Die Weichen für die Zukunft stellen – Was die Region Stuttgart zukunftsfähig macht

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Strukturbericht sieht in Fachkräftesicherung, Infrastruktur und Bürokratieabbau die größten Herausforderungen

Die Region Stuttgart ist wirtschaftlich nach wie vor stark und innovativ. Damit das so bleibt, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden. Das ist das Ergebnis des aktuellen Strukturberichts, den die vier Herausgeber – Verband Region Stuttgart, IG-Metall, Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer Region Stuttgart – heute vorgestellt haben. Die beiden Institute IAW und IMU analysieren im zweijährigen Rhythmus die Wirtschaftsstruktur der Region und zeigen aktuelle Entwicklungen auf.

„Die Region hat beste Chancen, die Herausforderungen der Digitalisierung und der Dekarbonisierung zu schaffen“, sind sich die Herausgeber einig. „Denn sie profitiert von ihrem besonderen Charakter der Zusammenarbeit und den herausragenden Netzwerken.“ Der aktuelle Bericht untersucht vor dem Hintergrund der zahlreichen Krisen der vergangenen Jahre vor allem die

Faktoren, die die Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft maßgeblich beeinflussen. Dazu gehören der massive Arbeits- und Fachkräfteengpass, der Arbeits- und Ausbildungsmarkt, das Innovationsgeschehen, die Entwicklung bei Gewerbe- und Wohnflächen sowie der Infrastruktur, aber auch der dringend erforderliche Abbau von Bürokratie. Für die Herausgeber ist klar: „Die Resilienz der Region hängt entscheidend davon ab, wie wir diese Krisen bewältigen können. Neben den Herausforderungen bringt die Transformation der Wirtschaft auch große Chancen für die hiesigen Unternehmen mit sich.“

Fachkräftemangel als größtes Risiko  

Fehlende Fach- und Arbeitskräfte sind laut Strukturbericht ein zentraler Risikofaktor für den Standort Region Stuttgart. Die Entwicklung zeichnet sich seit vielen Jahren ab. Eine höhere Erwerbsquote und ein schnellerer Wiedereinstieg von Frauen nach der Eltern- oder Pflegezeit würde durch bessere Angebote der Kinderbetreuung aber auch bessere Pflegeangebote erleichtert. Ohne Zuwanderung werden dem Arbeitsmarkt künftig demografisch bedingt die Arbeitskräfte fehlen. „Damit Fachkräfte aus dem Ausland schnell und in ausreichend großer Zahl nach Deutschland kommen, müssen die Möglichkeiten des reformierten Fachkräfteeinwanderungsgesetzes nun rasch und unbürokratisch genutzt werden. Dringender Handlungsbedarf besteht bei der Schaffung leistungsfähiger Verwaltungsstrukturen vor Ort, die serviceorientiert ausländische Fachkräfte und Betriebe unterstützen. Der Aufholbedarf bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ist enorm, das hat uns schon die Corona-Pandemie vor Augen geführt. Effizienteres Verwaltungshandeln ist notwendig, um in künftigen Krisensituationen resilienter sein“, betont Peter Friedrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart.

Stellschraube Aus- und Weiterbildung

Lebenslanges Lernen ist und bleibt eine der wichtigsten Stellschrauben für den Arbeitsmarkt der Zukunft. Dazu gehört auch der Erwerb breiter Kompetenzen, die schon heute die zukünftigen Anforderungen an Arbeits- und Geschäftsabläufe berücksichtigen. Der Übergang Schule – Beruf muss erleichtert werden. Schwächere Jugendliche können beim Einstieg ins Berufsleben zum Beispiel durch eine Einstiegsqualifizierung unterstützt werden. Wichtig ist auch die Durchlässigkeit und Verzahnung von Bildungswegen etwa durch berufsqualifizierende Angebote für Studienabbrechende in eine Ausbildung oder in ein Duales Studium. „Fachkräftesicherung im Zeichen von Demografischem Wandel und Transformation bedarf Aus- und Weiterbildung“, sagt Nadine Boguslawski, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Stuttgart. „Wir sehen, dass Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können, Betriebe weniger ausbilden und die Babyboomer-Generation dem Arbeitsmarkt bald nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Deshalb muss noch stärker in Aus- und Weiterbildung bzw. die strategische Personalplanung investiert werden. Nur mit gut aus- und weitergebildeten Beschäftigten kann die Transformation gelingen.“

Führend als Innovationsregion

Die Region Stuttgart ist die führende Innovationsregion in Baden-Württemberg und weit darüber hinaus. Ein großer Teil dieser Innovationskraft kommt aus der privaten Wirtschaft, vor allem dem Automotivbereich und der Produktionstechnik. Die Region verfügt über gute Voraussetzungen, um in Zukunftstechnologien zu investieren, etwa in den Bereichen Umwelt und Energie, nachhaltiges Bauen, KI und Quantentechnologien oder in der Medizintechnik. In diesen Themen müssen bestehende Initiativen und Projekte für Unternehmen, Start-ups und Beschäftigte ausgebaut und um neue ergänzt werden. Dann sehen die Herausgeber gute Chancen, dass Anwendungsmöglichkeiten und Potenziale in neuen Geschäftsfeldern und Märkten ergriffen werden können.

Dr. Alexander Lahl, Regionaldirektor Verband Region Stuttgart: „Die Region Stuttgart hat durch den Breitbandausbau schon frühzeitig enorm wichtige Weichenstellungen vorgenommen, wovon wir jetzt und in Zukunft profitieren. Doch die Industrie 4.0 treibt weltweit einen radikalen Umbruch voran. Verstärkt wird das Ganze durch den demografischen Wandel. Der demografische Wandel muss zum Digitalisierungs- und Automatisierungstreiber werden! Die 2020er-Jahre zum digitalen Jahrzehnt! Wir müssen raus aus angestammten Positionen und Denkmustern und neue Wege einschlagen. Diese können und müssen evtl. sogar unkonventionell sein.“

Flächen als Voraussetzung für Resilienz der Region

Die Verfügbarkeit von Flächen für Wohnen und Gewerbe ist eine der zentralen und entscheidenden Voraussetzungen für die Resilienz der Region. Ohne verfügbaren Wohnraum leidet trotz guter Beschäftigungschancen die Attraktivität der Region als Arbeitsort und der Fachkräftemangel kann nicht beseitigt werden. Gleichzeitig brauchen die Unternehmen in der Region Entwicklungs-möglichkeiten durch neu nutzbare Industrie- und Gewerbeflächen. Diese können auch durch Umstrukturierungen in Bestandsgewerbegebieten entstehen. Der Strukturbericht zeigt deutlich die Wirtschaftsstruktur der Region als Dienstleistungswirtschaft um einen industriellen Kern. Damit ergeben sich entsprechende Anforderungen an die Standortqualität wie stabile, bezahlbare Energieversorgung, Mobilität und Flächen. „Wir dürfen nicht ausblenden, dass die Industrie hier in der Region eine zentrale Rolle spielt, und ohne Industrie verlieren wir ganze Wertschöpfungsketten bis in die Dienstleistungsbranchen hinein“, so Nadine Boguslawski. „Ohne zusätzliche Gewerbeflächen drohen Standortverlagerung und damit einhergehende Arbeitsplatzverluste. Gleichzeitig braucht es bezahlbaren Wohnraum für unsere Fachkräfte. Wir müssen es insbesondere den niedrigen und mittleren Einkommensgruppen ermöglichen, in der Region Stuttgart gut zu leben. Zusätzliche Wohn- und Gewerbeflächen sind somit maßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg der Region Stuttgart.“

Bürokratiebelastung verstärkt Standortverlagerungen

In zahlreichen Interviews mit Expertinnen und Experten wurde die Bürokratiebelastung als massives Investitionshemmnis für den Standort genannt.  Die Herausgeber des Strukturberichts betonen in ihren Handlungsempfehlungen, dass die hierdurch die Verlagerungstendenzen der Unternehmen verstärkt würden. Kurzfristige Chancen bestünden in einer stärkeren Ausnutzung von Ermessensspielräumen zum Beispiel im Baurecht oder im Verzicht auf zu enge und detaillierte Verwaltungsvorschriften. Grundsätzlich sollten Gesetze schärfer und verbindlicher auf die Belastungen für Bürger und Wirtschaft überprüft werden. Mit der Neubesetzung des Normenkontrollrates Baden-Württemberg besteht die Chance, Bürokratiebelastung zu identifizieren und schlagkräftig zu bekämpfen, wenn die Politik mitspielt. IHK-Präsident Claus Paal: „Die Qualität des Standortes leidet massiv unter den vielen bürokratischen Prozessen, der fehlenden Digitalisierung in der Verwaltung und einem Wirrwarr an Zuständigkeiten. Wir schaffen es nicht mal mehr, die zentralen politischen Ziele der Energiewende, der Fachkräftezuwanderung und dem Wohnungsbau umzusetzen, weil vor Ort die Voraussetzungen hierfür fehlen. Die Politik muss handeln und Tempo machen beim Bürokratieabbau, bevor die Unternehmen endgültig den langen Atem verlieren und ihre Standorte verlagern.“

Der Strukturbericht für die Region Stuttgart erscheint seit 1995 und ist ein in Deutschland einmaliges Projekt bedeutender regionaler Organisationen – Verband Region Stuttgart, Handwerkskammer Region Stuttgart, IG Metall Region Stuttgart und IHK Region Stuttgart – mit dem Ziel, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken, seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu erhalten und damit Beschäftigung sowie Wohlstand zu sichern.


Baumfällungen in Sillenbuch

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In der Fällperiode vom 1. Oktober 2023 bis 28. Februar 2024 müssen im Stadtbezirk Sillenbuch aus Gründen der Verkehrssicherheit 28 Bäume mit Stammdurchmesser von mehr als 80 Zentimeter gefällt werden.

Bei neun Bäumen handelt es sich um Straßenbäume, 19 Bäume befinden sich auf dem Gelände Kindergärten, Grünanlagen oder auf Spielplätzen.

Alle Bäume wurden bei der jährlichen Baumkontrolle aus unterschiedlichen Gründen als absterbend, bereits abgestorben oder als nicht mehr standsicher deklariert.

Sofern ausreichend Platz vorhanden ist, werden Bäume an dem selben Standort nachgepflanzt. Ist aufgrund von zu dichter Vegetation kein Platz für eine Neupflanzung vor Ort, werden die Bäume an einem alternativen Standort gepflanzt.


Volleyball Krimi zu Saisonbeginn

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Der amtierende deutsche Meister Allianz MTV Stuttgart besiegt im ersten Spiel der neuen Saison in der Volleyball Bundesliga dem VC Wiesbaden mit 3:2.

Die ersten Punkte der Saison sind gesammelt. Allianz MTV Stuttgart schlägt den VC Wiesbaden knapp mit 3:2 (20:25, 25:17, 22:25, 25:23, 17:15) und startet somit erfolgreich in die Spielzeit 23/24 der Volleyball-Bundesliga.

Vor 1988 Zuschauern in der SCHARRena startete Headcoach Konstantin Bitter mit gleich drei Debütantinnen in der Anfangsformation. Zuspielerin Corina Glaab und das aus Dresden gekommene Mittelblocker-Duo Haneline/ Strubbe durften auf dem Parkett die neue Spielzeit eröffnen. Wiesbaden begann mit hohem Aufschlagsdruck, infolgedessen Allianz MTV nur schwer in die Partie kam. Folgerichtig war der Satzgewinn der Gäste, zu diesem Zeitpunkt hatte Konstantin Bitter bereits personell reagiert und die niederländische National-Zuspielerin Britt Bongaerts gebracht. Mit ihr und Neuzugang Jolien Knollema auf Außen lief der Angriff von nun an deutlich besser bei „Stuttgarts schönstem Sport“. Den zweiten Satz gewann man recht deutlich, ehe Wiesbaden im dritten Durchgang zurückschlug. Im Hexenkessel SCHARRena entwickelte sich dann ein Krimi. Dank einer etwas glücklichen Schiedsrichterentscheidung sicherte sich Stuttgart den Tie-Break, dort bewiesen die Bitter-Schützlinge dann die besseren Nerven. nach abgewehrtem Matchball sorgte ein Eigenfehler Wiesbadens für den ersten Saisonsieg.

Beste Punktesammlerin auf Seiten Stuttgarts war Krystal Rivers mit 27 Punkten, bei Wiesbaden war Nina Herelova am erfolgreichsten (20 Punkte). MVP wurde Zuspielerin Britt Bongaerts.


„Wir dürfen den Fokus nicht verlieren“

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von Bernhard Gaus

Nicht einmal 24 Stunden nach dem überraschenden 31:29-Pokalerfolg über Erstligist TSV Hannover-Burgdorf holt Iker Romero seine Jungs wieder in den Alltag der 2. Liga zurück. Denn am Sonntag (17 Uhr) erwartet der Tabellenzweite SG BBM Bietigheim in der Viadukthalle den VfL Lübeck-Schwartau.

Regenerationstraining und Videostudium standen am Donnerstag auf der Agenda der Schwaben. „Wir müssen ehrlich sein: So ein Pokalsieg ist eine coole Sache, aber für uns zählt die 2. Liga“, sagt der spanische Cheftrainer der SG BBM. „Wegen eines historischen Sieges im Pokal dürfen wir nicht den Fokus verlieren“, so Romero, „wir müssen am Sonntag gegen Lübeck-Schwartau genau da weitermachen.“ Und der 43-jährige frühere Weltklassehandballer weiß, dass seine Spieler bei diesem Spagat und der Doppelbelastung voll mitziehen. Er freue sich über Einstellung, Wille und das Vertrauen der Mannschaft, sagt der Spanier.

Neben dem Aufstieg ist eines der Saisonziele der Romero-Jungs, die Viadukthalle und die EgeTrans Arena zusammen mit ihren Fans zur uneinnehmbaren Festung werden zu lassen. Als eines der Defizite der vergangenen Saison hatte man die Heimbilanz ausgemacht. Zwölf Punkte blieben nicht an Enz und Metter. Auf dem Weg zu diesem Teilziel ist der VfL Lübeck-Schwartau genau der richtige Prüfstein. Rückblick: Die Hoffnungen der Schwaben, den Rückstand zur Spitzengruppe der 2. Liga im letzten Saisondrittel noch verkürzen zu können, erhielten durch die 24:25-Heimniederlage im April einen empfindlichen Dämpfer.

Vor dem Spiel am Sonntag schweben weiterhin die verletzungsbedingten Ausfälle über dem Kader. Christian Schäfer laboriert an Beschwerden im Fuß. Max Öhler jubelte bereits wenige Tage nach seiner Fersenoperation mit Gehschiene im Kreis seiner Spielerkollegen. Der 22-Jährige wird im Optimalfall im Dezember wieder zur Verfügung stehen. Auf eine schnellere Genesung hofft Nikola Vlahovic, der sich im Mannschaftstraining eine Bänderverletzung am Fuß zugezogen hatte.

Aber das Pokalspiel gegen Hannover-Burgdorf hat gezeigt, dass die SG BBM über reichlich Alternativen im Kader verfügt. Jona Bader spielte als Schäfer-Vertreter eine Klasse-Partie, mit Niklas Michalski steht eine weitere (ausgeruhte) Alternative für die rechte Seite bereit. Auch auf dem linken Flügel, auf dem Max Öhler zuhause ist, ist Bietigheim in dieser Saison dreifach besetzt. Und die Lücke im Innenblock, die der Ausfall von Nikola Vlahovic geschlagen hat, war im Spiel gegen Hannover-Burgdorf beherrschbar.

Auch der VfL Lübeck-Schwartau reist mit einer Doppelbelastung an. Am Dienstag unterlagen die Ostsee-Handballer dem SC DHfK Leipzig mit 25:33 Toren, nehmen jedoch eine gute erste Hälfte aus dem Pokalspiel mit. In der Liga musste sich die Mannschaft von David Röhrig, der seit 2022 die sportlichen Geschicke bei Lübeck-Schwartau leitet, zuletzt in eigener Halle dem Dessau-Roßlauer HV mit 34:39 torreich geschlagen geben. 6:4 Punkte bedeuten aktuell Platz 10 für die Mannschaft um Kapitän Finn Kretschmer. Der 29-jährige Rechtsaußen zählt neben Torwart-Routinier Dennis Klockmann und Jasper Bruhn im rechten Rückraum zu den erfahrensten Spielern bei den Hansestädtern.

Im Gegensatz zum Umbruch der Vorsaison, die Lübeck-Schwartau auf dem 12. Tabellenplatz beendete, musste das Team diesmal nur auf wenigen Positionen ergänzt werden. Ex-Kapitän Martin Waschul hängte die Handballschule an den berühmten Nagel, den 34-jährigen Dominik Weiß zog es zum BSV Bern. Die größte Lücke schlug der Wechsel von Mex Raguse zu den Eulen Ludwigshafen. Dafür bringen Kaj Geenen (NED), Örn Vésteinsson Östenberg (N- Lübbecke /ISL), Niko Blaauw (Lemgo/NED) und Einar Nickelsen (Frederiksberg/DEN) internationalen Flair ins Team.


Multicloud-Strategien: Maximale Effizienz und Flexibilität in der Cloud-Ära

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Multicloud-Strategien: Maximale Effizienz und Flexibilität in der Cloud-Ära

Eine aktuelle Studie aus dem Frühjahr 2023 belegt, dass Multicloud im Zuge der weiteren Digitalisierung von Unternehmen inzwischen ein notwendiger Bestandteil jeder Cloud-Strategie geworden ist.

Rund 98 % der über 300 Studienteilnehmer hatten in der von Oracle Cloud Infrastructure und 451 Research durchgeführten Befragung angegeben, mindestens zwei Cloud-Anbieter parallel zu nutzen. Der Trend geht dabei deutlich zu einer ausgefeilten Multicloud-Strategie mit intensiverer Nutzung von bis zu vier Anbietern und mehr. Warum das so ist und welche Vorteile eine Multicloud-Strategie haben kann, beleuchtet dieser Beitrag.

Was ist eine Multicloud-Strategie?

Das Stichwort Multicloud-Strategie steht für die parallele Nutzung mehrerer Cloud-Anbieter im Unternehmen. Dabei werden diese nicht willkürlich nebeneinander genutzt, sondern zum Teil einer gesamten digitalen Architektur gemacht. Eine Multicloud-Strategie erfordert deshalb immer ein präzises Management, um alle Möglichkeiten von Multicloud effizient nutzen zu können.

Welche Herausforderungen sind bei der Implementierung zu bewältigen?

Eine Multicloud-Strategie erfordert intelligente Steuerung und Kontrolle. Die wichtigsten Aspekte bei der Implementierung sind unter anderem:
– Ausfallsicherheit
– gewünschte Leistung
– Sicherheit
– Gesamtplanung und Integration der Cloud-Systeme in die eigene Architektur.
Ein spezialisierter Dienstleister gewährleistet das Zusammenspiel der verschiedenen Cloud-Anbieter im Rahmen einer umfassenden digitalen Architektur für das Unternehmen. Dabei sind unterschiedliche Hybrid- und Multicloud-Modelle möglich, die exakt an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst werden können.

Die Vorteile von Multicloud-Strategien

Multicloud ermöglicht es, unterschiedliche geschäftliche wie betriebliche Erfordernisse und Wünsche an die Cloud-Infrastruktur in einer umfassenden Lösung zu realisieren. Es wird durch die Einbindung unterschiedlicher Cloud-Anbieter unter einer einheitlichen Steuerung möglich, Kapazitäten und Kosten effektiv auf die Unternehmensanforderungen zuzuschneiden. Multicloud-Umgebungen bieten viele Entwicklungsmöglichkeiten. Sie harmonieren bei angemessener Implementierung und Steuerung mit DevOps-Entwicklungsmethoden sowie verschiedenen anderen cloudnativen Anwendungstechnologien. Zu den weiteren Vorteilen zählen:

  • Möglichkeit, das Beste aus jedem Cloud-Angebot zu nutzen
  • Flexibilität
  • Einsatz von innovativen Technologien
  • stetig aktualisierte Anpassung an Compliance-Anforderungen
  • Kosteneffizienz
  • effektive Nutzung von Ressourcen und Kapazitäten
  • höchste Zuverlässigkeit

Fazit: Umsetzung entscheidend für den Erfolg einer Multicloud-Strategie

Neben allen Vorteilen sorgt eine Multicloud-Strategie für eine erhöhte Komplexität in der Verwaltung sämtlicher IT-Anwendungen. Diesem Aspekt ist bei der Konzeption und Implementierung Rechnung zu tragen. Daneben ist keine Multicloud-Strategie für die Ewigkeit gemacht. Sie muss immer wieder an möglicherweise geänderte Bedürfnisse in der IT-Struktur des Unternehmens angepasst werden. Ebenso ist es wichtig, die eigenen Anforderungen an eine Cloud-Struktur besonders am Anfang bei der Planung einer Multicloud sorgfältig zu ermitteln. Multicloud-Strategien eignen sich für viele Unternehmen, aber auch nicht für jedes. Es ist unter anderem unabdingbar, den Unterschied zwischen einem Hybrid-Modell und einer echten Multicloud-Strategie zu kennen. Beratung von und Zusammenarbeit mit kompetenten Dienstleistern, die über Expertise und Know-how im Multicloud-Bereich verfügen, ist jedem interessierten Unternehmen zu empfehlen.


Bietigheim avanciert zum Pokalschreck

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von Bernhard Gaus

Pokalsiege unterklassiger Teams sind im Handball die große Ausnahme. Am Mittwoch war es wieder so weit. Die SG BBM Bietigheim wirft den TSV Hannover-Burgdorf, Tabellensechster der Handball-Bundesliga mit 31:29 (12:12) aus dem DHB-Pokal.

Nach dem Schlusspfiff gibt es natürlich kein Halten mehr. Jona Bader hat – kalt wie Hundeschnauze – die letzten beiden Bälle zum 30:28 und 31:29 im Tor von Dario Quenstedt versenkt und so das Pokalaus des Favoriten besiegelt. Dafür landet der 21-jährige Rechtsaußen nach seinen Toren sieben und acht an diesem Abend ganz unten in der Spielertraube der SG BBM. Auf der Gegenseite die konsternierten Niedersachsen, die die Schlussphase wohl erst einmal verarbeiten mussten. „Wir konnten heute die 100 Prozent nicht abrufen, Bietigheim hat mehr investiert“, musste Recken-Coach Christian Prokop eingestehen.

Die Halle hatte schon beim 25:23 durch Alexander Pfeifer Kopf gestanden, der ersten Zwei-Tore-Führung des Zweitligisten nach der Pause. Die Recken machen angesichts des Rückstandes jetzt mit dem zusätzlichen Feldspieler Druck, doch der Tabellenzweite der 2. Liga legt immer wieder nach: 27:24, 28:26. Erst zwei Minuten vor dem Ende schließt Hannover-Burgdorf wieder zum 29:28 auf. In dieser Phase entscheiden dann wenige Aktionen, für die die SG BBM am Mittwoch einen Jona Bader hatte.

„Der Wille und die Einstellung der Mannschaft waren super“, freute sich SG BBM-Cheftrainer Iker Romero. „Wir sind in diesem Spiel in unserem Fokus geblieben, dann kann so ein Spiel schon mal passieren.“ Der Spanier hat jetzt die Aufgabe, sein Team bis zum nächsten Ligaspiel am Sonntag (17 Uhr, Viadukthalle) wieder einzunorden. „Das war ein Bonusspiel für uns, wichtiger sind die Spiele in der Liga. Die Jungs dürfen heute in der Kabine feiern, morgen steht Regenerationstraining und die Einstimmung auf Lübeck-Schwartau auf dem Programm.“

Vom Anpfiff weg zeigt der Zweitligist, dass er hochmotiviert in den Pokalfight geht. Die 4:1-Führung der Schwaben egalisiert Hannover-Burgdorf zwar, kann sich jedoch nicht absetzen. Die Hausherren kämpfen um den Anschluss, lassen den Abstand zu den Niedersachsen auf nicht mehr als zwei Tore anwachsen. Zwei Minuten vor der Pause holt Maximilian Hejnys Treffer zum 12:11 sogar die Führung der SG BBM zurück.

Der 12:12-Pausenstand nötigt umso mehr Respekt ab, da TSV-Keeper Dario Quenstedt zu diesem Zeitpunkt schon zehn Paraden auf dem Zettel hat. SG BBM-Torsteher Fredrik Genz ist auch gut im Spiel, bekommt aber weniger Bälle auf sein Tor. Zu viele technische Fehler seines Teams, Defizite im Rückzugsverhalten und fehlende Stabilität in der Abwehr, „die uns zu Saisonbeginn ausgezeichnet hat“, sieht Christian Prokop. „Als wir zwei Tore weg waren, sind wir nicht konsequent genug, können den Sack nicht zumachen“, sagt TSV-Nachwuchstalent Justus Fischer, auch weil Bietigheim nach dem 15:17 einfach weiterkämpft und immer wieder Lösungen findet, auch im Positionsangriff. Die SG BBM bleibt mit ihrer Wurfquote auf hohem Niveau. Dreimal in Folge kann beispielsweise Jonathan Fischer eine Gästeführung zum 21:21 ausgleichen, landet am Ende bei sechs Treffern.

„Die Halle gibt genau solche Spiele her“, freut sich der durchsetzungsstarke Bietigheimer Kreisläufer über den Coup seines Teams in der altehrwürdigen Viadukthalle. „Da war heute unheimlich viel Feuer drin, wir gehen in jedes Spiel mit einhundert Prozent.“ Und: „Man hat heute gesehen, dass die zweite Liga nicht mehr so weit weg ist von der 1. Liga“. Kann man durchaus auch als Kampfansage interpretieren.

SG BBM Bietigheim: Baranasic, Genz; Michalski, Claus (3), Wolf (5/3), de la Peña, Wiederstein (1), Velz (1), Barthe (1), Hejny (2), Bader (8), Clarius, Pfeifer (4), Kaulitz, Fischer (6).

TSV Hannover-Burgdorf: Gade, Quenstedt, Vujovic, Nyfjäll, Uscins (3), Steinhauser (7/2), Michalczik, Kulesh (4), Strmljan (2), Edvardsson (1), Gerbl, Hanne (3), Brozovic (1), Fischer (3), Feise (2), Büchner (3).

Zeitstrafen: Wiederstein (25., 40.) – Steinhauser (43.), Strmljan (44.)
Siebenmeter: 3/4 – 2/2
Spielverlauf: 4:1 (8.), 5:7 (15.), 9:9 (22.), 12:12 (29.), 15:17 (37.), 19:19 (41.), 23:22 (47.), 27:24 (53.), 29:28 (58.), 31:29 (60.)
Schiedsrichter: Thomas Kern / Thorsten Kuschel (DHB Elitekader)
Zuschauer: 706 (Viadukthalle Bietigheim)


Der Rekordmeister ist zu stark für den SVL

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Gegen Spandau 04 deutlich besser gespielt als in der vorigen Saison – und trotzdem haben die Ludwigsburger Wasserballer nicht mit dem Rekordmeister mithalten können. Die Partie im Freibad Hoheneck endet 4:16.

Erstes Viertel gut verteidigt. Hoffnung auf ein – soweit das gegen Spandau überhaupt möglich ist – ausgeglichenes Spiel. Aber der deutsche Rekordmeister hat immer sehr früh verteidigt und keinen Spielaufbau zugelassen. Ludwigsburg gibt nicht auf, trotz offensichtlichen Respektes vor dem großen Gegner. Das Ergebnis des Wasserball-Bunde sligaspiels am Samstag im Freibad Hoheneck – 4:16 – spiegelt nicht die Leistung im Wasser; Ludwigsburg hat sich wacker geschlagen und muss vielleicht etwas mehr Selbstvertrauen gewinnen – und den Respekt vor großen Namen verlieren. Das ist die Kurzanalyse des SVL-Präsidenten Volker Heyn mit Blick auf die erste Partie in der neuen Saison in der A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga.

Gut eine Stunde vorher. Ludwigsburg gewinnt das erste Anschwimmen, macht aber kein Tor. Zweiter SVL-Angriff, Schuss aufs Tor, abgewehrt. Auch Spandau zunächst ohne Erfolg. Überzahl Ludwigsburg, eine gute Chance – vertan. Im Gegenzug ist Spandau schnell vor dem Ludwigsburger Tor, das 0:1. Der SVL wird im Abschluss noch länger ohne Erfolg bleiben. Max Vernet Schweimer im SVL-Tor zeigt ein paar top Paraden.

Aber Ludwigsburg unterlaufen zu viele dumme Ballverluste. Die nächste Parade des Ludwigsburger Keepers, Unterzahl SVL, Tor Spandau. 0:2. Ludwigsburg spielt ganz gut mit, so das Fazit am Ende des ersten Viertels. Spandau ist mit einer herben Niederlage in der Champions League im Gepäck nach Schwaben angereist, mit einem 6:16 gegen Barcelona. Klar, der Rekordmeister will unbedingt gewinnen.

Auch das zweite Anschwimmen geht an Ludwigsburg. Doch der SVL bleibt im Abschluss wenig konsequent. Die nächste Parade von Max, dann ein Distanzschuss in die Arme des Berliner Torwarts. Weiter oft gute Abwehrarbeit des SVL, aber weiter kein Tor. Bald fällt das 0:3. Spandau spielt abgeklärt, erhöht auf 0:4 und auf 0:5. Der Halbzeitpfiff.

Das dritte Anschwimmen geht wieder an den SVL. Fehlpass und Konter – das nächste Spandau-Tor, 0:6. Überzahl und Auszeit Ludwigsburg. Gute Kombination, aber wieder ein schlecht platzierter Schuss. Die Konsequenz: bald das 0:7 für Spandau. Foul SVL, Strafwurf Spandau, Treffer zum 0:8. Kurz vor dem Schluss des Viertels: Tobias Bauer macht das 8:1. Endlich! Doch wenig später das nächste Ludwigsburger Foul, Strafwurf Spandau, das 9:1.

Die letzten acht Minuten. Anschwimmen geht an Spandau, und Tor, das 1:10. Und bald das 1:11 und das 1:12. Foul Ludwigsburg, der dritte Spandauer Strafwurf, das 1:13. Dann ein toller SVL-Spielzug, Sergio Prieto Hernandez schwimmt mit Ball vors Tor und macht das 2:13. Die Gegentore fallen zu einfach, das 2:14, das 2:15 und das 2:16. Auszeit SVL. Sergio macht noch das 3:16 und kurz vor Schluss das 4:16 durch Robert Seifert. Ende einer Partie, von der von vorne herein klar war: Ludwigsburg kann in diesem Spiel nur Erfahrungen gewinnen.

Der SVL-Trainer Raul de la Pena sagt: „Ich bin nicht zufrieden“ Die Spandauer waren besser, „aber wir haben es ihnen viel zu einfach gemacht“. Die SVL-Spieler hätten zu viel Respekt gehabt und zu viele Fehler gemacht, „wir müssen noch viel arbeiten“. Tobias Bauer, Jugendnationalspieler des SVL, erklärt nach dem Abpfiff: „Die ersten beiden Viertel waren in der Verteidigung gut, danach haben wir den Faden verloren. Offensiv hatten wir Probleme gegen das Pressing der Spandauer.“

Der Ludwigsburger Doppel-Torschütze Sergio sagt, es sei schwierig gewesen, die Defensive der Berliner zu brechen. Der Abstand des SVL zu Spandau sei – immerhin – kleiner geworden. Man muss wohl sagen: nur etwas kleiner. Spandau ist (noch) zu stark für die Wasserballer des SV Ludwigsburg. „Wir müssen weiter trainieren, üben – dann werden wir besser.“ Der SVL-Kapitän Nino Blazevic sagt, das Ergebnis sei nicht gut, „wir haben zu hoch verloren“. Zwei Viertel okay gespielt, dann ein „Kollaps“. Motto: weiter gut arbeiten, Tage, Wochen, Monate.

Matthias Nagel, SVL-Vizepräsident: „Das Positive zuerst: das Spiel war länger offen als die Spiele gegen Spandau in den vergangenen Jahren.“ Das Team sei gut gestartet, habe zunächst auch ganz gut mitgespielt, „dann ein bisschen den Faden verloren“ Aber klar: Spandau sei über die gesamte Partie hinweg die bessere Mannschaft gewesen. „Trotzdem ein Schritt nach vorne.“ In drei Wochen das nächste Spiel in Hannover gegen Waspo Hannover, „vermutlich ähnlich schwierig“, so Matthias Nagel, „wobei wir wissen: die Mannschaft hat Potenzial“.


Internationaler Ausschuss debattiert über die überlastete Ausländerbehörde

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Ausschussmitglieder sichern der neuen Amtsleiterin Susanne Scherz ihre volle Unterstützung zu

stuttgart.| Der Internationale Ausschuss der Landeshauptstadt Stuttgart hat sich in seiner Sitzung am 27. September mit der Situation der überlasteten Ausländerbehörde befasst. Verwaltungsspitze, sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner sowie Mitglieder des Gemeinderats führten dazu einen intensiven und über weite Strecken sehr konstruktiven Dialog. Insbesondere stärkten sie der neuen Leiterin des Ordnungsamts Susanne Scherz den Rücken.

In seinem Eingangsstatement widersprach Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper nachdrücklich der Behauptung, in der Ausländerbehörde herrsche eine Ablehnungskultur. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben ihr Bestes und leisten unter diesen schwierigen Umständen Hervorragendes. Die Ursachen für die unbefriedigenden Umstände sind vielfältig. Sie sind von Stadt, Land und Bund zu verantworten, teilweise sind sie auch den Umständen geschuldet. Wir haben höhere Fallzahlen und deutlich weniger Personal, weil in Zeiten des allgemeinen Personal- und Fachkräftemangels weniger Personal zur Verfügung steht und wir viele Stellen nicht besetzen können, obwohl wir händeringend nach Kräften suchen. Derzeit sind fast 30 % der Stellen bei der Ausländerbehörde nicht besetzt.“

Nopper sagte: „Die Stadt hat die Situation insofern zu vertreten, weil wir die Digitalisierung der Verwaltung – auch der Ausländerbehörde – in den letzten Jahren zu langsam vorangetrieben haben. Wir haben als Stadt die Unterbringungssituation der Ausländerbehörde, aber auch der Kfz-Zulassungsstelle, in den letzten Jahren nicht schnell genug verbessert. Land und Bund, vor allem aber der Bund, haben die Situation insofern mit zu verantworten, als sie die Vorschriften im Ausländerrecht und die Dokumentationspflichten immer komplexer und komplizierter gemacht haben – wie ihnen auch Fachanwälte bestätigen können, die mit ausländerrechtlichen Fragestellungen befasst sind. Dies hat die Bearbeitung der Fälle erschwert und verlangsamt.“

OB Nopper verwies auf sieben Maßnahmen, die die Stadt ergriffen hat bzw. ergreifen wird, um die Situation der überlasteten Behörde zu verbessern:

  • Die kurzfristige Verstärkung der Ausländerbehörde durch 20 Beschäftigte aus anderen Geschäftsbereichen der Stadtverwaltung
  • Die sukzessive Einführung einer Online-Terminvergabe voraussichtlich ab Mitte Oktober (zunächst für Notfälle), um Wartezeiten vor der Ausländerbehörde zu reduzieren
  • Die Betreuung der Wartenden ab den frühen Morgenstunden durch das Deutsche Rote Kreuz und die Einrichtungen eines Warteraums im Gebäude der Ausländerbehörde
  • Die Implementierung eines umfänglichen Übersetzungstools für die Bereitstellung aller wichtigen Informationen auf der Homepage der Landeshauptstadt Stuttgart
  • Die Einrichtung eines Teams Arbeitgeberwechsel, das sich auf diese Fragen konzentrieren wird, um andere Bereiche der Behörde zu entlasten
  • Die Einbindung der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und der Trumpf SE & Co. KG, die ihre Unterstützung angeboten haben
  • Die künftige Unterbringung der Ausländerbehörde in neuen und besseren Räumlichkeiten im Bollwerk am Berliner Platz (Beginn der Sanierung spätestens Anfang 2024)

     

Abschließend versicherte Nopper: „Wir setzen alles daran, die Probleme in den Griff zu bekommen und die Lage zu verbessern.“

Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier sagte, die Probleme der Ausländerbehörde reichten weit zurück. Es sei richtig, dass die Mitglieder des Internationalen Ausschusses schon vor zehn Jahren gefordert hätten, dass Maßnahmen ergriffen würden. Durch die Arbeit der 2022 gegründeten Taskforce sei die Verwaltung nun aber in vielen Bereichen schneller vorangekommen als zuvor. Als Gründe für die Probleme bei der Personalgewinnung nannte Maier, dass die Beschäftigten der Ausländerbehörde aktuell keine Möglichkeit hätten, partiell im Homeoffice zu arbeiten. Eine große Hürde sei das komplizierte Ausländerrecht. Auch die aktuelle Berichterstattung der Presse trage nicht dazu bei, dass die Zahl der Bewerbungen steige.

Susanne Scherz, die zum 1. September die Leitung des Ordnungsamts übernommen hat, legte dar, ihr Amt habe mit dem Digitalen Amt Do.IT die Geschäftsprozesse analysiert und optimiert. Die Ergebnisse müssten nun alle umgesetzt werden. Ausführlich schilderte Scherz die Maßnahmen, um Rückstände aufzuarbeiten, Arbeitsprozesse zu beschleunigen und insbesondere den Service für die Kundinnen und Kunden zu verbessern. Mit Blick auf die enorme Menge an Maßnahmen, die umgesetzt werden müssten, benannte sie eine klare Priorität: Am wichtigsten sei die Online-Terminvereinbarung für Notfälle. Es folge der Aufbau eines Teams Arbeitgeberwechsel. Sehr wichtig sei es auch, die Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde neu zu strukturieren sowie bessere Informationen und Services anzubieten.

Bürgermeister Dr. Clemens Maier betonte, die Stadtverwaltung habe gute Erfahrung mit unterstützenden Teams gemacht. Deshalb sei er zuversichtlich, dass mit dem geplanten Team Arbeitgeberwechsel merkbare Verbesserungen erreicht werden könnten. „Das ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.“

Im Anschluss an die Ausführungen der Verwaltungsspitze sprachen die sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohner. Sie äußerten ihre Kritik an den aktuellen Zuständen in und vor der Ausländerbehörde und stellten Verständnisfragen. Danach sprachen die Ausschuss-Mitglieder aus den Reihen des Gemeinderats. Sie sicherten der neuen Amtsleiterin Scherz ihre umfängliche Unterstützung zu. Die Verwaltungsspitze wird den Internationalen Ausschuss künftig regelmäßig über die Entwicklungen in der Ausländerbehörde informieren.


Neue Betreiber für die Busverkehre im Verkehrsraum „Oberes Heckengäu“

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Enzkreis/Böblingen.| Der Landkreis Böblingen sowie der Enzkreis organisieren gemeinsam die Busverkehre auf den Linien 652, 653(A), 655(A) sowie 765 im Verkehrsraum „Oberes Heckengäu“. Bisher wurden diese Verkehre von der Firma Seitter RVG mbH & Co. KG eigenwirtschaftlich betrieben.

Ab Montag, den 9. Oktober 2023, übernehmen die Firmen Richard Eberhardt GmbH und Klingel GmbH diese Verkehrsleistungen. Damit ist ein nahtloser Übergang gewährleistet. Wegen eines Nachprüfungsantrags bei der Vergabekammer Baden-Württemberg hatte die Kammer zunächst das Vergabeverfahren gestoppt und die Zuschlagserteilung konnte nicht wie zunächst geplant bereits am Montag geschehen. Im schlimmsten Fall hätte eine Verzögerung bedeutet, dass ab dem 9. Oktober womöglich wochenlang kein öffentlicher Busverkehr und Schülerverkehr mehr auf den Linien hätte stattfinden können. Dieser „Super-Gau im Heckengäu“ konnte durch die Beteiligten abgewendet werden. Am Donnerstag, den 28.09.2023, teilte die Vergabekammer den Landkreisen schriftlich mit, dass der Nachprüfungsantrag zurückgenommen wurde.

Aus Gründen des Vergaberechts erfolgt die Beauftragung zunächst bis zum 31.12.2023. Im Rahmen eines weiteren Vergabeverfahrens wird entschieden, wer die Verkehre ab dem 01.01.2024 betreiben wird.

Trotz dieser kurzfristig notwendig gewordenen Änderungen, welche für die genannten Verkehrsunternehmen mit großen Herausforderungen verbunden sind, kann für einen Übergangszeitraum zumindest ein Grundangebot sichergestellt werden. Den beiden Landkreisen war besonders wichtig, die Interessen der verschiedenen Fahrgastgruppen bestmöglich zu wahren. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Erbringung der Schulfahrten gelegt. Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck daran, das Verkehrsangebot schnellstmöglich wieder auf das Niveau der Nahverkehrspläne anzuheben.

Bis dahin dürfte die Lage auf den genannten Linien weiter sehr angespannt bleiben und es muss ggfs. mit weiteren, aufgrund der Kurzfristigkeit eventuell auch nicht mehr kommunizierbaren Ausfällen gerechnet werden. Der Landkreis Böblingen sowie der Enzkreis bitten dafür bereits im Vorfeld um Verständnis.

Über die konkreten Fahrpläne, die ab dem 9. Oktober 2023 gelten, kann man sich auf der Homepage der Verkehrsverbünde Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) und Pforzheim-Enzkreis (VPE) informieren: www.vvs.de und www.vpe.de

Der Landkreis Böblingen sowie der Enzkreis sind überzeugt, dass die oben genannten Änderungen zu einer verlässlicheren Durchführung der Busverkehrsleistungen beitragen werden.


WHS und VfB Friedrichshafen schließen Kooperation

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Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) und der Sportverein VfB Friedrichshafen haben eine Kooperation im Rahmen eines Sponsorenpakets geschlossen. Die Partnerschaft geht zunächst über drei Jahre und gilt als richtungsweisend für die Ambitionen der WHS in der Bodenseeregion.

Das Sponsoring umfasst Präsenzen auf den Vereinsgeländen in der Teuringer Straße mit Stadion, Kunstrasenplatz und Sporthalle sowie dem Seemooser Horn. Dort wird die WHS künftig als Förderer des Kanusports im VfB auftreten. Darüber hinaus unterstützt sie die VfB-Kindersportschule (KiSS).

„Vereine sind ein wichtiger Pfeiler zur Förderung des Gemeinwesens. Die ambitionierten Ziele des VfB Friedrichshafen überzeugen uns und passen zu uns“, sagt Alrik von Kolzenberg, Prokurist der WHS. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Mit der WHS haben wir einen Partner gewonnen, der sich für den Sport und für Vereine stark macht“, ist Caroline Steinbach, VfB-Vereinsmanagerin, überzeugt. Und Jochen Benz, VfB-Präsident, ergänzt: „Das Sponsoringpaket ist sehr attraktiv und vielfältig, wie unser Verein. Dem VfB bietet es tolle Möglichkeiten, unsere Abteilungen verstärkt im Jugendbereich weiterzuentwickeln.“

Die WHS agiert deutschlandweit mit Geschäftsstellen in den Ballungsräumen Dresden, Frankfurt am Main, Hannover, Karlsruhe, Köln, Bad Homburg v. d. Höhe und München. Mit schlüssig aufeinander aufbauenden Geschäftsbereichen decken die Ludwigsburger den gesamten Immobilienprozess ab. Ihre Kompetenzen möchte die WHS in Zukunft verstärkt auch in Friedrichshafen und der Region am Bodensee einbringen: „Die Bodenseeregion ist ein Wachstumsmarkt mit hohen wirtschaftlichen Ambitionen und bietet damit auch Potenzial für die WHS, an diesem Standort zu wachsen“, fügt von Kolzenberg hinzu.