Region schlägt Flächen für Windkraftanlagen vor

Vorgaben zum Ausbau erneuerbarer Energien sollen erfüllt und in Einklang mit dem Schutz von Menschen, Natur und Landschaft stehen. Regionalversammlung beschließt Planentwurf zur Beteiligung der Öffentlichkeit.

Die Planungen zur Nutzung erneuerbarer Energie in der Region Stuttgart werden der Öffentlichkeit vorgestellt. In der Sitzung der Regionalversammlung wurden infrage kommende Flächen und Auswahlkriterien präsentiert. Die Regionalrätinnen und -räte haben entschieden, der Empfehlung der Verwaltung zu folgen und den Offenlagebeschluss zur Teilfortschreibung des Regionalplans für das Thema „Windkraft“ gefasst. Die Teilfortschreibung schafft die rechtlichen Voraussetzungen zum Bau von Windkraftanlagen und ist notwendig, um das gesetzlich vorgegebene Flächenziel von mindestens 1,8 % (Wind) der Regionsfläche zu erreichen. Falls dieses Ziel nicht erreicht werden kann, würde es aus rechtlicher Sicht bedeuten, dass ein viel höherer Anteil der Regionsfläche bebaut werden könnte – ohne Rücksicht auf Landmarken oder der Umzingelung von Gemeinden.

Berücksichtigte Kriterien

Der Verband Region Stuttgart hat dabei die Verpflichtung, die Vorgaben zum Ausbau erneuerbarer Energien zu erfüllen und gleichzeitig den Schutz von Menschen, Natur und Landschaft soweit möglich zu gewährleisten. Daher wurden bei der Festlegung der infrage kommenden Vorranggebiete neben rechtlichen Einschränkungen auch weitere Auswahlkriterien berücksichtigt. Hierzu zählt ein Vorsorgeabstand zwischen Vorranggebieten und Wohnbebauung von 800 Metern. Damit hat die Region einen größeren Abstand als die rechtlich notwendigen 700 Meter zugrunde gelegt. Eine Ausweitung des Abstands über 800 Meter würde hingegen das Erreichen des Flächenziels gefährden. Neben Immissions- und Naturschutzaspekten wurde auch die Bedeutung historischer Denkmäler (z.B. Grabkapelle auf dem Württemberg) und UNESCO-Weltkulturerbestätten, deren großräumige Umgebung geschützt werden muss, bedacht.

In einem umfassenden Umweltbericht, der im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung zusammengestellt wurde, werden die mitunter erheblichen Wirkungen auf die Erholungsqualität, das Landschaftsbild und die Tier- und Pflanzenwelt dargestellt. Gebiete mit bereits bestehenden bzw. genehmigten Anlagen wurden bei der Auswahl möglicher Vorranggebiete besonders berücksichtigt. Damit wird angestrebt, Anlagen an Standorten mit bereits bestehender Beeinträchtigung des Landschaftsbildes zu konzentrieren. Zudem können dort bestehende Anlagen in Zukunft durch neue, leistungsstärkere ersetzt werden.

Weiteres Vorgehen

Der Planentwurf wird den Städten, Gemeinden und Trägern öffentlicher Belange mit der Bitte um Stellungnahme zugesendet. Die Öffentlichkeit kann den Planentwurf sowie den Umweltbericht und ergänzende Unterlagen in der Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart, den Landratsämtern sowie auf der Homepage des Verbands Region Stuttgart einsehen. Zudem sind in unterschiedlichen Gemeinden sowie Online-Informationsveranstaltungen geplant, um die Planinhalte und das Verfahren zu erläutern und Fragen zu beantworten. Die Regionalversammlung wird sich mit allen eingehenden Stellungnahmen befassen.

Stimmen der Fraktionen

Roland Schmid (CDU/ÖDP) ging auf das Verbandsgesetz ein, in dem das Leitbild der Regionalentwicklung die naturnahe Entwicklung und den Erhalt der Landschaftsräume an vorderster Stelle sieht. Gleichzeitig betonte Schmid: „Der Klimaschutz und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes, auch durch Windkraftanlagen, entspricht den Grundsätzen der regionalen Arbeit.“ Es sei Kernaufgabe, den Klimaschutz bestmöglich im Regionalplan zu integrieren. Für seine Fraktion sei bei allen Entscheidungen mit gesellschaftlicher Tragweite zentral, den Rückhalt der Mehrheit der Bevölkerung zu sehen. So würde die Fraktion vier Prämissen bei der Planung sehen: Man wolle ein gutes Angebot für die Umsetzung von Windkraftanlagen machen, dem Wildwuchs vorbeugen, die Voraussetzungen für ausreichende Flächen für die Windenergienutzung schaffen und nicht zuletzt, sei mit der Offenlage der Teilfortschreibung noch nichts beschlossen. „Wir behalten uns die Entscheidung im Einzelfall und den Blick auf die konkrete landschaftliche Umgebung vor“, bekräftigte Schmid. Um entsprechende Spielräume zu haben, habe seine Fraktion auch den 800 Metern Abstand zugestimmt. „Wir vertrauen darauf, dass die neuen Perspektiven der Windkraft auch genutzt werden.“

Der Klimawandel sei wahrhaftig da, sagte Leo Buchholz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Der gemeinsame Beschluss zur Windkraft sei ein Baustein für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und dazu noch für regionale Wertschöpfung. „Wie alle Regionen der Welt muss auch die Region Stuttgart ihren Einfluss nutzen und sich der gigantischen Herausforderung der Klimakrise stellen.“ Die Windkraft sei unverzichtbar, um Kohle, Öl und Gas als Energieträger zu ersetzen und den immer weiter anwachsenden Energiehunger zu stillen. „Die Standorte aus dem Offenlageentwurf sind die objektiv besten Standorte der Region“, betonte Buchholz, weil sie drei Kriterien erfüllten: „Sie haben ein starkes Winddargebot von über 215 W/m², sie halten Abstand zu den Siedlungen und sie führen zu keinen ausschließbaren Zielkonflikten.“ Den im Vergleich zur Landesempfehlung von 800 auf 900 Meter vergrößerten Abstand trage seine Fraktion als politischen Kompromiss zum Wohle des Verfahrens mit.

„Unsere Fraktion wird sich wie bisher kon­struktiv und positiv zur Windkraft positionieren, auch wenn damit vor Ort teils kontroverse Debatten verbunden sind“, erklärte Thomas Bernlöhr (Freie Wähler). Wir drücken der Verbandsgeschäfts­stelle und uns die Daumen, dass der aktuelle Anlauf in der geltenden Systematik tatsäch­lich das Verfahren zur Rechtskraft bringt.“ Die regionalpolitische Debatte, wie viele Standorte am Ende im Satzungsbeschluss noch enthalten sein sollten, habe sich durch das gesetzliche Mindestziel an Fläche erledigt. Inwieweit sich die potenziellen Flächen verringern, wisse man aber erst nach der Trägerbeteiligung. Deshalb sei es auch noch offen, wie viel Manövriermasse für eine regionalplane­rische Abwägung bleibe. Hauptsache sei, man bleibe am Ball.

„Die Akzeptanz von Windkraftanlagen hat sich seit unserem letzten Suchlauf ab 2015 verändert, die Einsprüche sind nicht mehr so stürmisch“, stellte Regina Traub (SPD) fest. Das Land Baden-Württemberg mache es sich dennoch einfach und habe die zentrale Herausforderung an die Regionalverbände delegiert. Traub war sich sicher, dass in den technischen Weiterentwicklungen noch viele Optionen stecken, um Beeinträchtigungen zu reduzieren und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Außerdem „hat sich der Verband bei der Ausweisung von Vorranggebieten intensiv mit den Ausschlusskriterien beschäftigt“. Tabubereiche wie Biotope, der Artenschutz und Landmarken seien ebenso gewürdigt worden wie das Thema „Umzingelung“, um die Überlastung von Teilbereichen zu verhindern. In diesem Sinne sei auch der Abstand von 800 Metern zum Siedlungsbereich mehrheitlich festgelegt worden. „Mit unserer Planung steht aber noch kein einziges Windrad.“ Die Genehmigungsphasen müssten deshalb deutlich verringert werden.

„Erneut müssen kommunale Entscheidungsträger unter den surrealen Zwangsvorgaben der Bundesregierung leiden“, kritisierte Daniel Lindenschmid (AfD/FR), „wenn 1,8 Prozent der Landesfläche mit Windindustrieanlagen zugepflastert werden sollen.“ Zeitgleich mit dem Ausbau dieser „Vogel- und Insektenschreddern“ werde die Kernenergie als eine der zuverlässigsten Energiequellen der Gegenwart eliminiert, würden jahrhundertealte Kulturlandschaften verschandelt. Allein, um die Abschaltung von Neckarwestheim II zu kompensieren, würden mindestens 1.100 Windindustrieanlagen benötigt. Auch das Ziel „Netto-Null beim Flächenverbrauch bis 2035“ werde in diesem Zusammenhang nicht einmal mehr thematisiert. Schlussendlich müsse der Verband den „Zwangsvorgaben“ der Bundesregierung und diesem „verhängnisvollen Irrweg“ folgen.

Kai Buschmann (FDP) äußerte Unzufriedenheit darüber, dass die nicht öffentlichen Sitzungen des Planungsausschusses dazu genutzt wurden, „quasi stillschweigend einen ‚Vorsorgeabstand‘ von 800 Metern einzuführen“. Dieser Abstand, den seine Fraktion als viel zu gering in der dichtbesiedelten Region erachte, sei eine „willkürliche Festlegung zum Schaden der betroffenen Menschen. 900 Meter Vorsorgeabstand würde die FDP noch mittragen, denn auch diese würden reichen, um das Planziel zu erreichen. Diese Planziffer würde immer noch ausreichenden Puffer zu den 1,8 Prozent bieten. Buschmann kritisierte, dass die Möglichkeit mit weniger dicht besiedelten Regionen über einen Flächenüberhang für Windenergie und einen entsprechenden Ausgleich zu verhandeln, „geradezu unterschlagen worden sei“. „Aufgrund der Fertigstellungsfrist des Regionalplans Ende nächsten Jahres ist dieser Zug jetzt leider abgefahren“, bedauerte Buschmann. Der Antrag der FDP-Fraktion, den Vorsorgeabstand von 900 Metern zur Wohnbebauung in der Planung zu berücksichtigen, wurde mehrheitlich abgelehnt.

Christoph Ozasek (DIE LINKE/PIRAT) konstatierte: „Der Nachholbedarf bei den Erneuerbaren Energien ist immens.“ Und dies, obwohl die Region reich an windhöffigen Lagen sei und in Uhingen der Prototyp aller modernen Windkraftanlagen entwickelt wurde. „Es mangelt bis heute an einer wirksamen Klimaschutzstrategie im Regionalverband. Gerade einmal zwei Prozent CO2-Einsparung wurden seit 2012 realisiert.“ Im Sektor Energieerzeugung habe die Region nun die Chance, hier eine Strategie auszuformen. Es müsse das gemeinsame Anliegen sein, die Fachplanung zum Erfolg zu führen. Ozasek zeigte sich daher zufrieden, dass mit der Offenlage des Fachplans nun 95 Quadratkilometer Potenzialfläche für die Windenergienutzung in die Anhörung gehen. „Der Wohlstand unserer Region hängt unmittelbar an der Verfügbarkeit bezahlbarer, regenerativer Energie“, schloss Ozasek.


Gemeinderat: Videobeobachtung wird fortgeführt

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Polizei zieht erneut positive Bilanz

Stuttgart.| Aus Sicht von Stadt und Polizei hat sich die in bestimmten Bereichen der Stuttgarter Innenstadt eingeführte Videobeobachtung bewährt. Das zeigt eine Bilanz von Mai bis September 2023, die Polizei und Stadt nun dem Gemeinderat vorlegten. Der Rat stimmte am Donnerstag, 26. Oktober, der Fortführung der Beobachtung zu.

Die Polizei wertet seit Mai 2022 Bilder von 30 Kameras aus, die sich an acht Standorten befinden: So werden die Bereiche Oberer Schlossgarten, Schlossplatz, Kleiner Schlossplatz sowie die Zugänge der ÖPNV-Haltestelle Schlossplatz Freitag- und Samstagnacht jeweils von 20 bis 6 Uhr überwacht. Dies gilt auch in den Nächten vor einem Feiertag. Ausnahmen gibt es bei Veranstaltungen oder Versammlungen an diesen Orten. Alle Videoaufnahmen werden live im Führungs- und Lagezentrum der Polizei ausgewertet. Sie werden nach 72 Stunden gelöscht, soweit sie nicht im Einzelfall als relevante Beweismittel in Ermittlungsverfahren benötigt werden.

Die Polizei hat seit dem Frühjahr 51 Vorkommnisse dokumentiert. In 20 Fällen diente ihr das Videomaterial als Beweismittel für Ermittlungsverfahren. Polizeipräsident Markus Eisenbraun sagte: „Die Videobeobachtung hat sich bei uns als wichtiges taktisches Einsatzmittel etabliert. Sie ermöglicht uns eine gute Übersicht über die Bereiche, das frühzeitige Erkennen von sich anbahnenden Straftaten und in der Folge eine niederschwellige Intervention durch das gezielte Heranführen von Einsatzkräften.“

Auch die Stadt ist von der Wirksamkeit der Videobeobachtung überzeugt. Sie spielt einen wichtigen Part in der gemeinsamen Sicherheitspartnerschaft, gerade auch mit Blick auf die Fußball-Europameisterschaft im kommenden Jahr, die tausende von Menschen in die Innenstadt bringen wird. Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier, sagte: „Die Videobeobachtung ist ein wichtiger Baustein in der gemeinsamen Sicherheitsarbeit von Polizei und Stadtverwaltung und bietet Möglichkeiten, Straftaten nicht nur zu verfolgen, sondern im besten Fall auch zu verhindern.“


Bodelschwinghschule in Nürtingen offiziell ihrer Bestimmung übergeben

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Die Bodelschwinghschule in Nürtingen ist nach nahezu zweieinhalbjähriger Bauzeit offiziell wiedereröffnet worden. Der Landkreis hat in die Sanierung und Erweiterung der Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung 22,35 Millionen Euro investiert. Die Landesförderung beträgt 7,2 Millionen.

„Eine gute und qualitätsvolle Bildung und Betreuung ist speziell für Kinder mit besonderem Förderbedarf der wichtigste Grundbaustein, um an der Gesellschaft und später auch am Arbeitsleben teilhaben zu können“, sagte Landrat Heinz Eininger bei der Feierstunde zur Wiedereröffnung der Bodelschwinghschule am Mittwoch, 25. Oktober. Und weiter: die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) im Landkreis schafften Raum und Möglichkeit, auf sehr individuelle Bedarfe der Schülerinnen und Schüler einzugehen. „Nirgendwo sonst erhalten die Familien und Kinder durch gezielte Angebote solch eine individuelle Beratung und Unterstützung.“

Der Gebäudekomplex der Bodelschwinghschule war in die Jahre gekommen und wurde von Mai 2021 bis Sommer dieses Jahres umfassend saniert und erweitert. Die neue Schule teilt sich in mehrere Gebäudebereiche mit jeweils zugehörigen Außenbereichen auf. Für die mehr als 180 Kinder, die im laufenden Schuljahr die Schule sowie die dazugehörigen Schulkindergärten besuchen, stehen insgesamt 21 Klassenzimmer und 13 Gruppenräume sowie mehrere Werkstätten, Lehrküchen und Bereiche für textiles Arbeiten zur Verfügung. Der Gebäudeteil der Schulkindergärten wurde komplett neu errichtet und bietet Platz für insgesamt sechs Kindergartengruppen – auch der Regenbogenkindergarten aus Köngen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung findet hier künftig Platz.

Ein Bewegungsraum und das Therapiebad, welches im Sommer kommenden Jahres grundlegend saniert wird, bieten Möglichkeiten zum körperlichen Ausgleich. Für die Sanierung des Schwimmbads fallen weitere Kosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro an.

Das neue SBBZ besticht durch ihre neue und hochwertige Ausstattung. Neben modernster Technik in den Klassenzimmern und Fachräumen wurde auch die Elektro- und IT-Versorgung der Schule komplett erneuert. Beim Schulbau wurde auch auf das Thema Nachhaltigkeit großen Wert gelegt. Das Bestandsgebäude wurde zu einem KfW-100-Standard ertüchtigt. Die neuen Gebäude entsprechen dem KfW-70-Standard. Wärme und Strom kommt von einem Blockheizkraftwerk und einer Photovoltaikanlage. In den Sommermonaten sorgt ein sogenanntes Rückkühlwerk für die Temperaturregelung.

Der Landrat dankte allen Projektbeteiligten für ihr Engagement, insbesondere dem Architekturbüro Fritzen 28 und den Ingenieuren von Paul + Gampe + Partner aus Esslingen, der Planungsgesellschaft von Bresch Henne Mühlingshaus aus Nürtingen sowie dem Stuttgarter Ingenieurbüro Schreiber. „Hier ist ein Ort zum Lernen und Leben entstanden, der den Schülerinnen und Schülern nun die besten Voraussetzungen für eine gute Betreuung und Bildung bietet“, sagte Eininger.

Der Landkreis Esslingen unterhält insgesamt mit der Bodelschwinghschule in Nürtingen, dem Rohräckerschulzentrum in Esslingen sowie der Verbundschule in Dettingen/Teck Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren mit verschiedenen Entwicklungsschwerpunkten an drei Standorten, jeweils inklusive einem Schulkindergarten. In die SBBZ sind in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 100 Millionen Euro investiert worden.


Spatenstich für Radschnellwegbrücke über die Panzerstraße

 Radschnellweg RS1 in Böblingen

Böblingen.| Der RS1 zwischen Stuttgart und Böblingen/Sindelfingen wurde 2019 als erster Radschnellweg in Baden-Württemberg für den Fahrradverkehr eingeweiht. Seither sind auf dem Teilstück im Wald über eine Million Fahrten gezählt worden. Nun steht die nächste landesweite Premiere an: Die Strecke wird mit der ersten Radschnellwegbrücke über eine vielbefahrene Straße weitergeführt. Bisher gibt es im Bereich der Kreuzung „Römerstraße/Waldburgstraße/K1057“ als vorübergehende Notlösung lediglich eine Querungshilfe. Damals wie heute war der Verkehrsminister Winfried Hermann zu Gast, der beim Spatenstich für die Brücke am Donnerstag (26.10.) zum Spaten griff: „Radschnellwege stehen für ein sicheres, zügiges und komfortables Pendeln auf dem Fahrrad. Wir können aber nicht warten, bis überall die optimale Lösung komplett geplant ist, sondern müssen in die schnelle Umsetzung kommen. Daher war es auch richtig die Strecke durch den Wald sofort umzusetzen, auch wenn wir hier vorübergehend mit einem Provisorium leben mussten. Über eine Million Radfahrten seither zeigen mir, dass das die richtige Entscheidung war. Die sichere Überführung ist jetzt noch wichtiger.“

Entsprechend den Qualitätsstandards für Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg werden außerorts ab einem Verkehrsaufkommen von über 10.000 Fahrzeugen pro Tag Unterführungen oder Brücken für den Fahrradverkehr empfohlen. Die neue Brücke führt über die Kreisstraße 1057; hier liegt der aktuelle Wert bei rund 20.000 Fahrzeugen täglich.

Die Kreisstraße 1057, bekannt als Panzerstraße, gehört zu den meistbefahrenen Kreisstraßen im ganzen Landkreis. Der Verkehr wird in Zukunft noch spürbar zunehmen, wenn die amerikanischen Streitkräfte den geplanten Supermarkt für alle Standorte in der Region auf ihrem Kasernengelände entlang der Panzerstraße in Betrieb nehmen. Für Landrat Roland Bernhard war daher klar: „Wo ist eine Radschnellwegbrücke dringender von Nöten, als an dieser Stelle?! Im dichten Berufsverkehr tut sich für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer kaum eine Lücke in der Blechkolonne auf, um die Straße zu überqueren. Mit diesem neuen Brückenbauwerk setzen wir einen Meilenstein, der verkehrlich, technisch und ästhetisch ein Gewinn sein wird und damit eine lohnende Investition zur Förderung einer umweltfreundlichen Mobilität ist.“

Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 mindestens 20 Radschnellwege zu verwirklichen und unterstützt daher deren Planung und Bau mit großem finanziellem Engagement. So auch in Böblingen, wie Regierungspräsidentin Susanne Bay unterstrich: „Radschnellverbindungen sind ein wichtiger Beitrag zur Luftreinhaltung und Stauvermeidung. Für die Landkreise und Kommunen ist der Aufbau eines lückenlosen Netzes mit hohen Kosten verbunden. Mit der Förderung von Radschnellwegen investieren wir in eine nachhaltige, umwelt- und klimafreundliche Mobilität. Für den Brückenneubau übernimmt das Land daher rund 3,8 Millionen Euro an Baukosten und der Bund weitere 767.250 Euro.“ Die gesamten Baukosten belaufen sich auf rund 5,8 Mio. Euro. Der Landrat freute und bedankte sich für die großzügige Unterstützung von Bund und Land, denn der Landkreis trägt als Bauherr somit lediglich Kosten von rund einer Million Euro.

Die Kosten behält der Landkreis dennoch genau im Auge. 2022 hatte der Kreistag die Vergabe der Bauarbeiten im ersten Anlauf zurückgezogen wegen überhöhter Angebote bei den Stahlpreisen. Das damals günstigste Angebot lag bei mehr als sieben Millionen Euro. Im zweiten Anlauf im März dieses Jahres wurde dann der Zuschlag erteilt an die Arbeitsgemeinschaft der Firmen Franz Prebeck GmbH & Co. KG aus Niederbayern und Franz Kassecker GmbH mit Sitz in der Oberpfalz.

Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz betonte, dass der Landkreis die Anliegen der Stadt berücksichtigt hat: „Ich freue mich, dass für den Radverkehr nun eine sichere Querung über die Brücke möglich gemacht wird und nur ein kleiner Eingriff in den Wald notwendig ist. Die Verbindung des Radschnellwegs wird so wieder ein Stück attraktiver. Für die innerörtliche Durchbindung hat die Stadt Böblingen durch den Umbau der Herrenberger Straße und des Elbenplatzes bereits viel erreicht. Weitere Ausbaumaßnahmen müssen wir jetzt gemeinsam angehen wie beispielsweise das Radschnellweg-Kreuz auf der Hulb oder den Radweg-Zubringer zum A81-Deckel.“

Die Planung der Radschnellwegbrücke begann im Frühjahr 2021. Aufgrund der topografischen Lage des Verkehrsknotens auf einem Hochpunkt im Gelände, musste eine Lösung gefunden werden, die mit möglichst wenigen zusätzlichen Höhenmetern und einer Steigung von max. 5 % für den Radverkehr auskommt. Zudem sollte der Eingriff in die umliegenden Waldflächen möglichst gering ausfallen. Für die Überquerung der Kreisstraße 1057 mit dem Radschnellweg ergaben sich hieraus die wesentlichen Randbedingungen und damit verschiedene Möglichkeiten für die Grundrissverläufe. Als beste Lösung hat sich ein geschwungener Verlauf der Brücke herausgestellt, da sich die topographische Situation der in Nordrichtung abfallenden Kreisstraße durch Verschiebung der Überquerung in Gefällerichtung dieser Straße optimal nutzen lässt. Zusammengefasst ergeben sich kürzere Rampenlängen, geringere Höhenunterschiede und ein wesentlich interessanterer Grundrissverlauf gegenüber den untersuchten alternativen Varianten.

Der Verkehrsraum auf der Brücke wird mit einer Breite von fünf Metern hergestellt. Die Bauwerkslänge mit Zufahrtsrampen beläuft sich auf rund 200 Meter. In den Handlauf der Brücke wird eine sensorgesteuerte LED-Beleuchtung integriert. Es ist eine Mischnutzung durch Rad- und Fußgängerverkehr vorgesehen, da zu den Pendlertageszeiten bisher kein regelmäßiger Fußverkehr festgestellt wurde und zukünftig auch nicht zu erwarten ist. Des Weiteren berücksichtigt die Planung auch Belange von mobilitätseingeschränkten Personen. Die Wegführung mit 5 % Steigung nimmt die Umgebungssteigung auf. Das Brückenbauwerk ist mit Radabweisern, Handläufen und einer Absturzsicherung für den Radverkehr ausgestattet.

Die Stahl-Brückenkonstruktion wird vollintegral, das heißt ohne wartungsanfällige Brückenlager und Übergangskonstruktionen, ausgeführt. Damit kann ein robustes und nachhaltiges Bauwerk mit moderaten Folgekosten umgesetzt werden.

Mit den Vorarbeiten zum Brückenbau startete das beauftragte Unternehmen bereits im April. Mit den ersten vorbereitenden Arbeiten vor Ort wurde im September 2023 begonnen. Ziel ist es, die Brücke bis September 2024 fertig zu stellen und dem Verkehr zu übergeben.


Freie Fahrt mit Bus und Bahn in ganz Stuttgart

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Am Samstag, 4. November in ganz Stuttgart – Lange Einkaufsnacht mit vielen tollen Aktionen

Am Samstag, 4. November 2023 ist die Fahrt mit den Bussen und Bahnen in ganz Stuttgart kostenlos – zum Beispiel für einen Besuch der „Langen Einkaufsnacht“ in der Stuttgarter Innenstadt, die unter dem Motto „Stuttgart leuchtet“ stattfindet. Die ganze City wird in stimmungsvolles Licht getaucht, die Geschäfte sind bis 22 Uhr geöffnet und im öffentlichen Raum wird für ein buntes Programm gesorgt. Außerdem findet ab 18 Uhr stündlich an der Fassade des Königsbaus eine große 3D-Laser-Show statt.

Kostenloser ÖPNV in Stuttgart

Wer am 4. November in der Zone 1 – dazu gehören neben Stuttgart auch Fellbach und Korntal-Münchingen – unterwegs ist, braucht für die Fahrt in Regionalbahn, S-Bahn, Stadtbahn, Zacke, Standseilbahn und Busse nichts zu bezahlen.

Auch alle, die aus der Region zum Beispiel zum Shoppen in die Stuttgarter Innenstadt kommen, zahlen weniger. Wer normalerweise zum Beispiel ein EinzelTicket für zwei Zonen braucht, um nach Stuttgart zu kommen (z. B. von Esslingen, Ludwigsburg oder Waiblingen), dem reicht am 4. November ein Ticket für eine Zone.

Mit dieser Aktion sollen die Menschen dazu angeregt werden, mit Bus und Bahn in die Stuttgarter Innenstadt zu kommen, beispielsweise zum Einkaufen, Bummeln oder Kultur genießen.


Ammoniak-Austritt im Kraftwerk Stuttgart-Münster

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Zwei leichtverletzte EnBW-Mitarbeiter – Keine Gefahr für Umwelt und Stadtgebiet

Stuttgart.| Auf dem Gelände des EnBW-Heizkraftwerks Stuttgart-Münster ist es am 26. Oktober vormittags zu einem Unfall gekommen, bei dem geringe Mengen Ammoniak freigesetzt wurde. Zwei Mitarbeiter, die mit dem Umfüllen von Ammoniak aus einem Tankwagen in den Tank des Kraftwerks beschäftigt waren, wurden durch das Einatmen des Stoffs leicht verletzt und zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr Stuttgart war mit rund 15 Fahrzeugen vor Ort und übernahm Ortung, Sicherung und Abdichtung des vermuteten Lecks. Gefahr für das Stadtgebiet oder Auswirkungen auf die Umwelt gab es nicht. Ammoniak wird im Kraftwerksbetrieb zur Unterstützung der Rauchgasreinigung eingesetzt.


TRUMPF mit Umsatzplus von 27 Prozent im Jubiläumsjahr

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Gewinn steigt um 31 Prozent – USA größter Einzelmarkt vor Deutschland

Hochtechnologieunternehmen legt Zahlen für das Geschäftsjahr 2022/23 vor: Umsatz steigt um 27 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro, das EBIT legt um 31 Prozent auf 615 Millionen Euro zu. Zahl der Mitarbeiter weltweit wächst um knapp 2.000 auf 18.400, in Deutschland um 700.

Ditzingen.| Die TRUMPF Gruppe verzeichnet zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2022/23 am 30. Juni 2023 ein deutliches Umsatzplus von 27 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2021/22: 4,2 Milliarden Euro) und damit den bisher höchsten Umsatz der 100-jährigen Unternehmensgeschichte. Der Auftragseingang übertraf erneut die 5-Milliarden- Grenze, blieb jedoch spürbar hinter dem bisherigen Höchstwert aus dem Vorjahr mit 5,1 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2021/22: 5,6 Milliarden Euro) zurück. Damit sank er um 8,8 Prozent. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelte sich mit 615,4 Millionen Euro positiv und stieg gegenüber Vorjahr (468,4 Millionen Euro) um 31,4 Prozent. Infolgedessen erzielte TRUMPF trotz gestiegener Rohstoff-, Logistik- und Personalkosten eine EBIT-Rendite von 11,5 Prozent (Vorjahr: 11,1 Prozent).

Größte Einzelmärkte von TRUMPF

Umsatzstärkster Einzelmarkt von TRUMPF waren die USA mit 899 Millionen Euro (Vorjahr 656 Millionen Euro). Im Heimatmarkt Deutschland erhöhte sich der Umsatz auf 779 Millionen Euro (Vorjahr 589 Millionen Euro). Der drittgrößte Einzelmarkt und zugleich stärkste asiatische Markt war China. Dort konnte TRUMPF den Umsatz auf 602 Millionen Euro (Vorjahr 575 Millionen Euro) steigern.

Geschäftsbereiche

Beim Blick auf die Geschäftsfelder hatte den größten Anteil der Werkzeugmaschinenbereich mit 3,0 Milliarden Euro, der um 32,8 Prozent gegenüber Vorjahr zulegte (Vorjahr 2,3 Milliarden Euro, gefolgt von der Lasertechnik mit 2,1 Milliarden Euro, die ein Plus von 28 Prozent erzielte(Vorjahr 1,6 Milliarden Euro).

Das EUV-Geschäft verzeichnete beim Umsatz erneut ein starkes Wachstum um 22,2 Prozent auf 971 Millionen Euro (Vorjahr 795 Millionen Euro). Die in Freiburg und Warschau ansässige TRUMPF Elektronik-Sparte, die über die Lasertechnik bilanziert wird, erzielte einen Rekordumsatz von 546 Millionen Euro (Vorjahr 344 Millionen Euro). Dies entspricht einem Plus von 58 Prozent.

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen bis 30.6.2023

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von TRUMPF ist im Berichtszeitraum um knapp 2.000 gestiegen. So wurden insbesondere in den Wachstumsfeldern EUV und Elektronik neue Stellen geschaffen. Zum Stichtag 30.06.2023 beschäftigte das Unternehmen weltweit 18.352 Mitarbeiter (Vorjahr: 16.554).

In Deutschland stieg die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 8,4 Prozent auf 9.124 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.417). Davon sind 5.767 am Stammsitz in Ditzingen, Gerlingen und Hettingen tätig. Im Berichtsjahr absolvierten 550 junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium an der Dualen Hochschule. Die Quote lag mit 3,5 Prozent etwas höher als im Vorjahr (3,3 Prozent).

TRUMPF ist ein weit über dem Branchenschnitt liegendes forschungsintensives Unternehmen. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung stieg um 8,8 Prozent auf 2.853 (Vorjahr 2.623). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen mit 476 Millionen Euro deutlich mehr als im Vorjahr (448 Millionen Euro). In Relation zum gestiegenen Umsatz reduzierte sich die Entwicklungskostenquote zwar leicht auf 8,9 Prozent (Vorjahr 10,6 Prozent), befand sich aber auf einem hohen, weiter über Branchendurchschnitt liegenden Niveau.

Investitionen und Akquisitionen

TRUMPF investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr so viel wie noch nie zuvor. Die Investitionen in Grundstücke und Bauten, technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung stiegen gegenüber Vorjahr (218 Millionen Euro) um 44,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 316 Millionen Euro. In Deutschland tätigte TRUMPF dabei 59,1 Prozent der Investitionen. Etwa 45 Prozent davon entfielen auf Bauinvestitionen, die überwiegend am Stammsitz in Ditzingen vorgenommen wurden. Es handelt sich hierbei um die Fortsetzung der bereits in Vorjahren begonnenen Bauvorhaben. 28,2 Prozent unserer Investitionen erfolgten im übrigen Europa. 6,1 Prozent der Investitionen entfielen auf Amerika, 6,7 Prozent auf Asien.

Im Februar 2023 hat TRUMPF mit STOPA, einem der führenden Hersteller für automatisierte Lagersysteme, eine strategische Partnerschaft für Smart-Factory- Lösungen vereinbart. In diesem Zusammenhang hat TRUMPF eine Beteiligung in Höhe von 25,1 Prozent an der STOPA Anlagenbau GmbH erworben. STOPA liefert unter anderem automatisierte Lagersysteme für die Smart-Factory- Lösungen von TRUMPF. Kunden können damit ihre Maschinen automatisiert be- und entladen und logistisch miteinander vernetzen.

Im März 2023 haben wir die Beteiligung an der Auroma Technologies Co. Dba Access Laser Company (USA) von 85 Prozent auf 100 Prozent aufgestockt.

Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende des Vorstands von TRUMPF, sagte bei der Bilanzpressekonferenz in Ditzingen: „Unser Jubiläumsjahr war ein außerordentlich erfolgreiches für TRUMPF. Der Zuwachs beim Umsatz war neben dem allgemeinen Anziehen der Nachfrage nach allen TRUMPF Produkten insbesondere auf die Behebung der Probleme in der Lieferkette zurückzuführen, die zu Lieferverzögerungen im Vorjahr führten. Wir hatten demzufolge einen hohen Auftragsbestand, den wir abarbeiten konnten. Seit dem Frühjahr spüren wir allerdings eine rückläufige Nachfrage in vielen Märkten. Angesichts der schwierigen konjunkturellen Gesamtentwicklung blicke ich daher sehr verhalten auf die kommenden Monate.“


So planen Sie eine Vorstandssitzung

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Sie müssen einen Vorstand vorbereiten und wollen diesen erfolgreich organisieren? Es versteht sich von selbst, dass für eine ordnungsgemäße Vorstandssitzung bestimmte grundlegende Verfahren eingehalten werden müssen. Darüber hinaus stellt eine gute Vorbereitung sicher, dass während des meetings vorbereiten die besten Managementpraktiken befolgt werden.

Was ist ein Vorstand?

Der Vorstand besteht aus Mitgliedern mit unterschiedlichen Kompetenzen, die sich spezifische Aufgaben teilen, um das ordnungsgemäße Funktionieren einer bestimmten Unternehmensorganisation sicherzustellen. Sie sind dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass die Organisation alle von den Geschäftsführern des Unternehmens festgelegten Ziele erreicht, einschließlich Governance, Risikomanagement und Compliance-Zielen.

Effektive Schritte zur Erstellung einer Vorstandssitzung

Erstellen Sie einen Zeitplan für Vorstandssitzungen. Vorstandsmitglieder sind in der Regel sehr beschäftigte Menschen. Es ist wichtig, jedes Jahr regelmäßige Vorstandssitzungen abzuhalten und diese bei Bedarf zu ändern. Selbstverständlich können Sie spätere Treffen organisieren, um dringende Themen zu besprechen. Sie können beispielsweise eine Vorstandssitzung ansetzen, bei der der Schwerpunkt auf den Finanzberichten liegt, und die Vorstandsvorsitzenden bitten, die Finanzberichte zu besprechen. Aus diesem Grund finden jedes Jahr mindestens vier Ratssitzungen statt. Führungskräfte müssen möglicherweise auch ohne ein persönliches Treffen zu spontanen Themen einen Konsens erzielen, da Entscheidungen keiner weiteren Diskussion oder aktiven Verhandlungen bedürfen. Anstelle einer außerordentlichen Sitzung kann der Vorstand daher seine Entscheidungen elektronisch treffen und die Zustimmung der Mitglieder einholen.

Hauptversammlung

Wichtig ist, dass sich die Gesellschafter zu einem bestimmten Zeitpunkt treffen, der ggf. in der Gesellschaftervereinbarung festgelegt wird. Die Einberufung der Versammlung unter Angabe von Datum, Uhrzeit und Ort muss Folgendes enthalten:

  • Das Programm der Sitzung, das im Rat besprochen wird;
  • Wichtige Dokumente im Zusammenhang mit der Tagesordnung (Jahresbericht, Prüfung usw.);
  • Vor oder zu Beginn der Vorstandssitzung wird ein Protokoll zur Genehmigung erstellt;
  • Schreiben Sie Ihre Entscheidungen auf.

Abschließend werden rechtzeitig Nachrichten an die Mitglieder gesendet, um sicherzustellen, dass alle vorbereitet sind. Wenn Sie beispielsweise eine gemeinnützige Organisation sind, verlangt das geltende Recht eine Vorankündigung von mindestens sieben Tagen.

Schreiben Sie eine strukturierte Agenda

Dieses Dokument hilft Ihnen, den Überblick über die Themen zu behalten und die Gesamtziele des Meetings zu erreichen. Ein gut vorbereitetes Programm ermöglicht es den Teilnehmern, sich darauf zu konzentrieren, die richtigen Entscheidungen und Maßnahmen zu treffen. Das Programm umfasst alle zu klärenden Fragen, die Finanzberichterstattung und andere Fragen, die einer sofortigen Lösung bedürfen. Es wird in der Regel vom Leiter der Unternehmensorganisation oder seinem Sekretär in Zusammenarbeit mit dem CEO erstellt, um dessen Teilnahme sicherzustellen. Die Tagesordnung sollte alle zur Diskussion stehenden Themen enthalten, aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Geben Sie für jedes Thema die verantwortliche Person, den Zweck (Bereitstellung von Informationen, Austausch von Ideen, Generierung von Ideen, Beratung oder Treffen wichtiger Geschäftsentscheidungen), die voraussichtliche Dauer der Diskussion/Präsentation, die erwarteten Ergebnisse und die entsprechende Dokumentation an. Mit der Lösung der Vorstandssitzung können Sie ganz einfach Dokumente aus dem virtuellen Datenraum des Vorstands in Ihre Agenda aufnehmen. Da Vorstandssitzungen wiederkehrend stattfinden, können Sie mit Vorstandssitzung diese Tagesordnung auch als Vorlage für zukünftige Sitzungen erstellen und zukünftige Tagesordnungspunkte mit der Spiegelungsfunktion automatisch verfolgen. Es spart Stunden Arbeit.

Bereiten Sie sich gut auf die Vorstandssitzung vor

Stellen Sie sicher, dass Sie alle Dokumente haben. Stellen Sie sicher, dass jeder Teilnehmer das Programm und die zugehörigen Materialien gelesen hat. Genehmigung der Tagesordnung durch alle Mitglieder. Es ist wichtig, die für das Meeting benötigten Materialien und Werkzeuge zu ermitteln. Vorstandssitzungen können persönlich oder virtuell mit Tools wie Vorstandssitzung oder Google abgehalten werden. Jedes Mitglied kann die Tagesordnung mit den am besten geeigneten technischen Mitteln verfolgen. Sitzungsprotokolle werden in der Regel vom Schriftführer erstellt.

Zu Beginn der Sitzung sollte der Vorsitzende die vorherige Sitzung überprüfen, um sicherzustellen, dass das Protokoll korrekt ist und nicht geändert werden muss. Diese Abstimmung bestätigt die Echtheit dieses offiziellen Dokuments. Die Aufgabe des Leiters besteht außerdem darin, für die Beschlussfähigkeit, die reibungslose Arbeit des Vorstands, die Einhaltung von Fristen und die Moderation der Diskussion zu sorgen. Sobald eine Entscheidung getroffen wurde, sollte sie innerhalb weniger Minuten aufgezeichnet werden, vorzugsweise mit einer Audioaufnahme zur späteren Bezugnahme. Diese Lösung erfordert eine Subunternehmerspezifikation. Im virtuellen Datenraum können Sie vergangene Meetings schnell durchsuchen, um Themen zu finden, die Ihnen dabei helfen, zukünftige Entscheidungen zu treffen, die sich auf die Ausrichtung Ihres Geschäftsumfelds auswirken.

Protokolle der Ratssitzung

Wenn die Besprechungsthemen gut dokumentiert sind, kann der Bericht schnell erstellt werden. Sie müssen sich schnell konzentrieren, damit Sie keine wichtigen Informationen verpassen. Das Ratsprotokoll muss folgende Punkte enthalten:

  • Datum, Ort und Uhrzeit des Treffens;
  • Nachnamen der Mitglieder, die an der Versammlung teilgenommen haben;
  • Eine allgemeine Beschreibung jedes besprochenen Themas;
  • Abstimmungsentscheidungen;
  • Zugewiesene Aktionen und Aufgaben;
  • Entscheidung;
  • Abstimmungsergebnisse;
  • Fügen Sie alle notwendigen Dokumente hinzu.

Vergessen Sie nicht, im thematischen Notizbuch die Themen zu notieren, die in den Ratssitzungen nicht besprochen wurden. Alle Mitglieder genehmigen das Protokoll in der nächsten Sitzung. Mit dem Verwaltungstool für Vorstandssitzungen können Sie außerdem alle Sitzungsprotokolle in einem Verzeichnis zusammenfassen.


W&W-Konzern passt IFRS-Ergebnisprognose an

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HGB-Ergebnisprognose bestätigt

Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) passt angesichts außergewöhnlicher Belastungen ihre Erwartungen für das IFRS-Konzernergebnis für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 an. Gleichzeitig bestätigt sie die Prognose für das HGB-Ergebnis der W&W AG.

Bei gestiegenem Neugeschäft sorgen die Zunahme an Unwetterereignissen und höhere Schadenaufwendungen insbesondere in der Kraftfahrtversicherung 2023 dafür, dass das IFRS-Konzernergebnis unterhalb des mittelfristigen Zielkorridors von 220 bis 250 Millionen Euro liegen wird. Gerechnet wird mit einem Wert in der Bandbreite von 130 bis 160 Millionen Euro.

Für 2024 geht die W&W aufgrund der inflationsbedingten Steigerung der Schadenaufwendungen sowie der anhaltenden Schwäche auf dem Immobilienmarkt von einem IFRS-Konzernergebnis über dem des Geschäftsjahres 2023, jedoch unter dem mittelfristigen Zielkorridor von 220 bis 250 Millionen Euro aus.

An der Prognose für das HGB-Ergebnis nach Steuern von 120 Millionen Euro für 2023 hält das Unternehmen fest. Für 2024 wird ein HGB-Ergebnis von 130 Millionen Euro erwartet. Das Unternehmen rechnet weiter mit Dividendenkontinuität sowie einer positiven Neugeschäftsentwicklung.


Diese 5 aufstrebenden Bundesliga-Stars darf man nicht aus den Augen verlieren

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Ob „der Kaiser“ Franz Beckenbauer, „Bomber der Nation“ Gerd Müller, Lothar Matthäus, Kahn, Ballack, Klinsmann, Klose oder Rummenigge: Manche deutsche Fußball-Stars sind hierzulande noch immer nahezu jedem ein Begriff. Selbst denen, die mit Fußball sonst wenig am Hut haben. Hinzu kommen Fußballfans aus der ganzen Welt, denen die deutschen Top-Spieler ebenfalls nicht entgangen sind.

Trotzdem sollten wir einfach nur auf die vergangenen 60 Jahre Bundesliga zurückblicken. Die Gegenwart und der Ausblick in die Zukunft sind nicht minder spannend. Wie ist der aktuelle Stand? Welche aktuellen Talente könnten in die Fußstapfen der Helden vergangener Jahrzehnte treten? Die Namen einige der vielversprechendsten Talente haben Sie vielleicht noch nie gehört! 

#1: Joshua Kimmich

Streng genommen ist Joshua Kimmich nicht mehr nur ein aufstrebender Jugendspieler. Er ist bereits ein echter Star. Der Mittelfeldspieler vom FC Bayern München ist für seine enorme Schnelligkeit sowie seine Vielseitigkeit bekannt. Die gute Trefferquote und seine Passgenauigkeit kommen noch hinzu. Man könnte fast sagen, Kimmich hat alles, was man als Top-Spieler braucht. Deshalb gilt er auch schon jetzt als einer der besten seiner Generation. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass er uns auch nach seiner aktiven Karriere noch lange Zeit als Legende im Gedächtnis bleiben wird.

Besondere Aufmerksamkeit – allerdings eher negativer Natur – erhielt Kimmich im Jahre 2022 im Rahmen der COVID-19-Pandemie. Es wurde bekannt, dass der Spieler sich bis dato gegen eine Impfung entschieden hatte, was zu lautstarker medialer Kritik und Vorwürfen führte. Doch das konnte die Beliebtheit des Spielers keinen wirklichen Abbruch tun. Die Fans standen hinter ihrem Spieler, Kimmich spielt weiter in der Bundesliga – und das mit Erfolg. 

#2: Florian Wirtz

Florian Wirtz steht derzeit bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag. Der 2003 geborene Mittelfeldspieler ist für sein offensives Spiel und seine technischen Fähigkeiten bekannt und beliebt. Wirtz gilt außerdem als einer der laufstärksten Spieler der Bundesliga. Auch wenn die Saison noch jung ist, konnte Wirtz in dieser Spielzeit bereits 136 Sprints verzeichnen. Damit belegt er aktuell den dritten Platz aller Bundesliga-Spieler.

Trotz seines jungen Alters hat Wirtz zudem bereits über 80 Bundesliga-Spiele bestritten. Völlig zurecht wird der Angreifer heute als eines der vielversprechendsten Talente der deutschen Bundesliga betrachtet.

#3: Finn Dahmen

Der 1998 geborene Finn Dahmen kann trotz seines jungen Alters bereits auf eine lange Zeit als Fußballspieler zurückblicken. Er startete vor 15 Jahren beim 1. FSV Mainz 05 und wurde bereits mit der deutschen U21-Nationalmannschaft Europameister. Seit 2023 spielt er beim FC Augsburg.

Aktuell liegt sein sportliches Ziel vor allem darin, Stammtorhüter des Vereins zu werden und damit Rafael Gikiewicz abzulösen. In der Bundesliga hat Torhüter Dahmen bislang 17 Spiele bestritten. In der Zukunft sollen viele weitere folgen. Dabei lasten natürlich wie bei so vielen jungen Fußballern die großen Hoffnungen und Erwartungen der Fans auf ihm.

#4: Hugo Siquet

Der 20-jährige Hugo Siquet vom FC Freiburg hat noch kaum Bundesliga Erfahrung – doch das könnte sich diese Saison ändern. Der gebürtige Belgier und U21-Nationalspieler machte bei der Vorbereitung einen durchaus konkurrenzfähigen Eindruck. Vor allem sein hoher Offensivdrang und seine Schnelligkeit überzeugten viele Bundesliga-Experten.

Kann man auf Bundesliga-Spiele wetten?

Sport ist nicht nur für Fußballfans am Spielfeldrand interessant. Auch selbst kann man problemlos aktiv werden, wenn man seine eigene Expertise auf die Probe stellen möchten. Ideal dafür sind natürlich die immer beliebter werdenden Sportwetten. Zwar benötigen Sie hierfür auch immer ein Quäntchen Glück, doch auch Ihre Kenntnisse über einzelne Spieler und Mannschaften sowie deren Stärken und Schwächen können dazu beitragen, das richtige Gespür für den Ausgang eines Spiels zu haben.

Wetten sind auf große Events wie Europa- und Weltmeisterschaften bereits gängige Praxis, doch auch Wetten auf die Fußball Bundesliga sind möglich. Sportwetten-Fans sollten sich dabei aber immer selbst Limits setzen und nur so viel wetten, wie Sie im schlimmsten Fall auch ohne größere finanzielle Schwierigkeiten zu bekommen verlieren könnten.

#5: Jamal Musiala

Last but not least: Jamal Musiala. Das deutsch-englische Megatalent verfügt über beide Staatsangehörigkeiten, was ihm die Möglichkeit gibt, für beide Nationalmannschaften zu spielen. Er wurde 2003 in Stuttgart geboren und zählt somit zu den absoluten Youngsters im Profi-Fußball.

Musialas Karriere begann beim FC Chelsea. 2019 wechselte er dann direkt zum FC Bayern München. Musiala spielt im Mittelfeld und gilt als hochtalentiert. Vor allem seine Technik, seine Torgefährlichkeit und sein Spielverständnis sorgten dafür, dass er schnell zu einem der wichtigsten Spieler der Bayern wurde.

Sein Debüt gelang dabei bereits in der Saison 2020/21 – im sagenhaft jungen Alter von 17 Jahren! Sein kometenhafter Aufstieg lässt schon heute erahnen, dass Musiala sehr wahrscheinlich bald zu einem der besten Spieler Europas zählen wird. Wenn er seine Fertigkeiten weiter ausbauen kann, ist sogar denkbar, dass Musiala in ein paar Jahren echte Ambitionen auf den Ballon d’Or haben könnte.