel und Grünflächen. Man einigte sich und nahm Anpassungen vor. Peter Pätzold: „Ich denke, diese Debatte hat sich gelohnt. Wir konnten dadurch heute einen Rahmenplan beschließen, den nahezu alle Fraktionen im Gemeinderat uneingeschränkt unterstützen. Dies gibt uns Rückenwind für die weitere Entwicklung dieses zukunftsweisenden Projekts.“

Das Gebiet C1, die „Maker City“ rund um die Wagenhallen, ist ein IBA’27-Projekt und wird als erstes der drei Quartiere entwickelt, da hier keine Gleise zurückgebaut werden müssen. Hier entsteht auch der Interimsstandort für die Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Im europaweiten Wettbewerb setzte sich der gemeinsame Entwurf von a+r Architekten (Stuttgart) & NL Architects (Amsterdam) durch. Der Bau des Interimsstandorts ist ein gemeinsames Projekt von Stadt und Land. Das Vergabeverfahren für die Architektur soll noch in diesem Jahr durch das Hochbauamt abgeschlossen werden. Für den zweiten großen Teil des IBA’27-Projekts – die Öko- und Sozialpioniere – soll Anfang 2024 die Grundsatzvorlage zur Entwicklung und Vermarktung der Baufelder eingebracht und beschlossen werden, damit auch hier die weiteren Verfahrensschritte bis zur Vergabe der Baufelder erfolgen können.

*Eine Übersicht über die Planungen gibt es auf rosenstein-stuttgart.de/projekt


Zwei neue bedeutende Photovoltaik-Anlagen vorgestellt

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Stuttgarter Solaroffensive:  das Jahr 2023 nimmt beim Ausbau eine Spitzenposition ein

Stuttgart.| Am Montag, 16. Oktober, sind in der Landeshauptstadt Stuttgart zwei neue bedeutende Photovoltaik-Anlagen im Beisein von Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, vorgestellt worden. Das Jahr 2023 wird damit Rekordjahr für den Ausbau der Nutzung von Sonnenenergie in Stuttgart. Im laufenden Jahr wurden bereits 1.800 neue PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von 13,5 Megawatt peak (MWp) der Bundesnetzagentur gemeldet. Im Vergleich dazu wurden zwischen den Jahren 2010 bis 2019 durchschnittlich 194 Anlagen mit durchschnittlich 2,9 MWp zugebaut. Die Trendwende kam im vergangenen Jahr, als 827 Anlagen mit 7,6 MWp neu installiert worden sind.

„Wir freuen uns über den Rekordzubau im Stadtgebiet und über das gute Vorankommen beim Photovoltaik-Zubau auf städtischen Liegenschaften“, sagte Bürgermeister Peter Pätzold anlässlich der Einweihung einer der bisher größten städtischen PV-Anlagen auf der Betriebsstelle der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) in Stuttgart-Wangen. „Der Ausbau von erneuerbaren Energien als wichtige Klimaschutz- maßnahme hat in Stuttgart Fahrt aufgenommen. Mit unseren 250 städtischen PV- Anlagen reduzieren wir bereits heute den CO2-Ausstoß und machen uns unabhängig von Energieimporten. Der Ausbau von erneuerbaren Energien muss zukünftig weiter beschleunigt werden. Die Stadtverwaltung hat daher ein Klimaschutzpaket von rund zwei Milliarden Euro an Finanz- und Personalmitteln für den kommenden städtischen Haushalt bis zum Jahr 2028 für klimafreundlichen Maßnahmen vorgesehen.“

Die Photovoltaik-Anlage auf dem neu errichteten Betriebshof der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) in der Gingener Straße in Stuttgart-Wangen ist mit besonders effizienten bifazialen Photovoltaik-Modulen ausgestattet und kann mit einer Leistung von 272,8 kWp jährlich rund 292.000 kWh klimaneutralen Strom erzeugen. Die bifazialen PV-Module können sowohl die direkte Sonneneinstrahlung auf der Vorderseite als auch indirektes Licht auf der Rückseite zur Stromerzeugung nutzen.

„Nach der kontinuierlichen Elektrifizierung der AWS-Flotte ist der Ausbau der Photovoltaik-Anlagen auf unseren Gebäuden der nächste Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität“, sagte der Geschäftsführer der AWS, Markus Töpfer, anlässlich der Vorstellung der Photovoltaik-Anlage. „Mit dem selbst produzierten Ökostrom inunseren Fahrzeugen können wir mit sauberer Energie für die Sauberkeit in unserer Stadt sorgen – die Umwelt profitiert gleich doppelt“, unterstrich Töpfer.

Im Anschluss stellte der Leiter des Amtes für Umweltschutz, Andreas Neft, die neue Photovoltaik-Anlage auf dem begrünten Dach seines Amtsgebäudes in der Gaisburgstraße in Stuttgart-Mitte vor. „Wir sind besonders stolz, erstmals auf einem von der Stadt angemieteten Gebäude eine PV-Anlage zu betreiben. Die Anlage mit 64,6 kWp Leistung wurde als Spezialkonstruktion in die bestehende Dachbegrünung integriert, sodass neben der Eigenerzeugung von klimafreundlichem Strom auch das lokale Mikroklima profitiert.“

Beide Photovoltaik-Anlagen wurden geplant und errichtet von der Energiedienste der Landeshauptstadt Stuttgart GmbH, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Stuttgart.


Notlage bei Flüchtlingsunterkünften spitzt sich immer mehr zu

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Stadt muss Belegung von Sport- und Versammlungshallen vorbereiten

Stuttgart.| Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper schlägt in Sachen Flüchtlingsunterbringung Alarm, weil eine Belegung von Sport- und Versammlungshallen ab Dezember 2023 nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Nopper sagt: „Unsere Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Es war und ist unser erklärtes Ziel, Sport- und Versammlungshallen – wenn irgend möglich – nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen, da dies für alle Beteiligten mit Nachteilen verbunden ist. Da allerdings Anfang dieser Woche überraschend Angebote von Hotelbetreibern zur Unterbringung von 600 Flüchtlingen zurückgezogen wurden, bleibt uns Stand heute nichts anderes übrig, als die Belegung von Sport- und Versammlungshallen ab Dezember 2023 vorzubereiten. Die Belegung von Sporthallen ist aus unserer Sicht der letztmögliche Weg, weswegen wir in den nächsten Tagen und Wochen nochmals alle Alternativen zur Belegung von Sporthallen intensiv prüfen werden.“ Nopper appelliert in diesem Zusammenhang an die Bundesregierung: „Berlin muss unverzüglich die Notbremse in Sachen ungebremster und unkontrollierter Zuwanderung ziehen, so kann es nicht mehr weitergehen!“

In folgenden Objekten soll eine Flüchtlingsunterbringung genauer geprüft werden:

  • Turn- und Versammlungshalle Hedelfingen
  • Turn- und Versammlungshalle Obertürkheim
  • Turn- und Versammlungshalle Ost an der Raichberg-Realschule
  • Alfred-Wais-Halle in Birkach
  • Sporthalle Sillenbuch am Geschwister-Scholl-Gymnasium
  • Sporthalle Weilimdorf am Solitude-Gymnasium

Damit müssen diese Hallen gegebenenfalls in den kommenden Wochen vorübergehend geschlossen werden. Ob und wann dies jeweils der Fall sein wird und wie viele Plätze jeweils geschaffen werden könnten, ist noch offen. Die Verwaltung prüft aktuell die Gegebenheiten. Der Sportbetrieb soll jeweils bis kurz vor Beginn der Umbaumaßnahmen aufrechterhalten werden. Darüber hat die Stadt Betreiber und Nutzer am Donnerstag kurzfristig informiert.

Der Bürgermeister für Wirtschaft Finanzen und Beteiligungen Thomas Fuhrmann sagt: „Das ist ein harter Einschnitt für uns alle. Es ist der Stadt in den vergangenen anderthalb Jahren gelungen, alle Geflüchteten gut unterzubringen. Wir waren froh, dass wir die Halle am Kultur- und Sportzentrum in Münster nach nur einigen Monaten wieder ihrem eigentlichen Betrieb überführen konnten. Der weitere Zuzug von Geflüchteten lässt uns nur noch diese Option, trotz kurzfristiger Ausweitung der Hotelkapazitäten um ca. 400 Plätze. Weil die Hallenbelegungen Schulen, Vereine und Veranstaltungen massiv beeinträchtigen, wollten wir diesen Schritt unbedingt vermeiden. Wir befinden uns jetzt in einer Notsituation und bitten daher um das Verständnis der betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner, insbesondere um das Verständnis der Schulgemeinschaft und der Sportvereine als Nutzer der Hallen.“, so Fuhrmann weiter.

Die Stadt wird in den kommenden Wochen die Böden abdecken, Schlafbereiche abtrennen, Sanitärmöglichkeiten schaffen sowie Wasserzu- und -abflüsse legen. Darüber hinaus wird sie Aspekte der Sicherheit und des Brandschutzes umsetzen und soziale Träger für die Betreuung gewinnen. Zudem muss die Verwaltung mit den betroffenen Schulen eine veränderte Planung für einen gegebenenfalls eingeschränkten Sportunterricht erarbeiten.

Die Entscheidung für die Standorte sei aufgrund mehrerer Kriterien gefallen. Fuhrmann sagt: „Wir haben analog zu 2015 geprüft, welche Standorte sich eignen. Dann haben wir geschaut, dass die Hallen beheizbar sind, dass ausreichend Toiletten und Duschen vorhanden sind oder in Containern bereitgestellt werden können. Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr war ein Faktor. Wesentlich ist für uns, dass die Unterbringung kleinräumig ist und die Standorte dezentral über das Stadtgebiet verteilt liegen, um so eine Ballung an bestimmten Orten zu vermeiden.“ Fuhrmann verweist darauf, dass die Hallen zunächst den Bedarf für November deckten.

Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration Dr. Alexandra Sußmann sagt: „Wir stehen zu unserer rechtlichen und humanitären Verpflichtung, Geflüchtete unterzubringen. Bislang war es im Alltag vieler Stuttgarterinnen und Stuttgarter kaum spürbar, dass mittlerweile über 9.000 Menschen in städtischen Unterkünften leben – so viele Geflüchtete wie seit Jahrzehnten nicht. Jetzt zeichnet sich ab, dass wir Hallen belegen müssen. Das führt zu spürbaren Einschränkungen im Alltag Vieler. Wir bedauern das sehr, sagen zugleich: Wir sind eine offene und liberale Stadt und wir wollen, dass sich Geflüchtete hier gut integrieren können. Deswegen setzen wir uns auf allen Ebenen dafür ein, diese Lage zu entspannen: Für alle, die bereits hier sind, und für alle, die in den nächsten Wochen kommen werden. Wir appellieren an Bund und Land, den Kommunen zur Seite zu stehen und für Entlastung zu sorgen. Wir werden andernfalls einer verantwortungsvollen und sozialverträglichen Unterbringung nicht mehr gerecht und können keine weiteren Aufnahmen verantworten.“

In Stuttgart sind in städtischen Unterkünften derzeit gut 9.000 Geflüchtete untergebracht – vor acht Jahren war es nur etwa die Hälfte, als die Stadt in eine Hallenbelegung gehen musste.


Sebastian will leben – er sucht einen Stammzellspender

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Sebastian ist erst 20 Jahre alt. Sein ganzes Leben ist voller Träume, Hoffnungen und Pläne. Doch diese werden wie aus dem Nichts durch die Diagnose Blutkrebs zerstört.

Sebastian kämpft, wie er es auch schon als Sportler getan hat. Aufgeben ist für ihn keine Option. Doch er bekommt nur eine Chance auf ein weiteres Leben durch eine Stammzellspende, wenn irgendwo der passende Lebensretter oder die passende Lebensretterin gefunden wird.

Sebastian ist der totale Familienmensch und absolut loyaler Freund. Er, der sonst immer für andere da ist, immer ein offenes Ohr hat, braucht nun unsere Hilfe. Bitte teilen Sie den Aufruf. Denn nur wer registriert ist, kann

Auch als perfekter Spender gefunden werden. Jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren kann sich am Samstag, den 14.10.2023 von 11-15 Uhr im Synlab MVZ Leinfelden-Echterdingen, Nikolaus-Otto-Str. 6, 70771 Leinfelden registrieren lassen.

Alle, die es nicht zeitlich schaffen, können sich über Sebastians Registrierungsseite www.dkms.de/sebastian ein Registrierungsset nach Hause bestellen.


Besucherrekord auch im Fürstenbergzelt auf dem Wasen

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Stuttgart.| Am Sonntag ging das 176. Cannstatter Volksfest mit einem Besucherrekord von 4,3 Millionen Menschen zu Ende. Auch der jüngste Festwirt Moritz Haake (36) zeigt sich sehr zufrieden: „Das war mein erster Wasen als neuer Wirt im Fürstenbergzelt und ich bin begeistert. Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an Stuttgart, aber die letzten 17 Tagen haben alles übertroffen.“

Das Fürstenbergzelt konnte einen Gästezuwachs von mehr als 30% zum Vorjahr verzeichnen, was sogar nochmal deutlich über den Schnitt der allgemeinen Besuchszahlen des Wasenjahres 2023 liegt und eine Bestätigung dafür ist, dass der neue Festwirt aus München gut angenommen wird.

Neuer Festwirt begeistert von Stuttgart

„Wir hatten keine nennenswerten Zwischenfälle im Zelt, das ist immer das Wichtigste. Von Bundesligaprofis und Stadtprominenz über ein Zelt voller Soldatinnen und Soldaten bis hin zur rüstigen Seniorenrunde hatten wir alle Arten von Gästen bei uns, die man sich nur vorstellen und wünschen kann“, erklärt Moritz Haake, der in München mehrere Lokale betreibt und Stuttgart bislang selbst nur als Gast kannte: „Stuttgart ist sehr besonders, wir fühlen uns richtig wohl hier. Es sind großartige Gäste.“

Krönender Abschluss war der Finaltag, an dem das zweitgrößte Zelt des Wasens noch einmal komplett ausgebucht war. „An einem Sonntag das Zelt bis spät in den Abend hinein voll zu bekommen, ist nicht leicht. Wir hatten einen phänomenalen Studententag bei uns im Zelt. Als kurz nach dem Musikfeuerwerk 4.500 Wunderkerzen im Zelt angingen, um gemeinsam das Ende des Volksfests zu feiern, gab es im Team nicht nur Gänsehaut, sondern auch Tränen“, heißt es vom Wirt.

Lobende Worte und große Zukunftspläne

Moritz Haake findet besonders lobende Worte für seine über 200 Mitarbeiter im Fürstenbergzelt: „Ein besonderer Dank gilt meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne die es nicht so gelaufen wäre, wie es war. Zudem möchte ich mich bei allen anderen Schaustellern und Festwirten bedanken, die mich als Münchner hier so toll aufgenommen haben. Der größte Dank gilt aber den besten Gästen der Welt.“

Haake und sein Team werden das Fürstenbergzelt natürlich auch im nächsten Jahr wieder betreiben und haben große Pläne: „Wir haben uns das jetzt mal genau angeschaut und schon viele Ideen, wie wir das Zelt umbauen und noch atemberaubender machen können. Nach dem Wasen ist vor dem Wasen, die Planung beginnt bereits in dieser Woche.“


Bietigheim hält in der Liga Kurs

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von Bernhard Gaus

Der überraschende Pokalerfolg gegen den TSV Hannover-Burgdorf hat die SG BBM Bietigheim nicht vom Ligageschäft ablenken können. Der Tabellenzweite gewinnt am Sonntag seine Heimpartie gegen den VfL Lübeck- Schwartau auch in der Höhe verdient mit 34:25 (16:14) Toren.

Das war ein Statement der Jungs von Iker Romero. Die Mannschaft um Kapitän Paco Barthe nimmt den Schwung in die Liga mit, macht genau dort weiter, wo sie beim 31:29 über Hannover-Burgdorf aufgehört hatte und festigt ihren zweiten Tabellenplatz. „Das war durch den Pokalsieg eine besondere Woche und eine besondere Situation für uns“, sagt der SG BBM-Coach. Die potenzielle Fallhöhe war es „nach den vielen Gratulationen“ auch. Doch die Bedenken wischten die Bietigheimer Handballer spätestens mit einer bärenstarken zweiten Halbzeit weg.

„Die Halle war heute unser 17. Mann“; freute sich Romero über den Rückenwind der 1038 Fans in der altehrwürdigen Viadukthalle. „Das war heute unglaublich wichtig für uns.“ Denn lange Zeit in der ersten Hälfte lief das Spiel noch auf Augenhöhe. Beide Teams versuchten schon in der Anfangsphase aufs Tempo zu drücken. Lübeck-Schwartau fand mit breit angelegtem Angriffsspiel und schnellen Bällen die Lücken in Bietigheims Defensive. VfL-Keeper Nils Conrad war mit sieben Paraden vor der Pause gut im Spiel, Einar Nickelsen mit vier Toren ihr erfolgreichster Werfer im ersten Abschnitt. Dennoch sollte das 3:4 nach wenigen Minuten die letzte Führung der Hansestädter gewesen sein. Die SG BBM kam ins Rollen und stabilisierte ihre Defensive.

„Die Abgezocktheit machte heute den Unterschied“, kommentierte VfL-Coach David Röhrig. „Bietigheim steckt Phasen, in denen wir ausgleichen weg. Wir sind noch nicht so gefestigt.“ Lübeck-Schwartau gleicht eine Bietigheimer 11:8-Führung zum 11:11 aus. Doch der Konter der Gastgeber kommt prompt. Bietigheim führt zur Pause wieder mit 16:14 Toren.

Bietigheims Angriffsspiel rollt inzwischen, doch für Iker Romero ist die knappe Führung etwas schmeichelhaft. Der Spanier vermisst den Spaß im Spiel seiner Jungs, ein Thema in der Halbzeitansprache. Den Spaß scheinen die Bietigheimer Handballer dann rasch wiedergefunden zu haben. Bietigheim agiert aus einer aufmerksamen Abwehr, provoziert technische Fehler der Gäste, trifft im Tempospiel die richtigen Entscheidungen, feuert mit hoher Abschlussquote. „Wir haben in sehr kurzer Zeit sehr viele Gegentore erhalten, machen sehr viele Ballverluste“, so David Röhrig. „Dann entgleitet uns das Spiel in der zweiten Hälfte völlig.“

Aus Bietigheims knapper Halbzeitführung wird ein beruhigendes 21:16 (38.) und nach einer Dreiviertelstunde eine komfortable 27:18-Führung. Bietigheim drückt dem Spiel jetzt dominant seinen Stempel auf, leistet sich nach der Pause überhaupt keine Schwächephase und bleibt am Drücker. Vor der Pause waren es Tom Wolf und Dominik Claus, die die Tore machen. Im zweiten Abschnitt glänzt Christian Schäfer als siebenfacher Torschütze und Jonathan Fischer wird am Kreis in Szene gesetzt. Es läuft.

Fünf Minuten vor dem Ende wird der Bietigheimer Vorsprung beim 32:22 zweistellig. Die Defensive der SG BBM hatte sich mit nur acht Gegentoren in Halbzeit Zwei bis zu diesem Zeitpunkt längst ein Extralob abgeholt.

SG BBM Bietigheim: Baranasic, Genz; Michalski, Claus (6), Wolf (7/3), Schäfer (7/3), de la Peña (2), Wiederstein (2), Velz, Barthe (2), Hejny, Bader, Clarius, Pfeifer (3), Kaulitz, Fischer (5).

VfL Lübeck-Schwartau: Dreyer, Conrad; Östenberg, Leitz, Hagedorn, Löftström (3), Skorupa (2), Patzel (1), Blaauw, Schrader (5), Kretschmer (4), Nickelsen (6), Speckmann (4/2), Geenen, Bruhn.

Zeitstrafen: Barthe (4., 20.), Wiederstein (27., 42.) – Skorupa (16.), Löftström (23.), Schrader (25.), Speckmann (50.)
Siebenmeter: 6/8 – 2/3
Spielverlauf: 3:4 (4.), 7:4 (11.), 9:7 (16.), 11:11 (21.), 16:14 (29.), 21:16 (38.), 27:18 (48.), 30:21 (51.), 33:23 (57.), 34:25 (60.)
Schiedsrichter: Thomas Hörath / Timo Hofmann (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 1038 (Viadukthalle Bietigheim)


Online‐Terminvergabe für Notfälle in der Ausländerbehörde startet

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  • Ab Montag, 09.10.2023, ist Registrierung möglich
  • Termine für Notfälle im Ausländerrecht werden ab Montag, 9. Oktober, online vergeben.

Stuttgart.| Dieses Verfahren ersetzt die Ausgabe von Wartemarken vor der Ausländerbehörde. Damit unternimmt die Stadt einen weiteren Schritt, um die Warteschlangen vor dem Gebäude abzubauen. Die Option der Notfalltermine richtet sich an Personen, deren Aufenthaltstitel abgelaufen ist oder innerhalb der nächsten sieben Tage ablaufen wird. Darunter fallen die Aufenthaltserlaubnis, das Visum und die Fiktionsbescheinigung. Um in die Terminvergabe aufgenommen zu werden, können sich Betroffene ab Montag unter  www.stuttgart.de/aufenthalt in eine Datenbank eintragen.

Die Registrierung erfolgt für jede Person einzeln. Anschließend sind die entsprechenden Dokumente hochzuladen. Die Notfalltermine werden entsprechend der Reihenfolge des Ablaufdatums vergeben, sprich: früheste Ablaufdaten werden zuerst berücksichtigt. Die Termine werden per E‐Mail kommuniziert. Betroffene müssen an den Werktagen ihre E‐Mails kurz vor Öffnung der Behörde checken: am Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag gegen 7.45 Uhr, am Donnerstag gegen 10.15 Uhr. Wer einen Termin erhalten hat, begibt sich dann direkt zur Behörde. Vor Ort wird geprüft, ob die Daten korrekt sind. Nur wer korrekte Angaben gemacht hat, kann berücksichtigt werden. Termine, die nicht wahrgenommen werden, gelten als abgesagt. In diesem Fall ist eine erneute Registrierung erforderlich.

Die Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung, Susanne Scherz, sagt: „Die Situation ist für unsere Kundschaft und auch die Mitarbeitenden eine große Belastung. Die Online‐Terminvergabe für Notfälle ist ein wichtiger Schritt für eine bessere Kundensteuerung. Sie reduziert die Wartezeit vor Ort. Gleichzeitig arbeiten wir daran, das Kundenmanagement und die Informationen zu verbessern.“ Sie bittet Kundinnen und Kunden, sich auf der Homepage zu informieren, um vor allem das unnötige Warten vor dem Gebäude zu vermeiden. Scherz weiter: „Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen beobachten, ob und wie sich diese Terminvergabe bewährt und bei Bedarf nachsteuern. Den Kolleginnen und Kollegen, die nun binnen weniger Wochen diese Entwicklung ermöglicht haben, danke ich für diese Kraftanstrengung neben dem laufenden Dienstbetrieb.“

Die Amtsleiterin ergänzt: „Wir wissen, dass auch die Anträge rund um Ausbildung und Arbeitsverträge für die Menschen von größter Dringlichkeit sind. Nach den Kooperationen etwa mit der IHK oder der Handwerkskammer bauen wir derzeit ein Team auf, dass die erforderlichen Abfragen beispielsweise bei der Bundesagentur für Arbeit schneller auf den Weg bringen kann. Wir erhoffen uns hiervon in diesem Bereich Entlastung und bitten darum, von wiederholten Anfragen zu bereits eingereichten Anträgen abzusehen. So können wir unsere Personalkapazitäten auf die Bearbeitung der zahlreichen Antragverfahren konzentrieren.“